Im Spiegel der Medien

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
5. Oktober 2017

Feinstaubbelastung durch Helikopter?
Bürger messen mittlerweile selbst

Bis zu 120 Helikopter an einem Tag über dem Grundstück und eine damit einhergehende massive Feinstaubbelastung hat eine Oberreichenbacherin registriert, die einen Kilometer entfernt von der US-Kaserne Katterbach wohnt.

Kerstin Mach, Vize-Vorsitzende der Bürgerinitiative „Etz langt's", hat im August neun Tage lang in ihrem Garten akribisch gemessen.

Während das eigens angeschaffte Luftmessgerät mit Eichzertifikat im August automatisch die Feinstaubbelastung aufnahm, zählte sie die Helikopter über ihrem Haus.

Teils bis zu zehnmal höher seien die gemessenen Werte von Feinstaub an Tagen gewesen, an denen Helikopter in der Luft waren, erzählt Mach. Gemeinsam mit ihrer Bürgerinitiative will sie nun weitere Messungen in Ansbach durchführen und dem bislang in diesem Zusammenhang skeptischen Landesamt für Umwelt in Augsburg sowie der Bayerischen Staatsregierung zur Verfügung stellen. Die Bürgerinitiative fürchtet eine Gesundheitsgefährdung der Bürger durch den Flugbetrieb.

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  nordbayern.de
4. Oktober 2017

Feinstaub durch US-Helikopter: Katterbacher legen nach
An der Kaserne wird jetzt ganz genau nachgemessen.

Neun Tage lang hat ein Messgerät im Garten von Kerstin Mach, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative "Etz langt’s", in Obereichenbach gestanden. Das Haus liegt rund einen Kilometer von der US-Kaserne in Katterbach bei Ansbach entfernt.

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  Fränkische Landeszeitung
29. September 2017

Gemeinsame Übung von Rettungskräften am Urlas

Deutsche und US-amerikanische Rettungskräfte üben Samstagmorgen gemeinsam am Urlas. Ziel der Übung sei es, die Einsatzkräfte auf Krisensituationen vorzubereiten und das Zusammenspiel zu optimieren, heißt es in einer Pressemitteilung der US-Armee.

Zu der Übung werden die Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Rotes Kreuzes unter realen Bedingungen mit Blaulicht und Sondersignal auf dem Urlasgelände eintreffen. „Deshalb wird am Samstagmorgen um eine erhöhte Aufmerksamkeit der Verkehrsteil-nehmer rund um den Urlas gebeten", so die US-Armee.

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  Fränkische Landeszeitung
29. September 2017

Düsenjet prüfte Katterbacher Radar

Ein ungewöhnliches Düsenflugzeug war am Mittwochvormittag im Luftraum von Ansbach zu beobachten. Die mit besonderen Messinstrumenten - unter anderem in runden Aufsätzen an den Flügeln angebracht - ausgerüstete Maschine ist Teil der Flotte der US-amerikanischen Flugaufsicht (Federal Aviation Administration, FAA).

Wie von der 12. Kampffliegerbrigade in Katterbach zu erfahren war, kommt ein FAA-Flugzeug mindestens einmal im Jahr in die Region, um am Flugplatz Katterbach die Funktionsfähigkeit des Radars und die Sicherstellung des Instrumentenanflugs zu prüfen.

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  Fränkische Landeszeitung
29. September 2017

Nach Warnstreik winkt Beschäftigten mehr Geld

Nach einem Warnstreik, an dem sich auch Beschäftigte aus Ansbach, Katterbach und Illesheim beteiligt haben, sollen die Zivilbeschäftigten der US-Armee mehr Geld bekommen, so gestern die verdi-Sekretärin Petra Fichtner: „Das Tarifergebnis sieht 2,1 Prozent Entgelterhöhung für alle Einkommen bis 3000 Euro brutto vor, und eine Erhöhung von 1,8 Prozent für alle Einkommen über 3000 Euro brutto."

Zusätzlich gebe es mit der Dezembervergütung eine Einmalzahlung von 200 Euro. Jetzt stimmen die Mitglieder der Gewerkschaft über das Ergebnis ab.

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  Fränkische Landeszeitung
29. September 2017

PFC-Schaden in Katterbach: Warten auf die Sanierung
Altlasten an alten Feuerlöschübungsplätzen - Weitere vorbereitende Untersuchungen nötig

Nichts wesentlich Neues berichtete die Verwaltung von den PFC-Altlasten auf dem Gelände der Katterbacher US-Kaserne. Auch wann das Sanieren beginnt, steht noch nicht fest.

Brennpunkte der Altlasten sind zwei alte Feuerlöschübungsplätze. Die Schadstoffe gelangten über den Löschschaum in den Boden. Um sie wieder aus dem Grundwasser herauszubekommen, müssen die Experten noch mehr über die Verhältnisse an Ort und Stelle wissen.

Hannes Hüttinger (BAP) und Beate Krettinger (Grüne) beklagten im Umweltausschuss, dass seit zwei Jahren nichts vorangehe. Man solle die Geduld nicht weiter strapazieren, so Krettinger.

Rechtsreferent Udo Kleinlein erwiderte, er habe schon den Eindruck, dass die US-Seite daran interessiert sei, das Ganze voranzutreiben.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
23. September 2017

„Ich habe gesehen, wie die Amis gekommen sind“
Einladung der US-Armee für die Nachbarn der umliegenden Gemeinden unterstreicht historische Verbindungen in Illesheim

Wilma Schmidt lässt sich von einem Soldaten ins Cockpit helfen. „Wie ist das hier mit den Pedalen? Wie beim Auto? Ich bin nämlich Schlepperfahrerin.“ Die 81-Jährige sitzt zum ersten Mal in einem Hubschrauber. „Und wie kann man nach oben und nach unten gehen?“ Mit den Pedalen, erklärt der Soldat, regelt man die seitlichen Bewegungen. Und mit dem Steuerknüppel die Geschwindigkeit und die Höhe. „Da muss ich aufpassen, dass ich nicht durchs Dach aufsteige“, schmunzelt Wilma Schmidt, lässt den Steuerknüppel los und bedankt sich bei dem jungen Mann in Uniform für die Erklärungen. „Das hat mich jetzt mal interessiert.“

Als sie 1936 zur Welt kam, entstand in ihrer Heimat ein riesiges Flugfeld. Die Nationalsozialisten legten es, ebenso wie in Ansbach-Katterbach, als Teil ihrer Kriegsvorbereitung an. „Mein Vater musste Äcker verkaufen. Von dem Geld hat er unseren ersten Schlepper gekauft. Einen Lanz mit Gummireifen.“ Die lösten damals gerade die Eisenreifen ab und machten die schwere Arbeit auf den Feldern leichter. Statt mit Gäulen war nun der Schlepper aus dem Ackerverkauf das wichtigste Arbeitsgerät. „Damit ging vieles besser.“ Als im Frühjahr 1945 aus der „Adolf-Hitler-Kaserne“ die amerikanischen „Storck Barracks“ wurden, stand Wilma Schmidt als Neunjährige auf der Wiese und schaute zu. "Ich habe gesehen, wie die Amis nach Illesheim gekommen sind. Und seitdem kann ich überhaupt nichts Negatives über sie sagen.“

Als Kind habe sie schon viele schöne Begegnungen gehabt. „Am Anfang lebten die Soldaten in einem Zeltlager vor dem Dorf, bis klar war, ob die Kaserne vermint wurde. Wir ließen unseren Hühnerstall auf, weil mein Vater dachte, der wird sonst sowieso aufgebrochen, weil sich die Amis die Eier für ihre Küche holen würden. Aber sie standen alle brav vor der Tür und baten, ob sie Eier bekommen könnten.“

Der Fluglärm hat sie nie gestört. „In einer Landwirtschaft arbeitet man auch lange. Wenn die Hubschrauber abends fliegen, sagen wir, schau hin, die sind auch noch auf.“ Und selbst nachts ist das für die 81-Jährige aus Illesheim kein Problem. „Ich kann prima schlafen. Als im Irakkrieg alle Hubschrauber weg waren, fand ich es richtig gespenstisch.“

Wilma Schmidts Vater war Bürgermeister und hieß Heinrich Förster, der erste Bürgermeister mit diesem Namen in Illesheim. Sie wurde gestern als Ehrengast extra begrüßt, vom jetzigen Bürgermeister, dem dritten Träger dieses Namens als Gemeindeoberhaupt. „Ich freue mich sehr, dass wieder ein gemeinsames Fest stattfindet“, sagte Heinrich Förster zu Oberst Clair Gill. Beide hatten bei einem Vortrag, den der Bürgermeister vor Offizieren über die Ortsgeschichte hielt, die Idee geboren, doch mal wieder zusammen zu feiern. Das war früher ein jährlicher Brauch, doch nach dem Terroranschlag in New York am 11. September 2001 stoppte die Army überall aus Sicherheitsgründen solche offenen Feste.

Gestern Nachmittag waren die Bürger aus Illesheim und umliegenden Gemeinden erstmals wieder in die Kaserne eingeladen. „Wir wollen damit Danke sagen für die wunderbare Gastfreundschaft, die wir hier erleben durften“, sagte Oberst Clair Gill bei seiner Begrüßung der rund 150 Besucher. Er ist Kommandeur der 10. Heeresfliegerbrigade, die für neun Monate in Illesheim stationiert ist. Im November wird sie zurückverlegt in den Staat New York. Für neun Monate sei Illesheim für rund 1000 Soldaten eine „Heimat weit weg von unserem Zuhause“ geworden, sagte Oberst Gill. Alle seien herzlich eingeladen, irgendwann wiederzukommen und die begonnenen Freundschaften fortzusetzen, erwiderte Bürgermeister Heinrich Förster. „Die US-Armee ist in Illesheim immer willkommen“, betonte Förster und erntete starken Beifall.

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  Radio 8 (Ansbach)
20. September 2017

Katterbach | Flugverbot wegen Feinstaubbelastung
Bis zu 10 mal höher ist die Feinstaubbelastung für die Anwohner im Ansbacher Ortsteil Obereichenbach, wenn die US-Kampfhubschrauber ihre Übungsflüge absolvieren. Das haben Messungen ergeben, die - wie berichtet - von der Bürgerinitiative "Etz langt´s" beauftragt wurden.

Nach diesen inoffiziellen Ergebnissen, unterstreicht nun auch der Bundestagsabgordnete der Linken, Harald Weinberg, wie wichtig ein Überflugverbot von Wohngebieten sei. Das hat der Ansbacher Stadtrat bereits im Jahr 2009 einstimmig beschlossen, zusammen mit einem Mindestabstand von 600 Metern zur Wohnbebauung.

Gebracht hat das den Ansbachern aber nichts. Bei der Abstimmung über den Stadtratsbschluss im Bundestag, zwei Jahre später, stimmte die Mehrheit dagegen. Der Abgeordnete Weinberg will nun eine neue parlamentarische Initiative für ein Nacht- und Überflugverbot starten und zwar parteiübergreifend.

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  Bayerischer Rundfunk/ Ansbach Plus
19. September 2017

Bürgerinitiative „ETZ LANGTS“: Flugverbot muss her
Der Flugverkehr direkt vor ihrer Haustüre ist vielen Ansbachern schon lange ein Dorn im Auge. Vor allem die Tatsache, dass die Anzahl an Hubschraubern auf der US-Militärbasis Katterbach zu Jahresbeginn noch einmal erhöht wurde, stößt vielen angrenzenden Bewohnern sauer auf.

Neben der Lärmbelastung ist natürlich auch die Luftverschmutzung welche die US-Hubschrauber verursachen ein Thema. Die Bürgerinitiative „ETZ LANGTS“ kämpft schon seit einigen Jahren dafür, den Flugverkehr aus der Region zu verbannen. Feinstaub-Messung Daher hat die Bürgerinitiative nun selbstständig Feinstaub-Messungen in der direkten Umgebung zur US-Militärbasis durchgeführt, mit alarmierenden Ergebnissen.

Laut Pressesprecher Boris-André Meyer beträgt die normale Feinstaubbelastung zwischen 4.000 und 6.000 Partikeln. An Flugtagen wurden in 1 km Entfernung zum Stützpunkt allerdings Werte von bis zu 74.000 Partikel gemessen. Es ist laut Meyer daher davon auszugehen, dass es eine massive Gesundheitsgefährdung für die Menschen in der Region vorliegt. „Ein Hubschrauber der US-Army verursacht in einer Stunde genau so viel Feinstaub wie ein Dieselfahrzeug welches 40.000 km gefahren ist,“ sagt Meyer. LFU weigert sich Bislang weigert sich das Landesamt für Umweltschutz eine eigene Messstation in der Nähe der US-Militärbasis zu errichten. Die Bürgerinitiative möchte mit ihren Messungen nun den Druck auf die Behörde erhöhen.

„Verglichen mit den Diesel-Fahrverboten in anderen Städten müsste in Ansbach endlich eine Flugverbot her,“ fordert Meyer. Zumindest ein Nachtflugverbot wird von der Bürgerinitiative nun kurzfristig angestrebt. Derzeit dürfen die Hubschrauber bis 2.00 Uhr Nachts über den Dächern der Ansbacher fliegen.

Dieser Artikel beruht auf einem Bericht des Bayerischen Rundfunks.

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  Fränkische Landeszeitung (FLZ)
19. September 2017

„Etz langt's" misst Feinstaub: „alarmierende Ergebnisse"
Belastung durch US-Hubschrauber teils bis zum Zehnfachen erhöht - Daten sollen Behörden zum Handeln bewegen

Die Bürgerinitiative „Etz langt's" spricht von „alarmierenden Ergebnissen". Gestern Nachmittag veröffentlichte sie die Daten aus einer Messreihe, die am Ortsrand von Obereichenbach die Feinstaubbelastung durch Hub-schrauber der US-Armee ermittelte. Teils bis zum Zehnfachen erhöht seien die Werte nach dem Überflug der Helikopter, so das Ergebnis.

„Ich war entsetzt, als ich diese Werte abgelesen habe", sagt Kerstin Mach, stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative. Neun Tage im August stand das Messgerät im Garten neben ihrem Wohnhaus in Obereichenbach - rund einen Kilometer Luftlinie vom Flugfeld Katterbach entfernt. Während das elektronische Gerät automatisch den Feinstaub - getrennt nach Partikelgröße - analysierte und die Ergebnisse aufzeicnete, zählte sie die Hubschrauber, die zwischen dem Flugfeld und ihrem Stadtteil Runden drehten - bis Mitternacht und darüber hinaus, berichtet sie.

Während es am Wochenende nach ihren Aufzeichnungen keine Flugbewegungen gab, zählte sie bis zu 120 Hubschrauber pro Tag von ihrem Grundstück aus. Zählung und Messdaten in eine Grafik gebracht, ergeben eine augenfällige Übereinstimmung: Die Zahl der Feinstaubparti- kel pro Liter Luft ist laut der Grafik umso höher, je mehr Hubschrauber in der Luft waren. Und je kleiner die Partikel, desto mehr davon zählte das Messgerät.

„Die kleinsten Partikel sind die gefährlichsten", betont BI-Beisitzer André Fitzthum. „Sie gelangen beim Atmen in die Lunge." Boris-André Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative, ist überzeugt, dass gesundheitliche Gefahren von der Feinstaubbelastung aus den Hubschrauberabgasen ausgehen. Teilweise verbrauchten die Helikopter mehr Treibstoff als ein Jumbojet. Und während dieser an Flughäfen lediglich abhebe und lande, kreisten die US-Hubschrauber stets in Bodennähe in bewohntem Gebiet.

„In einer Flugstunde blasen die US-Helikopter so viel Abgas hinaus wie ein Auto bei einer Fahrstrecke von 40 000 Kilometern", zieht Meyer einen Vergleich. Die Bürgerinitiative hat nach seinen Angaben zur Selbsthilfe gegriffen, nachdem das Landesamt für Umwelt mobile Schadstoffmessungen abgelehnt hatte. Sie kaufte ein Luftmessgerät mit Eichzertifikat für einen vierstelligen Betrag und unternahm selbst Messungen.

Dass die Ergebnisse keinen offiziellen Charakter haben und mit Fehlern behaftet sein können, dessen sei man sich bewusst, so Kerstin Mach. „Doch die Ergebnisse sind ein Anstoß für die Behörden: Der Wunsch ist, dass sie jetzt Messungen bei uns vornehmen."

In den nächsten Wochen wird die Bürgerinitiative das Messgerät in IIlesheim einsetzen und auch Referenzmessungen in der Residenzstraße vornehmen. Dort gibt es eine Messstation des Landesamts für Umwelt. In Obereichenbach will man nochmals im Herbst messen, wenn Inversionswetterlagen herrschen und neue US-Truppen zu Übungsflügen erwartet werden.

„Wir brauchen noch mehr belastbare Daten", unterstreicht BI-Sprecher Meyer. Allerdings sollten bereits jetzt die Politiker alarmiert sein. „Man muss von einer Gesundheitsgefährdung durch den Flugbetrieb ausgehen", sagt er. „Wenn man über Dieselverbote nachdenkt, muss man Gleiches für Hubschrauber in bewohntem Gebiet tun."

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  Bayerischer Rundfunk (BR24)
18. September 2017

Ansbach: Initiative gegen Feinstaub aus Kampfhubschraubern
In Ansbach sorgen die US-Kampfhubschrauber für dicke Luft. Nicht nur wegen des Lärms gibt es Ärger, sondern auch wegen des Feinstaubs: Schlechte Luft, nicht nur ein Problem der Metropolen wegen des Verkehrs.

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  Fränkische Landeszeitung (FLZ)
13. September 2017

Hubschrauber aus Sowjetzeiten tankte

Ein noch zu Sowjetzeiten entwickeltes Hub-schraubermodell ist einem Leser in den vergangenen Tagen aufgefallen: und zwar ausgerechnet über dem Ansbachcr Ortsteil Katterbach, in dem auch die US-Armee residiert. Er vermutete, es handle sich um das Modell MI-24, und fragte sich, was sich zugetragen hatte.

Das Modell bestätigt Helga Moser von der 12. Heeresfliegerbrigade der US-Streit-kräfte. ..Am Freitag. 8. September, und am Montag. 11. September, er-folgte eine Zwischenlandung zum Betanken einer MI-24 der Tschechi-schen Luftwaffe auf dem Flugfeld in Katterbach." Der Hubschrauber habe an der Sanicole-Flugschau in Belgien teilgenommen.

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  Woche im Blick (Ansbach)
7. September 2017

Für Abzug der US-Armee
Aktion "Aufrüstung stoppen"

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  Fränkische Landeszeitung (FLZ)
02. September 2017

Bundestagskandidaten für Abzug der US-Streitkräfte

Aufrüstung stoppen und Helikopterflüge einstellen - das sind die Kernforderungen der Initiative von Thomas Frank, Jürgen Strauß und Andre Fitzthum, die seit Herbst 2016 Unterschriften gegen den Fluglärm der Katterbacher und Illesheimer US-Hubschrauber gesammelt haben. Nun übergaben sie 1822 Unterschriften, die an vier Terminen in Ansbach geleistet wurden, an die örtlichen Bundestagskandidaten.

Der Einladung waren Lutz Egerer von der SPD, Dr. Herbert Sirois von Bündnis90/Die Grünen und Harald Weinberg von den Linken gefolgt. Der CSU-Kandidat Artur Auernhammer hat sich aus „terminlichen Gründen", wie es hieß, entschuldigt.

Thomas Frank zeigte sich bei der Übergabe enttäuscht über die geringe Resonanz. Er habe sich wesentlich mehr Unterschriften erhofft, aber viele geplagte Bürger hätten resigniert, weil sie die Erfolgsaussichten, dass vor allem die nächtlichen Hubschrauberflüge eingestellt würden, als gering einschätzen.

Die drei Kandidaten erklärten, sie stünden für eine Einschränkung der Hub schrauberflüge und letztlich für einen kompletten Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus der Region und aus Deutschland.

Dass Ansbach aus einem Abzug gestärkt hervorgehen würde, zeige die Umnutzung der ehemaligen Hindenburgkaserne, meinte Harald Weinberg.

Neben der Lärmbelastung machten Thomas Frank und Jürgen Strauß auf die Gesundheitsbelastungen durch den Helikoptertreibstoff und den Schadstoffausstoß aufmerksam.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
02. September 2017

Protest mit dem Pink-Panzer
Aktion von DGB und Friedensforum zum Antikriegstag - Klare Worte erwünscht

Sie erinnern an den Überfall der Wehrmacht auf Polen vor 78 Jahren und spannen einen Bo¬gen in die Gegenwart: Am Hallplatz haben der DGB und das Nürnberger Friedensforum zum Antikriegstag 2017 informiert.

Ein wackliges Gerippe aus Fichtenholz, eine rosa Kunststoffhaut außen herum und oben ein Blumentopf mit Abflussrohr - schon ist er fertig, der deutsche Panzer. Bedroht fühlt sich von diesem zwei Meter breiten und vier Meter langen Pseudo-Tank niemand. Denn hier am Hallplatz steht er am Rand einer Kundgebung zum Antikriegstag 2017.

Dass die Veranstaltung gleich neben dem Zentralen Denkmal Flucht und Vertreibung stattfindet, finden einige Teilnehmer passend: Ist doch die Ursache für Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches nach dem Zweiten Weltkrieg im Überfall Nazideutschlands auf Polen am 1. September 1939 zu sehen.

Am Hallplatz haben der DGB und das Nürnberger Friedensforum an die Gräueltaten des deutschen Militärs erinnert - und spannten den Bogen in die Gegenwart: „Deutschland hat 2016 über 35 Milliarden Euro in die Rüstung gesteckt", sagt Friedensaktivist Hans-Günther Schramm vor den Zuhörern. Er findet, dass der Rüstungshaushalt nahezu auf null gefahren werden müsse. Vor Bundestagswahlen habe er sich bisher mit Empfehlungen zurückgehalten. „Ich habe immer gesagt, jeder soll doch wählen gehen, Hauptsache, er wählt und verschenkt nicht seine Stimme." Doch mit Blick auf die bevorstehende Wahl habe er seine Ha¬tung geändert und sagt, wo man keinesfalls ein Kreuzchen machen sollte: „Die AfD ist keine Alternative für Deutschland, sie ist eine Gefahr für die Demokratie", sagt der 76-Jährige. In diesem Sinne lobt er die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg. In ihrem aktuellen Heft heißt es: „AfD - für uns keine Alternative!" Schramm finde es gut, dass sie „mit klaren Worten vorangehen".

Das wünschte er sich auch von seinem Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm. Den Pink-Panzer haben Mitglieder der DGB-Jugend und anderer Jugendverbände gebaut. Sie kritisieren damit „das romantisierende Werben für eine Karriere bei der Bundeswehr und die Doppelmoral, wenn es um deut¬sche Waffenexporte geht",

Unter aller Kanone
Bundeswehr wirbt mit Camps um Minderjährige

Kaum hat ein junger Mensch das 18. Lebensjahr erreicht, liegt ein Schreiben der Bundeswehr im Briefkasten. Viele stellen sich die Frage: Woher hat das Militär meine Adresse?

Die Grünen im Stadtrat haben das kürzlich kritisiert, denn das Einwohneramt gibt die Daten freimütig heraus. Selbstverständlich wirbt der Bund und zögert auch nicht, junge Menschen direkt anzuschreiben. Schließlich leidet er an Mitgliederschwund, seit die Wehrpflicht weggefallen ist.

Doch die Werbestrategen beim Militär gehen klar zu weit, wenn sie im Kampf um Rekruten mit Abenteuer-Camps für Jugendliche locken. Minderjährige sollen bei „Schnupperwochen" geködert werden: Biwaks in der Natur, Lagerfeuer, Wege mit Plan und Kompass finden. Diese Camps haben den Charakter von Ferienlagern, dahinter steckt aber ein knallhartes Ziel: Junge Menschen für Waffen und Kriegseinsätze zu bekommen. Dass die Bundeswehr hier schon bei 15-Jährigen ansetzt, ist unter aller Kanone. Der Dienst an der Waffe darf nicht beschönigt werden. Täglich sterben unzählige Menschen bei kriegerischen Auseinandersetzu¬gen. Was würde wohl ein junger Flüchtling, der gerade der Hölle im syrischen Aleppo entronnen ist, zu den Abenteuer-Camps der Bundeswehr sagen?

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  Die Rheinpfalz (Pfalz-Ticker)
1. August 2017

Lingenfeld/Germersheim:
Bürgerinitiative gegen Gefahrstofflager gegründet

Online lesen

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  Fränkische Landeszeitung (NEA)
28. Juli 2017

US Army übt im Landkreis
Streitkräfte fliegen Manöver

Im August werden die Soldaten der US Army wieder mit Hubschraubern in der Region unterwegs sein. Bei den Landeübungen, die auch in der Nacht stattfinden können, sollte sich die Bevölkerung von der übenden Truppe fernhalten, warnen die Verantwortlichen.

Beim Landratsamt Neustadt/ Aisch-Bad Windsheim wurde angemeldet, dass Einheiten der amerikanischen Streitkräfte ein Manöver durchführen. Bei den betroffenen Gebieten handelt es sich um die Gemeinden Uffenheim, Markt Erlbach und Wilhermsdorf.

Vom 1. bis zum 31. August finden Hubschrauberlandeübungen, Nachtlandungen eingeschlossen, statt. Insgesamt 32 Soldaten mit vier Rad-fahrzeugen und zwölf Helikoptern nehmen daran teil. Die Bevölkerung wird darum gebeten, sich von den Einrichtungen der übenden Truppe fernzuhalten. Sollten Schäden an Flur und Forst, privaten Wegen oder sonstigen Objekten entstehen, müssen die Entschädigungsansprüche von den Betroffenen umgehend, jedoch spätestens innerhalb eines Monats nach Beendigung der Übung, schriftlich bei der jeweiligen Gemeinde gemeldet werden, hieß es in einer Pressemeldung.

Bei Beschwerden können betroffene Bürger sich an die Ansprechpartner bei den US-amerikanischen Streitkräften wenden: Torsten Lübke steht unter der Telefonnummer 09802/832634 zur Verfügung und Helga Moser unter der Telefonnummer 0152/091143 69.

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  Fränkische Landeszeitung
22. Juli 2017

Fluglärm: „Stadt hat keinen Einfluss"
Seidel: Internationale Verträge

„Es handelt sich um internationale Verträge zwischen Deutschland und den USA; Die Stadt hat da keinen Einfluss." Oberbürgermeisterin Carda Seidel machte den Eybern in der Stadtteilversammlung keine Hoffnung, dass der Lärm der US-Hubschrauber verschwinden könnte.

Angesichts der rechtlichen Situation könne man allenfalls versuchen, bei den Kommandeuren „ein bisschen was" zu erreichen. So hofft Seidel, dass es im August etwas ruhiger zugeht. Die Hubschrauberbesatzungen würden dann wohl mehr auf Truppenübungsplätzen fliegen. Inzwischen verzichte die US-Armee auf den Einsatz der Weißlichtscheinwerfer. Andererseits habe sie im Vertei-digungsministerium keinen Ansprechpartner mehr, sagte Seidel.

„Das weiß man vorher, dass es hier Hubschrauberlärm gibt. Dann zieht man halt nicht hin", griff ein Mann die Kritiker der US-Armee an. Er erntete sofort Widerspruch. „Das ist so laut, dass das Geschirr im Schrank klirrt."

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  Fränkische Landeszeitung
18. Juli 2017

Barton-Kaserne: Linken-Abgeordneter Weinberg drängt auf Informationen
Bundesregierung soll US-Armee verpflichten: Frühzeitige Altlastenuntersuchung - Kaufpreis: 350000 Euro pauschal und 25000 Euro pro Wohneinheit

Wie schnell lässt sich etwas über den Zustand der Barton-Kaserne in Erfahrung bringen? Der Ansbacher Bundestagsabgeordnete der Linken, Harald Weinberg, will in dieser Sache jetzt bei der Bundesregierung vorstellig werden. Zum Hintergrund: Die Hochschule und die Stadt Ansbach planen auf dem Gelände nach dem Abzug der US-Soldaten einen Campus. Das Konzept sieht für den neu¬en Stadtteil vieles vor: Studieren, Forschen, Wohnen, Arbeiten.

Für militärische Liegenschaften ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (kurz BIma) zuständig. Von eben dieser BIma hat Weinberg zuletzt „keine positive Nachricht" erhalten.

Es geht um die Altlastensituation auf dem Kasernengelände. Die US-Armee verweigere entsprechende Untersuchungen durch Bundesstellen, teilte Weinberg mit. „Erst nach dem Abzug können Böden und Gebäude auf Schadstoffe überprüft werden.

Zum Vergleich: Bei der Konversion von Bundeswehrstandorten beginnt die Altlastenuntersuchung drei Jahre vor ziviler Umnutzung." „Schädlich für das Projekt und sachlich nicht zu begründen" nannte der Bundestagsabgeordnete diese Verzögerung. Schließlich handle es sich bei der Barton-Kaserne um einen reinen Verwaltungsstandort ohne militärischen Ubungsbetrieb.

Weinberg will erreichen, „dass die Bundesregierung als Eigentümerin des Geländes das US-Militär verpflichtet, die Untersuchungen rechtzeitig durchführen zu lassen". Weinberg erinnerte an eine Zusammenkunft von Ansbacher Bürgern mit Verantwortlichen der BIma vergangenen November im Bundes-tag. „Bereits damals war klar, dass die Bundesstellen der Ansbacher Nutzungsidee keine Steine in den Weg legen werden. Vielmehr ist eine Förderung mittels Abschläge auf den Verkaufspreis in Aussicht gestellt: 350000 Euro pauschal für das Bildungsprojekt Hochschule sowie zu-sätzlich 25000 Euro pro neu entstehender Wohnungseinheit."

Die BIma warte auf ein gemeinsames Konzept von Freistaat, Stadt und Hochschule, um die Preisberechnungen starten zu können, sagte Weinberg. Überdies könnten mit Blick auf die in Ansbach geplanten Forschungsfelder Medien und Digitalisierung weitere Bundesmittel fließen.

„Die Staatsregierung sollte daher das frühzeitige Gespräch mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung suchen, anstatt zu bremsen." Der Linken-Politiker hat dazu eine klare Vorstellung: „Der Freistaat muss gemeinsam mit Stadt und Hochschule das Nutzungskonzept entwickeln und darf nicht nur passiv die Arbeit auf die kommunale Ebene abwälzen."

Immerhin wäre der Freistaat Nutzer des Geländes. „Ich habe selten so viel Einigkeit und Vorfreude auf ein Vorhaben ge-sehen wie bei der Nutzung des Ans-bacher Barton-Areals durch Hochschulerweiterung und Wohnen nach Abzug der US-Armee bis 2021", erklärte Weinberg. Umso unverständlicher sei ihm das defensive Verhalten der Staatsregierung und der CSU im Landtag, deren regionale Abgeordnete eingeschlossen.

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  Fränkische Landeszeitung
11. Juli 2017

Hubschrauberlärm: „So geht's nicht mehr weiter"
Obereichenbacher gegen Stadtverwaltung - Oberbürgermeisterin Seidel: Mit Beschwerden fluten - Keine Lösung in Sicht

Die Stimmung ist aufgeladen: Die US-amerikanischen Hubschrauber sind in der Stadtteilversammlung in Obereichenbach Thema. Oberbürgermeisterin Carda Seidel macht deutlich, dass Stadtverwaltung und Bürger die gleichen Interessen verfolgen. Was fehlt, ist der nötige Einfluss. „Wir haben keine Klagebefugnis, sonst hätten wir schon längst Klage gegen die Bundesrepublik Deutsch-land erhoben", betont Seidel.

Die Amerikaner hielten die rechtlichen Grundlagen ein - mehr noch: „Die Soldaten reizen den gesetzlichen Rahmen noch nicht mal voll aus." Die Stadtvertreter wirken ratlos, während über dem Vereinsheim die Hubschrauber rattern. Im Gegensatz zum Kampf gegen die Hubschrauber „ist Sisyphusarbeit Erholung", bilanziert die Oberbürgermeisterin.

Die betroffenen Bürger, die an diesem Abend zusammenkommen, machen deutlich, dass es „so nicht weitergehen kann". Einer fragt, wieso in Obereichenbach überhaupt weiterhin Grundstücke verkauft werden. Die Stadt locke mit günstigen Preisen sogar noch Familien in den Ortsteil. Bei den Grundstücksverhandlungen haben wir keinen einzigen Hubschrauber gesehen." Die böse Überraschung kam dann eines Nachts - durch das Knattern der Militärmaschinen sei an Schlaf nicht zu denken. „Das geht mindestens bis Mitternacht."

Obereichenbacher fordern von Seidel und dem Stadtrat mehr Engagement.

Die OB fragt offen nach Empfehlungen: Doch die haben die Bürger auch nicht. So schnell werde sich nichts ändern - „nicht unter diesem Verteidigungsministerium".

Seidel fehlten derzeit einfach die Ansprechpartner. Auf eine Anfrage der Stadt bezüglich des Lärms antwortete das Ministerium: „Die US-Streitkräfte planen gemeinsam mit dem Bundesministerium der Verteidigung den Flugbetrieb weiterhin so, dass Lärmbelästigungen durch den militärischen Übungsbetrieb in der Region Ansbach auf ein unvermeidbares Mindestmaß beschränkt werden."

Die Stadt veröffentlichte indes die Sommerpläne der Militärflüge. Unter der Woche enden sie nie vor Mitternacht, gehen teils sogar bis zwei Uhr morgens. Lediglich an den Freitagen, mit Ausnahme des 4. Augusts, stoppen die Flüge schon gegen 15 Uhr.

Rechtsreferent Kleinlein, fasst die Situation zusammen: „Die Amerikaner sind im gesetzlichen Rahmen. Das heißt nicht, dass es für Betroffene nicht belastend ist." Doch die „große Politik" wolle nicht auf die Forderungen - keine Überflüge über Wohngebiete, Nutzung anderer Übungsflugplätze, keine Wochenendflüge, Sommerzeiten nicht auszunutzen und kein Betanken bei laufenden Triebwerken - hören.

Bürger werfen Luftfahrtamt Vertuschung vor

Bereits kurz nach Beginn der Erläuterungen von Kleinlein bricht Gelächter aus. Bürger hatten Flüge an Sonntagen gemeldet. Auf Nachfrage der Stadt hat das Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln diese Flugbewegungen zivilen Maschinen zugeordnet. Die Anwesenden widersprechen: „Wir sind doch nicht blöd - wir können schon noch zwischen einem Rettungshubschrauber und einer Militärmaschine unterscheiden." Sie werfen dem Amt Vertuschung vor. Die Stadtverwaltung ist nach eigener Aussage jedoch auf die Daten aus Köln angewiesen. Seidel betont: „Die Stadt kann keine eigenen Flugaufzeichnungen machen." Die prompte Antwort aus dem Publikum: „Ich hoffe, dass die Hubschrauber auch mal über Ihr Haus fliegen."

Fluglärmbeschwerden kämen zudem immer von denselben drei Personen. Kleinlein: „Das haben Bundeswehr und Amerikaner registriert, das stärkt unsere Forderungen auch nicht gerade." Seidel appelliert, die Amerikaner und das Verteidigungs-ministerium mit Beschwerden zu fluten. „Das ist die einzige Möglich-kit, die uns noch bleibt."

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
11. Juli 2017

Bürger sind machtlos
Rechtlich nichts zu machen gegen Hubschrauberlärm

Es gibt keine rechtlichen Möglichkeiten, gegen den Fluglärm der US-Hubschrauber in Ansbach vorzugehen. Das erfuhren empörte Bürger in einer Stadtteilversammlung.

Ober-bürgermeisterin Carda Seidel rief dazu auf, US-Armee und Verteidigungsministerium mit Beschwerden zu fluten. „Das ist die einzige Möglichkeit, die uns noch bleibt."

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  Fränkische Landeszeitung
4. Juli 2017

„Abenteuerliches Amt"
Etz langt's!" zum Lärm der US-Hubschrauber

„Was hat die Staatsregierung zu verbergen?" Das fragt sich die Bürgerinitiative „Etz langt's!", weil das Landesamt für Umwelt die Schadstoffe in der Luft durch US-Hubschrauber nicht messen will.

Die Initiative fordert, belastbare Daten zu erheben. In einer Pressemitteilung bezeichnet die Bürgerinitiative die Einschätzung des Landesamtes als „abenteuerlich". Das Amt sehe nur „untergeordnete Immissionen" durch den Betrieb der US-Kampf-hubschrauberbasis Katterbach. Gleichzeitig weigere es sich, der Bitte der Stadt Ansbach nachzukommen und Schadstoffmessungen durchzuführen.

Laut der Initiative sei der Flugbetrieb der Kampfhubschrauber mit monatlich rund 1500 Flugstunden sowie Landeübungen auf über 200 Außenlandepunkten in der Region nur schwer mit dem zivilen Luftverkehr zu vergleichen. Vor allem der zivile Luftverkehr spiele sich mit schadstoffärmeren Maschinen meist in mehreren Tausend Metern Höhe ab.

Die Initiative stellt sich die Frage, warum das Landesamt nicht Zahlen vorlege, wenn es von der eigenen Einschätzung tatsächlich überzeugt sei. Laut Vorsitzendem Hansjörg Meyer bleibt der „fade Beigeschmack einer Gefälligkeits-Einschätzung für die Dienstherren in der Münchner Staatskanzlei kurz vor einer wichtigen Wahl".

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
1. Juli 2017

Wenn sie kommen: Obereichenbach bei Nacht
Die US-Hubschrauberbeenden bei ihren Flügen den Schlaf vieler Anwohner - Ein Betroffener spricht über seine Erfahrungen

Es ist fast 22.30 Uhr, eine klare, wolkenlose Nacht. Perfekte Bedingungen, um den Himmel zu beobachten. Auf der B14 von Ansbach kommend, ist die Abfahrt in die Wohnsiedlung Obereichenbach leicht zu verfehlen. Dort angekommen scheint alles ruhig zu sein. Niemand ist zu sehen. In einigen Häusern brennt noch Licht.

Nachdem der Motor des Autos verstummt, sind sie zu hören: die Hubschrauber. Zunächst nur ein leises Rattern. Doch kurz darauf nähern sich schnell Lichter am Himmel. Aus einigen hundert Metern Entfernung übertönen sie den Straßenverkehr. In einer Höhe von etwa 150 Metern fliegt ein Apache-Kampfhubschrauber an der Wohnsiedlung vorbei. Kurz darauf folgen weitere. Manche fliegen einen Bogen um die Häuser, andere schneiden die Ortsgrenze. Doch einer hält auf die Siedlung zu und überfliegt sie mit einem durchdringenden Rattern. Wenige Minuten später folgt der nächste. Ihre Bodenscheinwerfer beleuchten Dächer und Gärten. Neben den Apaches sind auch die größeren Chinooks unterwegs.

Transporthubschrauber mit zwei Propellern. Ihr Lärm ist wesentlich lauter und durchströmt den Körper, wie der Bass einer Musikanlage. Nach einer Stunde herrscht voller Betrieb um Obereichenbach. Es ist keine ohrenbetäubende Geräuschkulisse, aber eine konstante, die nicht aufhört.

Unter diesen Bedingungen müssen die Anwohner leben und schlafen. Einer von ihnen ist Andre Fitzthum. Der 33-Jährige wohnt dort seit zehn Jahren. Gewöhnen kann er sich jedoch nicht daran: Deswegen trat er im letzten Jahr der Bürgerinitiative „Etz Langt's" bei. „Ich bin durch den Flugbetrieb, obwohl ich einschlafe, in der Früh geräderter, als wenn ich auf Dienstreise im Hotel bin. Dort schläft man wesentlich entspannter als in seinen eigenen vier Wänden."

Trotzdem ist der Nachtbetrieb rechtlich erlaubt: Laut der Deutschen Luftwaffe „besteht für sämtliche militärische Luftfahrzeuge in Deutschland ein Nachttiefflugverbot" für Flüge unter 1500 Fuß (rund 457 Meter). Aber nur für Städte mit mehr als 100000 Einwohnern, Flugkorridoren von Flughäfen und für Lufträume über großen Industrieanlagen wie Kernkraftwerke. Westmittelfranken erfüllt keines der Kriterien.

Sobald Fitzthum von seiner Arbeit als Jurist heimkommt, beginnt für ihn das Spiel von Neuem: Wenn mehrere Hubschrauber hintereinander das Wohngebiet überfliegen, kann er sich draußen nicht mehr mit seinem Nachbarn unterhalten. Zum Telefonieren muss er in den Keller gehen. Besonders skurril wird es bei den Chinooks: „Wenn sie kommen, dann wackeln in der Küche die Schränke, die Tassen und am Gartenschuppen vibrieren die Holzpaneele mit."

Dabei stellt sich die Frage, ob sich die US-Basen lohnen. Sicherheit für Europa sollen sie bringen, so Jaymon Bell, Sprecher der US Army in Katterbach. Ein Gefühl der Sicherheit hat der Jurist nicht. Jedenfalls nicht, wenn ihn Hubschrauber als „ziviles Übungsziel" anpeilen und verfolgen. Beim Spazierengehen mit dem Hund soll es passiert sein. Ein vorbeifliegender Hubschrauber hätte über ihm gedreht, sei auf unter hun dert Meter runtergekommen und hätte ihn im Schritttempo verfolgt. Bekannten soll dasselbe widerfahren sein. Jaymon Bell sagte dazu, dass es ein Missverständnis sei. Die Piloten müssten Tiefflüge trainieren und übersähen dabei Zivilisten.

Trotz dem ist es eine schwierige Situation für Andre Fitzthum. Auf die Frage, ob er nicht schon über einen Umzug nachgedacht hätte, nickt er, meint aber: „Das Haus ist mittlerweile in dritter Generation. Es wäre ewig schade."

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
1. Juli 2017

Zufriedene Bäckerin - Ausspäh-Vorwurf
Am Stammtisch: Die Bürgerinitiative „Etz langt's" und einige Argumente der Gegenseite

Der Konflikt zwischen der Bürgerinitiative „Etz langt's" und ihren Gegenspielern ist ein Schlagabtausch mit verschiedenen Argumenten. Bei einem Treffen der Bürgerbewegung bezogen die Mitglieder Stellung. Einmal im Monat trifft sich „Etz langt's" zum Stammtisch. Bei Wurstplatten und Bier diskutieren die Aktivisten über das US-Militär. Eine gute Gelegenheit, um die Runde mit Gegenansichten zu konfrontieren.

Da wäre zu einem das Thema Arbeitsplätze. Insgesamt 650 deutsche Stellen hängen an den beiden Kasernen. Elisabeth Fischer etwa betreibt mit ihrem Mann eine kleine Bäckerei in Illesheim. Ein Großteil ihrer Einnahmen sichern sie sich schon seit den 90ern mit Lieferungen an die dortige Basis. Seit im März neue Soldaten nach Illesheim gekommen sind, läuft das Geschäft besonders gut. „Sie riefen mich sogar am Wochenende an und fragten mich, ob ich kommen könnte. Es seien so viele", erzählte Elisabeth Fischer strahlend. Auf die Frage, was sie von den Argumenten von „Etz langt's" halte, antwortete sie: „Die können sich über die Amerikaner beschweren. Sie verdienen nicht ihr Geld mit ihnen."

Allerdings schrumpft die Zahl der Leute, welche das tun. In Illesheim haben sich die deutschen Arbeitsplätze seit dem Jahr 2011 fast halbiert. Am Stammtisch heißt es: „Es geht um das Allgemeinwohl." Den Hunderten Stellen stünden 30000 Geschädigte gegenüber. Außerdem sei es nicht klug, sich von den Amerikanern abhängig zu machen. Ein Abzug sei jederzeit möglich.

Ein anderer Streitpunkt ist der Vorwurf der Überwachung von Katterbach aus. Auf einer Kundgebung im März sprach Boris-André Meyer, Pressesprecher von „Etz langt's", von einer „NSA-Spionage, die von dieser Kaserne betrieben wird". Er bezieht sich auf ein Schreiben von Frank-Walter Steinmeier, dem damaligen SPD-Fraktionschef, aus dem Jahr 2013. Darin steht, dass er eine Überwachung weder bestätigen noch dementieren könne.

Katterbach wäre nicht der erste Fall. Es ist bekannt, dass auf den US-Basen in Wiesbaden und Darmstadt Ausspähung stattfindet. Bei Armee-Sprecher Jaymon Bell löste die Verbindung zu seiner Kaserne einen verdutzten Gesichtsausdruck aus. „Nein, das ist nicht wahr", sagte er. „Wir sind eine Helikoptereinheit, wir fliegen. Ich weiß nicht, wo die Leute solche Geschichten herhaben."

Ein Dialog zwischen den amerikanischen Soldaten und den deutschen Aktivisten findet ohnehin nicht statt. Es geht so weit, dass Bell nicht einmal weiß, was die genauen Ziele von „Etz langt's" sind. „Würden Sie als Polizist mit den Leuten reden, die gegen die Polizei sind?", fragt Jaymon Bell. „Mit solchen Leuten ist Kommunikation schwer." An dieser Stelle räumt Meyer am Stammtisch ein: „Wir wissen, dass die Befehle woanders getroffen werden. Wir haben Verständnis für den Kommandeur, der seine Flugstunden erfüllen muss und die laschen Flugbestimmungen ausnutzt." Dennoch wollen die Mitglieder ihren Unmut vor Ort kundtun. Es stünden unter den Schildern immerhin Betroffene.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
1. Juli 2017

Gut von der Army gelebt
Interview mit Bürgermeister Heinrich Förster von lllesheim

Der Bürgermeister von lllesheim, Heinrich Förster, befürwortet die US-Basen. Er spricht von einem freundschaftlichen Miteinander zwischen der Gemeinde und den Amerikanern.

Herr Förster, Sie haben in der Vergangenheit immer wieder von den wirtschaftlichen Vorteilen der Kaserne gesprochen. Inwiefern profitieren Sie als Gemeinde davon?

Wir sind in diesem Jahr schuldenfrei. Es gilt nur noch einen Kredit von 18000 Euro zu tilgen. Wir haben 70 Jahre lang gut mit den Amerikanern gelebt und, wenn Sie durch llles¬heim fahren, auch gut von ihnen gelebt. Wir haben eine Gemeindehalle, vier Gemeindehäuser, ein Jugendhaus und ein gut saniertes Kanal-und Wasserleitungsnetz. Wir müssen jetzt wieder investieren, aber das ist einfach so. Das alles wäre ohne die Amerikaner nicht möglich gewesen. „Etz langt's" sagt: „Raus mit dem Militär, rein mit der Wirtschaft". Was kommt danach? Dann kommen die Firmen, welche andere größere Städte nicht haben wollen. Ganz egal, was wir in die Kaserne bekommen würden, es gäbe genauso Proteste dagegen.

Von wo genau kommt das Geld für Ihre Einrichtungen?

Die Gemeinde lllesheim betreibt mit der Stadt Bad Windsheim einen Zweckverband zur Fernwärmever-sorgung. Da wird die Kaserne mit Fernwärme versorgt. Da profitieren wir davon. Dann haben wir Einnahmen durch Gewerbesteuern von Fir-men, die in der Kaserne tätig sind. Hinzu kommen die Schlüsselzuweisungen, welche wir vom Staat wegen der Anwesenheit der Amerikaner bekommen. Die Höhe ist abhängig, wie bei jeder anderen Kommune auch, von der Anzahl Personen, die dort wohnen.

Nun ist es aber so, dass die US-Kasernen mehr kosten als sie einnehmen. Zwischen 2003 und 2012 haben alle in Deutschland stationierten US-Militärbasen insgesamt 995 Millionen Euro an Steuern beansprucht. Wie sehen Sie das?

Ich kenne diese Zahlen nicht. Wir als Gemeinde spüren solche Kosten jedenfalls nicht. Wie auch? Für uns fallen keine höheren Zahlungen an. Gut, das Kanalnetz ist wegen der Kaserne ausgebaut worden, aber das hat der Bund größtenteils bezahlt.

Sie haben Bad Windsheim angesprochen. Ein Heilbad in der Nähe einer Militärbasis, ist das sinnvoll?

Das habe ich nicht zu beurteilen. Bad Windsheim hat einfach in die Kur investiert. Ich denke, das wird nach dem Krieg gewesen sein, wobei die Kaserne schon 1936 gebaut worden ist. Sie haben gewusst, in was sie investieren. Dasselbe haben sie in einen Bereich gemacht, wo eine Gie-ßerei angesiedelt ist. Da gibt es auch Ärger und Feinstaub.

Was sagen Sie der Betreiberin einer Ferienwohnung, die wegen des Fluglärms Einbußen verzeichnet?

Das kann sein, muss aber nicht. Ich weiß es nicht.

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  Fränkische Landeszeitung
30. Juni 2017

Keine Schadstoffmessungen
US-Hubschrauber: Landesamt für Umwelt gibt Entwarnung - Kritik von Meyer

Das Bayerische Landesamt für Umwelt lehnt mobile Schadstoffmessungen in Ansbach ab. Rechtsreferent Udo Kleinlein informierte darüber die Stadträte. Die Stadt hatte bei dem Landesamt wegen möglicher Schadstoffe von US-Hubschraubern angefragt.

„Da sind Äpfel mit Birnen verglichen worden", kritisierte Boris-André Meyer (Offene Linke) das Nein aus Augsburg. Das Umweltamt der Stadt habe sich an die Experten in Schwaben gewandt, weil man selbst für solche Messungen nicht ausgerüstet sei, sagte Kleinlein. Die Antwort fiel jedoch anders aus, als sich mancher Ansbacher erhofft hatte. Schließlich kommt das Landesamt zu dem Schluss, „dass durch den Flugbetrieb des US-Hubschrauber-Flugfeldes Ans-bach-Katterbach Immissionen nur in sehr untergeordnetem Maß auftreten und verglichen mit den Immissionen durch Straßenverkehr, Industrie und Hausbrand vernachlässigbar sind. Eine messtechnische Unterscheidung der Quellen ist in der Praxis nicht möglich."

Unter anderem führt das Landesamt die Messungen am Flug-hafen München mit jährlich rund 400000 Flugbewegungen an. „Es zeigt sich, dass die einschlägigen Grenzwerte eingehalten werden."

Hinzu kommt für die Augsburger Fachleute noch ein Punkt: Jede Schadstoffquelle sorge in ihrer unmittelbaren Umgebung für die größte Belastung. Mit zunehmender Entfernung würden die Schadstoffe immer stärker mit der Umgebungsluft verdünnt. Das Landesamt folgert in seinem Schreiben: „Daher ist der Einfluss der Hubschrauberemis-sionen im Stadtgebiet von Ansbach messtechnisch nicht nachweisbar. Dort dominieren weit überwiegend die im Stadtbereich vorhandenen Schadstoffquellen, vor allem der Straßenverkehr."

Der Fraktionsvorsitzende der Offenen Linken, Boris-André Meyer, reagierte mit Kopfschütteln auf das Schreiben des Landesamtes. So werde überhaupt nicht berücksichtigt, dass die Militärhubschrauber oft stundenlang in niedriger Höhe über dem Boden schweben. Auch sei bekannt, dass ein Chinook-Hubschrauber mehr Kerosin verbrauche als ein Jumbojet. Für Meyer ist die Argumentation des Landesamtes „nicht ganz zulässig".

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  Fränkische Landeszeitung
27. Juni 2017

Wechsel bei Army
Neuer Kommandeur

Bei der 12. Kampffliegerbrigade der US-Armee gab es gestern einen Kommandowechsel. Bei einem feierlichen Appell in der Kaserne in Ansbach-Katterbach übergab Oberst Christopher W. Waters das Kommando an Oberst Kenneth C. Cole weiter.

An der Zeremonie nahm auch General Frederick Benjamin Hodges, der Kommandierende über die US-Streitkräfte in Europa, teil. Bei seinem Abschied nach zwei Jahren Amtszeit sagte Oberst Waters, er danke für die ihm und seiner Familie gewährte Gastfreundschaft in Deutschland. „Wir haben uns in Mittelfranken in das Land und vor allem die Menschen verliebt und uns unter ihnen sehr wohl gefühlt." Für die Zukunft wünsche er sich ein Wiedersehen in Franken, meinte der scheidende Kommandeur, der mit seiner Familie nach Fort Rucker im US Bundesstaat Alabama gehen wird.

Der neue Kommandeur der Kampffliegerbrigade Kenneth C. Cole sagte, seine Frau sei in Würzburg geboren. Und man habe sich schon lange gewünscht, nach Franken zu kommen. „Wir freuen uns auf eine gute Partnerschaft", erklärte der neue Kommandeur über die fest in Westmittelfranken stationierten Heeresflieger.

Vor seiner neuen Aufgabe mit dem Dienstsitz in der Katterbacher Kaserne war Cole unter anderem am Marshall European Center for Security Studies, einem Schulungszentrum für Nato-Offiziere in Garmisch-Patenkirchen stationiert.

Einen Wechsel gab es auch bei der Führung der Unteroffiziere in der Brigade. Oberstabsfeldwebel Osvaldo Martell übergab die Führung an Oberstabsfeldwebel Mark Smith.

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  Wochenzeitung (Ansbach)
3. Juni 2017

Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet USA als unzuverlässig
BI: ""Konsequenzen für die Militärbasen in Mittelfranken ziehen"

Im Original lesen

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  Fränkische Landeszeitung
2. Juni 2017

Merkels Worte zur USA beflügeln „Etz langt's"
Kanzlerin hatte Amerikaner als „keinen zuverlässigen Partner mehr" bezeichnet - „US-Standorte zivil umnutzen"

Die Bürgerini¬tiative (BI) „Etz langt's" bekommt indirekt Unterstützung von Kanzlerin Angela Merkel. Sie hatte am Sonntag in München gesagt, dass die „USA kein zuverlässiger Partner mehr" sei.

Dem pflichtet die BI bei. „Etz langt's" fordert seit geraumer Zeit die zivile Umnutzung der US-Standorte in Katterbach und Illesheim. Die Amerikaner hätten zudem Transparenz-Forderungen der Regierung ignoriert. Merkel forderte Europa auf, sein „Schicksal selbst in die Hände zu nehmen", heißt es in einer Mittellung.

„Etz langt's" fordert Konsequenzen mit Blick auf die US-Stationierung in Ansbach und Illesheim: „Wir brauchen in der Tat mehr europäische Emanzipation von den USA. Es wird Zeit, dies durch die zivile Umnutzung der Kasernen in Katterbach und Illesheim umzusetzen."

Staatsminister Dr. Marcel Huber forderte bei seinem Besuch im März in Illesheim „Transparenz und nochmals Transparenz". „Etz langt's" macht deutlich, dass die US-Armee Forderungen von Dr. Huber einfach „ignoriert".

Vorstandsmitglieder der BI erklärten: „Fakt ist: Das US-Militär veröffentlicht auch auf mehrmalige Nachfrage der Ansbacher Stadtverwaltung die Flugpläne nicht."

Anne Ziegler von der Stadtverwaltung relativierte: „Der Stadt liegt eine Übersicht über die Flüge vor." Jedoch dürfe sie diese nicht veröffentlichen, da es sich um Unterlagen der US-Armee handle.

Minister Huber antwortete auf ein Schreiben des Bl-Vorsitzenden, Pfarrer i.R. Hansjörg Meyer. Darin „relativierte er die Belastungen für die Bevölkerung durch Lärm und Abgase". Meyer hatte für Wohngebiete ein Überflugverbot gefordert. Huber verwies auf den „begrenzten Handlungsspielraum der Staatsregierung". Meyer widerspricht: „Ohne das Placet aus München können die Übungsplätze nicht betrieben werden." Dr. Huber sagte weiter: „Die Soldaten der US-Streitkräfte haben anspruchsvolle und oft gefährliche Einsätze zu bewältigen. Für diese müssen sie angemessen vorbereitet sein." Die Aufrüstung mit Hubschraubern diene der „Sicherheit".

„Etz langt's" kommentiert das wie folgt: „Die Präsenz von Truppen un zuverlässiger Partner erhöht die Sicherheit eben nicht". Vielmehr würden die auch in Ansbach „trainierten US-Kriege in Afghanistan, Libyen oder dem Irak ganze Weltregionen destabilisieren". Millionen Menschen würden in die Flucht getrieben.

Abschließend heißt es: „Wir sind gespannt, wann der Umdenkprozess in der CSU für ein starkes soziales und demokratisches Europa anstatt blinder transatlantischer Gefolgschaft beginnt."

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  Fränkische Landeszeitung
19. Mai 2017

Ärger über Hubschrauber
Wilhermsdorfer beschwert sich über „Lärmterror"

Erneuter Hubschrauberärger in Wilhermsdorf: Zwei US-Kampfhubschrauber aus den Kasernen um Ansbach sollen am Donnerstag, 11. Mai, nach 20 Uhr etwa eine Viertelstunde lang knapp außerhalb des östlichen Ortsrands von Wilhermsdorf in der Luft gelärmt haben.

Was für einen Bürger „Lärmterror" war und Grund für eine Anfrage in der jüngsten Sprechstunde des Marktgemeinderats, ist laut Hauptmann Maik Bugenhagen vom Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln „Routinetrainingsflugbetrieb". Der müsse auch nicht eigens angekündigt werden, so Bugenhagen.

Anders als die ansonsten fast monatlich geplanten Manöver der US-Army: Für diesen Mai hatten die Amerikaner via Presseerklärung vorsorglich verkündet, im Landkreis Fürth sei lediglich die Gemeinde Großhabersdorf von „Übungen (auch Nachtübungen) mit Außenlandungen" betroffen, an denen „32 Soldaten mit vier Radfahrzeugen und zwölf Hubschraubern teilnehmen".

Und anders als am 12. Januar 2016, als ein US-Apache-Helikopter Angriffsübungen auf Häuser der Siedlung Sauweiher flog, hielten sich diesmal die Piloten peinlich genau an hiesige Fluggesetze: 150 Meter über Ortschaften und 150 Meter von Häusern entfernt gilt eine Flugverbots¬zone. Doch „die Luftfahrzeuge befanden sich 0,8 Nautische Meilen (1,5 Kilometer) östlich zur Ortsmitte über unbewohntem Gebiet in Höhen zwi-schen 518 Fuß und 755 Fuß über Grund (158 bis 230 Meter). Ein Verstoß gegen flugbetriebliche Vorschriften konnte nicht festgestellt werden", erläutert Hauptmann Bugenhagen schriftlich. Er bezieht sich dabei auf „zivile wie auch militärische Sensoren", welche „besagten militärischen Flugbetrieb aufgezeichnet" hätten.

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  Woche im Blick (Landkreis NEA)
17. Mai 2017

Hubschrauberbelastung ist "unerhört". Initiative sammelt Unterschriften

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  Fränkische Landeszeitung
26. April 2017

Amerikanische und deutsche Kinder packten an
US-Armee lud Schulklassen zum „Tag des Baumes und der Erde" an den Ansbacher Soldatenweiher

Zum „Tag des Baumes und der Erde" waren gestern rund 140 deutsche und amerikanische Schüler an den Soldatenweiher bei Ansbach-Katterbach am Urlas eingeladen.

Der „Earth Day", der seit zehn Jahren von der US-Armee mit ihren Standorten in Ansbach und Illesheim gefeiert wird, wurde erstmals verbunden mit dem Tag des Baumes begangen. Und erstmals wurde der „Earth-Day" nicht wie zumeist in den letzten zehn Jahren auf dem von der US-Armee genutzten militärischen Übungsgelände bei Marktbergel durchgeführt. Das hatte, wie Sprecher der amerikanischen Streitkräfte erklärten, hauptsächlich organisatorische Gründe.

Um die inhaltlichen Schwerpunkte beider Aktionen zu verbinden, habe sich eine Baumpflanzaktion angeboten. Seit Herbst letzten Jahres habe sich nämlich ein auf die Namen Klaus und Sabine getauftes Biberpaar am Soldatenweiher angesiedelt und dgm dortigen Baumbestand mit seinen Nagezähnen zugesetzt. Das Pflanzen von Bäumen, die mit Draht gegen den Zubiss der Biber geschützt werden, war gestern eine von sieben Projektstationen. An einer weiteren erklärten ein Biberberater und ein Mitarbeiter des Umweltamtes der Stadt Ansbach den Schulklassen von der Elementary School in Katterbach und der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule in der Rügländer Straße in Ansbach das Leben und die Verhaltensweisen von Bibern.

Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach zeigten den Kindern Zusammenhänge des Wasserkreislaufes auf. An einer weiteren Station erfuhren die Schüler von der Fischereiberatung des Bezirks Mittelfranken einiges über Fischarten. Jedes Kind durfte gestern eine an einem Bastelstand selbstgebastelte Bibermaske mit nach Hause nehmen und eine Station zum Testen der Sinne rundete das Angebot ab.

Trotz einiger Änderungen hatte der „Earth Day" auch diesmal das Ziel, Kindern Zusammenhänge in der Natur aufzuzeigen und ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit der Na-tur zu vermitteln.

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  Woche im Blick
20. April 2017

Wieder Ostermarsch. Gegen Krieg und Waffengeschäfte.

>>> Im Original weiterlesen

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  Nürnberger Nachrichten
18. April 2017

Ein Auslandseinsatz ist kein Pfadfinderlager
400 Menschen protestierten beim Ostermarsch gegen steigende Militärausgaben und Kriege in aller Welt

Für Frieden, Solidarität und Freiheit sind gestern Hunderte Menschen beim Nürnberger Ostermarsch auf die Straße gegangen. Auf der Abschlusskundgebung vor der Lorenzkirche kritisierten die Redner steigende Rüstungsausgaben, die Bundeswehr und das Imponiergehabe der Nato an den Grenzen zu Russland. Die Kernbotschaft des 36. Nürnberger Ostermarsches formuliert Hauptredner Dieter Schlee: „Es gibt keine vernünftige Alternative zur Abrüstung." Der Forderung der USA, Deutschland solle seine Rüstungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes erhöhen, müsse man mit allem Nachdruck entgegentreten. Statt in (Auf-)Rüstung solle das Geld in Bildung und friedensstiftende Maßnahmen fließen, fordert der Pfarrer, der früher in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche predigte: „Nur Idioten, die die Welt in Schwarz und Weiß und in Gut und Böse einteilen, fallen auf jede Parole herein." Immer wieder wird Schlee vom Beifall der laut Polizei 400 Teilnehmer unterbrochen. An der Bundeswehr lässt er kein gutes Haar. Mit dem Auslandseinsatz auf dem Balkan sei die Büchse der Pandora geöffnet worden, klagt der Pfarrer: „Wer hätte gedacht, dass wir wieder überall mitmischen?" Der Einsatz in Afghanistan sei der Bevölkerung als kleines Pfadfinderlager verkauft worden. Frei nach dem Motto „Rent a soldier" (dt.: Miete einen Soldaten) würden Bundeswehrsoldaten heute als Nato-Söldner in allen möglichen Ländern eingesetzt. Kein Werben fürs Sterben Unsäglich sei auch die Werbung der Bundeswehr. Es gehe nicht um ein bisschen Wandern, Fliegen und Schießen. Unmittelbare Folgen seien abgerissene Arme und Beine, zerfetzte Gesichter und entstellte Menschen. Wenn auf Zigarettenschachteln heute zu Recht die Warnung „Rauchen kann tödlich sein" stehe, müsse dies erst recht für die Bundeswehr gelten. Als Nächstes knöpft sich Schlee die Europäische Union und die Nato vor: Von einer „wertegeleiteten" EU könne angesichts der Versuche, sich Flüchtlinge vom Leib zu halten, längst keine Rede mehr sein. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist für Schlee eher Brandstifter als Feuerwehrmann. Mit der Osterweiterung habe das Bündnis Absprachen gebrochen. Das Imponiergehabe an den Grenzen zu Russland sei riskant. Um Solidarität zu Polen und den baltischen Staaten ginge es bei der Stationierung von 4000 Soldaten und schwerem Kriegsgerät dort jedenfalls nicht.

Auch Gina-Anjara Natzke vom Nürnberger Friedensforum und der DIDF-Jugend fordert ein Ende des Wettrüstens und der Provokationen. Nicht begreifen kann sie, wie US-Präsident Trump nach der Bombardierung Syriens plötzlich „wieder der gute Freund in Übersee" ist, nachdem ihn die deutsche Regierung zuvor wochenlang lautstark kritisiert hat.

Kerstin Mach, stellvertretende Vorsitzende der Ansbacher Bürgerinitiati¬ve „Etz langt's", prangert die unhaltbaren Zustände an, denen sich die Bevölkerung in Ansbach-Katterbäch und Illesheim ausgesetzt sieht. Die Aufstockung um 73 auf nun 136 Kampfhubschrauber an den dortigen US-Militärstandorten möchte die Initiative nicht hinnehmen. Täglich würden ab 7 Uhr morgens US-amerikanische Kämpfhubschrauber Trainingseinsätze fliegen, im Sommer sogar bis 2 Uhr nachts. „Der nächtliche Fluglärm macht krank. An Schlaf ist da nicht zu denken", schimpft Mach. Gesundheitliche Schäden drohen ihrer Meinung nach auch durch den immensen Kerosinverbrauch der Helikopter und die damit verbundene Luftverschmutzung. Während Kampfhubschrauber in den USA bei ihren Flügen einen Min-destabstand von 1,8 Kilometer zum nächsten Wohngebiet halten müssen, suche man derlei Schutzbestimmungen in Deutschland vergeblich. „Aufrüstung stoppen", lautet ihr Credo. „Wir wollen uns nicht länger mitschuldig machen", sagt Mach und fordert eine Rückgabe der Kasernen.

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  Fränkische Landeszeitung
18. April 2017

Mit bunten Fahnen und lauter Musik gegen Aufrüstung
Ein Ostermarsch mit zwei Kundgebungen - Unterschiedliche Teilnehmerzahlen - Hinweis auf Stadtratsbeschluss

Mit Fahnen, Pfeifen und Transparenten haben sich am Samstag viele Menschen versammelt, um beim Ostermarsch ein Zeichen gegen Krieg und für eine zivile Umnutzung der US-Militärstandorte in der Region zu setzen. Die Polizei zählte knapp 250 Teilnehmer; das Ansbacher Frie-densbündnis und die Bürgerinitia-tive „Etz langt's" sprachen von 500.

Der Ostermarsch stand unter dem Motto „Aufrüstung stoppen! Vernunft statt Krieg". Zum Auftakt hatten sich rund 100 Menschen vor den Kasernentoren der US-Armee in Katterbach eingefunden. „In unserer Stadtgesellschaft herrscht mit Blick auf die großen Chancen der zivilen Umnutzung Einigkeit. Zu Jahresanfang wurde die Konversionsplanung für die Barton-Kaserne angeschoben. Der gesamte Stadtrat ist vom Konzept begeistert", sagte Boris-Andre Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative „Etz langt's" und Stadtrat der Offenen Linken. „Die Hochschule soll erweitert, bezahlbarer Wohnraum geschaffen und attraktive Gewerbeflächen angeboten werden."

Nach dem „Aufwärmen" in Katterbach traf man sich auf dem Martin-Luther-Platz. Der Ansbacher Bundestagsabgeordnete der Linken, Harald Weinberg, nannte den US-Luftangriff auf eine syrische Militärbasis einen „kompletten Verstoß gegen das Völkerrecht". Auch der Zeitpunkt sei eine „bemerkenswerte Geste an den Gast aus China gewesen". Schließlich habe US-Präsident Donald Trump das Willkommensdinner für Chinas Präsidenten Xi Jinping unterbrochen, um mitzuteilen, dass die US-Streitkräfte Marschflugkörper auf militärische Ziele in Syrien abgefeuert haben. Weinberg forderte für Deutschland ein Verbot von Rüstungsexporten, ein Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr, den Abzug aller Atomwaffen, die Schließung aller US-Militärstützpunkte und die Senkung des Bundeswehretats.

Hannes Hüttinger, der für das Bündnis Ansbacher Parteiloser (BAP) im Stadtrat sitzt, erinnerte an einen einstimmigen Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2009. Danach soll es zum einen keine Hubschrauber-Überflüge über bebautes Gebiet mehr geben, zum anderen ein Wochenend- und ein Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr gelten. Doch der Stadt seien in Sachen Fluglärm die Hände gebunden, denn zuständig sei das Bundesverteidigungsministerium. Und das halte eine Einschränkung der gesetzlichen Bestimmungen für nicht möglich.

Nach den Reden zogen die Ostermarschierer mit bunten Fahnen durch die Innenstadt - angeführt von einer lautstarken Sambagruppe. Im Vorbeigehen legten die Demonstranten die Residenzstraße im österlichen Einkaufsverkehr lahm.

Die Bürgerinitiative „Etz langt's" gibt es seit Februar 2007, und genau so lange veranstaltet sie den Ostermarsch in Ansbach. Die Initiative stellt sich gegen den Fluglärm der US-Hubschrauber an den beiden US-Standorten in Katterbach und Illesheim.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
7. April 2017

Bürgerinitiative: Der Lärm der US-Hubschrauber ist „unerhört"
Bad Windsheimer Einwohner wollen den Stadtrat zu einer Resolution nötigen - Unterschriftensammlung

Sie empfinden die momentane Situation im doppelten Sinn als „unerhört" und wollen etwas dagegen tun: In Bad Windsheim formiert sich eine Bürgerinitiative, die Maßnahmen gegen den Lärm und die Luftverunreinigung durch die Hubschrauber-Flugbewegungen der US-Armee fordert.

„Unerhört" ist der Name der Bürgerinitiative, in der sich inzwischen knapp zwei Dutzend Windsheimer Bürger zusammengefunden haben. „Wir wollen in keine politische Enge gedrängt werden. Wir vertreten Windsheimer Belange", stellt Sabine Detsch klar.

„Unerhört" bezieht sich auf den Lärm, den die in jüngster Zeit gewachsene Zahl an US-Armeehubschraubern Tag und Nacht in der Region erzeugen - aber auch auf die Situation, dass die von den Hubschraubern ausgehenden Belastungen von der Kommunalpolitik offenbar einfach ignoriert würden. „Wir wollen, dass sich der Stadtrat konkret äußert", verlangt Ottmar Stender beim Pressegespräch.

Die Forderungen: Die Amerikaner sollen sämtliche Flugbewegungen nach 22 Uhr einstellen. Zwingend eingehalten werden soll der Abstand von mindestens 600 Metern zu überbauten Gebieten. Die Maximalforderung: Flugbewegungen sollten „soweit als möglich oder gar ganz eingestellt werden".

Zieladresse ist der Bad Winds-heimer Stadtrat. Ihm soll der Beschluss einer Resolution abverlangt weden. Darin soll zum Ausdruck kommen, dass die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger leidet, ihre Gesundheit beeinträchtigt wird und auch der Erholungswert der Region für Gäste und Besucher eingeschränkt wird.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, will die Bürgerinitiative in den kommenden Tagen Unterschriften sammeln. Ihre Mitglieder sprechen Bekannte und Verwandte an, in Geschäften sollen die Listen ausliegen. Unterschreiben können auch Bürger aus Nachbargemeinden, die vom Problem genauso betroffen sind, sowie Touristen oder Kurgäste, die in der Stadt Er-holung suchen. Ende Mai soll die Aktion abgeschlossen sein.

Die Vertreter der Bürgerinitiative hören im privaten Umfeld, dass über den Hubschrauberlärm - vor allem, seit die Zahl der in IIlesheim stationierten Hubschrauber wieder deutlich erhöht wurde - häufig geschimpft werde. Doch dabei bleibt es meist. Detsch: „Wir wollen die Leute aus ihrer Erstarrung herausholen. Denn nur wer sich engagiert, verteidigt seine Werte am besten."

Ähnlich sieht es Ottmar Stenden „Ich verstehe die Ignoranz in weiten Teilen der Bevölkerung nicht. Dabei geht es doch darum, unseren Kurort und unsere Heimat zu schützen."

Klar machen die Initiatoren von „Unerhört", dass ihre Aktion nicht gegen die Amerikaner gerichtet ist. Dieter Stierhof: „Es geht uns nicht um die große Politik, sondern nur um den Hubschrauberlärm und die Abgase." Dies passe nicht in eine Gesundheitsregion, in der das einzige Heilbad Mittelfrankens liege. Ändere sich die Situation nicht, befürchten die Mitglieder der Bürgerinitiative langfristig einen wirtschaftlichen Schaden (Kontakt: info@unerhört-bw.de).

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  Fränkische Landeszeitung
10. März 2017

Streit wegen Hubschrauberlärm: Minister will vermitteln
Zeremonie in lllesheim: Kommandoübergabe an die 10. Kampffliegerbrigade - Circa 2200 Soldaten und rund 80 Helikopter

In der US-Kaserne in lllesheim wurde gestern das Kommando an die 10. Kampffliegerbrigade unter Oberst Clair A. Gill übergeben. Mit circa 2200 Soldaten und rund 80 Hubschraubern ist die 10. Brigade die größte bisher an den US-Standorten Ansbach-Katterbach und lllesheim stationierte Rotationseinheit, die in Europa etwa bei der Operation Atlantic Resolve für neun Monate in Osteuropa eingesetzt werden soll.

Bisherige, kleinere Rotationseinheiten waren dem Kommando der in Ansbach-Katterbach stationierten 12. Kampffliegerbrigade unterstanden.

Mit Rotationseinheiten wie der 10. Kampffliegerbrigade will die US-Armee ein Signal gegen Russland setzen und neue Nato-Staaten wie etwa Estland, Litauen, Bulgarien und Rumänien unterstützen. Zum fliegenden Material der Rotationseinheit zählen Hubschrauber der Typen Black Hawk, Apache und Chinook.

Der kommandierende General der US-Army in Europa, Frederick (Ben) Hodges, sagte am Nachmittag bei der Zeremonie zur Kommandoübergabe, er sei dankbar für das Vertrauen, das es der Army ermögliche, hier in Bayern sein zu können, und er danke für die Gastfreundschaft.

Hodges: „Wir versprechen, gute Nachbarn zu sein. Ich kann aber nicht versprechen, dass es durch unsere Anwesenheit nicht zu Fluglärm und zusätzlichen Verkehrsaufkommen kommt. Was ich aber versprechen kann, ist, dass wir uns an die Regeln zum Flugbetrieb halten werden."

Der gestern ebenfalls in lllesheim anwesende Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Marcel Huber, erklärte gegenüber der FLZ, die globale politische Situation erfordere es, dass die Nato-Partner in Europa militärische Präsenz zeigten. Dem stünden Bedenken der Bürger entgegen. Es sei nachvollziehbar, dass sich die Menschen Sorgen über die Lärmbelastung machten. „Deswegen bin ich auch hier, um zu vermitteln."

Die Amerikaner sagten natürlich, so Huber, wenn ihre Präsenz hier erwünscht sei, müssten sie auch üben dürfen, um militärisch einsatzbereit zu sein. „Auf der anderen Seite stelle ich die Forderung, dass man alles, was nicht unbedingt erforderlich ist, vermeidet. Deswegen setze ich auf Transparenz und noch mal Transparenz." Die Lärmschutzkonferenz habe hier schon viel erreicht.

Zu dieser Transparenz gehörten aber nicht überschießende Erwartungen, die Dinge verschärften. Man müsse erst einmal sehen, wie viele Hubschrauber kämen, beziehungs-weise wie viele verlegt würden. Ihm sei gesagt worden, die Zahl der Fluggeräte sei vergleichbar mit dem entsprechenden Stand des Jahres 2015. Und in der jetzigen Situation würden viele Hubschrauber, die hierher kommen, bald in das Baltikum verlegt. Wenn im Lauf des Jahres Hubschrauber in die Region gelangten, andere aber abzögen, werde es unter dem Strich zu ein bisschen mehr Übungsbetrieb kommen.

Huber ergänzte: „Später, wenn die Hubschrauber im Einsatz sind, wird es wesentlich weniger Flugbetrieb geben als jetzt. Aber das muss man den Bürgern auch sagen, um ihnen Ängste zu nehmen. Dafür bin ich auch da, um zu vermitteln", meinte der Leiter der Staatskanzlei.

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  Nordbayern-Online
4. März 2017

Ansbach: US-Kampfhelikopter als Dreckschleudern
Linken-Abgeordneter Weinberg schaltet Umweltbundesamt ein ten

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  Fränkische Landeszeitung
3. März 2017

US-Hubschrauber: Weinberg sieht die Gesundheit gefährdet
„Aufrüstung": Linken-Abgeordneter kritisiert - „Gravierende Folgen für Luftqualität" - Umweltbundesamt eingeschaltet

Die Streitkräfte setzen im Ansbacher Ortsteil Katterbach und in Illesheim auf mehr Soldaten und mehr Hubschrauber: „Die US-Aufrüstung hat gravierende Auswirkungen auf die Luftqualität und damit die Gesundheit der Menschen im Raum Ansbach", erklärt dazu der krankenhauspolitische Sprecher der Linken-Fraktion im Bundestag, Harald Weinberg.

„Unter den 86 Kampfhubschraubern, die derzeit zusätzlich nach Katterbach und Illesheim verlegt werden, befinden sich laut Bundesregierung auch 24 Maschinen vom Typ "Chinook CH-47'", betont der Ansbacher. Diese wiesen gemäß dem technischen Datenblatt einen Verbrauch von 1840 Litern JP8-Kerosin pro 100 Kilometer im Normalflug auf. Das sei mehr Kraftstoff, als ein Jumbo-Jet auf gleicher Strecke benötige, nämlich 1300 Liter. Im Normalflug, also bei Tempo 265, verbrennt ein Chinook 4875 Liter pro Stunde, etwa so viel wie ein neuwertiger Kleinwagen auf 100000 Kilometern, wie der Abgeordnete darlegt. An Feinstaub falle durch gifthaltige Zusatzstoffe im Kraftstoff und fehlende Katalysatoren freilich noch viel mehr an.

Angesichts dessen, dass die Armee „2017 monatlich rund 2000 Flugstunden in der Region durchführen will", dürfte die Luftverschmutzung größer sein als die aller in der Stadt zugelassener Pkw. In diesem Zusammenhang müsse man „von einer Gesundheitsgefährdung der hier lebenden Menschen durch die Aufrüstung" ausgehen. Der Abgeordnete der Linken schaltete daher nach eigenen Angaben jetzt das Umweltbundesamt ein, das für Lufthygiene zuständig ist.

Was gesundheitliche Folgen des Fluglärms betrifft, verweist er auf eine aktuelle Studie der Universitätsklinik Mainz. Harald Weinberg teilt mit: „Forscher hatten dort jüngst belegt, dass gerade nächtlicher Fluglärm Herz- und Kreislauferkrankungen hervorrufen und verstärken kann." In der Studie heiße es, „Fluglärm verursacht Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall".

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  Woche im Blick
2. März 2017

Aktion in Katterbach. Protest gegen mehr Hubschrauber und Soldaten

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
27. Februar 2017

Vorschriften werden eingehalten
Amerikanische Gäste erklären lllesheimer Pläne

Die verstärkte Präsenz von US-Militär im östlichen NATO-Bereich wird im Landkreis spürbar: Zwei Bataillone der 10. Brigade der US-Heeresflieger ziehen in den Storcks-Barracks ein und nutzen mit ihren Hubschraubern das Flugfeld in Illesheim. Oberst Christopher Waters, Kommandeur der bisher schon in Illesheim und Katterbach stationierten 12. Heeresfliegerbrigade, stand am Freitag dem Kreistag in Neustadt Rede und Antwort.

Aus der Bevölkerung waren Sorgen wegen wachsender Lärmbelästi-gung und Belastung durch Abgase laut geworden. Waters berichtete, dass die Militärpräsenz nach der Stationierung der Rotationseinheiten -alle neun Monate kommt neues Personal nach Illesheim - auch nicht höher seih werde als etwa vor zwei Jahren. Danach waren Truppenteile abgezogen worden.

Die Zahl der stationierten Fluggeräte gab er mit 41 an. Das sei etwa 50 Prozent mehr als in den vergangenen Monaten. Als Anlass für die Verlagerung der Einsatzkräfte bezeichnete Waters „bestimmte Entwicklungen im Osten". Im Kreistag versicherte er, man wolle die Flugbewegungen zahlenmäßig so gering wie möglich halten. Es würden die geltenden Vorschriften eingehalten (Militärisches Lufthandbuch Deutschland, ENR 5.2). Die amerikanische Seite werde auch weiterhin die Lärmschutzkommission, der der Landrat und die Bürger-meister der betroffenen Gemeinden angehören, informieren.

Sind Nachtflugübungen wirklich notwendig? In der anschließenden Diskussion ging es um die Notwendigkeit von Nachtflügen (Kreisrat Jürgen Osterlänger). Dazu hatte Oberst Waters eine lapidare Antwort parate „Es ist von Vorteil, wenn man weiß, wie man nachts fliegt. Das muss man ständig üben."

Wie lange die Rotationskräfte hier sein würden, wollte Walter Billmann wissen. Der Kommandeur ging davon aus, dass dies dauerhaft der Fall sei. Ob die Amerikaner (Piloten, Wartungspersonal) am gesellschaftlichen Leben im Raum Illesheim/Bad Windsheim teilnehmen würden, fragte der Windsheimer Kreisrat Matthias Helm nach. Waters: Es sei nicht geplant, die Soldaten in der Kaserne zu halten.

Die Frage Werner Zurwestens, ob die Helikopter auch als Rettungs-Einsatzkräfte im Katastrophenfall zur Verfügung stehen würden, verneinte der Oberst nicht: Falls eine Anfrage komme, werde es möglich sein, auszuhelfen.

Dem Hinweis von Gabi Schmidt, dass „Druck" nicht nur aus dem Osten komme - kurz zuvor hatte Präsident Donald Trump angekündigt, das Atomwaffen-Arsenal der US-Armee aufzurüsten - entzog sich der Militäroberst mit einer diplomatischen Antwort. Grundsätzlich werde die militärische Kapazität bereitgestellt, die gebraucht werde. Er sei ein taktischer Kommandeur und müsse die Einsätzfähigkeit hochhalten.

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  Windsheimer Zeitung
25. Februar 2017

41 Hubschrauber in den Storck Barracks
Oberst Christopher Waters informiert den Kreistag über aktuelle Truppenveränderungen

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  Windsheimer Zeitung
24. Februar 2017

Sensenmann protestiert vor der Kaserne
Bürgerinitiative Etz langt's macht bei US-Stützpunkt in Katterbach auf sich aufmerksam

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  Fränkische Landeszeitung
23. Februar 2017

„Größte Aufrüstung seit dem Kalten Krieg"
Rund 30 Menschen demonstrierten gestern vor der Kaserne der US-Armee in Katterbach

Mehr Soldaten, mehr Hubschrauber: Die US-Streilkräfte stocken an ihren Standorten im Ansbacher Ortsteil Katterbach und in Ulesheim bei Bad Windsheim auf. Dagegen protestierten gestern vor der Kaserne in Katterbach ungefähr 30 Personen.

Das Motto dafür lautete „Närrische Zeit in Ansbach-K(n)atter-bach". Dazu eingeladen hatte die Bürgerinitiative "Etz langt's!"

„Die beiden US-Militärbasen werden derzeit massiv aufgestockt. Es sollen 73 zusätzliche Kampfhubschrauber kommen", stellte Boris-Andre Meyer. Pressesprecher der Bürgerinitiative und Fraktionschef der Offenen Linken im Stadtrat, fest, „die Truppen werden verdreifacht." Meyer spricht von der „größten Aufrüstung seit Ende des Kalten Krieges". Die „laxen Flugbestimmungen" der Region seien zudem eine Katastrophe für die Anwohner.

So beschwerte sich auch Werner Kopper aus Wicklesgreuth über den Lärm. „Die Helikopter fliegen regelmäßig über unser Haus - oft im Sinkflug und auch zu den unmöglichsten Zeiten." Seine Beschwerden verhallten ungehört. „Am Telefon heißt es dann: Die Flugbestimmungen werden eingehalten, und das war's", beklagte sich der Rentner.

Diese Problematik kennt nach eigenen Angaben Stadtrat Uwe Schildbach (Offene Linke), der auch dem Bezirkstag angehört. Ein bindendes Nachtflugverbot sei Dauerthema. Schon vor Jahren habe der Stadtrat einstimmig ein Flugverbot zwischen 22 und 8 Uhr beschlossen. Diese Regelung sei jedoch nicht bindend. ..Die Amis juckt das natürlich nicht".

Neben dem Lärm stelle die Luftverschmutzung eine starke Belastung für die Anwohner dar. Die gesundheitlichen Schäden seien enorm. „Durch den Flugbetrieb wird mehr Feinstaub produziert als von allen Pkw im Kreis Ansbach zusammen", betonte Boris-Andre Meyer. Das Kerosin der Helikopter sei viel schädlicher als gewöhnliches Ben-zin. Er wünsche sich eine zivile Nutzung des Kasernengeländes, nach dem Vorbild der Barton Barracks. Schaden würde das der Region nicht, so der Pressesprecher. Wirtschaftlich seien die Kasernen nur wenig profitabel. Im Gegenteil: Der Steuerzahler müsse jährlich rund 100 Millionen Euro für die Stationierung der Soldaten bezahlen. Viele der Demonstranten äußerten sich kritisch über die neue US-amerikanische Regierung.

Einige der Protestierenden trugen etwa Masken mit dem Konterfei des Präsidenten Donald Trump oder hielten Banner mit der Aufschrift „Peace" (Frieden). Auch Uwe Schildbach zeigte sich besorgt: „Mit Präsident Trump ist die Situation nicht, mehr klar einzuschätzen. Niemand weiß, wie viele Hubschrauber und Truppen noch kommen werden." In seinen Augen werde „Ansbach zum Spielball der US-amerikanischen Diplomatie".

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  Windsheimer Zeitung
18. Februar 2017

Hubschrauber sind längst in Illesheim angekommen
Kevin Scherrer berichtet im Ansbacher Stadtrat über die Truppen-Aufstockung - Erste Flüge bereits absolviert

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  Fränkische Landeszeitung (Westmittelfranken)
4. Februar 2017

US-Armee wird Gastgeber für Brigade aus New York
Neues Konzept: Rund 2000 Soldaten und 70 Hubschrauber werden für neun Monate aus Amerika nach Europa verlegt

Die Kasernen der US-Armee in Ansbach und Illesheim werden für neun Monate zur Heimat einer Brigade, die aus dem Bundesstaat New York über den Atlantik kommt. Wie viel Zeit die Einheit mit 3000 Soldaten und rund 70 Hubschraubern in Westmittelfranken oder in Osteuropa verbringt, ist noch unklar.

Der regionale Standortkommandeur Oberst Benjamin C. Jones erklärte gegenüber der FLZ, dass die 10. Kampffliegerbrigade die erste Rotationseinheit dieser Größe sei, die nach einem im März 2015 vorgestellten Konzept in Ansbach und Illesheim ihren vorübergehenden Stützpunkt findet. „Ihre Soldatenanzahl und die Tatsache, dass sie ihr Hauptquartier mitbringen, macht diese Rotation bisher einzigartig", ergänzte Oberstabsfeldwebel Derek R. Cuvellier. Vorherige Rotationseinheiten waren der 12. Kampffliegerbrigade mit Hauptquartier in Ansbach-Katterbach unterstellt. „Die 10. Brigade hingegen wird eine eigenständige Einheit sein."

In Westmittelfranken stehen die früher getrennt organisierten Kasernen in den rund 30 Kilometer entfernten Orten Ansbach-Katterbach und Illesheim seit einigen Jahren unter einer gemeinsamen Verwaltung. Sie werden intern nur noch als „Standort Ansbach" bezeichnet, was häufig zu Missverständnissen führt.

Auch in den kommenden Monaten wirken sich die Veränderungen am „Standort Ansbach" zum allergrößten Teil vor den Toren von Bad Windsheim aus. Denn in der llles-heimer Storck-Kaserne werden rund drei Viertel der Soldaten aus Fort Drum im Bundesstaat New York untergebracht. „Erwartet werden rund 2000 Soldaten", erklärte Cornelia Summers, Sprecherin der Standortverwaltung. Sie bezifferte die Zahl der Hubschrauber auf rund 70 der Typen Black Hawk, Apache und Chinook. Wie viele von welchem Typ dabei sind, sei der Standortverwaltung noch nicht bekannt. Dies liege an der Selbstständigkeit der nun erwarteten Einheit.

Drehscheibe nach Osteuropa

Nach dem Ende des Karten Kriegs hatte die Army ihre Kasernen in Mitteleuropa weitgehend aufgegeben. Als Signal gegen Russland und demonstrative Unterstützung für neue Nato-Staaten wie Bulgarien, Rumä¬nien, Estland, Lettland und Litauen will sie dort Präsenz zeigen, ohne neue Kasernen zu bauen. Gleichzeitig baten die Bundesrepublik und Bayern in Washington dringend darum, vor allem in strukturschwachen Regionen wie Westmitfelfranken Standorte nicht völlig aufzugeben. Zentral gelegene Kasernen wie in Bamberg und Schweinfurt wurden geräumt, um diesen Städten neue Entwicklungschancen zu geben.

Die Flugfelder in Ansbach-Katterbach und Illesheim dienen als Drehschei-ben. Ihre Besatzungen wurden drastisch gekürzt. Nach unbestätigten FLZ-Informationen sank die Zahl der Soldaten in knapp zwei Jahren von 3000 auf rund 1000. Darunter sind, wegen kürzerer Stationierungszeiten, mehr Singles und weniger Väter oder Mütter. Mit Ehepartnern, Kindern und Zivilbeschäftigten zählte die amerikanische Gemeinde rund 10000 Menschen. Ihre Größe dürfte auf rund 2000 geschrumpft sein. Die Zahl der Hubschrauber ging von 130 bis 140 auf zuletzt 40 bis 60 zurück.

Wie viel von März bis Dezember in der Region nun tatsächlich geflogen wird, ist noch offen. Denn ein Teil der Soldaten werde samt ihrer Hubschrauber nach Osteuropa weiterverlegt, um an der laufenden Übung „Operation Atlantic Resolve" teilzu-nehmen sowie andere Einsätze in Europa zu unterstützen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die nun erwarteten Soldaten treffen ohne jeden Anhang ein. „Es werden keine Familien mitkommen", sagte Walter Mattil, Direktor der regionalen Abteilung für Bauwesen-und Wartungsaufgaben.

In Ansbach sollen nur knapp 500, in Illesheim die restlichen 1500 Soldaten wohnen. Eine eigene Stelle werde sich hauptsächlich um ihre Lebensqualität kümmern, kündigte John Strader, Standortmanager der Storck Barracks, an. „Während meiner 17 Jahre, die ich als Soldat und später als Armee-Zivilist gedient habe, waren noch nie so viele Soldaten in den Storck Barracks untergebracht oder mussten hier versorgt werden."

Freizeitzentrum für Soldaten

„Die ehemalige Bibliothek wurde in ein Freizeitzentrum umgewandelt, komplett mit Billardtischen, einer TV-Ecke und anderen Aktivitäten", hob Richard Martin, Leiter der Abteilung für Freizeitgestaltung, hervor. „Es gibt eine Computerzone mit Internetzugang, wo die Soldaten mit ihren Freunden und Familien kommunizieren können". Soldaten könnten sich für eintägige Ausflugsziele zum Beispiel nach Würzburg, Nürnberg oder Rothenburg anmelden. Sie können aber auch an Wochenendtrips ins Ausland, etwa nach Prag teilnehmen. „Damit geben wir den Soldaten, falls sie nicht gerade anderswo in Europa im Einsatz sind, hier vor Ort die Ge¬legenheit, ihr neues Umfeld kennenzulernen."

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  Neues Deutschland (Berlin)
23. Januar 2017

Närrische Zeit in Ansbach-K(n)atterbach
Die US Army verlegt zusätzliche Hubschrauber in die Franken-Region – eine Bürgerinitiative ist empört
Ab März sollen auf den US-Militärstandorten Ansbach-Katterbach und Illesheim insgesamt 136 Kampfhubschrauber stationiert sein. Das wären 73 Maschinen zusätzlich ...

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
16. Januar 2017

73 neue Hubschrauber sorgen für Wirbel in Ansbach
An die US-Basen in Katterbach und lllesheim werden 2000 weitere Soldaten verlegt — Bürgerinitiative protestiert
Der Fluglärm, den die Kampfhubschrauber in Katterbach und lllesheim verursachen, sorgt im Raum Ansbach immer wieder für erhitzte Gemüter. Nun droht neuer Ärger: Ab März werden 2000 zusätzliche Soldaten an den Standorten erwartet, zusammen mit 73 neuen Hub-schraubern.

Im September vergangenen Jahres gab die US-Armee bekannt, dass die Armeebasen in Ansbach ihre Truppenstärke dort verdreifachen werden. Nun gibt es konkrete Zahlen bezüglich des Plans, der nicht nur bei der Bürgerinitiative „Etz langt's" für Aufregung sorgt.

Ralf Brauksiepe, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, beantwortete dem Linken-Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg aus Ansbach schriftlich einige Fragen zu der Aufrüstung: Nach Angaben der US-Regierung werden von März bis November 2017 2000 zusätzliche Soldaten sowie 73 neue Hubschrauber an die Standorte in Katterbach und lllesheim verlegt. Die Gesamtzahl der US-Truppen an den beiden Standorten soll dennoch variieren, denn die Rotationskräfte, aber auch die Flugmaschinen, sollen in den neun Monaten Ausbildungs¬und Übungsvorhaben in Mittel- und Osteuropa unterstützen.

24 Helikopter vom Typ Boeing CH-4 7 Chinook sollen demnach nach Ansbach verlegt werden. Dieser zweimotorige Transport-hubschrauber mit einem maximalen Startgewicht von über 22 Tonnen weist laut der Informationen von Ralf Brauksiepe besonders starke Lärm- und Feinstaubemissionen auf. Mit einer neuen Gesamtzahl von 136 Helikoptern ergebe sich für Westmittel-franken ein „historischer Höchststand", heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Die zusätzlichen Kampfbrigaden machen Ansbach nicht nur zur Drehscheibe für Kriegsgerät in Richtung russischer Grenze", erklärt die Bürgerinitiative weiterhin und spricht auch die Lärmbelästigung für die Anwohner an: Die US-Armee wolle verstärkt von den laxen Flugbestimmungen vor Ort mit Überflugrechten bis 2 Uhr nachts profitieren, die in den USA im Umfeld bewohnter Gebiete unmöglich wären.

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  nordbayern.de
14. Januar 2017

US-Armee in Ansbach rüstet auf: 73 neue Hubschrauber
Zusätzlich sollen 2000 Soldaten das neunmonatige Rotationssystem durchlaufen...

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  BR24 - Mittelfranken
13. Januar 2017

US-Armee plant mehr Kampfhubschrauber
Ab März sollen an den US-Militärstandorten Ansbach-Katterbach und Illesheim nach Informationen der Bürgerinitiative "Etz langt's" insgesamt 136 Kampfhubschrauber stationiert sein. Das wären 73 Hubschrauber zusätzlich...

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  Fränkische Landeszeitung
2. Dezember 2016

Der Armee heimgeleuchtet

Bereits zum fünften Mal hat die Bürgerinitiative „Etz langt's" mit einem „politischen Adventsspaziergang" mit einer Lichterdemonstration gegen die Präsenz von US-Kampfhubschraubem im Stadtteil Katterbach demonstriert. Mit Taschenlampen, Fackeln und Lampions wollten die rund 50 Teil-nehmer symbolisch der US-Armee den Heimweg zurück in die USA ausleuchten.

Es sei mittlerweile feste Tradition, so Stadtrat Boris-André Meyer, dass am Freitag vor dem ersten Advent die vom Fluglärm betroffenen Bürger im Stadtteil Obereichenbach Front gegen die Militärpräsenz machten. Die Folgen der Mi-litärpräsenz vor ihrer Haustüre, so Meyer, mache die Bürger wütend. Sie fühlten sich nicht nur durch den Fluglärm terrorisiert, sondern auch durch die Abgase der US-Kampfhubschrauber Mit Lichter und Laternen sollte auch an „die drohende Aufrüstung, die ausufernde Verseuchung von Gewässern und Böden im Umfeld des Flugfeldes von Katter-bach und die Spionage der US-Geheimdienste von den US-Kasernen aus" erinnert werden.

Die Demonstration „Heimleuchten" hatte die Bürgerinitiative „Etz langt's" zusammen mit der Unterschriftenkampagne ,Aufrüstung stoppen" organisiert.

Derzeit, so machte Meyer deutlich, seien 38 Hubschrauber in Katterbach stationiert; in Zukunft körmten es bis zu 130 Maschinen sein. Unklar sei derzeit noch, wie lange diese in dem Ansbacher Stadtteil bleiben und wie schnell sie in Richtung der NATO-Ostgrenze nach Polen verlegt würden. Es sei noch unklar, welche Auswirkungen auf die Lärmbelastung die vergrößerte Anzahl der Helikopter für die Bevölkerung mit sich bringen werde.

Nach ihrem Rundgang durch Obereichenbach haben die Demonstranten ihre Aktion bei Glühwein, Punsch und weihnachtlichem Gebäck im Strutfeld ausklingen lassen.

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  Neues Deutschland
24. November 2016

Helikopter-Attacken auf Ansbach
US-Militär will noch mehr Soldaten und Fluggerät in Mittelfranken stationieren — noch mehr Lärm?

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  Fränkische Landeszeitung
21. November 2016

Hansjörg Meyer: „Neutral im Spiel der Machtblöcke"
Hauptversammlung der Bürgerinitiative „Etz langt's" - Mitglieder verbuchen Verlegung von Flugrouten als Erfolg"

„Wir wussten schon lange: Das wird was Längeres", stellte Vorsitzender Hansjörg Meyer bei der Hauptversammlung der Bürgerinitiative (BI) „Ktz langt's" fest. Seit nunmehr zehn Jahren setzen sich die Mitglieder - aktuell sind es 275 - gegen militärischen Fluglärm ein. Als Erfolg verbuchen sie für sich eine Änderung der Flugrouten.

„Der Krieg vor unserer Haustür muss ein Ende haben", konstatierte Meyer. „Wir fordern die Regierung auf, für die Schließung von Katterbach einzutreten." Er verlangte Soli-darität mit Menschen, „denen das Leben militärisch vermiest wird". Stellvertreter Norbert Müller wies darauf hin, dass die BI bereits im August erfahren habe, dass die Zahl der US-Hubschrauber um deutlich mehr als 150 erhöht werden solle. „Der Schock, der mit der Aufrüstung gekommen ist, sitzt tief."

Kerstin Mach blickte als Schrift-führerin auf das vergangene Jahr zu-rück. Bei einer Lichter-Demonstration hatte die BI der US-Armee symbolisch heimgeleuchtet. Die Aktion soll auch am kommenden Freitag, 25. November, wieder stattfinden. Beim Ostermarsch hatte die BI ebenso den Abzug der US-Armee gefordert wie bei einer Demonstration vor den To-ren der Kaserne in Katterbach am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhän-gigkeitstag. In Berlin hatten die Mit¬glieder die US-Botschaft mit Flug¬lärm aus Obereichenbach beschallt. Walter Gronauer trug den Kassen-bericht vor. Einnahmen in der Bar-kasse von knapp 259 Euro stehen Ausgaben von 317 Euro gegenüber.

Auf dem Konto werden Einnahmen von rund 8922 Euro - davon 6726 Euro an Spendengeldern - verzeichnet sowie 4839 Euro an Ausgaben. Der aktuelle Stand des Guthabens liegt bei rund 4164 Euro.

Bei den Neuwahlen wurden Vorsitzender Hansjörg Meyer ebenso wie Stellvertreterin Tanja Schwarz im Amt bestätigt. Zu einer weiteren Stellvertreterin wählten die Mitglieder die bisherige Schriftführerin Kerstin Mach. Ihr früheres Amt übernimmt Doris Carl-Gramm, die zuvor als Beisitzerin tätig war. Das Amt des Kassiers gibt Walter Gronauer zum Jahresende ab, es übernimmt der bisherige Beisitzer Wilhelm Pfänder, der in Abwesenheit gewählt wurde. Neu in den Reihen der Beisitzer sind Andre Fitzthum sowie der bisherige stellvertretende Vorsitzende Norbert Müller. Weiterhin als Beisitzer tätig: Petra Negen-dank, Erna Hertwig, Bernd Horbaschek und Hans-Joachim Hofmann.

Pressesprecher Boris-Andre Meyer kritisierte die Kontaminierung von Gewässern und Böden im weiteren Umfeld der Kaserne. „Es kommt scheibchenweise immer mehr Verseuchung ans Tageslicht." Die BI befürchtet, dass die Beseitigung der Schäden vom Steuerzahler finanziert werden muss. Norbert Müller bilanzierte über die Erfolge der BI. Zwar seien die Amerikaner immer noch da. aber man habe mit Hilfe eines Lärmprotokolls feststellt, dass Flugrouten verlegt worden seien. Zudem hat die Stadt Ansbach laut Boris-Andre Meyer im Haushalt 2017 bereits Mittel für die Konversion des Kasernengeländes eingestellt. „Diese Stadt sehnt den Abzug herbei."

Zuletzt forderte der alte und neue Vorsitzende Hansjörg Meyer auf, sich nicht entmutigen zu lassen und sich weiter für die Friedensbewegung einzusetzen. „Bleiben wir neutral im Spiel der Machtblöcke."

 

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  Ansbacher Friedensbündnis (AFB)
November 2016

Neue Details zu einem Tabubruch: Steht Ansbach weiterhin zur Verfügung, wenn Völkerrecht gebrochen wird ...
... und die doppelbödige Moral hochmütiger deutscher Bundespolitiker es ermöglicht, dass in Franken mit seinen US-Militärbasen das deutsche Grundgesetz missachtet wird?

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
18. November 2016

Gewissensgründe zählten nicht
Verwaltungsgericht München wies die Asyl-Klage von Andre Shepherd ab

Durfte der US-Soldat Andre Shepherd 2007 aus Gewis¬sensgründen desertieren und in Deutschland Asyl beantragen? Nein, sagt das Verwaltungsgericht München und wies seine Klage ab. Sein Anwalt kündigte Berufung an.

Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass der Gl vor seiner Fahnenflucht andere Mittel gehabt hätte, um einer Beteiligung an von ihm befürchteten Kriegsverbrechen zu entgehen. She-pherd habe sich trotz seiner morali¬schen Zweifel nicht mit der Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung beschäftigt und auch sonst keine Versuche unternommen, eine Versetzung oder eine Entlassung zu bewirken. Shepherd, als Mechaniker mit der Wartung von Apache-Kampfhubschraubem betraut, war im April 2007 aus seinem US-Stützpunkt in Ansbach Katterbach geflohen, um einem weiteren Einsatz im Irak-Krieg zu entgehen. Der heute 39-Jährige beantragte Asyl in Deutschland, die Behörden lehnten den Antrag jedoch ab.

Mit der Zuversicht, „zu 100 Prozent im Recht zu sein", zog Shepherd vor das Verwaltungsgericht München. Das Gericht hatte das Verfahren im Jahr 2013 ausgesetzt und dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) Fragen zur Auslegung von Vorschriften im EU-FlüchUingsrecht vorgelegt. Nach dem EuGH-Urteil aus dem Februar 2015 gab es nur noch wenig Hoffnung für den 39-Jährigen. Nach Ansicht des Gerichts kormte der Kläger nicht glaubhaft machen, dass er bei seinem konkreten weiteren Einsatz im Irak mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit in Kriegsverbrechen verwickelt worden wäre.

Im übrigen sei es nicht Aufgabe des Gerichts gewesen, zu klären, ob der militärische Einmarsch in den Irak völker-rechtswidrig gewesen sei oder die US-Armee Kriegsverbrechen begangen habe. Die Evangelische Arbeitsgemein-schaft für I&iegsdienstverweigerung und Frieden kritisierte das Urteil-Kriegsdienstverweigerung sei ein Menschenrecht, eine Desertion als letztes Mittel ein mutiger persönlicher Schritt aus Gewissensnot, die es zu achten gelte.

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl erklärte, dass sie den Ex-GI auch weiterhin unterstützen werde. Das Gericht sei „vorfestgelegt" gewesen und habe die Aussagen Shepherds nicht angemessen in den Kontext des Irakkriegs eingebettet.

„Ich habe seit langem nicht mehr so ein einseitiges Spiel in einem deutschen Verwaltungs-gericht erlebt", sagte Pro-Asyl-Vertreter Bernd Mesovic. Gemeinsam mit Anwalt Marx werde eine Berufimgs-klage vorbereitet. Shepherd kann unabhängig von seinem Asylersuchen in Deutschland bleiben, denn er besitzt bereits eine Niederlassungserlaubnis.

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  Connection e.V.
17. November 2016

Klage des US-Deserteurs André Shepherd vom VG München abgewiesen
Eindruck der Voreingenommenheit im Asylverfahren

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
17. November 2016

Deserteur bangt
Ex-US-Soldat Shepherd hofft weiter auf Asyl

Der desertierte US-Soldat Andre Shepherd (39) hofft trotz eines für ihn ungünstigen Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) weiter auf Asyl in Deutschland. „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass ich recht habe", sagte Shepherd kurz vor dem Beginn der Verhandlung am Verwaltungsgericht in München.

Das Gericht hatte das Verfahren im Jahr 2013 ausgesetzt und dem EuGH Fragen zur Auslegung von Vorschriften im EU-Flüchtlingsrecht vorgelegt. Nach dem EuGH-Urteil aus dem Februar 2015 darf sich Shepherd aber nur wenig Hoffnung auf Asyl in Deutschland machen: Eine drohende Freiheitsstrafe oder die Entlassung aus der Armee könnten nicht als Asylgründe im Sinne des europäischen Rechts gelten.

Der Wartungstechniker für Apache-Kampfhubschrauber war 2007 von seinem US-Stützpunkt in Ansbach-Katterbach geflohen, um einem weiteren Einsatz im Irak-Krieg zu entgehen. Er berief sich auf Gewissensgründe und beantragte Asyl. Die Behörden lehnten den Antrag jedoch ab.

Vor dem Münchner Verwaltungsgericht musste der 39-Jährige seine Gedanken und Motivationen vom Eintritt in die Armee bis zu seiner Fahnenflucht erläutern. Shepherd gab an, von Misshandlungen irakischer Zivilisten durch amerikanische Soldaten gehört zu haben; er bezeichnete die Kämpfe als Kriegsverbrechen.

Das Gericht befragte Shepherd vor allem zu einer Vertragsverlängerung bei der Armee im Dezember 2004 - und damit während eines Einsatzes im Irak. Shepherd hielt dagegen, dass er dadurch eine erneute Stationierung im Irak hatte vermeiden wollen. Auch im November 2005 verlängerte er seinen Vertrag ein weiteres Mal, nachdem ihm sein Rekrutierungsoffizier damals garantiert habe, dass er nicht erneut in den Irak müsse.

Eine Entscheidung des Gerichts wird für heute erwartet. Rechtsan walt Reinhard Marx stellt sich auf einen langen Verfahrensweg ein: „Wenn die Gegenseite gewinnt, gehen wir in Berufung". Unabhängig davon darf Shepherd aber in Deutschland bleiben. Er ist mit einer Deutschen ver¬heiratet und besitzt daher eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis.

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  Fränkische Landeszeitung
16. November 2016

Riexinger unterstützt Protest: „Bleiben Sie dran" Bundesvorsitzender der Partei „Die Linke" schließt sich Widerstand gegen US-Armee an - Kritik an Regierung in Berlin: „Willfährig"

„Lärm ist mit das Schlimmste, was es gibt. Was hier passiert, ist schon fast Körperverletzung." Das sagte gestern der Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, Bernd Riexinger, der auf Einladung des Bundestagsabgeordneten seiner Partei Harald Weinberg am Zaun des Flugfeldes der US-Armee in Ansbach-Katterbach mit vom Fluglärm betroffenen Bürgern sprach.

Der Zufall wollte es, dass Riexinger selbst einen Eindruck davon bekam, von welchem Lärm die Bürger aus Orten rund um die amerikanische Militärbasis sprachen. Just zum Zeitpunkt des Eintreffens des Politikers in Katterbach befand sich ein Kampfhubschrauber im Schwebeflug über dem Flugfeld.

Der Pressesprecher der Bürgerinitiative „Etz langt's", Boris-Andre Meyer, infor-mierte Riexinger über in Ansbach kolportierte Pläne der US-Armee, ab Frühjahr 2017 zusätzliche Soldaten und Hubschrauber in Katterbach zu stationieren und den Standort zur militärischen Drehscheibe für Osteuropa zu machen.

Ein Bürger aus Oberreichenbach ergänzte, dass schon die Lärmbelastung durch Hubschrauberüberflüge bis spät in die Nacht und nicht zuletzt die vielen Platzrunden, die gedreht würden, unerträglich hoch sei. Das Problem sei, dass die Regierung in Berlin alles absegne, was das US-Militär wolle, hieß es seitens der Bürger. Mit dieser Regierung würden die protestierenden Bürger in Ansbach ihre großen Probleme haben, denn sie sei willfährig gegenüber der US-Politik, meinte Bernd Riexinger.

„Bleiben Sie dran, haben Sie einen langen Atem", riet der Politiker, nicht im Protest nachzulassen. „Ich kann ihn nachvollziehen." Es sei ihm völlig unverständlich, dass in einem so dicht besiedelten Gebiet wie rund um Ansbach zu Übungszwecken so herumgeflogen werden dürfe. Eine andere Außenpolitik wäre nötig, die den Amerikanern keine militärischen Basen wie Katterbach mehr zur Verfügung stelle, meinte Bernd Riexinger, und trug sich in eine von Bürgern an die Bundeskanzlerin gerichtete Protestliste .Aufrüstung stoppen" ein.

Um die Finanzierung des Gesundheitssystems ging es bei einem Gespräch, das Riexinger im Bezirksklinikum Ansbach vor seinem Besuch in Katterbach unter anderem mit Klinik-Vorstand Helmut Nawratil führte.

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  Fränkische Landeszeitung
12. November 2016

Umweltgift in Milmersbach
PFOS-Belastung im Kasemenboden erreicht die Rezat

Die giftigen Substanzen Im Boden der US-Kaserne in Katterbach belasten jetzt auch Gewässer im Bereich der Gemeinden Sachsen und Lichtenau.

Eine aktuelle Untersuchung habe eine „Verunreinigung des Milmersbachs“ ergeben, berichtete das Landratsamt Ansbach auf FLZ-Anfrage.

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  Fränkische Landeszeitung
11. November 2016

US-Deserteur ringt um Asyl
Shepherd setzte sich 2007 in Ansbach von der Army ab

Der früher bei den amerikanischen Streitkräften in Arn¬bach-Katterbach stationierte Andre Shepherd (39) kämpft als US-Deser¬teur vor dem Verwaltungsgericht München um Asyl in Deutschland.

Der Fall des ersten Deserteurs der US-Army in Deutschland sorgt seit Jahren bundesweit für Aufsehen Shepherd war nach seinem Einsatz im Irak-Krieg 2004/2005 mit seiner Einheit nach Katterbach verlegt worden. Erst dort will der Gl von den teils entsetzlichen Kampfeinsätzen mit Apache-Hubschraubern erfahren haben - Kriegsgerät, für das er als Mechaniker verantwortlich war.

Als er 2007 einen neuen Einsatzbefehl erhielt, floh der US-Soldat aus der Armee, weil er sich nicht an „Verbrechen gegen die Menschlichkeit" und einen „völkerrechtswidrigen Krieg" beteiligen wollte. Im November 2008 beantragte er Asyl. Doch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge lehnte Shepherds Antrag ab.

Der Amerikaner, der heute mit seiner deutschen Ehefrau am Chiemsee lebt, wandte sich daraufhin an das Verwaltungsgericht in München, das wiederum den Europäischen Gerichtshof um eine Auslegung der europäi- schen Flüchtlingsrichtlinie bat. Die Luxemburger Richter bauten hohe Hürden für eine Asylgewährung auf und bemängelten 2015 unter anderem, dass der Gl vor seiner Desertion im April 2007 nicht versucht habe, den Kriegsdienst zu verweigern. Nun liegt die Entscheidung beim Münchner Verwaltungsgericht, das sich am 16. November mit dem Fall Shepherd befasst.

Für Rudi Friedrich vom Unterstützerkreis des 39-Jährigen handelt es sich um einen Präzedenzfall. Es gehe um viele Dinge, sagte Friedrich, etwa „um die Rechtmäßigkeit der Kriegsführung der USA im Irak und den Schutz einer Gewissensentscheidung".

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  Fränkische Landeszeitung
11. November 2016

Seidel schreibt von der Leyen
„Bisher ist wenig bekannt“

Oberbürgermeisterin Carda Seidel hat wegen der angekündigten Aufstockung der US-Hubschrauber an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) geschrieben.

In dem Brief bittet Seidel um Auskunft, wie das Ministerium die Folgen der Aufstockung bewertet und welche Maßnahmen angedacht sind, um die Belastungen der Bürger „nicht noch weiter zu erhöhen“.

„Bisher ist von amerikanischer Seite wenig bekannt“, sagte Seidel jüngst in der Bürgerversammlung. Man bitte stetig, vermehrt Truppenübungsplätze zu nutzen.

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  Fränkische Landeszeitung
11. November 2016

„Etz langt's!" mit Fluglärm
Bürgerinitiative protestierte auf dem Pariser Platz in Berlin

Viel Lärm gab es gestern vor der amerikanischen Botschaft in Berlin. Aus Protest beschallten 40 Anhänger der Bürgerinitiative „Etz langt's" diese mit Fluglärm aus Obereichenbach. Sie nutzten die Reise, um Gespräche über die Konversion des Barton-Areals zu führen.

Die Aufstockung um 2100 Soldaten und auf 130 bis 135 Maschinen an den Standorten Katterbach und IIlesheim bestätigte Oberst Andreas Hoppe vom Verteidigungsministerium, informierte Boris-Andre Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative „Etz langt's!".

Um auf die Lärmbelastung durch die Hubschrauberüberflüge aufmerksam zu machen, organisierte die Initiative eine Kundgebung in der Hauptstadt. „Wir haben die amerikanische Botschaft in Berlin mit Fluglärm aus Obereichenbach beschallt", sagte der Sprecher. Teilgenommen haben demnach 40 Mitglieder der Bürgerinitiative. „Viele Interessierte sind stehengeblieben."

Beim Besuch in der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sprachen Jörg Musial, Spartenleiter Verkauf, und Larissa Komnick, Bereichsleiterin für Franken, über die Konversion des Barton-Areals in Meinhardswinden. Alle Beteiligten sähen in der zivilen Umnutzung „viele Chancen". Meyer selbst favorisiert eine Mischnutzung: Er könne sich eine Kombination aus Sozialwohnungen und einem Hochschulstandort vorstellen. Als wichtiges Signal wertet er die geplanten Mittel für die Konversion von 60000 Euro im Haushalt 2017 der Stadt Ansbach. Die Zeit bis zur Umnutzung schätze er auf etwa drei Jahre. Doch zunächst müsse die US-Armee einen verbindlichen Zeitpunkt für den Abzug aus der Barton-Kaserne nennen, so Meyer .

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
11. November 2016

Lautstarker Protest gegen Helikopter-Lärm
Betroffene aus Westmittelfranken beschallten die US-Botschaft in Berlin — Ärger um nächtliche Übungen

Mit Hubschrauberlärm haben Westmittelfranken vor der US-Botschaft in Berlin gegen die Übungsflüge über ihren Häusern protestiert. Es ist eine feine Adresse: Pariser Platz 2, gleich neben dem Brandenburger Tor ist die Einfahrt zur Botschaft der Vereinigten Staaten.

Dort bauten die Demonstranten aus den Landkreisen Ansbach und Neustadt/Aisch ihre Lautsprecher auf, aus denen entsetzlicher Krach tönte. Anwohner hatten einfach das Mikrofon aus dem Fenster gehalten, als die US-Armee wieder einmal mit ihren Kampfhubschraubern im Anflug war. Etliche Passanten hielten sich demonstrativ die Ohren zu. „Stopp US-Air-Terror" und „Bad Windsheim, einziges Heilbad mit garantiertem US-Fluglärm", so stand es auf den Transparenten.

Was die Demonstranten und etliche weitere Anwohner in den betroffenen Landkreisen umtreibt: Die US-Armee wiH"ihre Truppen in Katterbach und Illesheim auf 3000 Soldaten verdreifchen. Die Zahl der Hubschrauber soll von 60 auf immerhin 150 wachsen.

Eigentlich ist mit den Standortkom-mandeuren vereinbart, dass Übungs¬flüge nicht über bewohntem Gebiet stattfinden sollen. Aber daran halten sich die Piloten nicht, sagt Boris-Andre Meyer von der Initiative „Etz langt's", die das lautstarke Spektakel vor der US-Botschaft bei den Berliner Behörden angemeldet hatte. Neben Abgeordneten und lokalen Politikern sammelt derweil auch eine Ansbacher Initiative Unterschriften, um Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Anliegen deutlich zu machen. „Aufrüstung stoppen", so heißt das Ziel.

Dabei geht es den Initiatoren vor allem darum, dass die Zahl der Flüge begrenzt wird - auch zeitlich: Denn die Soldaten üben auch nachts nach 22 Uhr noch mit ihren Kampfhub-schraubem über den Ortschaften. Am liebsten wäre den Betroffenen der Abzug der Truppen, weil die Region nur Nachteile durch die Soldaten habe, nicht einmal der Einzelhandel profitiere.

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  Fränkische Landeszeitung
3. November 2016

Geplagte Bürger gegen die US-Hubschrauber Unterschriftenliste aus Ansbach soll direkt an Bundeskanzlerin Merkel gehen

Die "Aufrüstung stoppen": Das haben sich drei Ansbacher zum Ziel gemacht. Sie haben genug vom Lärm und Feinstaub, verursacht von den Hubschraubern der US-Garnison aus Katterbach und Illesheim. An Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen sie eine Unterschriftenliste übergeben - „vierstellig oder fünfstellig", hoffen sie.

Die drei Ansbacher André Fitzthum, Thomas Frank und Jürgen Strauß eint eines: die Abneigung gegen die US-amerikanischen Hubschrauber. Sie leben in den Ortsteilen Obereichenbach, Hennenbach sowie Kammerforst und erzählen von zahlreichen Übungsflügen der US-Amerikaner nach 22 Uhr und über bewohntem Gebiet.

„Eine Situation wie 2011 wollen wir auf keinen Fall mehr", sagt etwa Fitzthum. „Das war keine Lebensqualität." Sein Mitstreiter Frank meint: „Die US-Armee hält sich nicht an Grenzen. Die fliegen auch über Hennenbach, obwohl sie nicht über bewohntes Gebiet sollten." Damals sei es besonders schlimm gewesen. Der Kammerforster Strauß beklagt „Platzrunden" im Zwei-Minuten-Abstand.

Die angekündigte Aufstockung der US-Truppen in Katterbach und Illesheim sehen die drei deshalb mit Sorge. So solle die Zahl der stationierten Hubschrauber von 60 auf bis zu 150 ansteigen, rund 3000 rotierende Soldaten sollen kommen.

Mehr Lärm und mehr Schadstoffe Das bedeutet für Strauß, Frank und Fitzthum unter anderem „wesentlich mehr gesundheitsschädlichen Lärm" und ein Vielfaches an „krankmachenden Schadstoffen und Feinstaub".

Auch die wirtschaftliche Seite stellen sie heraus: „Durch den Rotationsbetrieb kommen nur Soldaten ohne Familien in die Region", sagt Frank. Diese lebten in den Kasernen und versorgten sich dort. Es gebe alles „on base", also auf der Basis. Die Soldaten brauchten Ansbach nicht. Es gebe alles, „bis hin zum Hundesalon", sagt Frank. Jeder Tourist bringe mehr an Wirtschaftskraft als ein Soldat, der über neun Monate in der Region lebe.

Das Ziel der Initiative: Sie will „abholen". Bürger, die sich mit dem Thema US-Hubschrauber sonst nicht beschäftigten, sollen sensibilisiert werden und möglichst auf der Liste unterschreiben. Von weiteren Akteuren wie der Bürgerinitiative „Etz langt's!" und dem Ansbacher Friedensbündnis sehen sich Strauß, Frank und Fitzthum losgelöst. „Wir wollen als normale Bürger etwas dagegen tun."

Mit „Etz langt's!" habe die Gruppe „keine Differenzen". Doch mit der Aktion sollen Menschen angesprochen werden, die „Probleme haben, sich einer Organisation oder Partei anzu-schließen", betont Strauß. Am 5. und 19. November (jeweils Samstag) können Interessierte zum Infostand an der Riviera kommen (10 bis 13 Uhr). Unter anderem liegen da Listen aus.

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  Fränkische Landeszeitung
29. Oktober 2016

Ohne Mitspracherecht.
Dr. Peter Bauer (Freie Wähler) zum US-Armee-Standort

Die bayerische Staatsregierung hat für Dr. Peter Bauer "in jeglicher Hinsicht keinerlei Einfluss auf die Aktivitäten des Hubschrauber-Standortes Katterbach/ Illesheim". Dies erklärte der Freie-Wähler-Landtagsabgeordnete aus Sachsen bei Ansbach mit Blick auf die Antwort der Staatskanzlei auf eine Anfrage, die er gestellt hat.

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  BR24.de
28. Oktober 2016

Ansbacher Abgeordneter zu Truppenaufstockung:
"Keinerlei Mitspracherecht" für die Bürger

Die Bayerische Staatskanzlei hat sich dazu geäußert, seit wann ihr die Aufstockung der US-Truppen in Ansbach und Katterbach bekannt ist. Der Landtagsabgeordnete Bauer ist mit der Antwort unzufrieden..

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  Fränkische Landeszeitung
20. Oktober 2016

Belastungen durch Armee als Thema

Dass die US-Streitkräfte planen, am Standort Katterbach aufzustocken, beschäftigt die Arbeitsgruppe (AG) Gesundheit des Ansbacher Stadtrats. Diese regt an, dass die Mehrbelastungen der Menschen durch Abgase und Schall in den Arbeitsgruppen der Gesundheitsregion plus zum Thema werden.

So steht es in einer Pressemitteilung der Stadt nach einer Sitzung der AG Gesundheit. Diese Gesundheitsregion plus bilden die Stadt und der Landkreis Ansbach seit April. Vorgesehen ist außerdem, dass wegen des demografischen Wandels das Thema Pflege ein Schwerpunkt der Gesundheitsregion plus wird.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
18. Oktober 2016

Aufnahmen aus dem Inneren der Soldaten-Seele
Lila Hartig zeigt in Nürnberg Fotografien aus den US-Stützpunkten in Grafenwöhr und Katterbach

Hartig durfte in den US-Stütz¬punkten Grafenwöhr in der Oberpfalz und im mittelfränkischen Katterbach fotografieren. Ihre Werke sind derzeit im Deutsch-Amerikanischen Institut in Nürnberg zu sehen.

Fluglärm und Manöver - an den großen Standorten der US-Armee in Bayern gab und gibt es immer wieder Konflikte. Auch, weil die amerikanischen Militärbasen bis heute ein Staat im Staate sind. Heute macht sich Amerika in Deutschland fit für Afghanistan und den Krieg gegen den globalen Terror. Auch das findet nicht jeder gut.

Lila Hartig hat das Politische in ihrer Arbeit allerdings bewusst ausgespart. Die Aufnahmen der 27-Jährigen zeigen vielmehr den Alltag und das Privatleben der amerikanischen Soldaten in Deutschland, eine Heimat fern der Heimat.

Mehrere Wochen lang hat sie im Herbst 2014 die militäri¬schen US-Stützpunkte Katterbach bei Ansbach und Grafenwöhr in der Oberpfalz besucht. Immer war ein Beauftragter für Public Affairs dabei, aber sie durfte Familien, Rekruten und Kriegsveteranen fotografieren und befragen. Monate und viele Anfragen brauchte es, bis sich die Tore der Kasernen öffneten. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Die Fotografien sind Nahaufnahmen aus dem Inneren der amerikanischen Seele: Kinder in der High-School beim Fahnen-schwur, Cheerleader beim Trai¬ning, GIs im „Contact-Club", Mütter beim Wocheneinkauf in der PX. Entspannte Alltagsszenen.

„Doch leicht ist das Leben der amerikanischen Familien nicht", hat Lila Hartig festgestellt. Insbesondere für die Frauen nicht: „Wenn die Männer im Einsatz sind, bleiben sie zurück in der deutschen Blase." Die wenigsten sprächen Deutsch. „Natürlich können sie Kurse belegen. Aber ansonsten gibt es nur wenige Optionen. Sie leiben deshalb unter sich. Es ist ein eher traditionelles Leben."

Oft bleiben amerikanische Familien nur ein oder zwei Jahre an einem Standort, dann ziehen sie weiter. „Wenn man länger mit ihnen spricht, merkt man, die tragen alle ihr Paket", meint die Fotografin.

Lila Hartig weiß es aus eigener Erfahrung, wie sich das Leben in einem fremden Land anfühlt. Nach dem Abitur verbrachte die gebürtige Niederbayerin ein Jahr in Disneyworld in den USA, jobbte als Bedienung im Dirndl im bayerischen Themenpark - Klischeebayern in Amerika. „Es ist unglaublich, was man dort als unsere Kultur verkauft." Schon nach wenigen Monaten vermisst sie die Heimat. „Irgendwann habe ich angefangen, Schnitzel zu essen und bayerisches Bier zu trinken".

Die Idee, das Amerikanische in Deutschland zu suchen, trieb sie seither um. Die Momentaufnahmen aus den Housing-Areas mit ihren endlosen Reihenhaussiedlungen und monotonen Wohnblocks, die sie in mehr als 150 Bildern festgehalten hat und in Nürnberg in einer Auswahl zeigt, dokumentieren die amerikanische Wirklichkeit in Deutschland. Eine unwirkliche Realität, denn die Streitkräfte bieten ihren Soldaten im Exil alles, was es zu Hause auch gibt: Mega-Stores, eigene Autohändler, Tankstellen, Fast-Food-Restaurants, Drive-In-BankautOmaten. Und Straßen wie den Rocky-Mountain-Way, der nur ein paar Meter von der Bundesstraße nach Grafenwöhr entfernt liegt.

„Man hat auf den Militärbasen Klein-Amerika aufgebaut", sagt Hartig. Zur Not könnten die Areas auch unabhängig von Deutschland überleben. Ungeachtet dieser „Heimat auf Zeit" hinter Stacheldraht hätten die amerikanischen Soldaten alle ein gutes Gefühl zu Deutschland. „Sie fühlen sich fast ein bisschen privilegiert, dass sie hier sein dürfen." Zwar sei den meisten Soldaten kaum mehr der historische Hintergrund der Stationierung bekannt, „aber alle, die ich getroffen haben, waren sehr interessiert in deutscher Kultur".

„51 st State - Leben in einer U.S. Army Kaserne in Bayern" im Amerikahaus in Nürnberg, Gleißbühlstraße 9. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist bis 21. Dezember zu sehen. Öff-nungszeiten: Mo., Mi. und Do. 12.30 Uhr bis 17.30 Uhr; Di. 12.30 Uhr bis 1ß.30Uhr;Fr. 10 Uhr bis 14 Uhr.

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  Wochenzeitung, Ansbach
15. Oktober 2016

Aufrüstung in Ansbach: Zahl der Kampfhubschrauber soll von 60 auf 150 Maschinen steigen
Bl: „Militärpräsenz nimmt unverantwortliches Ausmaß an - Bundesregierung muss Genehmigung verweigern"

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  Radio Gong, Nürnberg
14. Oktober 2016

Spaß beiseite:
Interview mit Norbert Müller (ETZ LANGTS)

Audiodatei (mp3/ 6 MB)

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  Fränkische Landeszeitung
14. Oktober 2016

Warnstreik in Katterbach

80 Zivilbeschäftigte der Stationierungsstreitkräfte haben sich am Mittwoch um 7.30 Uhr vor der Kaserne in Katterbach zum Warnstreik versammelt. Sie wollten nachdrücklich ihre Forderung von 4.8 Prozent vor der dritten Verhandlungsrunde untermauern.

Die Arbeitgeber bieten den Local Nationals nur 1.2 Prozent. Das bedeute, so die Gewerkschaft verdi. eine Abkoppelung von der Lohnentwicklung trotz Mehrbelastung an vielen Arbeitsplätzen. Es habe für die Zivilbeschäftigten der US- Armee und anderer in Deutschland stationierter Streitkräfte Nullrunden in den Jahren 2010 und 2011 gegeben, kritisierte die Betriebsvertretungsvorsitzende Suzie Pabler.

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  Woche im Blick, Ansbach
13. Oktober 2016

Aufstockung US-Militär

Im Original weiterlesen

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  Bayerischer Rundfunk/ Frankenschau
11. Oktober 2016

Streit um Hubschrauber
Lärm-Belastung in Ansbach-Katterbach steigt

Online hören

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  Fränkische Landeszeitung
8. Oktober 2016

"Davon wissen wir nichts"
Aufstockung auf 150 Helikopter "nicht bestätigt"

„Davon wissen wir definitiv nichts“: Mit diesen Worten wies Cornelia Summers, Sprecherin der US-Armee In Ansbach, Gerüchte zurück, wonach ab dem Frühjahr Insgesamt 150 Helikopter an den Standorten Katterbach und Illesheim stationiert sein sollen. Eine solche Zahl sei „nicht bestätigt‘, erklärte Summers gestern auf FLZ-Anfrage.

„Bestätigt ist, dass zusätzliche Truppen angefordert sind‘, so die Standort-Sprecherin: „Es stehen Zahlen im Raum. aber es gibt noch keine genauen Informationen Sobald wir mehr Informationen bekommen, werden wir diese an die Öffentlichkeit weitergeben.“

Die ".Militärpräsenz“ nehme “unverantwortliche Ausmaße“ an, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Etz langt‘s!“ zu der vermuteten höheren Anzahl an Hubschraubern. Der „Schutz der Gesundheit der Menschen“ sei „unvereinbar mit der geplanten Aufrüstung“. Daher müsse „die Bundesregierung als Genehmigungsbehörde der Aufrüstung eine klare Absage erteilen“, so der Pressetext weiter.

In einer Stadtratssitzung im September hatte Oberbürgermeisterin Carda Seidel erklärt, dass an den Standorten Katterbach und Illesheim derzeit 32 Hubschrauber stationiert seien. Sie rechne damit, dass dort künftig „etwas über 60“ Helikopter eingesetzt würden.

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  Wochenzeitung, Ansbach
8. Oktober 2016

Aufstockung der US-Einheiten ist abzulehnen
US-Armee nimmt Stationierungsbefürwortern alle Argumente

Online weiterlesen

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  Wochenzeitung, Ansbach
8. Oktober 2016

Antrag im Stadtrat.
Informationen über die Pläne der amerikanischen Streitkräfte für Ansbach

Online weiterlesen

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  nordbayern.de
7. Oktober 2016

Tor zum Osten: 1000 US-Soldaten mehr für Illesheim

Hälfte der Truppen neuen Truppen wird dort stationiert

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  Radio 8
7. Oktober 2016

Katterbach/Illesheim
Trotz US-Aufstockung nicht mehr Fluglärm

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  Fränkische Landeszeitung
6. Oktober 2016

Bürger sind sauer: Noch mehr Hubschrauber
Aufstockung auf 150 Helikopter "nicht bestätigt"

Angekündigte Aufstockung der US-Truppen löst große Betroffenheit bei Anwohnern im Katterbacher Umfeld aus.

Wut, Verzweiflung, Sorge, aber auch Resignation: Die Ankündigung, dass weitere US-Soldaten in die Garnison Ansbach kommen soll en, löst hei Bürgern im Umfeld von Katterbach eine Palette von Gefühlen aus. Sie fürchten, dass die Belastungen durch Hubschrauberüberflüge noch stärker werden.

„Und wir haben gedacht, die ziehen ab und es wird ruhiger. Aber jetzt diese schockierende Nachricht.“ Es ist die Ankündigung, dass vermutlich ab Frühjahr 2017 weitere 2000 US-Soldaten nach Katterbach und Illesheim kommen, die Norbert Müller fassungslos macht. Der Obereichenbacher Bürger und stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ ist sauer. Er habe unter der Hand erfahren dass bereits 841 Hubschrauber in Bremerhaven stünden und nach Katterbach geholt werden sollten. „Es ist eine bodenlose Frechheit, dass die US-Armee ihre Pläne nicht transparent macht. Doch nicht nur Müller ärgert sich.

Rund 30 Bürger haben sich kürzlich in Obereichenbach getroffen, um ihre Betroffenheit deutlich zu machen. Denn schon jetzt leiden viele von ihnen unter den Belastungen. Die Hubschrauber würden im Tiefflug genau über sein Haus und die Terrasse donnern, sagte ein 63-jähriger Obereichenbacher. Gespräche seien dann nicht mehr möglich. Dabei sei es nicht nur der Lärm. „Es ist das Wummern und Schlagen der Rotorblätter. Das spürt man am ganzen Körper.“ Er selbst müsse Beruhigungsmittel nehmen, seinem elfmonatigen Enkel setze man einen Gehörschutz auf, wem die Flieger anrückten. Die Fenster in Haus zu schließen, bringe ebenfalls keine wirkliche Erleichterung, hieß es. „Die Scheiben vibrieren. Und selbst in den Räumen vibriert auch der ganzze Körper, berichtete eine 50-jährige Frau aus Obereichenbach.

Doch es trifft auch andere Orte. Schon jetzt flögen die Hubschrauber ‚‚ morgens ab sieben bis mindestens nachts um eins, sagte zum Beispiel ein 81-Jähriger, der in der Nähe von Hennenbach wohnt. „Fleißig geflogen werde auch aber über Nieder- und Burgoberbach, ergänzte eine dortige Anwohnerin: „auch über die Schule“. Insgesamt wurde bei dem Treffen der Bürger immer wieder, deutlich, wie besorgt die Betroffenen sind, denn sie fürchten um die eigene Gesundheit und um die ihrer Angehörigen. Auch die Kinder würden die nahen Hubschrauberflüge als sehr schlimm empfinden, betonte etwa Kerstin Mach. „Das macht ihnen Angst. Die können nicht einschlafen.“ Die Mutter hat — ebenso wie viele andere deshalb klare Forderungen: keine Flüge über bewohntem Gebiet, keine Flüge an Wochenenden. Flugverbot nach 22 Uhr.

Diese Forderungen sind nicht neu – und daher mit einem weiteren großen Ärgernis verbunden: Die Bürger fühlen sich übergangen und nicht ernst genommen. Anrufe an Beschwerdetelefonen, schriftliche Eingaben oder Bitten um politische Unterstützung seien erfolglos geblieben. Etliche Betroffene hätten deshalb resigniert. Und den oft gehörten Hinweis, dass doch alles legal sei, empfinden viele von ihnen angesichts der Belastungen als puren Hohn.

Was die Bürger im kommenden Jahr nun mit Blick auf die angekündigte Truppenaufstockung erwartet, ist weiterhin nicht klar. So gab es nach Auskunft von Stadtsprecherin Anne Ziegler auch bei dder Lärmschutzkommission am Dienstag keine neuen Fakten. Die US-Armee werde informieren, sobald sie über konkrete Zahlen verfüge, habe es lediglich geheißen, so Ziegler.

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  Bayerischer Rundfunk
6. Oktober 2016

Zurück in die Zukunft
Kalter Krieg in Ansbach

Online hören

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  BR24.de
5. Oktober 2016

US-Armee in Ansbach-Katterbach:
Bürgerinitiative befürchtet mehr Flugbelastung

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  Fränkische Landeszeitung
1. Oktober 2016

Forderung nach Transparenz "um Jahre zu spät"

Thema US-Garnsison: Offene-Linke-Fraktion übt Kritik an Aussagen von Minister Schmidt (CSU)

 

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  Fränkische Landeszeitung
30. September 2016

Minister Schmidt: Aufstockung vor Jahren angekündigt

Diskussion über die US-Garnision verwundert CSU-Politiker - Aber: "Transparenz ist das Gebot der Stunde"

Verwundert angesichts der Diskussion um „die geplanten Veränderungen der US-Truppenstärke in IIlesheim und Katterbach, zeigt sich Bundesminister Christian Schmidt (CSU). Die Informationen über eine verstärkte Rotation und eine nur zeitweilige „Aufstockung der Truppe und Hubschrauberanzahl" seien schon vor Jahren angekündigt worden. Dies sei geschehen, als man die dauerhaft in IIlesheim und Katterbach stationierten Kräfte deutlich reduziert habe, erklärt der Landwirtschaftsminister, der früher Verteidigungsstaatssekretär war.

Als Bundestagsabgeordneter gehört IIlesheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) zu seinem Wahlkreis. „So werden nach meiner aktuellen Information ab Frühjahr 2017 in IIlesheim zusätzlich circa 1700 Soldaten mit Fluggerät und in Katterbach etwa zusätzlich 100 Soldaten mit Fluggerät mehr stationiert sein, um von dort aus auf Osteuropa verteilt zu werden", erläutert Schmidt. IIlesheim und Katterbach, als Teile der Garnison Ansbach, fungierten dann sozusagen als „Relaisstationen". Dies unterstreiche, dass beide Standorte erhalten blieben.

„Die Verstärkung ist nicht dauerhaft, sondern nur zeitweise geplant." Dies sei eine militärisch nachvollziehbare Artl und Weise der Operation. Auch die Bundeswehr verlege Einheilen in die baltischen Staaten und tausche sie nach einer gewissen Zeit wieder aus. Aber: „Ich fordere die zuständigen amerikanischen und deutschen Stellen auf, dass sie die Bevölkerung im Vorfeld der zunehmenden Flugtätigkeiten ausreichend informieren und die Lärmbeeinträchtigungen auf das Notwendigste minimieren." Transparenz sei das Gebot der Stunde. Über diese Fragen werde er auch mit den US-Streitkräften sprechen.

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  Windsheimer Zeitung
30. September 2016

1000 Soldaten mehr

Hälfte der neuen Truppen wird in Illesheim stationiert

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  Fränkische Landeszeitung
26. September 2016

Training für Katastrophenfälle

Bei Feuerwehr-Großübung Helikopter-Absturz auf dem Urlas simuliert

Ein brennender Helikopter, Tote und Schwerverletzte, die in Fahrzeugen eingeklemmt sind: Zum Glück kein Ernstfall, sondern nur eine Großübung zum Auftakt der Brandschutzwoche. Die Feuerwehr der US-Armee trainierte am Samstag gemeinsam mit den Wehren aus Ansbach, Hennenbach und Brodswinden sowie dem Bayerschen Rot en Kreuz (BRK) auf dem Übungsgelände am Urlas.

Kurz vor 9 Uhr. Ein US-Amerikaner hat einen Feuerball über dem Trainings-Zentrum gesichtet und setzt einen Notruf ab: „Kommt schnell her, beeilt euch.“ Sirenen heulen, Verletzte schreien. Das Szenario, das Emergency Management Officer James S. Dill und seine Kollegen über Monate hinweg für die Großübung geplant haben, hört sich an wie die Inhaltsangabe eines Katastrophenfilms: Ein Hubschrauber stürzt in ein Einkaufszentrum, zerbricht in zwei Teile, die über einen Parkplatz mit Kundenverkehr schlittern, zehn bis 15 Pkw werden in den Unfall verwickelt. 9.05 Uhr. Ein Knall ertönt aus Richtung der Helikopter-Attrappe, Menschen rennen durcheinander, Minuten später eine zweite Explosion. Aus dem Fluggerät dringen Rauchschwaden, auf dem Flugfeld bricht ein Flächenbrand aus, auch eine Turbine steht in Flammen.

Entfacht worden ist die Feuersbrunst mit Hilfe von Propangas - eine umwelt- freundliche Lösung, wie eine Armee-Sprecherin versichert. Die US-Feuerwehr rückt mit zwei Löschfahrzeugen an, die sonst gegenüber dem Flugfeld in Katterbach stationiert sind. 12000 Liter Wasser fassten die und könnten dank einer Motorvorwärmung innerhalb von 30 Sekunden ausrücken, erklärt Stefan Grötschel, Kommandeur der US-Feuerwehr. Bei einem Auswurf von 6200 Litern pro Minute ist der Tank innerhalb von zwei Minuten leer. 9.10 Uhr. Auch aus dem Brand haus qualmt es mittlerweile gewaltig. Nun rücken die deutschen Feuerwehren an, ebenso das BRK, das im Geräteschuppen ein Lager für die Verletzten einrichtet. Die nächsten Stunden wird Hand in Hand gearbeitet, Eingeklemmte müssen befreit. Verletzte geborgen werden.

Gegen 11.15 Uhr ist es geschafft. Nun folgen Schlussbesprechung und Aufräumarbeiten. Rund 250 Personen waren nach Information der Verantwortlichen an der Großübung beteiligt, davon etwa 80 Mitglieder des BRK, drei Notärzte, rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 54 Opfer-Darsteller sowie weitere Personen, die mit der Vorbereitung und Dokumentation der Ubung befasst waren. Stadtbrandrat Horst Settler ist zufrieden. Es sei die erste Übung dieser Größenordnung gewesen, meint er.

Die Abläufe im Katastrophenfall seien letztendlich immer die gleichen - egal ob es sich um ein Unwetter wie im vergangenen Frühjahr, ein Zugunglück oder eben einen Hubschrauberabsturz handele.

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  Deutsche Wirtschafts Nachrichten
25. September 2016

US-Armee rüstet massiv in Ansbach auf

Die US-Streitkräfte planen, ihre in Ansbach stationierten Truppen ab 2017 zu verdreifachen. Offenbar soll die Region zum Drehkreuz für Einheiten werden, die nach Osteuropa verlegt werden.

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  Fränkische Landeszeitung
24. September 2016

"Schockiert" über Pläne der Amerikaner
Grüne und Offene Linke gegen mehr Soldaten - "Nicht länger Marionette"

Mit deutlichen Worten wenden sich die Stadtratsfraktionen der Grünen und der Offenen Linken gegen die aktuellen Pläne für die US-Garnison Ansbach, also für Katterbach und IIlesheim. Wie berichtet, sollen 2017 weitere 2000 Soldaten kommen. „Eine weitere Ausweitung und damit Belastung der Bevölkerung ist für uns nicht akzeptabel", erklären die Grünen. „Nach Anzeichen für eine Reduzierung der Militärpräsenz und der Belastung durch die Übungsflüge in den vergangenen Jahren" seien die Fraktionsmitglieder nun „schockiert", dass man die Truppen in Ansbach aufstocke. Ohne Zweifel bedeute dies „eine deutliche zusätzliche Lärm- und Schadstoffbelastung durch intensivierten Flugverkehr". Die sehr ungenauen Informationen, die sie teilweise auch nur „der Presse" hätten entnehmen können, reichten nicht aus „und irritieren nicht nur uns". Daher beantragt die Grünen-Fraktion, den amtierenden Kommandanten der US-Amerikaner, Oberst Benjamin C. Jones, zur nächsten Sitzung des Stadtrates einzuladen. Das Ziel sei, „uns und damit die Öffentlichkeit über die konkret geplanten Stationierungen und die zukünftigen Flugplane und -routen zu informieren".

Truppen und Hubschrauber zu verdreifachen, bedeute für die Stadt ausschließlich Nachteile, stellt die Offene Linke Ansbach (OLA) fest. Sie „lehnt die geplante Aufrüstung an der Militärbasis Katterbach ab". „Mehr Fluglärm und Abgase". Nicht nur die Bewohner der östlichen Stadtteile würden durch mehr Fluglärm und Abgase betroffen. „Die Rotationsstrategie, wonach innerhalb kürzerer Stationierungszeit mehr Flugstunden absolviert werden sollen, zieht eine erhebliche räumliche Ausdehnung der Überflüge mit sich." Dass man plane, die 2000 Soldaten in IIlesheim unterzubringen („bei Einsatz an der Basis Katterbach"), bringe als Folge eine steigende Verkehrsbelastung der Ansbacher Ortsdurchfahrt der Bundesstraßen 13 und 14. Diese sei schon jetzt zu Stoßzeiten überlastet.

„Die Aufrüstungspläne nimmt den Stationierungsbefürwortern alle Argumente: Der wegfallende Familiennachzug und die Kasernierung in IIlesheim beraubt auch die Einrede positiver Effekte wie angeblicher Kaufkraft oder Schlüsselzuweisungen, die in Ansbach verbleiben würden", erklärt die Ratsfraktion. Fakt ist: Mit den sich in den vergangenen Jahren ständig widersprechenden Stationierungsvorhaben wird die Planungssicherheit der Kommune beschädigt"

Die Bundesregierung als Genehmigungsbehörde der Militärpräsenz müsse der Stadt verbindliche Zusagen machen - zum Beispiel über die Perspektiven ziviler Umnutzung. Es dürfe nicht länger sein, dass Ansbach Marionette von US-Haushaltsposten oder dortiger Wahlkampfauseinandersetzungen sei. „Die Rückgewinnung der Gestaltungshoheit für die Kommune beinhaltet ein klares Bekenntnis für eine zivile Zukunft unserer Stadt: Abzug statt Aufrüstung."

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  Nürnberger Nachrichten/ FLZ
23. September 2016

US-Armee rüstet in Franken auf

Spielball von Militärinteressen

Weil das US-Militär seine Präsenz an der Nato-Ostflanke verstärken will, werden wohl Rotationseinheiten“ aus den USA nach Ansbach verlegt. Bei der dortigen 12. Heeresflieger-Kampfbrigade soll sich die Zahl der Soldaten ab 2017 verdreifachen.

Fränkische Städte bekamen in den vergangenen Jahren die bei den amerikanischen Streitkräften angelaufenen Umstrukturierungen deutlich zu spüren: In Schweinfurt und Bamberg räumte das US-Militär große Kasernen, und auch Ansbach blieb vom selbst auferlegten Spardiktat nicht verschont. In Ansbach-Katterbach und in einem weiteren Stützpunkt in Illesheim bei Bad Windsheim ist die 12. Heeresflieger-Kampfbrigade zu Hause. Zusammengenommen sind in beiden Orten zurzeit noch 1000 Soldaten stationiert, mit 24 Apache-Kampfhubschraubern und neun Chinook-Transporthelikoptern in Ansbach sowie 25 Maschinen vom Typ Black Hawk in Illesheim.

Mit den Hawks waren im Frühjahr 2015 rund 450 Soldaten aus dem US- Bundesstaat Georgia nach Illesheim verlegt worden. Und zwar im Rahmen einer 2012 bei den amerikanischen Streitkräften in Europa eingeleiteten Umstrukturierung. Diese kann in einigen Monaten die Region merklich treffen: Geht es nach Plänen des Pentagon, wird sich die Zahl der US-Soldat en in Westmittelfranken verdreifachen — zumindest vorübergehend.

Hintergrund ist die militärische Strategie, trotz aller Sparzwänge mit „Rotationseinheiten“ weiterhin Präsenz zu zeigen: Einheiten, die ohne familiären Anhang für jeweils neun Monate aus den USA nach Europa verlegt werden, sollen die zuvor dort abgezogen en Brigaden ersetzen. „Es läuft ein Antrag für 2000 Soldaten, die im nächsten Jahr kommen sollen, aber es ist noch nichts entschieden“, sagte Captain Jaymon Bell, Sprecher der 12. Heeresflieger-Kampfbrigade. Aus den USA soll dann auch eine entsprechende Anzahl an Hubschraubern nach Ansbach verlegt werden. Auftrag sei es, die Nato-Truppen zu unterstützen und mit den Verbündeten gemeinsame Manöver etwa im Baltikum oder in Bulgarien und Rumänien abzuhalten.

Kritiker befürchten aber auch wieder mehr Flugübungen in Westmittelfranken. „Wie Besatzer“ Die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ rechnet mit „massiver Mehrbelastung durch Fluglärm und Abgase“. Die Zahl von 60 Maschinen für die Region werde wohl erheblich übertroffen. Ansbach dürfe nicht zum Spielball von Militärinteressen werden. Langjährig e Bemühungen um ein gedeihliches Nebeneinander von Hubschrauberbasis und Wohnorten würden „angesichts des projektierten rotierenden Lärmghettos“ lächerlich gemacht. Der erneute Vertrauensbruch zeuge „von tradierter Besatzer-Mentalität“.

Ähnlich äußerte sich der Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (Die Linke). Bürger kämpften seit Jahren für ein Nachtflugverbot und ein Überflugverbot für Wohngebiete. Durch die „Rotation“ von Truppen zwischen Bayern und im Aufbau befindlichen Basen etwa am Schwarz en Meer werde „Ansbach zur zentral en Drehscheibe des auf europäischem Boden ausgetragenen russisch-amerikanischen Konflikts“.

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  Nordbayern.de
23. September 2016

US-Armee rüstet Kampfbrigade in Franken massiv auf

Gegner sprechen von einer "tradierten Besatzer-Mentalität".

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  Fränkische Landeszeitung
23. September 2016

"Eine überkommene Besatzermentalität"

Bürgerinitiative und Linken-Abgeordneter Weinberg kritisieren US-"Aufrüstung"

Dass 2017 in die US-Garnison Ansbach, nach Katterbach und Illesheim, 2000 neue Soldaten kommen sollen, erregt bei der Bürgerinitiative ‚Etz langt‘s scharfe Kritik. „Die US-Pläne bedeuten eine massive Mehrbelastung für die Bevölkerung durch Flug lärm und Abgase in Ansbach und den angrenzenden Landkreiskommunen“, legt deren Vorstand dar. Die „Rotationsstrategie“, wonach man die Zahl der Familienangehörigen durch Soldaten ersetze. „zielt auf mehr Kampfhubschrauber“, Flugstunden und Soldaten „bei gleichzeitiger Kosteneinsparung ab, da die Familienangehörigen wegfielen, erklärt die Initiative.

Die von OB Carda Seidel angenommene Zahl von dann etwas über 60 Hubschraubern an beiden Standorten werde nach Informationen aus Kreisen der US-Zivilbeschäftigten stark übertroffen. Dass sich die Stadtspitze lange Jahre um ein Nebeneinander von Hubschrauberbasis und Wohnbevölkerung bemüht habe, sei „angesichts des projektierten rotierenden Lärmghettos völlig desavouiert, also unmöglich gemacht. Dieser erneute Vertrauensbruch zeuge von überkommener Besatzermentalität. Die Region dürfe nicht zum Versuchslabor dafür verkommen, die Häufigkeit von Kriegsübungen zu steigern.

Seit Jahren kämpften Betroffene sowie die Kommunalpolitik „für die Entlastung von Fluglärm und Abgasen“, betont überdies der Linken-Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg. Die CSU in Bundes- und Staatsregierung indes habe nichts im Sinne Ansbachs und der Region getan, sondern stattdessen ihr Plazet für eine weitere, unverantwortliche „Aufrüstung“ in der Stadt gegeben.

„Besonders beschämend“ findet er den „Auftritt des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann im US- Hauptquartier in Wiesbaden“. Dort habe dieser sich - in Uniform posierend - die „Aufrüstungsorder“ für Ansbach abgeholt, meint Weinberg. Die CSU setze die Menschen in Westmittelfranken „wissentlich und willentlich unerträglichen Belastungen durch Fluglärm und Abgase“ einer ab 2017 deutlich steigenden Zahl von US-Kampfhubschraubern aus.

Ziel der „Aufrüstung“ sei die „Rotation“ der Truppen zwischen Bayern und den US-Basen am Schwarzen Meer in Rumänien und Bulgarien, die im Aufbau seien. Damit werde Ansbach zur zentralen Drehscheibe des in Europa ausgetragenen russisch-amerikanischen Konflikts.

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  Fränkische Landeszeitung
22. September 2016

Weitere 2000 US-Soldaten sollen 2017 kommen Eventuell im kommenden Frühjahr Ankunft - Auf Katterbach und lllesheim verteilt - Mehr Training und mehr Hubschrauber

Im Moment leben und arbeiten ungefähr tausend US-amerikanische Soldaten in der Garnison Ansbach, also in Katterbach und in lllesheim bei Bad Windsheim. Im nächsten Jahr sollen 2000 dazukommen. Neun Monate lang sollen die Rotationseinheiten bleiben, verkündete OB Carda Seidel im Stadtrat.

Die Neuigkeiten der Amerikaner erfuhr das Sladtoberhaupt bei einem Informalionstreffen für Bürgermeister in der Katterbacher Kaserne vor etwa zwei Wochen. Jeweils neun Monate sollen die Einheiten in der Garnison ihr Flugtraining absolvieren. Damit einher geht wohl auch wieder verstärkter Fluglärm, meinte Seidel. „Die Hubsehrauber werden wieder zunehmen. Ich habe das so verstanden, dass sie intensiv trainieren müssen."

Im Moment stünden den Soldaten an den Standorten Katterbach und lllesheim 32 Hubschrauber zur Verfügung- Seidel im Stadtrat: „Ich denke, die Zahl wird wieder so hoch wie früher werden, also etwas über 60." Welche direkte Auswirkung dies auf die Ansbacher Bevölkerung in Bezug auf Lärm hat, konnte laut Seidel von den Amerikanern ..nicht beantwortet werden". Sie habe aber „explizit" gebeten, den Anwohnern entgegenzukommen. So sollten die US-Soldaten „mehr darauf achten, dass sie andere Truppenplätze zum Üben nutzen". Wenn sie unterwegs seien, sollten um Ansbach keine Flüge durchgeführt werden, um Ruhepausen möglich zu machen. Am 4. Oktober steht Seidel zufolge ein Treffen der Lärmschutzkommission an. Dort will die Oberbürgermeisterin die Bedenken seitens der Stadt klar äußern und um mehr Informationen bitten.

Nachgefragt bei der US-Garnison, bestätigt eine Sprecherin, dass 2000 zusätzliche Soldaten nach Katterbach und lllesheim kommen werden. Lau: den aktuellen Planungen sei es bereits im Frühjahr 2017 so weit - doch fest stehe es noch nicht. Rotationseinheiten, so erklärt sie, kämen meist direkt aus Amerika. Sie seien dort fest stationiert. „Sie kommen für kurze Zeil, um zu unterstützen."

Ob die zusätzlichen Soldaten die Garnison Ansbach als Basis nutzen, um zu Einsatzorten zu fliegen oder hauptsächlich, um zu trainieren, ist noch unklar. Die Sorge, „dass mehr trainiert wird und die Hubschrauberanzahl steigen wird", bestätigt die US-Sprecherin nicht. Auch nicht die Frage, ob in Zukunft vermehrt Rotationseinheiten in die US-Garnison Ansbach kommen werden oder ob dies einmalig sei. Dies hänge jeweils von der „aktuellen Situation" ab. Auch ob die angekündigten 2000 Soldaten zeitversetzt oder auf einmal kommen, bleibt für die Standortverwaltung der US-Garnison Ansbach erst einmal unklar. Die US-Sprecherin: „Die Planungen sind noch nicht so weit. Wir erfahren das oft erst kurzfristig." Was bisher feststeht: Wohnen werden die US-Soldaten „hauptsächlich" auf dem US-amerikanischen Gelände in lllesheim und nicht in Katterbach.

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  Fränkische Landeszeitung
22. September 2016

2000 neue US-Soldaten in Katterbach und lllesheim

Rund 2000 US-Soldaten aus sogenannten Rotationseinheiten sollen in die US-Garnison Ansbach kom-men. Sie werden nach Informationen der Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel auf Katterbach und lllesheim bei Bad Windsheim verteilt und sollen neun Monate bleiben. Das berichtete Seidel im Ansbacher Stadtrat.

Laut einer Sprecherin der US-Amerikaner kann es bereits im Frühjahr 2017 so weit sein. Inwieweit sich die Aufstockung der Truppe auf möglichen Fluglärm auswirkt, ist noch unklar. Aktuell sind nach Angaben der US-Armee etwa eintausend Soldaten plus deren Familien in Katterbach und lllesheim stationiert.

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  BR.de
22. September 2016

Ansbach-Katterbach und Illesheim:
US-Army stockt Personal auf

An die US-Standorte Ansbach-Katterbach und Illesheim sollen im nächsten Jahr voraussichtlich 2.000 weitere US-Soldaten kommen. Das hat die Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel (parteilos) erfahren.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
1. September 2016

Kinder im Cockpit. Wilhermsdorfer Jugend
besuchte US-Kaserne

Viel Abwechslung bietet derzeit das Ferienprogramm der Gemeinde Wilhelmsdorf. Beim Tagesausflug unter Leitung von Gemeinderätin Andrea Rabert zur amerikanischen Kaserne in Ansbach-Katterbach musste das Teilnehmerkontingent sogar aufgestockt werden.

Es war ein aufregender Tag für die, vielen Kinder und Jugendlichen, an dem sie ein Stück „american way of life“ miterleben durften, wie es Helga Moser, eine Offizierin vom Verbindungskommando, formulierte. Alle Mädchen und Jungen waren von der Technik angetan, fanden sie „super-toll“, und die älteren der Besuchergruppe im Alter von sechs bis 16 Jahren diskutierten mit den Soldaten auch sehr angeregt über den militärischen Auftrag und die Friedensmissionen.

„Zivilisten“ kommen normalerweise nicht so leicht in militärisches Sperrgebiet, und so war es für die jungen Leute natürlich sehr aufregend, als sie strenge Kontrollen passieren und zum namentlichen Aufruf sogar den Bus verlassen mussten, bevor sie das Kasernengelände mit amerikanischer Schule und Kirche besichtigten. Im Hangar durfte dann jedes Kind einmal kurz „Hubschrauberpilot“ spielen und sich unter Anleitung eines amerikanischen Flugkapitäns ins Cockpit eines Helikopters vom Typ „Apache“ setzen. Auf dem weitläufigen Flugfeld ging es dann zum „Chinook“, einem zweimotorigen Transporthubschrauber. In bestem Schwäbisch erläuterte dort ein US- Soldat die Einsatzmöglichkeiten.

In der Kantine gab es — wie sollte es anders sein — frisch zubereitete „echte amerikanische Burger“, bevor die teils riesigen Feuerwehrfahrzeuge besichtigt wurden. Die Kinder durften sogar auf sie hinaufklettern. Weitere Stationen waren die Atemschutzabteilung, das Inspizieren der wasserdichten Anzüge und der Rettungsspreizscheren. In der Leitzentrale konnten die Besucher erfahren, dass auch deutsche Feuerwehrler hauptberuflich bei der US-Army tätig sind und sich in der Freizeit ehrenamtlich bei den Freiwilligen Feuerwehren in der Umgebung engagieren.

Letztlich konnten die jungen Besucher ihren englischen Sprachschatz beim gemeinsamen Bowlen mit amerikanischen Soldaten testen — die Kinder und Jugendlichen waren regelrecht begeistert von der Kombination Sport, Fortbildung und Spaß. Das Ferienprogramm der Gemeinde Wilhelmsdorf läuft noch bis zum 12. September. Informationen gibt es in der Gemeindeverwaltung unter der Telefonnummer 09 104/86290.

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  BR 24
30. August 2016

Klinikum Amberg
US-Piloten üben das Landen

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  Bayerischer Rundfunk/ Abendschau
25. August 2016

Rechtsfreie Kommune?
Wenn die Allierten noch immer den Daumen drauf haben

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  Fränkische Landeszeitung
4. August 2016

"Ein Armutszeugnis für die Ansbacher Stadtspitze"

Der von der US-Kaserne in Katterbach ausgehende Fluglärm war das Hauptthema der jüngsten Ortsteilversammlung in Obereichenbach. Einer Gruppe von Einwohnern waren die Aussagen von Oberbürgermeisterin Carda Seidel (parteilos) aber offensichtlich zu dürftig: „Man kann ja eh nichts machen“ - so lasse sich ihre Antwort zusammenfassen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Das Stadtoberhaupt versuchte in der Versammlung. die zahlreichen Fragen zu beantworten und auf die Probleme rund um diese Thematik hinzuweisen. So sei die Änderung der Flugbestimmungen eine Lösung. Selbst könne man aber keine Gesetzesänderung herbeiführen, und die Bundesebene wolle es nicht, hielt sie fest.

Mit ihren Aussagen habe die Rathauschefin offenbart, dass es in den sieben Jahren seit dem einstimmigen Stadtratsbeschluss für ein Nachtflugverbot und ein Überflugverbot nicht im Ansatz gelungen ist, Verbesserungen für die Anwohner in diese Richtung zu erreichen“. Immer mehr Bürger würden aus Verzweiflung den Ansbacher Ortsteil verlassen, merkten die Verfasser an. Dass diese Tatsache „schulterzuckend“ hingenommen werde und die Verursacher des Fluglärms in Stadtratssitzungen hofiert würden, sei „ein Armutszeugnis für die Stadtspitze“.

Die Bürger wünschen sich, dass Druck auf die Gesetzgeber ausgeübt und sich nicht weggeduckt werde. Die Verfasser der Mitteilung fordern die Oberbürgermeisterin und den Stadtrat dazu auf, „endlich offensiv für die Umsetzung ihrer eigenen Beschlüsse zu arbeiten. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

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  RT DEUTSCH
2. August 2016

"Etz langts!" - Fluglärm-Belästigung durch US-Stützpunkt mobilisiert die Anwohner in Katterbach

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  Fränkische Landeszeitung
14. Juli 2016

Hubschrauber war von US-Armee

Dies bestätigte eine Sprecherin des Luftfahrtamts der Bundeswehr

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  Fränkische Landeszeitung
13. Juli 2016

Hubschrauber im Tiefflug

Äste beschädigen Fahrzeuge

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  nordbayern - online
12. Juli 2016

Hubschrauber im Tiefflug beschädigt mehrere Fahrzeuge

Durch den Luftstrom wurden zahlreiche Äste abgerissen - Keine Verletzten

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  HWZ
6. Juli 2016

Protest statt Feier am Unabhängigkeitstag

Bürgerinitiative Etz langt's zeigte Präsenz vor Kaserne der US-Streitkräfte in Katterbach

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  Nürnberger Zeitung
5. Juli 2016

Protest zum Unabhängigkeitstag

Fluglärm: Ansbacher Bürgerinitiative fordert klare Regeln

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  Fränkische Landeszeitung
28. Juni 2016

Ein möglicher "US-Abzug auf Raten"

Offene Linke sieht geänderte Stationierungsstrategie

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  Fränkische Landeszeitung
25. Juni 2016

"Planungssicherheit nötig"

Offene Linke nimmt Bezug auf US-Standort Ansbach

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  Fränkische Landeszeitung
23. Juni 2016

Keine Umgehung für Katterbach

Dobrindt: Nochmals überprüfen

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  Fränkische Landeszeitung
21. Juni 2016

Kein Kuschelkurs mit Militärs

Offene Linke: Verursacher müssen Sanierung bezahlen

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
21. Juni 2016

Gift im Boden der Kaserne

Für US-Militärgelände in Ansbach lief PFC-Sanierung an

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  Facebook
18. Juni 2016

Auf dem Weg von der Übung "Anakonda 2016" zurück zu ihren Basen bei Ansbach

Mit dieser Familie hat am stattfindenen "Kids und Family Day" wohl niemand am Flughafen Leipzig-Halle gerechnet.

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  Fränkische Landeszeitung
17. Juni 2016

"Diskussion fehl am Platze"

ÖDP kritisiert Offene Linke. Die ÖDP widerspricht der Offenen Linken, die ihrerseits Kritik am Auftritt von Oberst Christopher M. Benson unlängst im Stadtrat geübt hatte.

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  Fränkische Landeszeitung
15. Juni 2016

Böse Überraschungen aus dem Untergrund

Mehr Schadstoffe aus Löschschaum im Boden der Katterbacher Kaserne als bisher bekannt - Reinigung am Flugfeld gestartet

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  Fränkische Landeszeitung
9. Juni 2016

Standortkommandeur Benson sagt Bye, bye"

Standortchef der US-Armee Garrison Ansbach verabschiedet sich nach drei Jahren - Familie will in der Region bleiben

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  Fränkische Landeszeitung
14. April 2016

Stadtrat ist für A6 und B13, aber gegen Katterbach

Die Ansbacher Stadträte wollen mehrheitlich keine Ortsumgehung für Katterbach. Sie sprechen sich allerdings dafür aus, dass der sechsspurige Ausbau der AG sowie der vierstreifige Ausbau der B13 zwischen Claffheim und der Stadtgrenze als „vordringlicher Bedarf‘ in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird. Einstimmig machten sie einen Antrag der Offenen Linken zum Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg- Ansbach-Stuttgart zur Resolution. Außerdem schlossen sie sich der AG-Resolution des Kreisausschuss es an. Das einstimmige Ergebnis sorgte für ein „Wow“ bei Oberbürgermeisterin Carda Seidel (parteilos).

Dr. Christian Schoen (Grüne) etwa bezeichnete eine Umgehung Katterbachs als „weder sinnvoll noch notwendig“. Intakte Natur und Landwirtschaft werde vernichtet, weiter sei der Bau einer Umfahrung eine „leichtsinnige Flächenversiegelung“ mit Blick auf eine mögliche Konversionsfläche auf dem Gelände der US-Armee.

Werner Forstmeier von der ÖDP meinte, der Ausbau der A6 sei „dringend notwendig“, auch wegen des Lärmschutzes. CSU-Fraktionssprecher Andreas Schalk brachte als Argument für den Ausbau von A6 und B 13 junge Menschen in der Region ins Spiel. Viele pendelten aus der Umgebung nach Ansbach, eventuell sogar weiter nach Nürnberg... Während es also richtig sei, die Umgehung Katterbach abzulehnen, sei der Ausbau der A6 und der B 13 eine „durchaus existenzielle Frage für die Region“.

Im Rahmen der Abstimmungen sprachen sich die Räte gegen die Umgehung in Katterbach aus (gegen neun Stimmen). Für den Ausbau der A6 sprachen sie sich gegen die Stimmen von drei Grünen-Stadträten aus; für den B 13-Ausbau bis Claffheirn gab es ebenfalls eine Mehrheit (bei 13 Gegenstimmen). OB Seidel: „Man hätte das auch von der Verwaltung verabschieden lassen können. Wenn das aber direkt vom Stadtrat kommt, hat es mehr Nachdruck.“

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  Fränkische Landeszeitung
9. April 2016

Teilfreigabe der Barton Barracks "unatraktiv"

Die Stadtverwaltung hat sch erkundigt, ob Teile der zu den Barton Baracks gehörenden Liegenschaften bereits jetzt freigegeben werden könnten, um von der Stadt genutzt zu werden. Von Seiten der US-Amerikaner wurde mitgeteilt, dass dies grundsätzlich möglich sei. Allerdings dienten die Räumlichkeiten in der Rainbow-School, die in Frage gekommen wären, aktuell als Lagerräume. Die Stadt hätte dafür „geeignete Ersatzflächen“ bereitstellen müssen, so Baureferent Jochen Büschl. „Das macht das Angebot unattraktiv.“

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  Fränkische Landeszeitung
7. April 2016

Zweifel an Umgehung für Katterbach. Staunen im Stadthaus über Votum der Verkehrsexperten.
Offene Linke: "Gefälligkeitsplanung für Armee"

Die Umfahrung der B 14 in Katterbach ist Im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans als „vordringlich“ eingestuft worden, was bei der Stadt Befremden ausgelöst hat. Doch macht Heinrich Schmidt, Leiter des Staatlichen Bauamts deutlich, dass seine Behörde die Planungen nicht forcieren wird - und schon gar nicht gegen den Willen der Stadt. „Da gibt es andere und wichtigere Projekte, die von den Gemeinden händeringend erwartet werden“, sagte Schmidt jetzt im Gesprich mitder FLZ ...

Mit Nachdruck tritt der Behördenleiter dem Vorwurf entgegen, man habe in Katterbach eine „Gefälligkeitsplanung für die US-Armee“ betrieben. Zum einen sei der Gedanke einer Umfahrung bereits „uralt“ und von den Amerikanern lediglich aufgegriffen worden. Zum anderen habe das Bundesverkehrsministerium nach der Meldung aller Maßnahmen im Juli 2013 die Einstufung der Projekte nach streng formalen Kriterien vorgenommen. Dies sei allerdings ohne die früher übliche Rücksprache mit den Behörden vor Ort geschehen...

Die Baukosten werden im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans mit knapp elf Millionen Euro angegeben: der Landverbrauch beträgt etwa elf Hektar. …

Die Stadtverwaltung gehört nicht gerade zu der Befürwortern der B 14Umfahrun von Katterbach. Das wurde an Rande der jüngsten Sitzung de Bauausschusses deutlich…. Auch Oberbürgermeisterin Carda Seidel meinte, dass die hohe Einstufung des Projekts nach der jahrelangen Planungspause „nicht nachvollziehbar“ sei. Sie erinnerte an die jüngsten Abzugspläne der Armee und stellte die Frage in den Raum, ob man dann trotzdem diesen Ausbau planen solle…

Uwe Schildbach (Offene Linke) wiederholte den Vorwurf einer „Gefälligkeitsplanung für die US-Armee“. Schließlich habe die Stadt selbst keinen Nutzen von einer Umgehung Katterbachs. Angesichts der Kosten und des zu erwartenden Flächenverbrauchs im Norden des Ortsteils bat er „um ein klares Nein“ zu dem geplanten Ausbau.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe Rothenburg)
6. April 2016

Bündnisfrage: Kriegstreiberei

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  Fränkische Landeszeitung
6. April 2016

Arbeitskreis wegen US-Abzug. Gremium soll Konzepte für die Zeit danach durchspielen

Im Jahr 2021 wollen die US-Streitkräfte die Ansbacher Barton-Kaserne verlassen. Und was kommt danach? Damit soll sich ein neuer Arbeitskreis Konversion des Stadtrats befassen. So fordert es die Fraktionschefin der Freien Wähler, Elke Homm-Vogel. Der Arbeitskreis solle zum Beispiel „im Vorfeld und mit genug Zeit verschiedene Konzepte durchspielen und Fördermöglichkeiten prüfen“.

Konversion bedeutet es, wenn man militärische Objekte zivil umnutzt. Der Arbeitskreis soll gemäß den Worten der Stadträtin ähnlich wie der Arbeitskreis Gesundheit zusammengesetzt sein: mit jeweils einem Stadtratsmitglied pro Gruppierung. Der Landtagsabgeordnete Dr. Peter Bauer (Freie Wähler) „hatte uns vor Monaten schon darauf angesprochen“, was die Stadt mit den Barton-F lächen unternehmen wolle, blickt Elke Homm-Vogel zurück. Die Freie-Wähler-Ratsfraktion habe deshalb einen Antrag gestellt, mit der Bitte, so einen Arbeitskreis zu gründen. Oberbürgermeisterin Carda Seidel (parteilos) habe zweimal abgelehnt über den Antrag abstimmen zu lassen, so sagt Elke Homm-Vogel - mit dem Hinweis, es sei zu früh, einen Arbeitskreis zu gründen, und die Verwaltung werde ein Konzept erstellen. Im Stadtrat am Dienstag, 12. April, will die Rätin erneut darum bitten, darüber abstimmen zu lassen.

Auf seine Anfrage hin, was mit den Konversionsflächen passieren solle, habe Bayerns Staatsregierung geantwortet, dass die Stadt noch keine Anträge gestellt habe, legt Dr. Bauer dar. „Das ist der klare Hinweis: Jetzt stellt halt einen Antrag“, findet der Abgeordnete. Zu früh könne man bei „diesem für die Stadt Ansbach für die nächsten Jahrzehnte prägenden Gelände“ überhaupt nicht überlegen. Schade fände Elke Homm-Vogel, wenn die Stadtverwaltung „wieder einfach ein fertiges Konzept vorlegen würde“. Den Stadtrat in seiner Gesamtheit sollte man vielmehr so ernst nehmen, dass er daran mitwirke, die Konzepte zu entwickeln. Dr. Peter Bauer schlägt vier Möglichkeiten für das Barton-Areal vor: die Hochschule Ansbach zu erweitern, etwa mit Labors, eine weitere Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Flächen für ein Gründerzentrum und die Idee, es Start-up-Firmen, also neu gegründeten Unternehmen, zu ermöglichen, sich hier niederzulassen.

„Das Thema Gründerzentrum und Start-ups wäre für den ländlichen Raum ein enormer Wirtschaftsschub“, betont Elke Homm-Vogel. Viele Hochschulabsolventen möchten gewiss forschen oder etwas entwickeln, und „die Lebenshaltungskosten für junge Menschen sind hier wirklich noch überschaubar. In Sachen Hochschule Ansbach sieht die weitere OB-Stellvertreterin ein großes Entwicklungspotenzial.

Der mögliche Arbeitskreis könnte klären, ob man diese auf dem Barton-Gelände oder auf dem des früheren Tenniscenters erweitere. Dazu müsse man die Einrichtung fragen, welchen Standort sie bevorzuge. Außerdem sei das Thema Wohnen bedeutsam. „Es geht darum, dass man über jeden frei werdenden Standort in Ansbach nachdenken muss, um Wohnungsbau zu fördern.“ Vorstellbar sei dies etwa auf dem Barton-Areal. Allerdings: „Das Wohnen im Tenniscenter ist sicherlich auch ein Thema.“ Ein dritter Standort dafür wäre das derzeitige Betriebsamt in der Hospitalstraße.

Zu dem neuen Wohnprojekt für anerkannte Flüchtlinge auf dem ehemaligen Gelände der Bleidorn-Kaserne gibt Elke Homm-Vogel zu bedenken: „Auf demselben Gelände steht noch ein ganz großes ungenutztes Gebäude.“ Für eine Landesgartenschau findet die Stadträtin das Barton-Gelände übrigens nicht geeignet. Eine solche „gehört nach Möglichkeit so nahe wie möglich ans Stadtzentrum“.

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  Woche im Blick
1. April 2016

Thema Truppenabzug. Ostermarschierer fordern "Abzug jetzt"

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  Windsheimer Zeitung
29. März 2016

Gegen schmutziges Geschäft mit Despoten. Bürgerinitiative Etz langt's! fordert zivile Umnutzung der Kasernen beispielsweise als Wohnraum

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  Fränkische Landeszeitung
29. März 2016

Gleich zwei Kundgebungen. Ostermarsch" in Katterbach und am Martin-Luther-Platz

In zahlreichen größeren Städten gingen am Wochenende Menschen bei den traditionellen ‚Ostermärschen“ auf die Straße, um für Frieden in der Welt zu werben. In Ansbach gab es gleich zwei Kundgebungen. 250 bis 300 Teilnehmer versammelten sich dazu auf Einladung des Ansbacher Friedensbündnisses und der Bürgerinitiative „Etz langt‘s!“. Der ersten Kundgebung vor der Kaserne der US-Armee in Katterbach - mit dem ehemaligen evangelischen Pfarrer von Sommersdorf, Hans Löhr, als Redner - wohnten laut dem Sprecher der Organisatoren, Boris-André Meyer am Samstagmittag rund 100 Menschen bei. Anschließend trafen sich die Teilnehmer am Martin-Luther-Platz, wo laut Polizei 150 bis 200 Menschen zu der Kundgebung kamen.

Der Ansbacher Ostermarsch wurde heuer zum zehnten Mal von der Bürgerinitiative und dem Friedensbündnis organisiert. Er stand unter dem Motto „Abzug jetzt! - Wir wollen uns nicht länger mitschuldig machen“. Der stellvertretende Vorsitz ende der Bürgerinitiative, Norbert Müller, betonte, dass auch „Ansbach sich schuldig mache“ an den Kriegen in dieser Welt. Immerhin habe man hier und in Illesheim die größte Kampfhubschrauberbasis der US Armee außerhalb der USA. Die so unterstützten Angriffe etwa im Irak oder in Afghanistan dienten „in keinster Weise der Landesverteidigung“, hob er hervor.

Müller kritisierte auch dies Praxis der Kampfeinsätze mittels bewaffneter Drohnen, die ebenfalls von deutschem Boden aus geführt würden. Hier plane man seitens der Bürgerinitiative im Herbst eine Veranstaltung, bei der ein ehemaliger „Pilot“ solcher Drohnen als „Aussteiger“ bei der US-Armee von seinen Erfahrungen berichten werde. Müller appellierte an Ansbachs Oberbürgermeisterin Carda Seidel und den CSU- Bundestagsabgeordneten Josef Göppel, sich „an die Spitze unserer Bürgerbewegung‘ zu setzen.

Auch der Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (Die Linke) wandte sich in seinen Ausführungen gegen den Krieg mit Drohnen. Hierbei seien in der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama - mit Unterstützung von deutschem Boden aus - 3000 bis 5000 unbeteiligte Zivilisten ums Leben gekommen. Zudem betonte der Bundestagsabgeordnete angesichts der aktuellen Flüchtlingskrise, dass Menschen nicht nur vor Terror, sondern auch vor den so geführten Kriegen flüchteten. Hier müsse sich der Blick der Menschen in Deutschland ändern, sei seine Forderung.

Dritter Redner der Kundgebung in der Stadtmitte war Pfarrer Günther Brendle-Behnisch. Er machte auf Gefahren durch die geplanten Freihandelsabkommen „TTIP, CETA und Co.“ aufmerksam. Derartige Abkommen würden letztlich im Rahmen eines „Wirtschaftskrieges“ die wirtschaftlich starken Länder und deren Konzerne bevorzugen und so den sozialen Frieden gefährden.

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  Fränkische Landeszeitung
23. März 2016

"Ein schlechter Witz". Offene Linke gegen Katterbacher B14-Umfahrung.

Die vordringliche Einstufung der B 14-Umgehung der Katterbacher Kaserne im Bundesverkehrswegeplan bezeichnet die Offene Linke als „schlechten Witz“. Flächenfraß, drohende Enteignungsverfahren und „Steuergeldverschwendung“ für das US- Militär sei nicht im Sinne der Stadt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es sei „unfassbar“: Während Bürger in Ansbacher Ortsteilen und in Gemeinden des Landkreises oft vergeblich für Verkehrsentlastung kämpften, habe die Bundesregierung auf Antrag der CSU-Staatsregierung „nichts Besseres im Sinn“, als der US-Armee den Wunsch nach Vereinigung der Kasernenhälften in Katterbach zu erfüllen. Dabei habe Ansbach deutlich gemacht, dass es für Stadt und Region wichtigere Projekte für die Verkehrsinfrastruktur gebe. „Fakt ist: Die Priorisierung der Katterbach-Umgehung liegt nicht im Interesse der Stadt, sondern ist allein von Nutzen für das US-Militär“, betont die OLA-Fraktion. Die Stadträte erinnern an den „immensen Flächenfraß“ und drohende Landbeschaffungsmaßnahmen, die gegen Grundstückseigner in Enteignungsverfahren münden könnten. Zudem würde der Bau eine immense Steuergeldverschwendung in zweistellig er Millionenhöhe bedeuten.

„Diese Gefälligkeits-Priosierung für die US-Armee ist inakzeptabel.“ Das sollte Oberbürgermeisterin Carda Seidel deutlich gegenüber dem Ministerium artikulieren. Es dürfe nicht sein, dass „solch überflüssige Maßnahmen wie die Katterbach-Umgehung“ Gelder für dringend notwendige Verkehrsprojekte für die Region blockierten. Stattdessen seien Investitionen für Umfahrungen von Orten, in denen zahlreiche Bürg er vom Durchgangsverkehr belastet seien, oder die immer wieder auf die lange Bank geschobene Reaktivierung von Bahnstrecken im Landkreis „rascher umzusetzen“.

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  Windsheimer Zeitung
15. Februar 2016

US-Kampfjets überm Aischgrund.

Ohrenbetäubender Lärm brach am Montag dieser Woche über die Bewohner des Oberen Aischgrundes herein: Kampfjets donnerten am frühen Abend über Bad Windsheim, Burgbernheim und andere Orte der Region. Eine Nachfrage der Windsheimer Zeitung ergab, dass es sich bei den Flugzeugen um sechs Kampfjets der US-amerikanischen Streitkräfte handelte.

Im Original weiterlesen.

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  Fränkische Landeszeitung
19. Februar 2016

Konzept zur Konversion der US-Kasernen.

Oberbürgermeisterin Carda Seidel zitierte jetzt im Stadtrat aus einem Schreiben von Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes. Demnach sind keine weiteren Flüchtlingsunterkünfte in US-Kasernen absehbar. Doch prüfe man. wie berichtet, eine Teilfreigabe, so Seidel.

Man werde aber auf jeden Fall eine Konzeption zur bevorsteh enden Konversion der Flächen in Meinhardswinden erarbeiten und diese bald vorstellen, sagte die OB.

Die Freien Wähler hatten parallel dazu beantragt, einen Arbeitskreis zum Thema einzurichten und „rechtzeitig“ Mittel aus dem Sonderprogramm „Militärkonversion“ zu beantragen.

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  Windsheimer Zeitung
18. Februar 2016

Mehr Soldaten. Weitere Einheiten beantragt.

Möglicherweise werden zusätzliche Rotationseinheiten in die Illesheimer Kaserne verlegt. Wie eine Pressesprecherin der US-Army bestätigte, wurde dies beantragt und wohl auch befürwortet. Eine offizielle Bestätigung, wann und ob weitere Einheiten nach Illesheim verlegt werden, gebe es aber noch nicht.

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  Fränkische Landeszeitung
16. Februar 2016

Auch "Teilfreigabe" der Barton-Kaserne wird geprüft. Bundesanstalt untersucht Gebäude für Geflüchtete.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg (Die Linke) zum Anlass genommen, bei den amerikanischen Streitkräften in Ansbach die Frage einer „Teilfreigabe“ der Barton-Kaserne zu klären. Ziel sei eine Entlastung städtischer Liegenschaften.

Die Bundesanstalt werde „unverzüglich an die US-Streitkräfte her antreten“ und Möglichkeiten der Flüchtlingsunterbringung in der Ansbacher Barton-Kaserne prüfen, schreibt eine Mitarbeiterin der „Facility Management“-Sparte der BImA in ihrer Antwort an MdB Harald Weinberg auf seine diesbezügliche Anfrage vom Dezember 2015.

Unverständlich sind für den Abgeordneten Aussagen von Militärstellen gegenüber der Fränkischen Landeszeitung, wonach „Sicherheitsbedenken“ und die „Einzellage“ leer stehender Gebäude eine Unterbringung angeblich unmöglich mache. „Die US-Armee muss mehr Flexibilität zeigen“, fordert Weinberg: „Schließlich gibt es auch in der Shipton-Kaserne bei Obereichenbach viel Leerstand. Mittels einer Umstrukturierung können durchaus Gebäude innerhalb der Barton-Kaserne vom militärischen Betrieb separiert werden.“ Ziel sei die Entlastung städtischer Liegenschaften wie Turnhallen, wo eine Unterbringung auf engstem Raum auf Dauer eine große Belastung der Menschen darstellt.

Weinberg erinnert auch an die, wie er meint, „besondere Verantwortung“ der USA bei der Aufnahme Geflüchteter: „Die US-Kriege im Irak, in Afghanistan und anderen Ländern sind immerhin mit ursächlich für die derzeitigen Flüchtlingsbewegungen. Wenn schon keine Bereitschaft vorhanden ist, vor Krieg und Elend Flüchtende in den USA aufzunehmen, so müssen zumindest die deren Truppen zur Verfügung gestellten Einrichtungen verstärkt herangezogen werden.“

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  Fränkische Landeszeitung
8. Februar 2016

Manipulation und Propaganda auf der Spur. Die Medienforscherin Dr. Sabine Schiffer fordert seriöse Kritik statt Beschuldigungen - Rundfunk Publikumsrat gefordert.

„Lügenpresse“: ein viel diskutiertes Unwort. Zahlreiche Menschen scheinen den Glauben an wahrheitsgetreuen Journalismus verloren zu haben. Wie Mediennutzer selbst Manipulationen enttarnen können, erklärte Dr. Sabine Schiffer, Leiterin des Instituts für Medienverantwortung (IMV), in ihrem Vortrag „Wenn Informationen zu Waffen werden“.

Organisiert wurde der Abend vom Ansbacher Friedensbündnis und dem Kreisverband Ansbach der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die Referentin zeigte den Besuchern im Kunsthaus Reitbahn 3 an zahlreichen Beispielen, wie man als Nutzer Fälschungen und Propaganda erkennen kann. Gehäufte negative Nachrichten aus dem eigenen Land können die Nutzer als kleinen Teil des großen Ganzen erkennen, doch mit negativen Nachrichten aus dem Ausland falle das vielen Menschen schwer, so Schiffer.

Hinter medial verbreiteten Desinformationen steckten oft große PR-Firmen, die von Unternehmen beauftragt würden. Ein Beispiel dafür seien aber auch bundeswehreigene Journalisten, die Bilder von deutschen Soldaten, die Schokolade an Kinder in Krisenregionen verteilen, an die Medien liefern. Ein anderes Problem sei, dass Korrespondenten ihre Themen nicht in den Medien unterbringen, weil die Redaktionen sie für nicht wichtig erachten, andere dafür umso mehr - wie momentan den Syrien-Konflikt, obwohl auf der Welt auch andere Krisengebiete existieren.

Ganz entscheidend sei auch die Sprache in den Medien. Die Begriffswahl, ebenso wie die Bilder, enthielten der Medienforscherin zufolge bereits eine Beurteilung der Autoren. Die sei aber oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Beispiel: „Wie gefährlich ist der Islam?“, titelte eine Zeitschrift. Dies suggeriere, dass der Islam auf jeden Fall gefährlich sei. Um eine Wertung zu entlarven, helfe es, den Kontext zu wechseln - zum Beispiel Begriffe, die mit dem russischen Präsidenten Putin in Verbindung gebracht werden, einfach mit denen von US-Präsident Obama zu tauschen. Unentbehrlich sei stets die doppelte Quellenprüfung.

Ziel ihrer Arbeit sei es, ein Bewusstsein für die Medien in der Bevölkerung zu schaffen, sagte Schiffer. Die Menschen sollten nicht alles glauben, was sie sehen, aber auch nicht sofort Manipulation unterstellen. Eine „seriöse Medienkritik“ sei notwendig, keine unseriösen Beschuldigungen.

Journalisten kämen aus unterschiedlichen Gründen ihrer Sorgfaltspflicht nicht nach. Ein Problem sei die starke personelle Ausdünnung in den Redaktionen und der damit steigende Druck auf die Journalisten, erklärte Wolfgang Grebenhof, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes. Deswegen müssten „Modelle für einen nachhaltig finanzierten Journalismus“ gefunden werden, bestätigte Schiffer.

In der Diskussion äußerten Besucher Kritik und Zweifel am öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Es gebe viele unqualifizierte Formate und nur wenige kompetente Beiträge, hieß es. Schiffer steht hingegen hinter dem System, doch müssten diese Sender ganz andere Ansprüche erfüllen als derzeit. Mehr Transparenz und Qualitätssicherung seien nur einige Punkte. Die Menschen sollten nicht gegen die Gebühren kämpfen, sondern für mehr Mitspracherecht, lautete der Appell der Autorin zahlreicher Bücher. Sie wies auf die Initiative des IMV für einen Publikumsrat hin, bei der sich jeder engagieren könne, so die Referentin.

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  Fränkische Landeszeitung
4. Februar 2016

Barton-Barracks wertvoller Standort als Gewerbegebiet.

Auch die Wirtschaft würde von einer Konversion der Barton-Barracks in Meinhardswinden profitieren. Davon ist Wirtschaftsförderer Christoph Albrecht überzeugt. Denn neben der Nachfrage nach Flächen etwa in Nähe der Autobahn gebe es auch einen anhaltend starken Trend in die Innenstädte. „Hier könnten wir unsere Flächen mehrfach verkaufen“, sagte er unlängst der FLZ.

Insbesondere Firmen, die sich an Endkunden richteten, suchten ständig stark frequentierte Quartiere, beispielsweise längs der Ausfallstraßen. Das Problem sei aber, dass es kaum mehr freie Flächen gebe. Deshalb sollte man bei den Planungen nach Abzug der US-Armee in Meinhardswinden auch Gewerbeflächen vorsehen, so der Appell des Ansbacher Wirtschaftförderers.

Wie berichtet, hatte Oberbürgermeisterin Carda Seidel in ihrer Red e zum Neujahrsempfang der Stadt auf dem Meinhardswindener Areal einen „Wissenschaftspark Franken“ ins Gespräch gebracht. Die US-Arm ee wolle die Liegenschaft bis spätestens 2021 räumen. Hier könnten neben Vorlesungsräumen für die aus allen Nähten platzende Ansbacher Hochschule, einem „interdisziplinären Applikationszentrum“ sowie Wohnraum durchaus auch attraktive Gewerbeflächen entstehen. Seidel bekräftigte die Absicht von Stadt und Hochschule, in diesem Jahr gemeinsam „offensiv“ an die zuständigen Ministerien herantreten zu wollen.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
30. Januar 2016

Erlaubter Apache-Angriff? US-Helikopter übte direkt über der Wilhermsdorfer Siedlung "Sauweiher".

Es war einmal... - viele Märchen fangen so an. Wer die Reaktionen der Behörden nach simulierten Angriffen ein es US-Kampfhubschraubers auf eine Siedlung der Marktgemeinde Wilhermsdorf betrachtet, kann das Gefühl bekommen: Auch dieses Manöver war nur ein Märchen. Dabei gibt es Fotos und Videoaufnahmen von dem Flug.

Er kam aus dem Nichts, flog mehrere Scheinangriffe auf Häuser der Siedlung „Sauweiher“ und verschwand nach einer dreiviertel Stunde wieder Richtung Süden: Ein Kampfhubschrauber der US-Armee - wohl vom Typ Apache - übte am 12. Januar auch direkt über einem Wohngebiet am Südrand der Marktgemeinde Wilhermsdorf. Teilweise stand die Kampfmaschine senkrecht in der Luft, so beschreiben es Bewohner gegenüber der FLZ.

Das Landratsamt in Fürth war nicht über Angriffstests informiert: Lediglich „Außenlande-Übungen mit 16 Soldaten mit zwei Radfahrzeugen und sechs Hubschraubern“ waren der Behörde angekündigt gewesen. Doch wo beklagt man sich über Lärm und Bedrohung durch einen US-Hubschrauber? Jedenfalls nicht beim zuständigen Luftamt Nordbayern. Die dafür zuständige Bezirksregierung Mittelfranken erklärt: „Wenden Sie sich wegen Ihr em Anliegen bitte direkt an das US- Militär in Ansbach.“ „Direkt zu den Amerikanern“ verweist auch das Landratsamt.

Nur leider sei jener konkrete „Ansprechpartner bei den US-Streitkräften“, den das Amt bislang in Presseinfos nannte, „lediglich für Manöverschäden zuständig“, klärt die Pressereferentin der US-Army Ansbach auf. Die in Katterbach stationierte Hubschraubereinheit stellt die Scheinangriffe auf Wilhermsdorf ohnehin gänzlich in Abrede. Auf Fragen zu Zweck und Gefahren der Übung über bewohnten Häusern antwortet Captain Jaymon Bell, der Pressesprecher: „Die 12. Kampffliegerbrigade der US Army aus Katterbach führt keine Zielmanöver außerhalb der US-Übungsgebiete in Hohenfels oder Grafenwöhr durch.“ Bell gibt zudem einen guten Rat, wohin sich Betroffene wenden sollten: „An das Kommando Unterstützungsverbände Luftwaffe in Köln“, der Captain nennt sogar Telefonnummern und E-Mail-Adresse.

Diese Einrichtung, momentan heißt sie „Luftfahrtamt der Bundeswehr“, firmiert militärintern unter dem Kürzel „FLIZ“ (Flugbetriebs- und Informationszentrale. Sie hat sowohl Ansprechpartner für Privatleute wie für die Presse. Auf die Anfrage, welche Vorschriften US-Hubschrauber einzuhalten hätten, schreibt ein FLIZ-Off izier „Beim Überflug von besiedeltem Gebiet (Städte mit weniger als 100000 Einwohnern) gilt für Hubschrauber eine Mindesthöhe von 500 Fuß (etwa 150 Meter über Grund). Ebenso beträgt der Mindestabstand zu Hindernissen wie Gebäuden, Schornsteinen oder Windrädern grundsätzlich 150 Meter. Folglich kann auch die Mindesthöhe in einem Hubschrauberkoordinierungsgebiet auf 10 Fuß (rund 3 Meter über Grund) nur herabgesetzt werden, wenn keine Bebauung in der Nähe ist. Zu Hindernissen / Gebäuden sind also 150 Meter Abstand und eine Mindesthöhe von 150 Meter über dem Hindernis einzuhalten.“

Dasselbe FLIZ beschreibt auch den Flug über Wilhermsdorf konkret: .‚Die Auswertung der Radardaten vom 12.01.2016 zeigt im Zeitraum 16:00 Uhr bis 16:43 Uhr Ortszeit einen Hubschrauber der amerikanischen Streitkräfte, welcher im Rahmen des Routineflugbetriebes auch im Bereich Wilhermsdorf geflogen ist. Der Flugweg führte mehrmals an beziehungsweise über den südlichen Rand von Wilhermsdorf. Die Flughöhe des Hubschraubers betrug zu dieser Zeit 100 Fuß (ca. 30 m über Grund) bis 450 Fuß (ca. 140 m über Grund). Genau das haben Wilhermsdorfer erlebt.

Vorschriften nicht eingehalten

Obwohl der US-Pilot offensichtlich die Vorschriften auf Abstand und Flughöhe nicht immer eingehalten hat, ist das für FLIZ kein Grund, daran Kritik zu üben oder Ermittlungen einzuleiten: „Nach den uns vorliegenden Daten, fand der Einsatz unter Beachtung der flu betrieblichen Bestimmungen statt“ Wie es sein kann, dass der Pilot gleichzeitig Vorschriften verletzt und eingehalten hat, darauf gibt FLIZ aber keine Antwort mehr. Genauso wenig wie das für die Militärdienststellen zuständige Bundesverteidigungsministerium. Das hat „das Luftfahrtamt der Bundeswehr zuständigkeitshalber um Beantwortung Ihrer Anfragen gebeten. Ihnen ist die Antwort auf Ihre Fragen bereits am 18. Januar 2016 zugegangen. Ich betrachte Ihre Anfrage deshalb als erledigt“, schreibt eine Sprecherin.

Dieses Hin- und Hergeschiebe von Zuständigkeiten erleben Betroffene rund um die Ansbacher US-Basen seit Jahren. Hansjörg Meyer, Pfarrer i. R. und Vorsitzender des Vereins „Etz langt‘s!“, meint dazu lakonisch: „Die Amis haben dank geschlossener Verträge mit der Bundesrepublik wohl immer recht.“ Auch Uwe Emmert, CSU-Bürgermeister von Wilhermsdorf, ist unsicher, ob nicht für die US-Hubschrauber Ausnahmegenehmigungen gelten. Doch für den Wilhermsd orfer SPD- Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl ist es „überflüssig, die Bevölkerung zu erschrecken und zu verunsichern. Ich erwarte, dass solche Manöver auf Truppenübungsplätzen durchgeführt werden.“

Von FLIZ gibt es übrigens noch einen Tipp: „Hinsichtlich der beobachteten Übungstätigkeit der Hubschrauber bitten wir, sich mit den amerikanischen Streitkräften in Verbindung zu setzen.“

Dass dies eine klare Fehleinschätzung ist, bestätigt Elmar Giemulla, anerkannter Experte und mehrfacher Professor für Luftrecht und Luftsicherheitsrecht : „Die Verwaltungszuständigkeit für deutsche und ausländische Truppen in Deutschland liegt bei der Bundeswehr.“

Befürchtet wird, dass die US-Kampfhubschrauber noch lange ungestört weiterüben - außer, Betroffene zeigen bei Polizei oder Staatsanwaltschaft derlei Verstöße unmissverständlich an. „Körperverletzung“ könnte ein Anzeigegrund sein, wenn man sich geängstigt habe, rät eine Oberstaatsanwältin. Die Behörde werde dann auf jeden Fall ermitteln — „kostenlos“.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
22. Dezember 2015

Soldaten als Kunden. Militärs nutzen Airport Nürnberg 2015 häufiger.

Im Vergleich zum Vorjahr sind heuer mehr militärische Luftfahrzeuge am Airport Nürnberg gelandet. 2014 gab es 188 Landungen und Starts, die sich einem militärischen Hintergrund zuordnen lassen. In diesem Jahr waren es bis 30. November bereits 207, so die Airport-Pressesprecherin Stefanie Schmidts.

Am vergangenen Mittwoch etwa hat ein Leser einen Delta-Airlineflieger beobachtet, der von Detroit nach Nürnberg geflogen ist und anschließend einen militärischen Flughafen im Bundesstaat Georgia angesteuert hat. Nach Informationen unserer Zeitung befanden sich an Bord Soldaten, die zum US-Militärstützpunkt Grafenwöhr gebracht wurden. Sprecherin Schmidts bestätigt den Flug, kann aber keine Angaben zu den Hintergründen machen. Sie betont, dass der militärische Flugverkehr nur 0,7 Prozent des Gesamtvolumens ausmache.

Doch das kann durchaus eine Rolle spielen, etwa im Jahr 2014. Da hat laut Geschäftsbericht das „deutlich erhöhte Militäraufkommen“ dazu beigetragen, den Rückgang bei den Flugzeugabfertigungen zu kompensieren. Grundsätzlich ist der Airport gesetzlich dazu verpflichtet, jedem, der zur Luftfahrt berechtigt ist, die Infrastruktur anzubieten. Dazu gehören auch militärische Flieger, so Schmidts. Am häufigsten nutzen ihr zufolge die US-amerikanische, deutsche und britische Luftwaffe den Nürnberger Airport. Wie viel Umsatz der Flughafen mit diesen Kunden macht, will sie nicht beantworten. Bei den Fliegern handele es sich hauptsächlich um militärische Transportflugzeuge.

Oberbürgermeister und Airport-Aufsichtsratsmitglied Ulrich Maly erklärt sich die Zunahme mit dem gestiegenen Engagement der Amerikaner in den Krisenherden dieser Welt. „Aber es gab in Nürnberg noch nie Verkehr zu völkerrechtswidrigen Auslandseinsätzen“, sagt der Sozialdemokrat.

Dem kann Ewald Ziegler nicht zustimmen. Der Sprecher des Nürnberger Friedensforums verweist auf das Jahr 2004, in dem 13000 Soldaten von Nürnberg in den Irak-Krieg gestartet sind. Aus seiner Sicht war das durchaus ein völkerrechtswidriger Kriegseinsatz. Der Aktivist erwartet von einer Stadt, die sich Menschenrechte auf die Fahnen schreibt und finanziell am Flughafen beteiligt ist, zumindest politische Kritik an den gestiegenen Zahlen. Das gelte auch, wenn die Flüge rechtlich in Ordnung seien.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
14. Dezember 2015

US-Army soll zahlen.

Nach dem Absturz eines US-Kampfjets im Grenzgebiet zwischen Oberfranken und der Oberpfalz im August, wollen 75 Antragsteller eine Entschädigung haben. Wie ein Sprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mitteilte, haben private und öffentliche Grundstückseigentümer „Anträge zur Schadensregulierung“ gestellt, ebenso aber auch Rettungskräfte der Feuerwehren, der Rettungsdienste und des Technischen Hilfswerks (THW). Die Anträge sind derzeit noch In Bearbeitung. Deshalb könne man zur Höhe der möglichen Ansprüche noch keine Angaben machen. Bei dem Absturz in einem Waldgelände war der Boden durch mehrere Tausend Liter Kerosin und durch wenige Liter des Raketentreibstoffs Hydrazin verunreinigt worden. Hydrazin gilt als Gefahrenstoff und kann zu Nieren- oder Leberschäden führen. Der Boden wurde inzwischen saniert 4400 Tonnen verunreinigtes Erdreich wurden dabei entfernt und entsorgt. Aktuell wird das Grundwasser analysiert.

Der Kampfjet war bei einem Übungsflug zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr abgestürzt. Der Pilot konnte sich per Fallschirm retten. Für Schäden an der Umwelt muss die Army laut internationalen Verträgen zu 75 Prozent aufkommen.

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  Fränkische Landeszeitung
30. November 2015

Der US-Armee symbolisch heimgeleuchtet.

Die Shipton-Kaserne mit einer Fläche von 10,5 Hektar stand Im Mittelpunkt des dritten Adventsspaziergangs „Heimleuchten“ der Bürgerinitiative „Etz langt’s“ im Stadtteil Obereichenbach haben sich am Vorabend des ersten Adventssonntags knapp 40 Bürger versammelt, um mit Laternen, Fackeln und anderen Leuchten der in Ansbach stationierten US-Armee symbolisch heimzuleuchten.

Boris André Meyer wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, dass die Shipton-Kaserne im Wesentlichen leer stehe und die dort befindlichen Gebäude dringend für die Unterbringung von Asylbewerber gebraucht würden. Es könne nicht angehen, dass die Stadt Ansbach händeringend Unterkünfte suchen müsse und sogar Sporthallen für die Unterbringung zweckentfremdet w(irden und gleichzeitig bestens geeignete Gebäude ungenutzt seien. In der Shipton-Kaserne war viele Jahre ein e Patriot-Einheit stationiert und zuletzt eine Versorgungseinheit.

Norbert Müller und andere Obereichenbacher Bürger berichteten, dass die Kaserne augenscheinlich leer stehe, weil es kaum Bewegung auf dem Gelände gebe und auch die Gebäude weitgehend unbeleuchtet seien.

Die Belastungen durch die Hubschrauberflüge seien ein wenig geringer geworden, so Müller, doch die Flugplatzrunden der Kampfhubschrauber seien immer noch sehr belastend für die Anwohner. Der Abendspaziergang „Heimleuchten“ endete schließlich beim Anwesen von Norbert Müller, wo bei Glühwein, Punsch und Plätzchen die Demonstration vorweihnachtlich gemütlich ausklang.

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  Fränkische Landeszeitung
28. November 2015

Das Tor nach Osteuropa. Flugfelder in Ansbach und Illesheim sichern die Präsenz der US-Armee.

Die strategische Rolle von Westmittelfranken mit seinen beiden US-Militärstützpunkten in Ansbach und Illesheim bekräftigte der Standortkommandeur Oberst Christopher Benson im Interview mit der Fränkischen Landeszeitung.

"Wir haben keine anderen Flugfelder mit dieser Kapazität, die das Tor nach Osteuropa sein könnten", so der Oberst. Dabei sei die strategische Bedeutung von Katterbach und Illesheim gleich, wobei Illesheim eine wichtigere Rolle spiele, als es von außen scheint: "Wenn wir zusätzliche Hubschrauber in Europa brauchen, können wir diese nur in Illesheim unterbringen. So viel Platz haben wir sonst nirgends mehr in Europa, auch in Ramstein nicht."

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  Fränkische Landeszeitung
28. November 2015

Army: "Viele Freundschaften". Froh über Gastfreundschaft.

Die Kommandeure für die US-Kasernen in Ansbach und Illesheim haben der Bevölkerung für ihre Gastfreundschaft gedankt.

Wir haben in den 70 Jahren seit dem Kriegsende sehr viel Gastfreundschaft genossen. Viele Freundschaften sind entstanden“, sagte Oberst Christoph Benson in einem FLZ-Interview. Für die Soldaten seien die persönlichen Beziehungen zu Nachbarn und Freunden sehr wichtig. „Dafür wollen wir den Leuten hier in Westmittelfranken ganz herzlich Dank sagen: Dies geschehe völlig ungeachtet der Punkte, zu denen es wie etwa beim Fluglärm unterschiedliche Meinungen gibt. „Das gehört dazu, wird aber unser grundsätzlich sehr gutes Verhältnis nicht beeinflussen, so Benson.

Sein Kollege Oberst Christopher Waters ist seit dem Sommer mit seiner Frau und den fünf und zehn Jahre alten Kindern zum ersten Mal in Europa stationiert. „Ich muss sagen, wir finden es hier einfach wunderbar.“

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  ZEIT ONLINE
20. November 2015

In einem offenen Brief an die US-Regierung, der ZEIT ONLINE vorliegt, haben vier Piloten den Drohnenkrieg kritisiert. Er sei ein Terroristen-Rekrutierungsprogramm.

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  Fränkische Landeszeitung
20. November 2015

Spielgeräte ersetzt. US-Soldaten halfen mit.

Die Mitarbeiter des Wolframs-Eschenbacher Bauhofes freuten sich über die ehrenamtliche Unterstützung von zehn US-Soldaten, die auf dem Gelände des St.-Stilla-Kindergartens mitgeholfen haben, Spielgeräte zu ersetzen. Die neuen Geräte waren vom Elternbeirat der Kindertageseinrichtung angeschafft worden.

Fundamente freilegen und alte Geräte abbauen, dann ein neues Reck und eine neue Kletternetzpyramide sauber und fest verankern: Bei dieser Aktion am St.-Stilla-Kindergarten beteiligten sich ehren amtlich mehrere Soldaten von der US-Army aus Ansbach. Der Kontakt kam über das Deutsch-Amerikanische Verbindungsbüro mit Bürgermeister Michael Dörr zustande, der Präsident der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Westmittelfranken ist.

„Unsere Soldaten haben großes Interesse, das Kindergartenprojekt zu übernehmen. Sie sind sehr verlässlich und immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, sich einzubringen“, hieß es im Vorfeld von Seiten des Verbindungsbüros. Dass das keine leeren Versprechungen waren, zeigte sich schnell. Am Ende des Tages war das Projekt fertig.

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  Fränkische Landeszeitung
19. November 2015

450 US-Soldaten neu in Illesheimer Kaserne. Frische Kräfte lösen eine seit März in den Raum Ansbach verlegte Einheit ab - Europa soll Einsatzgebiet sein.

Mit einer militärischen Zeremonie erfolgte gestern in den Storck Barracks in Illesheim ein offizieller Wechsel in den so genannten Rotationseinheiten der US-Army Air Cavalry.

Rund 450 US-Soldaten des 3. Bataillons vom 227 Flugregiment der 3. Luft-Kavallerie Brigade aus Ford Hood in Texas lösten gestern die seit März dieses Jahres in den Raum Ansbach verlegte Rotationseinheit ab. Die Rotationseinheiten sind mit rund 25 Hubschraubern vom Typ „Blackhawk“ ausgestattet. Mit der Aufstellung der Einheiten im Wechsel will die US-Armee unterstreichen, dass die US-Heeresverbände jederzeit die Fähigkeit haben, ihre Übungs- und Einsatzanforderungen im europäischen Raum zu erfüllen.

Mit ihrem neuen Konzept wollen die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben zudem zeigen, dass sie in der Lage seien, erfolgreich auf die Herausforderungen in einer immer komplexeren Welt flexibel zu reagieren.

Die neue Rotationseinheit unter dem Kommando von Oberstleutnant Anthony Asborno wird für voraussichtlich neun Monate in Westmittelfranken stationiert bleiben, wie es auch die Vorgängereinheiten waren.

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  Fränkische Landeszeitung
18. November 2015

Kriegspolitik als Fluchtursache. "Heimleuchten" am 28. November - Ansbacher Ostermarsch.

Die Hauptversammlung der Bürgerinitiative (Bl) „Etz langt‘s!“ hat einstimmig einen Leitantrag des Vorstands verabschiedet, in dem die rasche zivile Umnutzung der US-Militärbasen angestrebt wird. Darin wird die Bundesimmobilienverwaltung (BIMA) aufgefordert, ein konkretes Rückgabedatum der Barton-Kaserne bekannt zu geben, denn „Konversion braucht Planungssicherheit“.

Darüber hinaus werden Mitglieder der BI auf Einladung des Ansbacher Bundestagsabgeordneten Harald Weinberg vom 8. bis 10. November 2016 nach Berlin reisen. Dort sind Gespräche unter anderem im Verteidigungsministerium, zur Zukunft der Stationierung und zur Umnutzung der Kasernenareale vorgesehen.

Der Leitantrag erkennt zudem in der US-Kriegspolitik der vergangenen Jahre eine zentrale Fluchtursache. Die Kriege gegen Afghanistan, Irak und andere Länder seien mit ursächlich für das Entstehen des „Islamischen Staates“ (IS). Daher fordert die BI von der US-Armee, Verantwortung vor Ort bei der Flüchtlingsunterbringung zu übernehmen, statt medienwirksam Geschenke an Kriegsflüchtlinge in Ansbach zu verteilen. „Die temporäre Unterbringung in bereits leer stehenden Gebäuden der Barton- und Shipton-Kaserne ist menschenwürdiger als in Turnhallen.“

Nach der Rückschau der beiden stellvertretenden Vorsitzenden Tanja Schwarz (Bad Windsheim-Ickelheim) und Norbert Müller (Ansbach-Obereichenbach) auf zahlreiche Veranstaltungen der BI in Westmittelfranken fasste die Hauptversammlung zudem weitere Aktionen ins Auge: Am Samstag, 28. November, findet wieder der Adventsspaziergang „Heimleuchten“ in Obereichenbach statt. Ziel wird in diesem Jahr die Shipton-Kaserne sein, um Kasernenleerstände deutlich zu machen und die Forderung nach einer Rückgabe zu unterstreichen.

Im Anschluss sollen die Vorbereitungen für den Ansbacher Ostermarsch am 26. März 2016 beginnen.

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  Fränkische Landeszeitung
18. November 2015

"Mühsames Geschäft" mit dem Fluglärm. Klagen der Ansbacher Bürgerversammlung über anhaltenden Fluglärm.

Der Lärm der US- Hubschrauber belastet die Anwohner stark: In der Bürgerversammlung fürs Stadtgebiet machten Bürger ihren Unmut über die Lärmbelastung, die zum Teil weit über Mitternacht hinaus gehe, Luft. Sie appellierten an OB Carda Seidel, für Abhilfe zu sorgen.

Seidel sagte, dass die gesetzlichen Vorgaben von der Armee eingehalten würden und nur im persönlichen Gespräch mit den jeweiligen Kommandeuren der Lärm verringert werden könne. Sie machte deutlich, dass sie eine Gesetzesänderung angeregt habe, die aber von den Abgeordneten des Bundestages nicht verwirklicht wurde. In der Fluglärmkommission sei erläutert worden, so die Oberbürgermeisterin, dass sich die Flugbewegungen in diesem Jahr stark verringert hätten.

Anwohner erhoben den Vorwurf, es würden „geschönte Zahlen“ vorgelegt und wiesen darauf hin, dass die Piloten zum Teil die sogenannten Transponder, mit Hilfe deren Signale die Flugbewegungen dokumentiert werden können, ausschalten würden. Dies führe dazu, dass die Anwohner drei oder vier Hubschrauber über ihren Häusern sehen, aber gleichzeitig bei einem Anruf bei der Beschwerde-Hotline nur ein Hubschrauber auf dem Radar des Bundesluftwaffenamtes zu sehen sei.

Seidel unterstrich, dass sie die OB sei, die bisher am meisten gegen den Fluglärm unternommen habe. Es sei ein „supermühsames Geschäft“, weil bei jedem Kommandeurswechsel „wieder bei Null“ angefangen werden müsse. Sie müsse einen persönlichen Kontakt herstellen und versuchen, Verständnis für die Probleme der Anwohner zu wecken. „Wir bleiben an der Thematik dran“, so Seidel.

Den vom Fluglärm betroffenen Bürgern reichten diese Aussagen Seidels nicht. Sie wiesen auf die zum Teil gesundheitlichen Probleme durch den Fluglärm hin und bezeichneten die Überflüge von bewohntem Gebiet durch die Hubschrauber als „sehr großes Problem“.

Baureferent Jochen Büschl berichtete von den Bodenverunreinigungen durch per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC), die im eingesetzten Löschschaum auf dem Katterbacher Flugfeld entstanden sind. Bis vor wenigen Jahren, so Büschl, seien diese Stoffe in den Löschmitteln enthalten gewesen. Im südlichen Bereich des Flugfeldes, auf ein em Übungsbereich der Flugplatzfeuerwehr, seien Verunreinigungen im Boden innerhalb und außerhalb des Militärgeländes nachgewiesen worden. Durch das städtische Umweltamt und das Wasserwirtschaftsamt wurden diese Verunreinigungen analysiert und die US-Armee aufgefordert, auch auf dem Kasernenareal detaillierte Untersuchungen vorzunehmen. Bis Ende des Jahres solle eine Machbarkeitsstudie vorliegen, wie die Verunreinigungen im Boden beseitigt werden können. An einigen Stellen seien bis zu sechsfache Überschreitungen der Grenzwerte im Boden festgestellt worden. PFC stehe im Verdacht, so Büschl. krebserregend zu sein und die Fruchtbarkeit einzuschränken.

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  nordbayern.de
16. November 2015

Fluglärm bei Auerbach laut „wie im Kriegsgebiet“ Übung der Nato-Streitkräfte polarisiert: Kinder sind begeistert, Erwachsene verängstigt

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  Fränkische Landeszeitung
12. November 2015

Flüchtlinge in US-Kaserne?. Grüne wollen Leerstände prüfen.

Die Fraktion der Grünen Im Asbacher Stadtrat will die Leerstände für den gesamten Zuständigkeitsbereich der US-Armee erfassen.

Zur Begründung führen die Stadträte an, dass die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden „eine zunehmende Herausforderung für die Bevölkerung“ sei und insbesondere die Verwaltung vor immer neue Probleme stelle. Vor diesem Hintergrund seien Leerstände, wie etwa der „Rainbow-School“ in Meinhardswinden, nicht hinnehmbar.

Da Anfragen von Dr. Christian Schoen bei der US-Army unbeantwortet geb lieben seien, bittet die Fraktion Oberbürgermeisterin Carda Seidel, diese Informationen einzuholen und dem Stadtrat in der kommenden Sitzung darüber zu berichten.

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  Fränkische Landeszeitung
11. November 2015

Gegen "Krieg und Elend". Offene Linke fordert Schließung des US-Standortes.

Die Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA) würdigt in einer Pressemitteilung die Arbeit der Stadtverwaltung bei der Unterbringung der Flüchtenden „und das herausragende Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger für die Integration der aus Krisen- und Kriegsgebieten neu ankommenden Menschen“. Gleichzeitig fordert die Fraktion die Schließung des US-Standortes.

Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass die Stadtgesellschaft organisations- und auch parteiübergreifend die Integrationsherausforderungen anpacken könne. Gleichwohl bedürfe es einer stärkeren Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Doch gerade in Ansbach und der Region müsse die Frage der Fluchtursachen diskutiert werden

„Die Kriege im Irak und in Afghanistan, der Zerfall von Staaten wie Syrien oder Libyen sind Produkte verfehlter Außenpolitik der vergangenen 15 Jahre“, urteilt Fraktionssprecher Boris-André Meyer. Jetzt habe sogar einer der Protagonisten, der britische Ex-Premier Tony Blair, aktuell eingeräumt, dass die Interventionspolitik Ursache der derzeitigen Fluchtbewegungen sei: „Auch die US-Militärbasis Katterbach dient demzufolge der Vorbereitung von Kriegen, die Menschen in die Flucht schlagen.“

Verantwortungsvolles Handeln bedeute daher nicht nur, Menschlichkeit gegenüber Flüchtenden zu zeigen, sondern die Ursachen von Flucht und Vertreibung wie Krieg und Verelendung zu beheben, betont die OLA: „Vor Ort in Ansbach heißt das konkret, die US-Kriegsbasis vor unserer Haustüre zu schließen.“ Die „immensen Stationierungskosten“, die die Steuerzahler zu tragen hätten, wären für Entwicklungshilfe in Afrika und in Nahost weitaus besser angelegtes Geld.

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  Fränkische Landeszeitung
10. Oktober 2015

US-Armee soll die Flächen schon ab 2016 freigeben. Bürgerinitiative für zügige Rückgabe der Barton-Kaserne.

Die „US-Armee baut von Ansbach aus Militärbasen In Rumänien und Bulgarien auf.“ Dies wirft die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ den Streitkräften der Vereinigten Staaten in einer Pressemitteilung vor. Die Vermutung vieler Bürger, dass die US-Armee die geopolitische Lage dazu nutze, um kostengünstigere Militärbasen nahe der russischen Grenze aufzubauen, bewahrheite sich jetzt.

„Wie das Katterbacher Soldatenblatt ‚Ansbach Hometown Herald‘ aktuell mitteilt, ist die Ansbacher US-Kampfhubschrauber-Garnison damit betraut worden, Stützpunkte im rumänischen Kogalniceanu sowie in Novo SeIo (Bulgarien) aufzubauen“, stellt die Bürgerinitiative fest.

Der Vorstand von „Etz langt‘s“ erklärt: „Die US-Kriege der vergangen en Jahre im Nahen Osten sind unstrittig mit ursächlich für die Destabilisierung dortiger Staaten und für den derzeitigen Flüchtlingsstrom“. Diese Kriegseinsätze habe man auch von Ansbach aus organisiert und ausgeführt. „Konsequenz darf nicht die Ausweitung der Rolle unserer Region als Kriegsdrehscheibe der USA zwischen Mittel- und Osteuropa sein, sondern die Beschleunigung der zivilen Umnutzung durch eine raschere Umsetzung der im April 2015 angekündigten Abzugspläne der US-Armee“, erklärt die Initiative.

Dies beinhalte als ersten konkreten Schritt die zügige Rückgabe der Barton-Kaserne: „Es kann nicht sein, dass es in Ansbach an bezahlbarem Wohnraum und Bauplätzen mangelt, während das US-Militär am Triesdorfer Berg riesige Leerstände als Rückhalteflächen für den Fall des Scheiterns seiner rumänischen und bulgarischen Abenteuer bereithält.“

Die Bürgerinitiative fordert, die Kasernenflächen ab dem Jahr 2016 freizugeben. Die Rezatstadt brauche jetzt Flächen für sozialen Wohnbau und weitere Stadtentwicklungsmaßnahmen — und nicht erst 2021.

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  Fränkische Landeszeitung
8. Oktober 2015

"Hubschrauber plagen die Bewohner sehr". Die Geräuschkulisse durch die zweirotorigen Chinook-Hubschrauber war Thema in der Obereichenbacher Stadteilversammlung.

Beklagt haben sich die Obereichenbacher Bürger über die geplante Ausdünnung des Ansbacher Stadtlinienverkehrs. Rund die Hälfte der Busfahrten in den Stadtteil Obereichenbach solle gestrichen werden, hieß es in der Stadtteilversammlung. Ins Vereinsheim des Sportvereins gekommen waren dazu allerdings lediglich zwei Dutzend Bürger.

Die Lärmbelastung durch US-Militärhubschrauber war nur am Rande Thema, obwohl die Chinook-Hubschrauber mit zwei Rotoren die Bewohner Obereichenbachs derzeit sehr plagen, wie ein Bürger meinte.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
2. Oktober 2015

Es gibt Kritik am US-Militär. Wenig Informationen über Gift nach Absturz der F 16.

Seit bekannt ist, dass nach dem Absturz eines F 16- Kampfjets Mitte August in Oberfranken der giftige Raketentreibstoff Hydrazin austrat, wird Kritik am US-Militär laut.

Vor allem unter Feuerwehrleuten ist die Verunsicherung groß. Nachdem die gefährliche Chemikalie zum Teil in erhöhter Konzentration im Boden nachgewiesen wurde, empfiehlt das Landratsamt in Bayreuth den Einsatzkräften nun, sich untersuchen zu lassen. Obwohl damals viele Helfer Vollschutzanzüge getragen haben, wollen die meisten der Empfehlung folgen. Hydrazin kann Leber und Nieren schädigen.

Schon unmittelbar nach dem Unglück gab es Gerüchte, dass der Stoff aus den Tanks der Maschine ausgetreten sein könnte. Es herrschte aber lange Ungewissheit. Deshalb wird jetzt Kritik an den US-Stellen geübt. „Ich verstehe nicht, warum die Army so schlecht informiert hat“, meint etwa Stefan Leuchner, Kommandant der Engelmannsreuther Wehr, die seinerzeit an dem gefährlichen Einsatz beteiligt war.

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  Offene Linke Ansbach
(Nachrichten aus der Militärregion Franken)
25. September 2015

„Area of Interest“: Die größte Bedrohung für die Ansbacher U.S.-Militärbasis ist ein Friedensvertrag der USA mit Deutschland ...

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  Ansbacher Friedensbündnis (Facebook)
24. September 2015

US-Kommandeur: Ansbach ist militärisches "Gateway to the east".

Die neue militärische Rolle von Ansbach und Illesheim klassifiziert US-Kommandeur James A. Walls als "Gateway to the east".

Hintergrund ist die veränderte militärische Rolle Deutschlands in der US-amerikanischen Strategie — weg vom Frontstaat im Kalten Krieg hin zu einem Transitland für den potentiell Heißen Krieg.

Bayern und Baden-Württemberg spielen dabei als "unsinkbarer Flugzeugträger" für die USA eine entscheidende Rolle. Von hier aus werden nicht nur militärische Kampftruppen und Kriegsgerät an die NATO-Ostfront verlegt, sondern auch der entsprechende Treibstoffnachschub gesichert. Über Süddeutschland führt das 5.500 km lange NATO-Pipeline-System, das die US-amerikanischen Militärstützpunkte in Deutschland, Europa und Osteuropa verbindet und u.a. die militärische Treibstoffversorgung der Ukraine garantiert.

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  Ansbacher Friedensbündnis (Facebook)
13. September 2015

US-Militärbasen Ansbach und Illesheim sind Teil des NSA-Ausspähnetzwerkes.

Die geheimen Aktivitäten der US-Nachrichtendienste in Deutschland standen am 11. und 12. September 2015 im Fokus einer Konferenz im Hessischen Landtag, zu der die deutsche Sektion der IALANA nach Wiesbaden eingeladen hatte. Die Wahl des Konferenzortes fiel auf die hessische Landeshauptstadt, weil im neuen europäischen Hauptquartier der US-Streitkräfte in Wiesbaden-Erbenheim auch das „Consolidated Intelligence Center“ angesiedelt wird, das u.a. über das militärische NSA-Netzwerk in Deutschland und Europa wacht und die nachrichtendienstliche Bearbeitung von US-Ausspähzielen in Deutschland koordiniert.

Die Journalisten Marcel Rosenbach (SPIEGEL-Hauptstadtbüro Berlin) und Christian Fuchs (DIE ZEIT) konfrontierten die Teilnehmer der Konferenz mit den Ergebnissen ihrer Analyse von diplomatischen US-Depeschen mit Deutschland-Bezug, die im Zuge der Enthüllungen der Whistleblower Manning und Snowden ihren Redaktionsbüros zugespielt worden waren. Ihr Urteil: „Wirklich jede US-Militärbasis in Deutschland“ ist Bestandteil des NSA-Spionagerings, deren Akteure unter der US-Kategorie „ziviles Gefolge“ zu finden sind.

Als Beweis für diese Behauptung verwiesen die Journalisten u.a. auf eine gefundene Liste von US-Geheimdienst-Codes, die zu allen US-Standorten in Deutschland führen, auch zu Militärbasen die mittlerweile geschlossen wurden. Unter dem Vorwand „der technischen Aufklärung zum Schutz der eigenen Truppen“ werde von den US-Militärbasen aus militärische, wirtschaftliche und politische Spionage betrieben, wobei Deutschland sowohl Ausspähziel als auch Spionage-Partner ist.

Wie von deutschen Nachbarn der NSA in Wiesbaden-Erbenheim zu erfahren war, wird der Stab des Europa-Hauptquartiers der US-Streitkräfte, unter dessen Dach ein „Combined Operations and Intelligence Center“ etabliert wurde und weiter ausgebaut wird, von einem deutschen Bundeswehrgeneral geleitet. Letzterer sei direkt in die Befehlsstruktur des US-Militärs eingegliedert und habe – mit Einverständnis der deutschen Bundesregierung und des Bundesverteidigungsministeriums – ausschließlich US-amerikanischen Befehlen zu folgen. Auf diese Weise sei es den USA gelungen, die deutsche Bundesregierung in die Mitverantwortung aller US-Aktivitäten, die vom US-Hauptquartier in Wiesbaden-Erbenheim ausgehen, zu zwingen.
(Vgl. dazu u.a.: http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/army-in-wiesbaden-ein-brigadegeneral-erzaehlt-13352244.html)

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  Ansbacher Friedensbündnis (Facebook)
2. September 2015

US-Army "optimiert" Militärdepots und weitet Zusammenarbeit mit zivilen Dienstleistern in Stützpunktnähe aus.

Die vom Kommandeur der US-Landstreitkräfte in Europa, Ben Hodges, am 1. September 2015 (Anti-Kriegstag!) angekündigte Reaktivierung der Coleman Barracks in Mannheim ist der Beginn einer Aufstockung der Militärdepots auch in Bayern. Nachvollziehbar ist das u.a. seitens der deutschen Industrie- und Handelskammern über die Existenz und den Abschluss von entsprechenden Rahmenverträgen und Vorhalteverträgen zwischen der US-Armee und bayerischen mittelständischen Firmen.

Mit welchen Tricks der öffentliche Widerstand dabei neutralisiert werden kann und soll, zeigen die Erfahrungen aus den 1980er Jahren. Vergl. u.a. DER SPIEGEL/ Nr. 45/1987/ Militär im Tarnanzug.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe Rothenburg o.d.T.)
31. August 2015

Ausflug zum Stützpunkt. CSU-Ortsverband besucht mit KIndern amerikanische Freunde.

25 Kinder aus Rothenburg erblickten freudestrahlend die Botschaft „Welcome to Illesheim Army Airfield“. Mit Spannung und großen Erwartungen erlebten sie einen unvergesslichen Ferientag in der Illesheimer Militärbasis.

Alles begann auf dem letztjährigen Reiterlesmarkt: Kinder der US- Kasern e in Illesheim schmückten ein Fenster im historischen Rathaus zu einem Adventskalender-Türchen aus. Dabei wurde der Kontakt zwischen Colonel Christopher M. Benson, dem Standortkommandeur der „United States Army Garrison“ Ansbach (ihm sind auch die „Storck Barracks“ in Illesheim unterstellt), seiner Assistentin Helga Moser und den Vertretern des CSU-Ortsverbandes hergestellt.

Schnell hat man sich darauf verständigt, Rothenburger Kindern im Rahmen des Ferienprogramms ein „ungewöhnliches Sommermärchen“, wie Ortsvorsitzende Silke Sagmeister-Eberlein es beschreibt, zu ermöglichen. Zusammen mit der US-Angestellten Helga Moser hat sie hierfür die Organisation übernommen.

Mit dem Zug ging es nach Illesheim. Dort wurden die Kinder auf der US-Basis von fünf Soldaten erwartet und in eine „aufregende andere Welt“ geleitet. Sofort erkundeten sie begeistert Kontrollturm, Hubschrauber, Feuerwehrautos, Hangars, Geräte und Werkzeuge sowie Soldaten, die gerade ihre Arbeit verrichteten.

Pünktlich zur Mittagszeit bekamen die Kinder ein typisch amerikanisches Mittagessen serviert: Hamburger, Cheeseburger und viele andere Spezialitäten. Danach gab es eine Runde Bowling und einen Besuch auf den Kinderspielplätzen, wo sich die Kleinen so richtig austoben konnten. Mit vielen Eindrücken im Gepäck ging es zurück nach Rothenburg.

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  heise online
26. August 2015

Drohnen: Kalifornien beschließt scharfe Einschränkung von Flügen über Privatgrund.

Das Parlament Kaliforniens hat ein Gesetz verabschiedet, das Drohnenflüge über Privatgrund einschränkt. Flugverbote über Schulen und Kindergärten sollen folgen. Branchenverbände halten das Gesetz für illegal.

Neue kalifornische Vorschriften über den Einsatz von Flugdrohnen sind Konfliktstoff: Das Parlament hat beschlossen, den Einsatz ferngesteuerter Fluggeräte über fremdem Privatgrund drastisch einzuschränken. Ein strafrechtliches Verbot von Flügen über Schulen und Kindergärten dürfte folgen. Gouverneur Jerry Brown könnte noch Vetos einlegen. Branchenverbände kritisieren den ersten Parlamentsbeschluss und halten ihn für rechtswidrig.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
22. August 2015

Kleine Gäste auf großen Maschinen. Dietersheimer Kinder besuchten die Storck Barracks in Illesheim — Moderne Technik faszinierte.

Wo Zivilpersonen ohne Erlaubnis der Besuch verwehrt bleibt, öffneten sich für die Kinder als Teilnehmer des Dietersheimer Ferienprogramms die Tore der Storck Barracks der US Army. Dabei gab es riesige Löschfahrzeuge und massige Helikopter zu bestaunen.

Für die Dietersheimer Kinder stand der Ausflug in die Kaserne der amerikanischen Streitkräfte zum ersten Mal auf dem Programm. Als „super begeistert“ beschrieb Initiatorin Kerstin Dowdell die Stimmung der 22 Kinder. Um für den Alltag in der Kaserne genügend Kraft in Armen und Beinen zu erlangen, galt es für die Neulinge unter kritischer Beobachtung der amerikanischen Soldaten zunächst sogenannte „Burpees“ zu absolvieren, eine spezielle Fitnessübung. Anschließend konnten die jungen Besucher eine der großen Maschinen auf dem Flugfeld näher erkunden: den „Blackhawk“-Hubschrauber der Sanitätseinheit. Nach einer kleinen Einführung in die Aufgaben der dreiköpfigen Crew durch Verbindungsoffizierin Helga Moser, die die Führung leitete, durften das Cockpit und die Ausrüstung von den neugierigen Augen der Kinder näher unter die Lupe genommen werden. Wer wol1e, konnte sich daraufhin einmal als „Verletzter“ von der Hubschrauberbesatzung retten und professionell in die Maschine tragen lassen.

Nach der ausführlichen Inspektion des Rettungshelikopters ging es weiter zur „Fire & Rescue“-Einheit der Army. Wilhelm Lindner, Leiter der Stützpunktfeuerwehr, stellte die Funktionen einer Wärmebildkamera und die Gerätschaften der Einsatzkräfte vor. Die Kraft von Rettungsspreizer und -schere wurde mit dem Zerquetschen von Centstücken veranschaulicht. Mit dem Wasserschlauch konnten die Kinder ihre Löschfähigkeiten unter Beweis stellen. Für Faszination sorgte vor allem das monströse „Airfield“-Löschfahrzeug. In zwei Minuten sei der 12000 Liter fassende Wassertank verspritzt, versprach die Feuerwehr-Crew und ließ sich nicht lumpen, das auf dem Gelände zu demonstrieren. Die abschließende Dusche mit der Löschkanone sei auf den unglücklich stehenden Wind zurückzuführen, scherzten die Feuerwehrmänner nach der Präsentation, auch wenn die Erfrischung den Kindern genau richtig kam.

Im Anschluss gab es in der Kantine — dem Motto des Tags angemessen — Burger, ehe der Nachmittag auf der Bowlingbahn und dem Spielplatz in der „Housing Area“ ausklang.

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  HNA, Calden
21. August 2015

Zwischenstopp am Airport Kassel: US-Army tankt in Calden. Vier Transporthubschrauber des Typs Chinook sind am Donnerstagmittag in Calden gelandet. Laut Flughafengesellschaft legten sie einen Tankstopp ein.

Die Soldaten waren nach eigener Aussage auf dem Weg von Ansbach in Mittelfranken (Bayern) nach Bremerhaven (Bremen).

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  Morgenpost, Zwönitz
20. August 2015

Hier knattern die Apaches in Zwönitz wieder davon.

In der Nacht passten US-Soldaten auf die wertvollen Flieger (früherer Neupreis: 17 Millionen Dollar) auf. Nach einem Routinecheck knatterten die Apaches dann davon. Eigentliches Ziel: Ihre Basis bei Ansbach in Bayern.

„Die Piloten sind mit ihren Maschinen gegen 11 Uhr sicher auf dem Katterbach Army Airfield gelandet“, so Jaymon Bell, Sprecher des zuständigen 12. Combat Aviation Brigade.. „Die Helikopter kamen aus Warschau und unterstützten in einem Nato-Einsatz den „Polish Armed Services Day“, so Bell weiter.

Laut Deutscher Flugsicherung können Militärflieger auf Mission oder bei schlechtem Wetter auch spontan auf privaten Grundstücken wie dem Stoppelfeld landen. In anderen Fällen benötigen sie eine Sondererlaubnis.

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  Morgenpost, Dresden
19. August 2015

Schönfelder Hochland sorgte Mittwochnachmittag für Aufregung bei Anwohnern: Zwei Amerikanische Hightech-Kampfhubschrauber „Apache“ landeten plötzlich auf einem Acker nördlich von Schönfeld.

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  U.S. ARMY, Online
18. August 2015

12th Combat Aviation Brigade receives brand new CH-47F MYII Chinooks.

The first five of nine CH-47F MYII Chinook helicopters arrived at Katterbach Army Airfield, here, Aug. 21. The MYII Chinook is the latest and most cutting-edge CH-47F platform to-date which allows pilots to fly the airframe "through the clouds" or in degraded visual environments; increasing the combat readiness of the 12th Combat Aviation Brigade.

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  Ansbacher Friedensbündnis auf Facebook
11. August 2015

Kampfjet-Absturz in Oberfranken zeigt, wie gefährlich US-Manöverspiele in Franken sind, die auf Osteuropa und Afrika zielen.

Der am Vormittag (gegen 9.30 Uhr) in Oberfranken (bei Creußen im Landkreis Bayreuth) abgestürzte US-Kampfjet vom Typ F-16 ging unweit von bewohntem Gebiet in einem Waldstück nieder, wie erste Bilder von der Unglücksstelle dokumentieren. U.a. soll der Jet den hochtoxischen Raketentreibstoff Hydrazin an Bord gehabt haben, der in Verdacht steht bei Menschen Kebs zu erzeugen. Übungsbomben und Zusatztanks wurden vor dem Absturz ausgeklinkt und werden derzeit noch gesucht.

Währenddessen gehen die Gefechtsübungen mit US-Kampfhubschraubern in Westmittelfranken an der Grenze zu Unterfranken noch bis zum 31. August weiter. Doch danach ist noch lange nicht Schluss! Im Herbst 2015 steht ein weiteres Großmanöver an, das von Ulm aus bereits seine Schatten auch auf Westmittelfranken wirft. NATO-Code: "Trident Juncture“. In der Übung soll es um einen Krieg um Wasserrechte zwischen zwei fiktiven Ländern gehen, die geografisch in Afrika verortet werden...

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  Rammsteiner Appell
10. August 2015

Die Unterschriftenaktion zum Ramsteiner Appell wird fortgesetzt! Angriffskriege sind verfassungswidrig – von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen!

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  Fränkische Landeszeitung
10. August 2015

Leger im Jazzkonzert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière zu Gast.

Wären nicht Polizisten in der Nähe gewesen und mehrere sehr große Männer mit wachsamem Blick, dann wäre der Herr mit roter Hose und ohne Krawatte kaum aufgefallen. Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern, mischte sich am späten Freitagabend ganz leger unter die Besucher des Jazzkonzerts zur Bachwoche.

Gerade diese entspannte Stimmung schätzt die politische Prominenz, die immer wieder bei dem Musikfest in Ansbach zu entdecken ist. Der Innenminister war auf Einladung von Bürgermeister Thomas Deffner nach Ansbach gekommen. Die beiden hatten sich vor zwei Jahren bei einem Empfang im Blauen Schloss in Obernzenn kennengelernt.

De Maizière und seine Frau stellten Deffner Fragen zum Theater Ansbach - und zum Hubschrauberlärm. Auf einen Empfang und Gespräche mit weiteren Ansbacher Politikern verzichtete der Bundesminister bewusst: „Wie gesagt, es sind ja unsere letzten Urlaubstage, die wir hier in Ansbach verbringen.“

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  Fränkische Landeszeitung
7. August 2015

"Grauenvolle Vernichtung". Mahnwache erinnert an 70 Jahre Hiroshima.

Mit einer Mahnwache vor dem Ansbacher Rathaus hat das Ansbacher Friedensbündnis des Atombombenabwurfs auf Hiroshima gedacht: Vor 70 Jahren, am 6. August 1945, hatte die US-Armee die erste Atombombe in einem Krieg auf die japanische Hafenstadt abgeworfen.

Am Vorabend des Atombombenabwurfs hatten bundesweit Friedensinitiativen, Kirchen, Gewerkschaften und andere zivilgesellschaftliche Organisationen zur „Nacht der 70000 Lichter“ aufgerufen. Damit sollte der Opfer des Atomkriegs gedacht und für die Ächtung von Nuklearwaffen demonstriert werden, so Boris-André Meyer vom Ansbacher Friedensbündnis.

Dem Aufruf waren knapp 50 Interessierte vor das Ansbacher Rathaus gefolgt und Hans-Jörg Meyer beklagte, dass nach dem Atombombenabwurf „die grauenvolle Menschenvernichtung“, wie er sagte, gerechtfertigt wurde mit dem Hinweis, dass man es den Kommunisten habe zeigen müssen. Heute werde zu viel Geld in die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen gesteckt und gleichzeitig stürben Menschen, weil Geld für ihre Versorgung fehle. Meyer forderte ein Ende der Aufrüstung, der militärischen Drohnen und der atomaren Bewaffnung. Meyer kritisierte auch, dass über 100 Staaten, aber nicht Deutschland, eine österreichische Initiative zum Ende des atomaren Risikos unterschrieben hätten. „Wir brauchen eine atomwaffenfreie Welt“, so Meyer.

Der pensionierte Pfarrer Hans Löhr, der im Talar an der Kundgebung teilgenommen hat, bezeichnete den Atombombenabwurf aIs das größte Kriegsverbrechen aller Zeiten und er kritisierte die Selbstverleugnung Deutschlands mit Blick auf die Freundschaft mit den USA. Wer solche Freunde habe, so Löhr, die in Deutschland Kriege übten, brauche keine Feinde mehr. Der 6. August müsse, so Löhr, dem Gedenken an die Atombombenopfer dienen, aber auch ständige Mahnung für den Einsatz für eine friedliche Welt sein. Die tödliche Gefahr der Atombomben dürfe nicht in Vergessenheit geraten.

Sprecher Boris-André Meyer zeigte sich mit der Resonanz auf die „Nacht der 70000 Lichter“ sehr zufrieden. Da mit dem Beginn der Sommerferien sehr viele Bürger verreist seien, habe er nicht mit so vielen Teilnehmern an der Kundgebung gerechnet.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
5. August 2015

Friedens-"Performance". Kriegsgegner auf Windsheimer Marktplatz.

Hart ins Gericht mit dem US-Präsidenten Barack Obama gingen die Akteure der „Deutschen Friedensgesellschaft Vereinigte Kriegsgegnerlnnen“ (DFG-VK) bei einer "Performance" auf dem Bad Windsheimer Marktplatz. Unter dem Motto „Auf Achse für Frieden und Abrüstung“ verteilten sie Flyer mit dem Steckbrief des US-Präsidenten.

Vom Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Grafenwöhr ging es am 1. August per Rad los quer durch Süd- und Mitteldeutschland, ehe am kommenden Sonntag, 9. August - dem 70. Jahrestag des Abwurfs der Atombombe auf Nagasaki/Japan - die Radtour ihr Ende in Büchel in der Eifel findet. Der Luftwaffenstützpunkt in Büchel soll der einzige Ort in Deutschland sein, an dem noch amerikanische Atomwaffen lagern.

Entlang der Strecke wird an verschiedenen militärischen Einrichtungen demonstriert. So auch in Bad Windsheim: Gemeinsam mit Mitgliedern der Bürgerinitiative (BI) „Etz langt‘s“, die sich für eine zivile Nutzung der US-amerikanischen Militärstützpunkte in Illesheim und Ansbach einsetzt, stoppte der knapp 40-köpfige Tross an der Kaserne in Illesheim und versammelte sich schließlich am Windsheimer Marktplatz, um mit einer Kundgebung und einer martialisch anmutenden Aktion gegen Atomwaffen, die Drohnenkriege und die westliche Politik in der Ukraine- Krise zu demonstrieren.

Drei bewaffnete „Soldaten“, Ölfässer, drei Personen unter „Leichentüchern“ sowie drei Personen, die das Affen-Motiv „nichts hören, nichts sehen, nichts sprechen“ darstellten, waren zu sehen,, „Wir befinden uns in einem neuen Kalten Krieg“, sagte DFG-VK-Sprecher Thomas Rödl hinsichtlich des eisigen Verhältnisses zwischen Nato und Russland. Er forderte „totale Abrüstung“ und das „Wegverhandeln“ von Bedrohungen, anstatt sie mit kriegerischen Mitteln lösen zu wollen. „Wir fordern immer Fortschritt, aber überall kommen wieder alte Rituale auf: Tod und Zerstörung“, sagte Petra Negendank von der SPD-Fraktion im Windsheimer Stadtrat.

Angesichts der Lärmbelästigung durch die Kampfhubschrauber rund um Illesheim machte die stellvertretende Vorsitzende der BI „Etz langt‘s“, Tanja Schwarz, klar: „Hier wird für den Krieg geübt.“ Indem sie „wegschauen und die Klappe halten“, machten sich „unsere Regierungschefs“ zu Helfern und Helfershelfern des US-Präsidenten, wie Thomas Rödl es formulierte. „Kein Krieg bricht aus. Er wird vorbereitet und organisiert“, so Rödl - auch in Deutschland.

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  Windsheimer Zeitung
4. August 2015

Gegen Krieg, für Abrüstung. Friedensgesellschaft demonstriert am Marktplatz.

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  Amberger Zeitung
2. August 2015

Krieg vom Display aus. Gut 40 Aktivisten der Deutschen Friedensgesellschaft und der Bürgerinitiative "Keine Drohnen in der Oberpfalz" radelten am Samstag von Amberg nach Vilseck, Grafenwöhr und Sulzbach-Rosenberg. Sie taten das für Frieden und Abrüstung und gegen Atomwaffen und Drohnen.

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  Windsheimer Zeitung
1./2. August 2015

Marktplatz wird Kriegsschauplatz. Friedensgesellschaft zeigt statische Szene mit Toten und Soldaten.

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  Fränkische Landeszeitung
16. Juli 2015

In Katterbach wird erst einmal weiter gemessen. PFC-Belastung betrifft zwei Löschübungsplätze - Machbarkeitsstudie in Planung - "Keine klassische Sanierung"

Auf dem US-Gelände in Katterbach Ist das Grundwasser durch PFC-Einträge belastet. Jüngst hat Reinhard Böhmer vom Umweltamt im Umweltausschuss des Stadtrates über die aktuelle Lage informiert. Die Kontamination des Grundwassers sei nachgewiesen, erklärte er. Und: „Tendenziell nimmt die Schadstoffkonzentration im Boden zur Tiefe hin ab.“‘ Eine Machbarkeitsstudie sei in Planung, außerdem existiere ein zweiter Löschübungsplatz auf dem Gelände.

2014 wurde bekannt, dass die US-Truppen bei ihren Löschübungen lange Zeit sogenannte per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) verwendet hatten. Diese befanden sich im Löschschaum und gelangten in das Grundwasser. Ein zweiter Löschübungsplatz war laut Böhmer von 1965 bis 1985 in Verwendung. Das ergaben Auswertungen aus Luftbildern und Aussagen von Zeitzeugen. In den kommenden Wochen wird am bereits seit längerem bekannten Platz gemessen. Unter anderem werden sechs Rammkernsondierungen durchgeführt sowie acht Bohrungen bis in acht Meter Tiefe.

Eine bereits vorhandene Grundwasser-Messstelle, die bis zu vierzehn Meter tief misst und nicht direkt im Schadensbereich liegt, stellte eine Belastung von sechs Mikrogramm fest - „eine sechsfache Überschreitung des erlaubten Schwellenwertes“, sagte Böhmer. An vier weitern Stellen soll noch gemessen werden. Auch am zweiten Löschübungsplatz, der wohl bis 1985 verwendet wurde, sollen entsprechende Messungen durchgeführt werden. Die Abwassersysteme der US-Amerikaner in Katterbach, die neben dem NiederschIagswasser auch das kontaminierte Grundwasser ableiten, münden laut Böhmer in den Katterbach. Deshalb habe das Wasserwirtschaftsamt in Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt dem Katterbach Wasser- und Sedimentproben an fünf Stellen entnommen. „Um zu sehen, ob das Oberflächengewässer und der Uferbereich belastet sind“, erklärte Böhmer. Denn PFC befinden sich nicht nur in fließendem Wasser, sondern „docken“ auch im Sediment in. Das heißt: „Gewässer werden nicht automatisch sauber, weil frisches Wasser nachkommt.“

Ob und wie man den Eintrag des Schadstoffe in das Oberflächengewässer minimieren kann, soll eine Machbarkeitsstudie klären. Darauf einigten sich Vertreter der US-Streitkräfte, das Landesamt für Umwelt, das Wasserwirtschaftsamt Ansbach, die Stadt Ansbach und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Bis Ende des Jahres soll die Studie abgeschlossen sein.

Im Ausschuss fragte Stadträtin Beate Krettinger (Grüne}, ob von einer Machbarkeitsstudie „wirklich so viel neuer Wissensgewinn zu erwarten“ ist und ob man nicht jetzt schon Maßnahmen ergreifen könne. Böhmer wies auf viele Unwägbarkeiten und fehlende Erfahrungswerte hin. Dies sei keine klassische Sanierung. Man müsse im Einzelfall sehen, was funktioniere. Böhmer: „Wir sind uns im Klaren darüber, dass das mehrere Jahre dauern wird.“

Auch OB Carda Seidel sprach sich mehrmals dafür aus, eingehend zu prüfen. „ob man jetzt schon was machen kann“.

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  Fränkische Landeszeitung
30. Juni 2015

Vor "neuer Dynamik der Aufrüstung" gewarnt. Völkerrechtsexperte Andreas Zumach analysierte den militärischen Status quo.

Einen Vortrag über seine Einschätzung des Ukraine-Konflikts hat der Journalist Andreas Zumach auf Einladung der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ im Kunsthaus gehalten. Die Frage, ob dieser Konflikt auch weitergehende Auswirkungen auf den Ansbacher Hubschrauber-Standort der US-Armee habe, konnte der Experte für Völkerrecht und Sicherheitspolitik allerdings nicht beantworten.

Die angekündigte Verlegung von US-Hubschraubern aus der Region an die russische Grenze verstoße gegen geltende Vereinbarungen der NATO und der USA mit Russland, betonte Zumach. Ende April war bekannt geworden, dass ein großer Teil der in Ansbach und Illesheim stationierten US-Einheiten samt Kampfhubschraubern abgezogen und teils an die russische Grenze verlegt werden. Diese und andere Stationierungen von NATO-Truppen, etwa in den baltischen Ländern, wären nach Zumachs Einschätzung Verstöße gegen das Abkommen über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE).

Schon 2014 waren 3000 Soldaten ins Baltikum verlegt worden, was zu einer Suspendierung des KSE-Abkommens durch Russland geführt habe. Auch ein Manöver mit rund 14000 Soldaten, das die NATO kürzlich in osteuropäischen Staaten abgehalten habe, sei ein „drastischer Eskalationsschritt“ gegenüber Moskau. Damit verstoße das westliche Verteidigungsbündnis gegen die Grundgedanken der NATO-Russland-Grundakte. Es seine reine Spekulation, so Zumach, ob die näher an die russische Grenze verlegten Waffensystem e auch aus Ansbach stammen.

Mit Blick auf derzeit laufende Aufrüstungsprogramme stellte der Journalist fest, dass es längst wieder einen kalten Krieg zwischen NATO und Russland gebe. Die USA wollten ihre nuklearen Waffensysteme erneuern und modernisieren. Moskau werde Gegenmaßnahmen ergreifen, und damit komme eine „neue Dynamik der Aufrüstung“ in Gang. Mit Blick auf mögliche Reaktionen Moskaus sei nicht auszuschließen, dass neue Soldaten und Waffen auch in den Ansbacher Raum verlegt werden. Es gebe kein Indiz dafür, dass Wladimir Putin die Nachkriegsgrenzen verändern wolle. Ängste in den baltischen Staaten und in Polen vor einer russischen Bedrohung müsse man aber ernst nehmen.

Zumach kritisierte die Politik der EU gegenüber der Ukraine und vor allem die Fragestellung, dass sich die Ukraine zwischen der EU und Russland entscheiden müsse. Die Annektion der Krim durch Russland sei mit dem Völkerrecht nicht zu vereinbaren. Um den Konflikt um die Ukraine zu entschärfen sei es wichtig, dass keine der beiden Seiten ihr Gesicht verliere. Die Gesichtswahrung sei für Putin entscheidend. Deshalb könnte eine Lösung des Konflikts in einer möglichst großen Autonomie für die östlichen Teile der Ukraine in einem föderativen ukrainischen Staat liegen.

Die größte Sorge für Andreas Zumach ist derzeit ein zufälliger militärischer Zwischenfall. Die vielen Manöver und das sehr nahe Aneinandergeraten der militärischen Kräfte könne einen Konflikt auslösen. Im Konflikt mit Russland habe der Westen viele Fehler gemacht, so Zumach. Derzeit herrsche wohl auch bei den Strategen der US-Regierung Ratlosigkeit, wie die Lage wieder entschärft werden könne.

Der Journalist kritisierte auch seine Kollegen der überregionalen Medien, denen er unzureichende Recherchen und wenig tiefgreifende Analysen der Konflikte vorwarf.

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  Windsheimer Zeitung
27. Juni 2015

Abschied als gefühlter Franke. Wechsel in der US-Armee: Christopher Waters löst Vincent Torza ab.

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  Windsheimer Zeitung
25. Juni 2015

Vom fränkischen Luftraum in die Weiten Alaskas. Kampfhubschrauber-Battaillon verlässt Illesheim. Militärisches Zeremoniell für neuen Kommandeur.

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  Windsheimer Zeitung
13./14. Juni 2015

Türen der Schule bleiben künftig geschlossen. In der Illesheimer Kaserne der US Army werden keine Kinder mehr unterrichtet.

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  Windsheimer Zeitung
30./31 Mai 2015

Illesheim auf Betriebstemperatur halten. Christian Schmidt ist optimistisch, dass der Standort der US Army eine Zukunft hat.

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  Amberger Zeitung
21. Mai 2015

Keine Drohnen über der Oberpfalz. Demo vor dem Rathaus.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
19. Mai 2015

In der Fränkischen Schweiz musste ein US-Militärhubschrauber auf einer Wiese notlanden, weil er zuvor ein Kabel einer Stromleitung durchtrennt hatte. Die vier Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Das ganze Wochenende über wurde die havarierte Maschine bei Plankenfels (Landkreis Bayreuth) von Sicherheitskräften abgeschirmt. Gestern ist der Helikopter durch einen Lastenhubschrauber auf dem Luftweg abtransportiert worden. Foto: dpa

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  Woche im Blick, Ansbach
14. Mai 2015

US-Truppenabzug. Überblick über die Entwicklung in der Region.

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  Fränkische Landeszeitung (Westmittelfranken)
14. Mai 2015

US-Rotation am Standort Illesheim. Kommandeure kündigen an: 450 Mann trainieren künftig im steten Wechsel.

Im Ansbacher Stadtrat haben die US-Kommandeure Oberst Christopher M. Benson und Oberst Vincent H. Torza zu den jüngsten Abzugsplänen der US- Armee gesprochen. Wie berichtet, will die Army ihre Truppen von derzeit 3000 Soldaten in Westmittelfranken um rund die Hälfte reduzieren.

In Ansbach bedeutet dies die Aufgabe der kleineren Barton-Kaserne an der Straße zum Ortsteil Meinhardswinden. Die großen Anlagen an der Bundesstraße 14 im Ortsteil Katterbach sollen erhalten bleiben.

Torza erläuterte die künftige Rotationsstrategie, die Illesheim betreffen wird. Wie er sagte, ist wie angekündigt seit März dieses Jahres ein Bataillon mit einer Stärke von 450 Mann und 26 Blackhawk-Maschinen aus Georgia vor Ort. Damit unterstütze man die Operation „Atlantic Resolve“. Die Einheit sei seiner 12. Heeresfliegerbrigade zugeordnet, so der Oberst.

Künftig werde Illesheim nur noch für den zeitweiligen Aufenthalt der Einheiten genutzt. Piloten durchlaufen nach seinen Worten nach ihrer Ankunft ein rund einmonatiges Training, das im Wesentlichen aus theoretischer Ausbildung besteht. Dann werden die Soldaten zu Flugübungen an andere Standorte, unter anderem nach Osteuropa, verlegt. Nach einigen Monaten kommt die nächste Einheit, um ihre Vorgänger abzulösen. Diese kehren nach Illesheim zurück und bereiten mehrere Wochen ihre Rückverlegung mit kompletter Ausrüstung in die USA vor.

Ab September 2015 wird der US-Lebensmittelmarkt in Illesheim geschlossen sein.

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  Fränkische Landeszeitung
14. Mai 2015

US-Standorte "wichtige Plattform" für Flugverkehr. Kommandeure nahmen zu Abzugsplänen der Armee Stellung - Übergabe an Meinhardswinden für 2021 geplant.

Dem Garnisonsstandort Ansbach stehen große Veränderungen bevor. Neben dem Truppenabzug bis Ende 2016 wird auch die Barton-Kaserne in Meinhardswinden geräumt; der Umzug ist ab 2017 geplant. Dazu haben die US-Kommandeure jetzt im Stadtrat Einzelheiten bekannt gegeben.

Standortkommandeur Christopher M. Benson erinnerte eingangs daran, dass sich das Miltärpersonal von 3000 auf 1000 Köpfe verringern werde. Das bedeute auch rund 2500 weniger Angehörige. Die Auswirkungen auf die 300 amerikanischen und 340 deutschen Angestellten seien derzeit aber noch nicht abzuschätzen, räumte er ein.

Auf Nachfrage aus dem Plenum erläuterte der Standortkommandeur, dessen Funktion in etwa der eines Bürgermeisters des Standortes entspricht, dass alle laufenden Vorhaben abgeschlossen werden. Dazu zählte er die medizinische Ambulanz und Zahnklinik sowie die Sportanlagen auf dem Urlas und den Anbau an die Middle/High School in Katterbach.

Darüber hinaus werde man sich künftig mehr auf die Instandsetzung bestehender Bauten konzentrieren. Benson sicherte zu, wegen der Bodenbelastungen durch Lösch-Chemikalien eng mit den Behörden zusammenarbeiten zu wollen. Rund 40 Prozent der Soldaten und Familien seien auf dem Kasernengelände angesiedelt, der überwieg ende Teil wohne im Umland. Doch habe man keinen Überblick über die konkreten Wohnorte der einzelnen Soldaten, sagte Benson; die meisten wohnten aber wohl in Ansbach und Umgebung: „Das steht ihnen frei.“

Geplant sei, mit dem Umzug aus den Barton Barracks im Laufe des Jahres 2017 zu beginnen; dazu würden an den anderen Standorten Räume vorbereitet. Nach aktuellem Stand sei die Übergabe der Kaserne an die Bundesrepublik 2021 geplant. Dieser Umzug betreffe weniger als 300 Soldaten und Arbeitnehmer.

Oberst Vincent H. Torza, der Kommandeur der 12. Heeresfliegerbrigade, erläuterte die Trainingspläne seiner Einheiten. Auch wenn künftig weniger Maschinen im Einsatz seien, seien die Piloten zu Schulungszwecken weiterhin auf Nachtflüge auch nach 22 Uhr angewiesen, um die Dunkelheit auszunützen. Nicht jeder Hubschraubertyp lässt sich nach seinen Worten vollständig im Simulator abbilden, vor allem unter Nachtsichtbedingungen. Deshalb müsse man auch die Möglichkeit haben, nach Mitternacht zu fliegen. Eine konkrete Aussage, ob in Zukunft durch die Halbierung der Helikopterzahl tatsächlich weniger Lärm zu erwarten sei, machte der Soldat trotz insistierender Nachfragen aus dem Plenum aber nicht.

Torza hob die engen Kontakte zur Lärmschutzkommission hervor. An den Sitzungen könnten nach Zustimmung der anderen Teilnehmer - US-Vertreter und Bürgermeister - auch Bürgervereine als Zuhörer teilnehmen. Er sicherte zu, Anregungen etwa die Flugrouten betreffend, gerne aufnehmen zu wollen: „Wir sind offen für Vorschläge.“ Allerdings brauche man zwischen Tower und Helikoptern Sichtkontakt, was die Auswahl einschränke. Auf Nachfrage erläuterte Torza, dass Flüge in den USA 24 Stunden täglich an sieben Tagen in der Woche erlaubt seien, und das auch über besiedeltem Gebiet. In Deutschland gebe es weitaus restriktivere Auflagen.

Die regionalen Standorte Katterbach und Illesheim sind nach Torzas Worten wegen fünf Kriterien für den Flugbetrieb sehr gut geeignet. Man brauche einen Tower, ein Flugfeld, große Hangars, Tanklager sowie eine Feuerwehr vor Ort. Deshalb seien beide Standorte von großer Wichtigk eit für die US-Armee, aber auch für die gesamte NATO. Die Ansbacher Garnison bleibe die Plattform für den Flugverkehr der Armee in Europa, sagte der Kommandeur.

Martin Porzner richtete die dringende Bitte an Oberbürgermeisterin Carda Seidel, sich beim Freistaat und dem Bund um Hilfen für die Region zu bemühen. Die OB wies bei der Gelegenheit auf die Kontakte zu Staatsminister Dr. Marcel Huber hin.

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  Fränkische Landeszeitung
13. Mai 2015

"Etz langt's!" ließ die Dominosteine fallen.

Von „überdimensionierten Dominosteinen“ hat Pressesprecher Boris-André Meyer gesprochen. Mit diesen empfingen Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Etz langt‘s!“ gestern vor dem Kulturzentrum am Karlsplatz Angehörige der US-Armee. Das Motto der Aktion lautete „Abzug schafft Zukunft“.

Anlass war, dass der US-Standortkommandeur in Ansbach, Oberst Christopher M. Benson, kurz darauf in der Stadtratssitzung im Angletsaal sprach. Die Dominosteine symbolisierten nach Meyers Worten „die jetzt schon zivil umgenutzten US-Basen in Westmittelfranken und die derzeit noch militärisch genutzten“.

Den Dominoeffekt durch Umwerfen der Steine erzielten Mitglieder der Bürgerinitiative, die direkt vom Fluglärm betroffen seien, um veranschaulichen, „dass das letztendlich hier eben kein dauerhafter Standort ist“, sagte der BI-Pressesprecher, der Fraktionschef der Offenen Linken Ansbach (OLA) im Stadtrat ist. Die Aussagen des Pentagons hätten eine kurze Halbwertszeit. Meyer führte finanzielle Zwänge und „leider die geopolitische Lage, dass wir einen neuen Kalten Krieg zu befürchten haben“, für den geplanten Teilabzug der US-Armee aus Westmittelfranken ins Feld.

Oberst Benson begann seine Stellungnahme im Rat mit einem Überblick über die Standort-Organisationsstruktur. „Wir haben eine Hierarchie, die der der Stadt Ansbach ähnelt“, bemerkte er (Bericht folgt).

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  Fränkische Landeszeitung
12. Mai 2015

Kaum Hoffnung auf weiniger Fluglärm. Linken-Abgeordneter: Flugbetrieb nur ein Drittel reduziert.

Nach einem Gespräch mit Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe im Bundesverteidigungsministerium befürchtet Harald Weinberg, Bundestagsabgeordneter der Linken, dass der Fluglärm bei weitem nicht so abnimmt wie erhofft.

Die Bundesregierung rechne nach dem US-Teilabzug lediglich mit einer Abnahme des Flugbetriebes an den US-Militärbasen Ansbach-Katterbach und Illesheim „um 25 bis 30 Prozent“, schreibt er in einer Pressemitteilung. Dem gegenüber gehe die Zahl der Kampfhubschrauber laut einer Mitteilung der Stadt Ansbach um 68 Prozent zurück.

Die angekündigte „Rotationsstrategie“ bedeute demnach, dass die verbleibenden Helikopter etwa doppelt so viel fliegen werden wie bisher, kommentierte Weinberg: „Ums o wichtiger ist es, aktiven Lärmschutz gesetzlich strikter zu handhaben.“ Die Fraktion der Linken im Bundestag stehe hinter den Forderungen der Stadt Ansbach nach einem Nachtflugverbot und einem Überflugverbot von Wohngebieten, so Weinberg: „Hierfür werden wir entsprechende parlamentarische Initiativen ergreifen.“

Mit Blick auf die Zukunft der Stationierung habe das Verteidigungsministerium indes keinerlei verbindliche Aussagen machen können. Weinberg sieht darin „einen Grund mehr für eigenständige Steuerung der zivilen Umnutzung durch den Bund“. Denn wenn die Truppenstärke halbiert werde, warum sollten dann nicht auch die militärisch blockierten Flächen in gleicher Höhe reduziert werden.

Es könne nicht sein, dass die betroffenen Kommunen „wie Kaninchen vor der Schlange“ auf die wechselhaften Entscheidungen aus dem Pentagon warteten. Die Bundesregierung müsse endlich den USA Vorgaben für die Zukunft der Standorte machen, um für Städte und Gemeinden Planungssicherheit herzustellen. „Das sollte in einer Partnerschaft auf Augenhöhe möglich sein“, so der Abgeordnete.

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  Fränkische Landeszeitung
9. Mai 2015

Chancen durch den US-Abzug. Linke: CSU-"Katzenjammer"

Die Staatsregierung sei auf den Abzug der US-Truppen offenbar „völlig unvorbereitet“. Das stellt die Offene Linke in einer Pressemitteilung fest. Dies werde aus Presseberichten sowie vorangegangenen Stellungnahmen der CSU deutlich.

Dabei sei seit langem klar, dass die Aussagen aus dem Pentagon über die Stationierungsstrategie eine äußerst kurze Halbwertszeit hätten, stellte Fraktionssprecher Boris-André Meyer fest. Zudem sei die Entwicklung in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Standortschließungen in Franken sowie das Interesse der USA am Aufbau von Militärbasen nahe der russischen Grenze Indiz dafür, dass auch Ansbach kein dauerhafter US-Stützpunkt sein werde.

Anstatt frühzeitig Alternativen zur Stationierung ins Auge zu fassen, hätten die Bayerische Staatsregierung und der ehemalige Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU), „in Washington Klinken geputzt, ohne Rücksicht auf Gesundheit und Lebensqualität der Menschen im Umfeld des Heliports Katterbach zu nehmen.“

Mit den rund 100 Millionen Euro deutscher Steuergelder, die jährlich an das US-Militär geflossen seien, wären eine kluge Konversionsplanung und die zügige Umsetzung von Konzepten für die zivile Umnutzung machbar gewesen, meint Meyer: „Der ‚Katzenjammer‘ von CSU-Lokalpolitikern hilft niemandem.“

Vielmehr müsse man jetzt Chancen für Ansbach und die Region erkennen und ergreifen. Von der Hochschulerweiterung bis hin zu sinkenden Mieten infolge des US-Abzugs sei vieles „für eine gute Stadtentwicklung“ möglich, so Meyer.

Für die Konversionsplanung brauche man zunächst eine solide Datengrundlage, etwa mit Blick auf die an US-Militärangehörige vermieteten Wohnungen. Hierzu habe die Fraktion der Offenen Linken Ansbach eine Anfrage für die kommende Stadtratssitzung eingereicht.

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  Fränkische Landeszeitung
8. Mai 2015

Fragenkatalog für den US-Besuch im Stadtrat. Offene Linke will Auskunft vom Stadortkommandeur.

Auf der Sitzung des Ansbacher Stadtrates am kommenden Dienstag um 16 Uhr im Angletsaal wird der Standortkommandeur Oberst Christopher M. Benson über die aktuelle Situation berichten.

Dazu hat die Offene Linke Fragen vorbereitet. So will Fraktionssprecher Boris-André Meyer wissen, wie viele Flugstunden mit den in Ansbach und Illesheim stationierten US-Hubschraubern in den Jahren 2008 bis 2014 abgeleistet worden sind. Dazu verlangt er eine Auflistung nach Monaten und Tageszeiten. Auch will er wissen, wo wie viele US-Soldaten und Armeeangehörige wohnen.

Desgleichen interessiert sich die Offene Linke für etwaige Auswirkungen der an gekündigten „Rotationsstrategie“ und fordert Auskunft über die zu erwartenden Flugstunden in den Jahren 2015 und 2016. Oberst Benson soll erklären, warum die US-Armee die „kleine Platzrunde“ nicht in Nord-Süd-Richtung über unbewohntes Gebiet verschiebt, damit der Stadtteil Obereichenbach entlastet werden kann. Der Kommandeur soll auch erklären, auf welchen Militärbasen in den USA Hubschrauberflüge bis zwei Uhr nachts erlaubt sind und wo Wohngebiete überflogen werden dürfen. Auskunft soll er auch darüber geben, ob weitere Bauabschnitte auf dem Urlas nach der Abzugsankündigung nunmehr obsolet sind.

Öffentliche Sitzungen der Lärmschutzkommission

Und zum wiederholten Mal fordert Meyer öffentliche Sitzungen der Lärmschutzkommission. Deshalb soll Benson Stellung dazu beziehen, warum die US-Standortverwaltung nach wie vor keine öffentlichen Sitzungen unter Beteiligung betroffener Bürger zulässt, wie an anderen US-Basen wie etwa Mannheim bereits praktiziert.

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  Fränkische Landeszeitung
7. Mai 2015

Stadtspitze hofft auf weniger Fluglärm. Abzug der US-Truppen Thema in Lärmschutzkommission.

Der Abzug der US-Truppen könnte durchaus zu einer Lärmminderung führen. Das hebt die Stadt in einer Pressemitteilung hervor, OB Carla Seidel erinnert nach der jüngsten Sitzung der Lärmschutzkommission und einem Telefonat mit Staatsminister Dr. Marcel Huber daran, dass die Umstrukturierung der 12. Kampffliegerbrigade mindestens zu einer Halbierung der Anzahl an Soldaten und Hubschraubern führen wird. Bundesweit soll sich die Zahl der Soldaten in den Einheiten in Illesheim, Ansbach, Wiesbaden und Stuttgart um etwa 1900 und die Anzahl der Angehörigen um rund 2800 reduzieren.

In der halbjährlichen Sitzung der Kommission mit der Oberbürgermeisterin und den Bürgermeistern der Region habe der Standortkommandeur Oberst Christopher M. Benson genauere Zahlen geliefert. Durch den Abzug der 1600 in Katterbach/Illesheim stationierten 3000 Soldaten werde sich auch die Zahl der derzeit 8700 Familienangehörigen „deutlich verringern“. Dazu werde die Anzahl der Hubschrauber in ganz Bayern von derzeit 119 auf 38 reduziert.

Neue Einheiten aus Illesheim

Oberst Benson informierte der Mitteilung zufolge, dass die bisher in Ansbach stationierte Einheit den Stützpunkt Katterbach vollständig verlassen und dafür eine neue Einheit mit rund 500 Soldaten von Illesheim nach Katterbach verlegt wird, die dann aber hier dauerhaft verbleiben soll. Bei den Truppen teilen in Illesheim handele es sich künftig um sogenannte Rotationseinheiten.

Auf Nachfrage, ob die Reduzierung der Anzahl der Hubschrauber vor Ort denn auch zu einer entsprechenden Entlastung der vom Fluglärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger führe, habe Oberst Vincent H. Torza, der Kommandeur der 12. Kampffliegerbrigade, deutlich gemacht dass er persönlich von einer Entlastung ausgehe, zeigte sich Seidel zufrieden.

Zu den Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt vor Ort durch die geringere Zahl an US-Familien sei von Seiten der US-Armee lediglich darauf hingewiesen worden, dass künftig die aus dem Militärgelände zur Verfügung stehenden Unterbringungsmöglichkeiten wie etwa auf dem Urlas vorrangig genutzt werden müssten.

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  Fränkische Landeszeitung
7. Mai 2015

Mehr Klarheit über die US-Strategie. MdB Weinberg will Auskunft.

Nach der Ankündigung des Abzugs von 1600 Soldaten und rund 60 Kampfhubschraubern der US-Armee aus Ansbach und Illesheim will der Bundestagsabgeordnete der Linken, Harald Weinberg, mehr Klarheit in Sachen US-Stationierungsstrategie schaffen.

Auf seine Initiative hin soll das Thema am heutigen Donnerstag im Bundesverteidigungsministerium mit Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe besprochen werden. Die Absichtserklärungen des US- Militärs über Art und Umfang der Stationierung in Westmittelfranken gleichen in den vergangenen zwei Jahren zunehmend der Echternacher Springprozession. So können die betroffenen Kommunen nicht langfristig planen. Ich erwarte von der Bundesregierung eine aktive Steuerung der zivilen Umnutzung. Das werde ich Staatssekretär Dr. Brauksiepe gegenüber deutlich machen“, erklärte Weinberg in einer Pressemitteilung.

Darüber hinaus will der Abgeordnete gesetzliche Änderungen zum Schutz vor Fluglärm sowie die Altlastenproblematik in den US-Liegenschaften zur Sprache bringen. Die Öffentlichkeit werde er über die Gesprächsergebnisse zeitnah informieren, kündigte er an.

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  Fränkische Landeszeitung
5. Mai 2015

US-Abzug: Innenminister sichert Hilfe zu.

Die Ankündigung der US-Armee, in großen Teilen abziehen zu wollen, hat jetzt die Regionalpolitik auf den Plan gerufen. So haben sich einige CSU- Kommunalpolitiker, die im betroffenen Bereich Mittelfranken Verantwortung tragen, mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann getroffen.

An dem Gespräch beteiligt waren laut einer Pressemitteilung der CSU neben Minister Herrmann auch Dr. Jürgen Ludwig (Landrat des Landkreises Ansbach), Dieter Hummel (CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag von Neustadt a.d. Aisch/ Bad Windsheim), Andreas Schalk (CSU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat) sowie Jochen Sauerhöfer (stellvertretender CSU-Fraktionsvorsitzender. Ziel des Gesprächs sei es gewesen, so Schalk, dem Minister zu verdeutlichen, welche erheblichen Auswirkungen der Abzug größerer Truppenteile der US Army für den Arbeitsmarkt, den Wohnungsmarkt, das Handwerk, die Gastronomie, den Einzelhandel und die Infrastruktur der Region, „auf die sich bisher sicher noch niemand eingestellt hat“, haben könnte. „Freude über den Abzug ist keinesfalls angebracht“, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig.

Einigkeit habe auch darin bestanden, dass der möglicherweise geringere Lärm durch Hubschrauber „sehr teuer erkauft“ werde. Unverständnis hätten die Forderungen einiger „Etz langt‘s“-Funktionäre nach einer Rückgabe der Grundstücke, die von der US Army genutzt werden, ausgelöst.

Alle vier Politiker baten den für die bayerischen Kommunen zuständigen Minister um Unterstützung bei den „gewaltigen Aufgaben“, die in den nächsten Jahren anstehen würden. Herrmann habe deutlich gemacht, dass der Freistaat die betroffenen Kommunen im westlichen Mittelfranken „nicht im Stich lassen“ werde.

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  Fränkische Landeszeitung/ Ausgabe NEA
4. Mai 2015

Demo vor Kaserne. Illesheimer Hubschrauber im Zentrum der Kritik.

Am Internationalen Tag gegen den Lärm demonstrierte die Bürgerinitiative (BI) „Etz langt‘s“ vor den Storck Barracks in Illesheim sowie am Marktplatz in Bad Windsheim. Das Thema: Die Belastung der Einwohn er der Region rund um Illesheim durch die Übungsflüge der dort stationierten amerikanischen Militärhubschrauber. Die Forderung: Eine stärkere Regulierung dieses speziellen Flugbetriebs durch die US- Streitkräfte.

Pünktlich zum Feierabend der Soldaten gegen 17.15 Uhr hatten sich die Mitglieder von „Etz langt‘s“ gegenüber des Haupteingangs der Kaserne aufgereiht: Plakate wurden ausgerollt, Trillerpfeifen geblasen und Rasseln betätigt. Dutzende Privatautos mit Amerikanern fuhren in den folgenden Minuten an den etwa 20 Aktivisten vorbei — die Insassen reagierten teilweise mit kurzen Bemerkungen und hörbarem Unverständnis. Ein Mitglied der amerikanischen Streitkräfte hielt das Geschehen mit seiner Handykamera fest, um offenbar vor allem das Banner mit der Aufschrift „US Air Terror“ zu fotografieren.

Der Pressesprecher der Bürgerinitiative, Boris-André Meyer, der für die „Offene Linke“ im Ansbacher Stadtrat sitzt, erklärte im Zuge der Veranstaltung, er hoffe sehr darauf, dass sich die Stadt Bad Windsheim und der Landkreis Neustadt/Aisch Bad Windsheim „endlich klar positionieren“ mögen. „Das Ausmaß der Lärmbelastung ist für eine Kurstadt untragbar“, so Meyer. Die Bad Windsheimer Stadträtin Petra Negendank (SPD) sprach vor dem Rath aus im Namen der BI. Sie bezeichnete Bad Windsheim als „Truppenübungsplatz“ und forderte ein sofortiges Nachtflugverbot für die amerikanischen Hubschrauber.

Zusätzlichen Auftrieb erhielt die Demonstration am Donnerstag, bei der auch Bundestagsmitglied Harald Weinberg (Die Linke) anwesend war, durch aktuelle Meldungen, dass die US-Streitkräfte ihre Truppenpräsenz in Europa restrukturieren wollen und im Zuge dessen 1900 Soldaten aus Deutschland abziehen sollen. Davon sind vor allem Illesheim beziehungsweise das Hauptquartier in Ansbach-Katterbach betroffen. „Das ist nur ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärte Boris-André Meyer. Er wies darauf hin, dass die Rotation von Truppenteilen verstärkt werden solle. „Die Zahl der Übungsflüge wird deshalb wohl kaum zurückgehen“, so Meyers Vermutung. Die Forderungen der BI blieben deshalb bestehen: Abzug der US-Truppen und zivile Nutzung der Kasernenflächen.

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  Windsheimer Zeitung
1. Mai 2015

US Army zieht Soldaten und Hubschrauber ab. Kasernen bleiben bestehen - 1600 Amerikaner verlassen Illesheim und Ansbach - Mehr Rotationseinheiten.

Im Original weiterlesen.

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  Radio Bayern 2/ regionalZeit Franken
30. April 2015

Aktionen gegen Hubschrauberlärm.

Im Original anhören.

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  Woche im Blick (Ansbach)
22. April 2015

Fluglärm in der Region. Gespräch mit Staatssekretär Ralf Brauksiepe.

Im Original weiterlesen.

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  Fränkische Landeszeitung
22. April 2015

Für weiteren Lärmschutz. Brief an Staatssekretär im Veteidigungsministerium.

Oberbürgermeisterin Carda Seidel begrüßt es, dass mit dem Staatssekretar im Verteidigungsministerium Dr. Ralf Brauksiepe nun ein fester Ansprechpartner für die Belange des Lärmschutzes gefunden ist.

In einem Schreiben an den Parlamentarier listet Seidel die aus Ansbacher Sicht wichtigsten Punkte nochmals auf. Ziel sei es‚ im Sinne eines gedeihlichen Miteinanders“ einen für beide Seiten akzeptablen Ausgleich zwischen der Notwendigkeit von Trainingsflügen und dem Ruhebedürfnis der betroffenen Menschen zu finden. Alleine in Ansbach seien mehr als 5000 Einwohner durch die Übungsflüge regelmäßig betroffen. Durch intensive, jahrelange Bemühungen und stetigen Dialog mit der US-Armee habe man zwar kleine Entlastungen erreichen können. So würden etwa auch andere Truppenübungsplätze für das Flugtraining genutzt, eine Route für die Übungsflüge leicht verändert, das Anflugverfahren unter Sichtflugwetterbedingungen etwas modifiziert und Weißlicht-Landescheinwerfer würden während der Übungsflüge nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt. Doch bestehe nach wie vor deutlicher Handlungsbedarf, wie mehrere Tausend Beschwerden per Telefon oder E-Mail aus Stadt und Landkreis belegten.

Eine deutliche Entlastung sei nur möglich, wenn bewohnte Gebiete nicht mehr überflogen würden, keine Flüge an Wochenenden mehr stattfanden, keine Flüge von Mai bis August nach 0 Uhr und von September bis April nach 23 Uhr mehr erfolgen, höchstens drei Flugtage pro Woche stattfänden und kein „heißes Betanken“ mehr zugelassen werde. Es sei wichtig, vermehrte Flugbewegungen mindestens eine Woche vorher anzukündigen und die Bevölkerung darüber zu informieren, damit sich die Bürger auf Zeiten höherer Lärmbelastung einstellen können.

Dankbar sei man für die Zusage der Verteidigungsministerin, die Stadt bei einem Stabswechsel in Katterbach dahin gehend zu unterstützen, dass die neuen US-Kommandeure bereits vor dem Einsatz über die Situation vor Ort sowie über die bis dahin getroffenen Vereinbarungen und Absprachen über die gesetzlichen Regelungen hinaus informiert und entsprechend sensibilisiert würden.

Tatsächlich seien die aktuellen gesetzlichen Regelungen „zu grobmaschig“, um die Menschen vor Ort wirksam zu schützen. Deshalb sei die Stadt auf die Unterstützung des Verteidigungsminister:ums angewiesen, um ein partnerschaftliches Miteinander mit der US-Armee sicherzustellen. Seidel hat bei der Gelegenheit Dr. Brauksiepe auch zu einem Arbeitsbesuch nach Ansbach eingeladen.

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  Windsheimer Zeitung
16. April 2015

Viele hatten sich mehr erwartet vom Staatssekretär. Gespräch mit Ralf Brauksiepe zum Thema Fluglärm - Etz-langt´s-Sprecher Meyer sieht Akzeptanz im Sinkflug.

Im Original weiterlesen.

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  Neumarkter Nachrichten (Online)
16. April 2015

Werden US-Helikopter in die Oberpfalz verlegt?

BI berichtet von geplantem Umzug nach Grafenwöhr — Klagen über Manöver.

Online weiterlesen.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
16. April 2015

Votum für Militärübungen. Staatssekretär verteidigt auch Hubschrauberlärm

Die Bedeutung militärischer Übungen, zu denen auch Hubschrauberflüge mit der entsprechenden Lärmbelastung gehören, hat Ralf Brauksiepe, Staatssekretär im Verteidigungsministerium, bei einem Besuch in Burgoberbach (Kreis Ansbach) betont. Der Politiker wollte sich dort einen Eindruck vom Stand der Diskussion über den Hubschrauberlärm machen, der von US-Streitkräften ausgeht. Brauksiepe traf im Rathaus mehrere Gesprächspartner zu einer nicht öffentlichen Runde, an der auch der Bundestagsabgeordnete Josef Göppel (CSU), mehrere Kommunalpolitiker und Vertreter der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ teilgenommen haben.

Konkrete Ergebnisse gab es bei dem Treffen nicht, hieß es nach Angaben der Fränkischen Landeszeitung. „Ich bin in erster Linie gekommen, um zuzuhören“, sagte der Staatssekretär am Ende. „Ich weiß aber, dass Hubschrauber Leben retten können.“ Das Training mit den militärischen Fluggeräten sei unabdingbar. Die Akzeptanz dafür bei der Öffentlichkeit sei aber „im Sinkflug“ begriffen, gestand er zu. Man müsse einen fairen Ausgleich finden zwischen militärischen Belangen und den Interessen der lärmgeplagten Anwohner.

Entwarnung gab Ralf Brauksiepe im Hinblick auf die 25 zusätzlichen Hubschrauber, die in Illesheim stationiert werden sollen. Das werde nicht auf Dauer sein. Während die neuen Hubschrauber bis Mitte November für den Einsatz bereitgestellt werden, würden im Gegenzug andere nach und nach abgezogen.

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  Fränkische Landeszeitung
16. April 2015

"Ich bin gekommen, um zuzuhören". Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe informierte sich im Burgoberbacher Rathaus zum Thema "Fluglärm".

Der Hubschrauberlärm war gestern Thema im Burgoberbacher Rathaus. Ein ausgewählter Kreis traf sich zum Gespräch mit Staatssekretär und Mitglied des Bundestags, Dr. Ralf Brauksiepe, der sich einen Eindruck über die Problematik verschaffen wollte. Auf den Vorführeffekt war Verlass: Von dröhnenden Motoren war zumindest beim anschließenden Pressegespräch nichts zu hören.

„Konkrete Ergebnisse hat es nicht gegeben“, fasste Boris-André Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“, seine Eindrücke zusammen. Während Dr. Brauksiepe die militärischen Übungen für unabdingbar halte, sei die Akzeptanz dafür bei der Bevölkerung „im Sinkflug“ begriffen.

Anwesend waren bei der internen Gesprächsrunde mit Dr. Brauksiepe als Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums außerdem MdB Josef Göppel, der Burgoberbacher Bürgermeister Gerhard Rammler sowie stellvertretender Landrat Stefan Horndasch.

Mehrere Betroffene, darunter zum Beispiel der ehemalige Sommersdorfer Pfarrer Hans Löhr, sprachen über ihre Erfahrungen. Ansbachs Oberbürgermeisterin Card a Seidel konnte nicht teilnehmen, weil sie zeitgleich einen Termin beim Städtetag wahrnehmen musste. Für ein zusätzliches Gespräch mit ihr gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keinen Termin. Anwesende bezweifelten auch, dass dies noch zu Stande kommen werde.

Die Antwort auf die Frage nach konkreten Ergebnissen aus der Gesprächsrunde blieb Dr. Brauksiepe schuldig: „Ich bin in erster Linie gekommen, um zuzuhören.“ Mit Nachdruck betonte er die Bedeutung der militärischen Übungen: „Ich weiß, dass Hubschrauberflüge Leben retten können.“ Trotzdem müsse man einen fairen Ausgleich zwischen den militärischen Belangen und den Interessen der lärmgeplagten Anwohner erreichen.

Entwarnung geben konnte er zumindest im Hinblick auf die 25 zusätzlichen Hubschrauber, deren Stationierung in Illesheim vor einiger Zeit angekündigt wurde. „Es geht nicht um eine dauerhafte Stationierung“, hieß es. Während 25 neue Hubschrauber bis Mitte November in den Einsatz kommen, werden dafür andere nach und nach abgezogen.

Josef Göppel will sich weiterhin für gesetzliche Anderungen einsetzen, die die Situation verbessern können. Die Bestimmungen für militärische Flughäfen sollten, so betonte er, den Regelungen für zivile Flughäfen angeglichen werden. Diese seien wesentlich strenger, während es für die militärischen kaum Einschränkungen gebe, ergänzte Landkreisvertreter Horndasch auf Nachfrage. Zum Beispiel gebe es kein Nachtflugverbot.

Diskutiert wurde unter anderem auch die Frage, wie dröhnende Motorengeräusche während einer Beerdigung vermieden werden können. Man müsse die Beerdigung bei den US-Streitkräften anmelden, so dass entsprechend Rücksicht genommen werden könne, so Horndasch.

Abschließend forderte Dr. Brauksiepe betroffene Bürger auf, ihre Anliegen vorzutragen: „Wir nehmen jede einzelne Beschwerde ernst.“ Die lärmgeplagten Bürger, die im Eingangsbereich des Rathauses gewartet hatten und dem Staatssekretär gern persönlich ihre Erfahrungen mit dem Fluglärm hatten schildern wollen, hörten dies nicht. Sie waren nicht zur Gesprächsrunde geladen.

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  Wochenzeitung, Ansbach
11. April 2015

Kraftvoll für Frieden. Ostermarsch der Bürgerinitiative.

Im Original weiterlesen.

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  Woche im Blick, Ansbach
10. April 2015

Ostermarsch. Rund 400 Teilnehmer in Ansbach.

Im Original weiterlesen.

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  Fränkische Landeszeitung
7. April 2015

Hüttinger: Ziel ist eine "militärfreie Stadt". Beim Ostermarsch Kritik an Waffenexporten - Kriegsführung mit Drohnen angeprangert.

Das Ansbacher Friedensbündnis und die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ haben auch in diesem Jahr wieder zur Mahnung gegen Krieg und für eine zivile Nutzung der Militärstandorte in Ansbach und Illesheim aufgerufen. Nach einem „Warm-up“ vor der US-Kaserne in Katterbach traf man sich unter dem Motto „Abrüsten! Frieden schafft Zukunft“ zur Kundgebung auf dem Martin-Luther-Platz. Mehrere Redner wandten sich gegen Militärpräsenz und Rüstungsexporte.

„Krieg muss abgeschafft werden“, betonte Hansjörg Meyer, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“. Auch die Abschaffung von Sklaverei und Hexenverbrennung seien einst „schwierig“ gewesen. Nach seinen Worten sind „Demokratie von unten“ und „Druck nach oben“ nötig.

„Die Solidarität der Stadt“ brachte Stadtrat Hannes Hüttinger zum Ausdruck. Er bedauerte, dass die Veranstaltung auf dem Martin-Luther-Platz ohne Anwesenheit eines Bürgermeisters stattfand, während an der Einweihung eines Sportzentrums der US-Garnison „gleich zwei Bürgermeister“ teilgenommen hätten. Wie er weiter sagte, blieben „Abbau von Militär“ und eine „militärfreie Stadt“ Ziel der Bestrebungen.

Das Beispiel des Ansbacher Widerstandskämpfers Robert Limpert stellte Eva Bulling-Schröter, Mitglied des Deutschen Bundestages und bayerische Landesvorsitzende der Partei „Die Linke“, an den Beginn ihrer Ausführungen. Sie bezeichnete es als „Unrecht“, wenn die deutsche Industrie vom Export von Rüstungsgütern profitiere. Nach ihren Worten stehe das Credo „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“ im Gegensatz zum Wirken der US-Streitkräfte im Land. Nach Ansicht der Abgeordneten werde vom Standort Ramstein aus „per Mausklick“ der Einsatz von Drohnen gesteuert. „Das ist Krieg“, unterstrich Bulling-Schröter. „Auch die Militärbasen in Illesheim und Katterbach müssen geschlossen werden“, forderte sie.

Aus Sicht von Martin Stümpfig, Mitglied des Bayerischen Landtages für Bündnis 90/Grüne, wird „die Notwendigkeit, Ostermärsche durchzuführen“, beim Blick auf die Weltlage deutlich. Der Flugbetrieb von US-Hubschraubern findet seinen Worten zufolge ‚im rechtsfreien Raum“ statt. Die Überlegungen von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen zum Einsatz von Drohnen bezeichnete der Abgeordnete als „Eskalation“. Er hob hervor: „Da wollen wir nicht mitmachen!“ Auch die Position der Bundesrepublik hinsichtlich von Rüstungsexporten kritisierte Stümpfig.

Abschließend zogen die Teilnehmer unter Begleitung der Samba Gruppe „Batukeros“ über die Würzburger Straße, den Kasernendamm, die Residenzstraße und den Schlossplatz zurück zum Martin-Luther-Platz. Schätzungen der Polizei zufolge nahmen an der Veranstaltung in Katterbach ungefähr 50 Personen teil, während es zur Kundgebung in der Innenstadt „wohl um die 200“ Demonstranten gewesen sein dürften. Seitens der Veranstalter wurden hier „über 300 Menschen“ genannt.

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  Windsheimer Zeitung
7. April 2015

Bunter Protest mit Fahnen, Luftballons und Transparenten. Ostermarschierer trotzten in Ansbach der nasskalten Witterung.

Im Original weiterlesen.

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  Fränkische Landeszeitung
19. März 2015

Dröhnende Motoren. Gegen "Kriegsübungen".

Die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ kritisiert die Stationierung weiterer Hubschrauber. „Medienberichten zufolge sollen in Illesheim zusätzlich 25 Kampfhubschrauber stationiert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Offenbar handele es sich um die „3. Schlachtfliegerbrigade (3rd Combat Aviation Brigade - CAB)“ aus Savannah im US-Bundesstaat Georgia.

Die Begründung mit NATO- Manövern in Osteuropa wirke vordergründig, so der Vorstand der Bürgerinitiative (BI). Vielmehr seien die „laxen Flugbestimmungen“ in Westmittelfranken ein ‚Eldorado für Kriegsübungen“. In den USA herrschten viel strengere Vorgaben, erinnert die BI, etwa Abstände zur Wohnbebauung von einer Seemeile (1,8 Kilometer).

Der Vorstand appelliert an alle Gebietskörperschaften, gemeinsam Druck für strengere Flugbestimmungen im Sinne des Ansbacher Stadtratsbeschlusses für ein Nacht- und Überflugverbot von Wohngebieten zu machen.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
14. März 2015

US-Streitkräfte verstärken ihre Präsenz in der Region

Der Ukrainekonflikt hat alte Ängste östlicher Nato-Mitglieder wie der baltischen Länder und Polens vor dem großen Nachbarn Russland wieder verstärkt. Die Nato reagiert darauf mit dem Aufbau einer notfalls binnen 48 Stunden einsatzfähigen Truppe. Die USA verstärken zudem erstmals seit dem massiven Abbau ihrer Truppen in den letzten Jahrzehnten wieder ihre Präsenz in Europa. Dies wirkt sich auch in der Metropolregion Nürnberg aus.

Nach Illesheim (Westmittelfranken) werden 26 Transporthubschrauber und gut 400 Soldaten verlegt, die aus dem US-Bundesstaat Georgia kommen. Die Helikopter sollen später an Nato-Übungen in Osteuropa teilnehmen. Die Manöver sind ein Zeichen dafür, dass das Bündnis zu seiner Pflicht steht, jedes Mitgliedsland gegen einen Angriff zu verteidigen. Auch eine Panzerbrigade soll in nächster Zeit aus den USA nach Europa verlegt werden. Die Ausrüstung dieses Verbandes — insgesamt 800 Transporter und Panzer — werden per Schiff nach Europa gebracht. Das Material wird auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr stationiert, ein Teil auch auf anderen, kleineren Militärbasen.

„Signal an Nato-Partner“

Ein Sprecher der US-Streitkräfte sagte gegenüber unserer Zeitung, Washington wolle damit in unsicheren Zeiten ein Signal aussenden, dass es an der Seite der europäischen Partner steht. Die Rad- und Kettenfahrzeuge stünden den US-Truppen nach Abschluss der Verlegung für Manöver und Übungen in Europa dauerhaft zur Verfügung. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wertete die verstärkte US-Präsenz in Europa als „klares Bekenntnis zur Übernahme von Verantwortung für die Sicherheit der Nato-Partner“ auch angesichts aktuell er Herausforderungen.

Die Linkspartei in Bayern beklagte dagegen, es werde in Deutschland „immer offensiver für den Krieg geübt“, die Militarisierung der Oberpfalz nehme durch die neuen Panzer und Radfahrzeuge in Grafenwöhr noch weiter zu.

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  Fränkische Landeszeitung
10. März 2015

Kritik an Bundesregierung. Mehrbelastung "rücksichtslos.

Der mittelfränkische Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg (Die Linke) kritisiert die Bundesregierung dafür, dass sie die vorübergehende Verlegung von 450 weiteren US-Soldaten und 25 Hubschraubern nach Illesheim genehmigt habe. „Die Menschen im Umfeld der Militärbasen Ansbach und Illesheim haben bereits jetzt mit massiven Einschränkungen ihrer Lebensqualität durch Fluglärm und gesundheitsgefährdende Abgase der Kampfhubschrauber zu kämpfen. Eine Ausweitung dieser Belastungen ist schlichtweg rücksichtslos“, stellt er fest.

Weinberg sieht in zusätzlichen US-Kampftruppen in Bayern auch außenpolitisch ein falsches Signal: „Deutschland und Frankreich bemühen sich um eine friedliche Beilegung des Ukraine-Konflikts“, betont er. Dass nun in Deutschland mehr US-Militär stationiert werden solle, „um Manöver in Osteuropa, womöglich auch im Baltikum durchzuführen“, konterkariere „eine ausgleichende Verhandlungsposition“, so Weinberg: „Bayern darf nicht zum Verschiebebahnhof für US-Kriegsübungen an der russischen Grenze werden.

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  Fränkische Landeszeitung
6. März 2015

Initiative fürchtet mehr Fluglärm.
Kritik an Brigade-Verlegung.

Die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ kritisiert die Verlegung einer Kampffliegerbrigade aus den USA nach Illesheim. Damit befänden sich erstmals zwei Hubschrauberbrigaden in Westmittelfranken.

Mit den zusätzlichen 25 Hubschraubern drohe „ein erneuter Fluglärm-Sommer“, nachdem die Belastung in den Wahljahren 2013 und 2014 etwas zurückgegangen sei, so die Initiative in einer Pressemitteilung. Möglicherweise seien die „laxen Flugbestimmungen“ in der Region der Grund für die Verlegung.

„Etz langt‘s“ appelliert an die Gebietskörperschaften, gemeinsam Druck für strengere Flugbestimmungen sowie ein Nachtflug- und Überflugverbot von Wohngebieten zu machen. Die zusätzliche Stationierung sei unverantwortlich gegenüber Mensch und Umwelt.

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  Windsheimer Zeitung
5. März 2015

Black Hawks in Illesheim. 450 Soldaten und 25 Hubschrauber werden verlegt.

Im Original weiterlesen.

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  Fränkische Landeszeitung
4. März 2015

Neue Chancen für Windkraft? Offene Linke will Ausbau.

Die Offene Linke in Ansbach sieht neue Chancen, die Windkraftfläche nördlich von Katterbach zu nutzen. Bisher ist dies wegen des militärischen Flugbetriebes nicht möglich.

Die Ansbacher Stadtwerke hätten 2010 in einer Machbarkeitsstudie zur Ausweisung von Flächen für die Errichtung von Windkraftanlagen (WKA) den Standort nördlich der Bismarck-Kaserne im Stadtteil Katterbach als den Geeignetsten kategorisiert, erinnert Boris-André Meyer, Sprecher der Stadtratsfraktion, in einer Pressemitteilung. Denn hier herrsche die höchste Windhäufigkeit im Stadtgebiet, zusätzlicher Leitungsbau sei nicht notwendig, und das Landschaftsbild würde infolge der bestehenden Belastung durch die Militärbasis nicht über Gebühr in Mitleidenschaft gezogen.

Allerdings sei das Veto der US-Armee beim Wehrbereichskommando Süd ausschlaggebend für die „Blockierung regenerativer Energien“ auf dieser Fläche. Der Abstand zum Flugfeld sei zu klein, habe es geheißen.

Derzeit setze jedoch ein Umdenkprozess im Verteidigungsministerium ein: Windkraft in unmittelbarer Nähe militärisch genutzt er Flugplätze solle nun doch möglich werden, erklärt Meyer. Grund seien unter anderem neue Technologien, die in einem Pilotversuch von der Bundeswehr und dem Bundesverband Windenergie „erfolgreich getestet“ worden seien. Meyer sieht nun die Hoffnung, dass sich militärischer Flugbetrieb und Windenergienutzung in Einklang bringen lassen.

Deshalb richtete er die Bitte an Oberbürgermeisterin Carda Seidel, den Standort nördlich von Katterbach als Vorrangfläche zu prüfen und den Stadtrat über das Vorgehen zu informieren. Damit könne die Energiewende durch dezentrale Gewinnung gesichert werden.

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  Fränkische Landeszeitung
29. Januar 2015

PFC-Fund: Viele offene Fragen. Für Folgen der US-Löschschaumrückstände auch der Steuerzahler im Boot.

„Das ist eine schwierige Aufgabe, die wir nun Stück für Stück abarbeiten müssen.“ Vor eine Fülle von Problemen hat die Stadt die Entdeckung der vom ehemaligen Feuerwehrübungsplatz am Katterbacher Flugfeld ausgehenden Verschmutzungen im Boden gestellt. Viele Fragen sind noch nicht vollständig beantwortet, etwa was Gefährdungen für Mensch und Tier betrifft sowie Schadensregulierung und Sanierbarkeit.

Könnten die so genannten PFC-Rückstände, die auch außerhalb der Katterbacher Kaserne in Quellen und Brunnen gefunden wurden, durch den Eingang in die Nahrungskette dauerhaft auch Lebewesen gefährlich werden? Eine endgültige Antwort kann Baureferent Jochen Büschl, der sich gemeinsam mit den Experten des städtischen Umweltamtes intensiv mit dem Thema befasst hat, nicht geben. Denn gesetzlich festgelegte Grenzwerte für die aus Löschschaumrückständen stammenden PFC, die sichere Anhaltspunkte für mögliche Gesundheitsschäden wären, gibt es nicht, nur „vorläufige Schwellenwerte“ wurden festgelegt. Bei allen bisherigen Beprobungen sowohl auf US-Gelände als auch außerhalb wurden sie bisher unterschritten — bis auf zwei Ausnahmen. Eine Quellfassung westlich der Katterbacher Ortsgrenze ergab bei einer Beprobung eine dreifache Unterschreitung des Schwellenwertes und im Schichtwasser auf dem US-Heliport wurde von der zur PFC-Gruppe gehörenden Perfluoroktansäure (PFOS) mit 180 Mikrogramm ein Vielfaches des dafür angegebenen Schwellenwertes von 0,23 Mikrogramm pro Liter gefunden.

Auch die Gesundheitsbehörden können derzeit offenbar nur begrenzt Hilfestellung leisten. Beprobungen von Lebensmitteln aus dem belasteten Areal sind aber erfolgt oder angeordnet. Falls dabei negative Erkenntnisse gewonnen werden sollten, spielt neben der Frage langfristiger Gefährdungen für den Menschen auch die nach Schadensersatz eine wesentliche Rolle für die betroffenen Betriebe. Auch die sei derzeit nicht einfach zu beantworten, heißt es aus der Stadtverwaltung. Denn wer für Schäden und deren Folgen verantwortlich und ersatzpflichtig ist, die aus militärischen Einsätzen resultieren, sei nur innerhalb des US-Geländes relativ unkompliziert zu klären. Baureferent Jochen Büschl: „Da kümmert sich die US-Standortverwaltung, die für unsere Anliegen ein offenes Ohr hat.“ So seien auf Wunsch der Stadt die ersten orientierenden Untersuchungen“ der Löschmittelrückstände problemlos ausgeführt worden und auch gegen die nun von der Stadt gewünschten detaillierteren Untersuchungen habe es keinen Widerstand gegeben. Mit deren Ergebnis - eventuell verbunden mit Sanierungsvorschlägen - rechne man im Laufe des ersten Halbjahrs 2015.

Aus Erfahrungen mit Sanierungen anderer Verschmutzungen wie etwa in den Meinhardswindener Barton Barracks wisse man, dass die Kosten für all diese Maßnahmen problemlos getragen würden. Anders sei es mit Schäden, die außerhalb des US-Stützpunkts liegen. Hier müsse auf dem Umweg über die Bundesanstalt für Immobiienangelegenheiten (BImA) bei der Armeebehörde „US-Claims-Service“ die Anerkennung ds Schadens beantragt und der Nachweis dafür geführt werden, dass die Ursache für Sanierungsfälle in einem US-Stützpunkt liege. Die dafür nötigen Anträge habe man fristgerecht gestellt, aber noch keine Anerkennung durch die US-Behörde erhalten. Erst wenn diese auf Grund detaillierter Nachweise den Anspruch anerkenne, und dafür eine so genannte „Dienstlichkeitsbescheinigung“ ausstelle, könne die BImA schadensregulierend tätig werden. In diesem Fall werde allerdings auch der deutsche Steuerzahler mit den Kosten der Sanierung beziehungsweise anderer Folgeschäden der Verschmutzungen belastet. Er zahle dann 25, die US-Arm ee 75 Prozent der entstehenden Kosten.

Bleiben die Schäden auf die bisher vorhandenen Eintragungsorte beschränkt? Auch das, sagt Büschl, sei nicht völlig klar. „Wir versuchen derzeit mit Hilfe der Standortverwaltung abzuarbeiten, ob noch an anderer Stelle als auf dem Trainingsgelände am Heliport mit Löschschäumen geübt worden sein könnte.“ Eine Antwort habe man bisher noch nicht. Die US-Seite untersuche, ob es dafür Dokumentationen gebe. Relativ sicher, aber ohne 100-prozentige Garantie verneinen, könne man die gefährlich geltenden Löschschäumen geübt habe. „Da ist bisher nichts bekannt.“ Zu klären gelte‘ es allerdings, ob nicht bei einer gemeinsamen Außenübung von US- und deutschen Feuerwehren - etwa nach angenommenen Hubschrauberabstürzen - solche Löschmittel. zum Eins atz gekommen seien und auch dies nun Spätfolgen zeige.

Büschl fasst die bisher bekannten Punkte so zusammen: Vieles sei ungeklärt und müsse untersucht werden, in manchen Fällen seien parallele Untersuchungen möglich. Solange deren Ergebnisse nicht vorlägen, gebe es keinen Anlass für eine Entwarnung, ebenso wenig aber für Panik: „Es wird ein langer und komplizierter Weg, bis wir alles Nötige wissen. Aber wir bleiben dran.“

Neue Proben sollen Klarheit bringen

Weil aus den beprobten Brunnen im Stadtteil Untereichenbach, in denen unter den Schwellenwerten liegende PFC-Rückstände gefunden wurden, offenbar nicht nur Milchvieh in bäuerlichen Betrieben getränkt wird, hat die Stadt auf Anraten des Landesamtes für Gesundheit bereits die dort gewonnene Milch und Eier von dort gehaltenen Hühnern untersuchen lassen. Während die Milch rückstandsfrei war, waren die — nur zum privaten Verzehr bestimmten – Eier er belastet, aber auch unter den Schwellenwerten. Grund dafür könnte, hieß es jetzt, aber auch ein Futtermittel sein. Zusätzlich rieten die Behörden, auch das Muskelfleisch der hier getränkten Rinder nach dem Schlachten untersuchen zu lassen. Das sei, sagt Büschl, veranlasst. Ergebnisse dafür liegen aber ebenso wenig vor wie für ebenfalls in Auftrag gegebene Untersuchungen von Fischen, die aus Gewässern wie dem Eichenbach oder anliegenden Fischzuchtanlagen kommen. Auch hier werden Ergebnisse in den nächsten Tagen erwartet.

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  Fränkische Landeszeitung
27. Januar 2015

Chemikalien nun auch in vier Quellen festgestellt. Verschmutzungen aus früherem Löschschaum in Böden, Bächen und Privatbrunnen - Kritik an Verharmlosung durch Behörden.

Die Belastung des Grundwassers durch PFC-Einträge von Feuerwehrübungen auf dem US-Heliport Katterbach gefährde derzeit nicht die Gesundheit der Bevölkerung. Diese Einschätzung der Staatsregierung ist gestern im Umweltausschuss des Ansbacher Stadtrats erneut auch vom Umweltamt unterstrichen worden. Doch die Kritik hält an.

Der Landtagsabgeordnete Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer etwa spricht in dies em Zusammenhang von besorgniserregender „Verharmlosung“. Denn die so genannten per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) aus Löschschaummitteln, die bis vor 15 Jahren noch zugelassen waren und von Flughafen-Feuerwehren nicht nur in Katterbach verwendet wurden, sind inzwischen ins Grundwasser gelangt, bestätigte gestern Reinhard Böhmer vom Umweltamt im zuständigen Stadtratsausschuss. Zwar hat die Staatsregierung eine Gefährdung der öffentlichen Trinkwasserversorgung ausgeschlossen, doch auch in einem privaten Brunnen in Untereichenbach, der noch zur Trinkwassergewinnung verwend et wird, sind Spuren der PFC zu finden — allerdings nur Bruchteile der derzeit angenommenen so genannten „vorläufigen Schwellenwerte“.

Etwas höhere,aber ebenso noch unterm „Schwellenwert“ liegende entfernte Belastungen finden sich in ein em weiteren Privatbrunnnen im Ortsteil. Der werde aber, heißt es aus dem Umweltamt, „nur zum Gießen des Obstgartens verwendet“. Deshalb sehe bisher auch das Gesundheitsamt keinerlei Anlass, die Nutzung der Brunnen einzuschränken. Anders sieht die Bilanz beim Grundwasser aus. Fünf Quellen im Halbkreis um den am westlichen Flughafenrand gelegenen Löschplatz hat das Wasserwirtschaftsamt untersucht; in vier davon wurden Belastungen gefunden, die mit 0,14 Mikrogramm teils knapp unter, mit 0,96 Mikrogramm aber auch teils deutlich über dem derzeit geltenden Schwellenwert von 0,3 Mikrogramm liegen.

„Wenn das Zeug erst mal im Grundwasser ist, dann ist das fatal“, forderte Stadträtin Beate Krettinger deshalb nachdrücklich die Behörden auf, „dranzubleiben“. Allerdings gibt es neben der Option, belastete Böden auszuheben, bisher offenbar nur wenig bekannte Reinigungsmöglichkeiten für das Grundwasser.

Die Sorge von Stadtrat Gerhard Sauerhammer (CSU) galt deshalb auch betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben. Wie sei sicherzustellen, dass sie im Nachhinein nicht die Dummen wären, fragte er. Zumindest für die Lebensmittelerzeugung sei derzeit keine Gefährdung erkennbar, antwortete Baureferent Jochen Büschl. So habe man Rohmilch ebenso beprobt wie Eier. Die Milch sei rückstandsfrei gewesen, im — privat erzeugten - Ei hätten sich PFCS puren gefunden. Eine Beprobung von Fleisch aus betroffenen Betrieben sei geplant. Und die US-Armee sei aufgefordert, weitere Untersuchungsergebnisse bis Juni vorzulegen.

Kritisch sieht der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler, Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, die Einschätzung der Gefahren durch die Staatsregierung. Derzeit sei keineswegs erforscht, in welcher Konzentration die Chemikalien gesundheitsschädlich seien. Alle genannten Werte seien nur Schätzungen und bieten dem Abgeordneten zu wenig Sicherheit, um so weitgehend wie bisher eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen auszuschließen.

Unklar ist derzeit zum Teil auch, wer in welchem Umfang die Kosten für die Beseitigung der Schäden trägt. Schäden außerhalb des Heliports habe eine US-Behörde bisher nicht anerkannt, sagte Büschl. Wichtige Rechtsfristen für die Schadensanmeldung seien aber gewahrt worden.

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  Fränkische Landeszeitung
24. Januar 2015

Umweltministerin: "Keine Gefahren für Gesundheit". Dr. Bauer (Freie Wähler) fragte nach der PFC-Belastung.

Dass der Boden des früheren Feuerlöschübungsplatzes der US-Kaserne Katterbach stark mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet ist, hat den Landtagsabgeordneten Professor Dr. Peter Bauer (Freie Wähler) zu einer Anfrage veranlasst. Der Parlamentarier wollte wissen, ob die bayerische Staatsregierung die Gefahr sieht, „dass Schadstoffe ins Grundwasser und letztendlich in trinkwasserführende Schichten eindringen“ könnten.

„Bei der vorliegenden geologischen Situation und angesichts der festgestellten Konzentrationen ist mit einer Verunreinigung des Grundwassers zu rechnen“, antwortete die Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU). Bisher habe man Proben von acht privaten Brunnen in den nächstgelegenen Ortsteilen genommen. Bei zweien seien PFC nachgewiesen worden, aber in Konzentrationen unter den vorläufigen Schwellenwerten. „Eine Beeinträchtigung einer öffentlichen Trinkwassergewinnungsanlage ist nach derzeitigem Kenntnisstand“ unwahrscheinlich. Bisher sei der Schadensfall eng abgestimmt mit dem Staatlichen Gesundheitsamt bearbeitet worden, „Gesundheitliche Gefahren für die Bevölkerung werden derzeit dort nicht gesehen.“

Dass man über den Boden mit Schadstoffen in Kontakt komme, „ist auszuschießen“: dieser sei in einem Bereich nachgewiesen verunreinigt, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Voraus sichtlich bis Mitte 2015 könne man die Detailuntersuchung abschließen. Darauf seien Sanierungsuntersuchungen und -planungen nötig. Erst auf Basis all dieser Untersuchungen sei möglich, über die Maßnahmen zu entscheiden. Ein Zeitpunkt für den Beginn, „kann deshalb gegenwärtig nicht genannt werden“. Untersuchen und sanieren müsse die US-Armee auf dem Gelände. Frühestens nach der Detailuntersuchung sei „eine erste überschlägige Abschätzung“ über die Sanierungskosten möglich.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
20. Januar 2015

Protest bei von der Leyen. Ärger um Hubschrauberlärm.

Bei einem Treffen mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich die Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel um eine Lösung im Streit um militärischen Hubschrauberlärm bemüht.

Eigentlich ist es ein Problem im gesamten Westmittelfranken: Die Helikopter-Besatzungen der US- Armee üben bis in die Nachtstunden und knattern im Tiefflug über bewohnte Gebiete in den Landkreisen Ansbach, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Fürth. Besonders in den Sommermonaten werden die Flüge als extreme Lärmbelästigung wahrgenommen.

Carda Seidel hatte die Ministerin wegen des drängenden Problems bereits in einem Brief um ein Treffen gebeten. Nun half der Bundestagsabgeordnete Josef Göppel (CSU) aus Herrieden ein wenig nach, wie es in Ansbach hieß.

Das Ergebnis des Gesprächs im Reichstag in Berlin ist noch vage: Immerhin will das Verteidigungsministerium für die Kommunen bald einen Ansprechpartner benennen. Er könnte, so Seidels Vorschlag, die Kommandeure der US-Streitkräfte für die Belange der lärmgeplagten Bürger sensibilisieren.

Obendrein solle darauf hingewirkt werden, dass Hubschrauber-Trainingsflüge möglichst auf Truppenübungsplätzen statt im Raum Ansbach stattfinden und bewohnte Gebiete in Zukunft vom nächtlichen Lärm verschont bleiben.

Die Ministerin zeigte sich nach Angaben der Stadt Ansbach aufgeschlossen für den Unmut in der westmittelfränkischen Region. Sie wies aber auch deutlich darauf hin, dass sie zur Sicherung der Einsatzbereitschaft der US-Hubschrauberstaffeln keine Möglichkeit sehe, die Bestimmungen einzuschränken.

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  Fränkische Landeszeitung
15. Januar 2015

Auf der Suche nach Ansprechpartnern. OB trifft Bundesverteidigungsministerin von der Leyen im Reichstag.

Das Bundesverteidigungsministerium will einen Ansprechpartner benennen, der sich des Hubschrauberlärms annehmen soll. Das ist das Ergebnis des Treffens von OB Carda Seidel mit Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen im Berlin er Reichstag. Der von Seidel in ihrem jüngsten Schreiben an die Ministerin erbetene Termin war dank Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Josef Göppel zustande gekommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Bitte der OB um Unterstützung für die durch den US-Hubschrauberlärm belasteten Bürger. Insbesondere die Nachtflüge, die im Sommer bis 2 Uhr früh möglich seien, und die wiederholten Überflüge bewohnter Gebiete stellen eine besondere Belastung dar. Dabei habe sie das Anliegen des Stadtrates nach einer Änderung der grobmaschigen Bestimmungen für den militärischen Flugbetrieb erneut vorgetragen. „Die Vorgaben sind nicht geeignet, um die Menschen vor Ort ausreichend zu schützen“, so Seidel. Allerdings habe die Ministerin bereits darauf hingewiesen, dass sie zur Sicherung der Einsatzbereitschaft der US-Hubschrauber keine Möglichkeit sehe die Bestimmungen einzuschränken.

Ziel des Treffens sei auch gewesen, wieder einen festen Ansprechpartner für die Stadt Ansbach zu bekommen. Dies habe von der Leyen zugesagt. Es wurde besprochen, dass sich dieser bald persönlich ein Bild von der Situation in Ansbach machen werde.

Zudem bat die OB die Ministerin, sie bei der Sensibilisierung der neuen Kommandeure in Ansbach zu unterstützen. Auch sollte die möglichst häufige Nutzung anderer Truppenübungsplätze für die Hubschrauberflüge, das Sommerflugprogramm, der Verzicht auf das Überfliegen von bewohnten Bereichen und die aktivere Information der Press e und damit der Bürger über vermehrte Flugbewegungen verstärkt werden. Die Ministerin habe sich auch hier „aufgeschlossen gezeigt“, berichtet die Stadt.

„Ich werde mich noch einmal für den persönlichen - Termin bei der Ministerin bedanken und die Ergebnisse des Gesprächs in ein em Schreiben zusammenfassen sowie gleichzeitig den von ihr benannten Ansprechpartner möglichst bald nach Ansbach einladen“, beschreibt Seidel das weitere Vorgehen. Zudem warte man noch auf die Reaktionen zu den Schreiben an verschiedene Abgeordnete mit der Bitte Seidels, sich für eine Verschärfung der Lärmschutzbestimmungen einzusetzen.

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  Fränkische Landeszeitung
13. Januar 2015

OB Seidel zu Besuch in der Bundeshauptstadt.

Oberbürgermeisterin Carda Seidel weilt heute in der Bundeshauptstadt Berlin. Dort wird sie ein Gespräch mit Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen führen, um die Lärmbelastung der Anlieger durch den US-Hubschrauberstützpunkt in Katterbach darzulegen.

Die OB stehe deshalb schon seit längerem mit der Ministerin in schriftlichem Kontakt und wolle das Thema nun bei einem persönlichen Treffen mit von der Leyen vertiefen, sagte der Ansbacher Stadtsprecher Dr. Johannes Fritz.

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  Fränkische Landeszeitung
12. Januar 2015

Zivile Umnutzung begrüßt. "Etz langt's!": "Erster Dominostein für Abzug gefallen".

Der Vorstand der Bürgerinitiative „Etz langt‘s!“ begrüßt die Nachricht, dass das US-Militär die Barton Kaserne in Ansbach freigeben wird: „Die zivile Umnutzung eröffnet für die Stadt vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.“ Die Liegenschaft eigne sich etwa für das Entstehen bezahlbaren Wohnraums und attraktiver Gewerbeflächen.

Gleichzeitig erinnert die BI in einer Presseerklärung an die Halbwertszeit von Ankündigungen mit Blick auf US-Stationierungsstrategien. So habe es noch vor drei Jahren geheißen, dass alle Ansbacher Kasernen „enduring bases“, also „Standorte bis zum St.-Nimm erleins-Tag“ seien. Angesichts der katastrophalen Haushaltslage der USA und der sukzessiven Verlagerung von militärischen Einrichtungen nach Osteuropa stünden auch die Heliporte in Katterbach und Illesheim mittelfristig zur Disposition: „Mit der Barton Kaserne fällt der erste Dominostein für den Abzug der über 100 US-Kampfhubschrauber aus Westmittelfranken.“

Man werde in den kommenden Monaten das Engagement für den Schutz von Mensch und Umwelt vor Fluglärm und Abgasen daher weiter verstärken, kündigte der Vorstand der Bürgerinitiative an.

Eine wichtige Aufgabe für Stadt und Region Ansbach sei zudem, die Konversionsplanungen rechtzeitig zu beginnen. Gerade die Altlastenproblematik in der Barton-Kaserne bedürfe einer zeitnahen Klärung, heißt es in der Pressemitteilung. „Wir erwarten, dass sich Politik und Verwaltungen der Region ab sofort am Arbeitskreis Konversion des Bayerischen Städtetags beteiligen“, forderte der BI-Vorstand. Dessen nächste Sitzung findet Ende Februar statt.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA-Bad Windsheim)
10. Januar 2015

Von Rationalisierung könnten örtliche Geschäfte profitieren. Illesheims Bürgermeister sieht kein Problem bei einer Schließung des Lebensmittelmarktes in der US-Kaserne.

Die Illesheimer Storck-Barracks werden in diesem Jahr ihren Lebensmittelmarkt verlieren. Für Illesheims Bürgermeister Heinrich Förster ist das aus der Sicht seiner Gemeinde kein Problem: „Ich hoffe, das unsere beiden Bäckereien davon profitieren werden.“

Förster kann sich auch vorstellen, dass die Lebensmittelmärkte im benachbarten Bad ‘Windsheim von dieser Rationalisierungsmaßnahme der US-Armee einen Nutzen haben werden. Die Illesheimer Storck-Barracks gehören zur Militärgemeinde Ansbach. In der dortigen Shipton-Kaserne werden die Illesheimer US-Armeeangehörigen weiterhin steuerfrei künftig einkaufen können - oder eben das Angebot in Illesheim oder den Nachbarorten nutzen, wenn sie sich die Fahrt sparen wollen.

„Ich bin froh, dass die Umstrukturierungsmaßnahmen für uns ohne großen Aderlass vonstattengehen“, bewertet der Bürgermeister die Pläne der Amerikaner. Seines Wissens sei das Produktangebot im Markt bereits deutlich reduziert worden, als man in Ansbach-Katterbach neu gebaut habe. Den seit Monaten kursierenden Gerüchten über eine Schließung des gesamten Standorts habe er sowieso keine Bedeutung beigemessen: „Die gab es schon immer, sogar schon, als mein Vater noch Bürgermeister in Illesheim war.“

Wichtiger Standort für Kampfhubschrauber

Allein die Tatsache, dass die US Armee in den Standort immer wieder kräftig investiert hat, wäre für Förster allerdings auch keine Garantie für dessen dauerhaften Erhalt. Illesheim ist der Haupteinsatzplatz der in Europa stationierten AH-64- Kampfhubschrauber der amerikanischen Heeresflieger.

Förster glaubt, immer schnell und gut informiert zu sein, wenn sich am US-Standort etwas Neues tut. „Dann werde ich angerufen. Im aktuellen Fall hat das Oberst Benson getan.“

Ein wichtiges Argument für den Erhalt des Standorts ist für Förster der Fakt, dass sich die amerikanischen Familien hier offenbar richtig wohl fühlen. „Ich bekomme diesbezüglich immer wieder Rückmeldungen von Amerikanern.“ Auf einer Internetseite „I was in Illesheim“ sind sie des Lobes voll: „lt is a beautiful place“ (,‚Es ist ein schöner Platz“), schreibt ein Ron Snyder, der 1962/63 hier stationiert war, und ein „Grich“, von 1991 bis 1999 in Illesheim, bekannte kurz und knapp: „Great memories“ (Großartige Erinnerungen).

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  Fränkische Landeszeitung
10. Januar 2015

Statt der US-Armee eine Behörde? Oberbürgermeisterin hält nach Räumen der Barton Barracks verschiedene Nutzungen für möglich.

Was wird aus den Barton Barracks, wenn die US- Armee, wie berichtet, bis 2021 die Kaserne bei Meinhardswinden räumt? Die Stadt trifft die Nachricht nicht völlig unvorbereitet. „Wir werden unsere Planungshoheit nutzen, um aus dieser Fläche das Bestmögliche für die Stadtentwicklung herauszuholen“, sagte gestern Oberbürgermeisterin Carda Seidel.

Bereits vor einigen Jahren habe man sich „vorsichtshalber“, so Baureferent Jochen Büschl, in der Stadtverwaltung Gedanken gemacht, was denn nach einem US-Abzug mit den frei werdenden Flächen geschehen könnte. Ideal wäre, sagte nun die OB auf FLZ-Anfrage und mit Blick auf die Praxis des Freistaates, vermehrt Ämter aus München in den Norden Bayerns zu verlagern, „die Ansiedlung einer größeren Behörde, wenn der Staat noch eine übrig hat“. Ideal wäre die Fläche — geschätzt etwa 14 Hektar - aber auch für eine Bildungseinrichtung. „Und auch neue natur- und stadtnahe Bau- und Wohngebiete könnten wir uns dort vorstellen“, sagte Seidel. Ohne sich jedoch festlegen zu wollen: „Um konkreter planen zu können, wissen wir noch viel zu wenig Details.“ Sicher sei aber, dass die Altlasten auf dem Kasernengelände kein größeres Planungshindernis darstellen würden.

Die Fläche der in den 1930er Jahren unter den Nazis errichteten Kaserne gehört dem Bund, in dessen Verwaltung sie nach Abzug der US-Armee wieder übergeht. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) prüft danach, ob staatlicher Bedarf besteht. Falls dies nicht der Fall ist, können die betroffenen Kommunen die Flächen erwerben, bevor sie auf dem freien Markt angeboten werden.

Die Altlasten im Boden unter und an den Barton Barracks stellen kein unüberwindbares Hindernis für eine spätere bauliche Entwicklung der Fläche dar, sagt Reinhard Böhmer vom Umweltamt.

Noch aber ist es nicht so weit. Denn die Räumung der Kaserne geschieht in kleinen Schritten, wie Standortsprecherin Cornelia Summers erklärt. Im Übrigen sei, sagt Summers, der Abzug kein Schritt zur Aufgabe des US-Standortes Ansbach. Es gehe vielmehr nur um eine Konzentration von Dienststellen in Katterbach und auf dem Urlas.

„Keine große Überraschung“ war die Ankündigung der US-Armee, die Barton-Kaserne in Ansbach in absehbarer Zeit zu räumen, aus Sicht der dort tätigen Zivilbelegschaft. Vielmehr habe die Nachricht für Klarheit und deshalb für Erleichterung gesorgt, so die Betriebsratsvorsitzende Suzie Pabler. „Jetzt wissen wir endlich: Wir packen unsere Päckchen und ziehen in den nächsten sechs Jahren nach Katterbach“, sagte Pabler auf FLZ-Anfrage. Verdi sei es auf jeden Fall daran gelegen, die Zahl von insgesamt rund 360 Zivilangestellten am Truppenstandort Ansbach zu halten. Sollte das nicht möglich sein, sei eine „vernünftige Konversion“ gefordert.

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  Windsheimer Zeitung
10. Januar 2015

Ansbacher "Barton Barracks" sind auf der Streichliste.

Im Original weiterlesen.

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  Windsheimer Zeitung
9. Januar 2015

US-Militär schließt Kasernen.

Im Original weiterlesen.

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  Fränkische Landeszeitung
9. Januar 2015

Aus für Kaserne. US-Armee konzentriert Einheiten in Ansbach.

Die US-Armee spitzt in Europa den Rotstift. In Westmittelfranken wird sie die Barton-Kaserne in Ansbach und den Lebensmittelmarkt in Illesheim schließen. Die amerikanische Regierung will in Belgien, Holland, Deutschland und Italien elf Standorte ganz oder teilweise auflösen. In Westmittelfranken, wo derzeit rund 10000 Soldaten, Angehörige und Zivilangestellte der Army leben, sollen fast alle Standorte erhalten bleiben.

Die Army will in Ansbach lediglich ihre kleinste Außenstelle im Süden der Stadt verlassen. Dort wurde in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten die Gneisenau-Kaserne erbaut. Die Army übernahm das Areal an der Straße zum Ortsteil Meinhardswinden unter dem Namen Barton-Kaserne. Auf dem Gelände sind vor allem die Standortverwaltung und die Rainbow-School untergebracht. Für beide wird schon länger mit einem Umzug nach Ansbach-Katterbach gerechnet. Wie viele Arbeitsplätze verlagert oder gestrichen werden sollen, blieb gestern offen. Ein 5,5-Millionen-Dollar teurer Neubau für die Schulverwaltung auf dem Gelände ist gestrichen.

In Illesheim wird der Lebensmittelmarkt in der Storck-Kaserne geschlossen, weil auf dem Ansbacher Urlas an der B 14 neben einem Wohngebiet, Restaurants und Läden inzwischen ein moderner Supermarkt betrieben wird. Hier und im nahen Katterbach konzentriert die Army Zug um Zug ihre Einheiten.

Vor rund 20 Jahren hatte sie die Hindenburg-Kaserne in der Ansbacher Innenstadt aufgegeben, wo nun Hochschule und Brücken-Center stehen. Die Fläche der ähnlich großen Barton-Kaserne soll bis spätestens 2021 übergeben werden. Die Lage zwischen Stadtzentrum und Autobahnanschluss könnte für in Ansbach dringend benötigte Wohn- und Gewerbeflächen genutzt werden.

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  Fränkische Landeszeitung, Ansbach
9. Januar 2015

"Für eine friedlichere und gerechtere Welt." Stadtsiegel für Hansjörg Meyer.

Hansjörg Meyers Worte „Dem Kriegsgott Mars auf die große Zehe treten“ hat Stadtrat Boris-André Meyer zitiert. Sie fassten das über vier Jahrzehnte währendes Engagement des Pfarrers für Frieden und Völkerverständigung durchaus treffend zusammen, stellte der Laudator fest, als er den neuen Träger des Ansbacher Stadtsiegels von 1532 würdigte.

„Sie engagieren sich für Not leidende Menschen“ — dies habe er auch vor Ort in Schwarzafrika in der Dritten Welt geleistet, charakterisierte Oberbürgermeisterin Carda Seidel den Theologen. Überdies bringe er sich im Ansbacher Friedensbündnis, bei der Bürgerinitiative „Etz langt‘s!“ sowie bei Friedenskonferenzen ein. „Veränderungen hin zu einer Gesellschaft, die das Clausewitzsche Selbstverständnis, wonach Krieg Fortsetzung der Politik sein soll, überwinden kann, bedürfen vieler kleiner Schritte vor Ort“, hob Boris-André Meyer hervor. Diese Schritte sei Hansjörg Meyer vorausgegangen.

Die Motivation für dessen Einsatz für den Frieden möge in der Kindheit liegen, als er im Alter von acht Jahren in Ansbach miterlebt habe, „wie der Krieg in das Land zurückkehrte, das ihn mit millionenfachem Mord über ganz Europa brächte“. Am neunten Geburtstag des Geehrten „am 18. April1945 wurde nur wenige hundert Meter entfernt Robert Limpert im Rathaushof gehenkt“. Friedenspolitisch aktiv geworden sei Hansjörg Meyer, als es zu Zeiten des Vietnamkriegs um geistlichen Beistand in Kriegsdienstverweigerungsverfahren gegangen sei.

Über 25 Jahre war er, wie berichtet, Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistenden der bayerischen Landeskirche. „Im Zuge des Rüstungswettlaufs der Militärblöcke“, so der Laudator, habe Hansjörg Meyer als Pfarrer in Rothenburg unter der Losung „Schwerter zu Pflugscharen“ viele Gläubige und Nichtgläubige zur gemeinsamen Aktion verbunden. Als Geistlicher in Sommersdorf habe er zudem Menschen in Afrika geholfen. 2002 etwa habe er angesichts des drohenden Irakkriegs das Ansbacher Friedensbündnis reaktiviert. „Seit 2007 ist Hansjörg Meyer Vorsitzend er der Bürgerinitiative ‚Etz langt‘s!‘, mit der er viel für das Verlangen der Menschen für Schutz von Umwelt und Gesundheit und auch für den Schutz des Friedens vor den Auswirkungen der nicht ganz so friedlichen Militärbasis vor unserer Haustüre bewegt“, lobte ihn Boris-André Meyer, sein Vorstandskollege.

Er nehme das Stadtsiegel nicht nur für sich, erwiderte der Pfarrer im Ruhestand, „sondern ich danke auch an dieser Stelle all denen, die mit mir diesen Weg der Friedenssicherung gegangen sind, das ganze Leben lang, und heute noch mit mir gehen, mich unterstützt haben“. Ganz besonders gelte dies für seine Familie. Er freue sich „sehr über die Anerkennung dieser Arbeit für eine friedlichere und gerechtere Welt“. Die Motivation dafür verdanke er seinem Glauben und dem Hören auf die Stimme der Vernunft, schilderte der Theologe.

Nach dessen Dankesworten spendete im Publikum auch US-Standortkommandeur Colonel Christopher M. Benson Applaus.

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  Windsheimer Zeitung
3. Januar 2015

Stadtsiegel für Hansjörg Meyer.

Im Original weiterlesen.

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  Fränkische Landeszeitung
18. Dezember 2014

Stadtsiegel für fünf Menschen mit Verdiensten im Ehrenamt. Oberbürgermeisterin würdigte Ausgezeichnete gestern Abend — Gemäß der Kommunalsatzung "zum Wohle der Allgemeinheit" gewirkt

Fünf neue Träger des Ansbacher Stadtsiegels von 1532 hat die Stadt: Mit dieser Ehrung bedachte sie gestern Abend in der Karlshalle Walter Bamberger, Rolf Fütterer, Hansjörg Meyer sowie Theresia und Franz Söllner. Die Ausgezeichneten würdigte Oberbürgermeisterin Carda Seidel für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Verleihen kann die Kommune das Stadtsiegel „Personen, die sich über den allgemeinen Rahmen der Pflichten als Bürger der Stadt Ansbach zum Wohle der Allgemeinheit verdient gemacht haben“, etwa im Sozialwesen oder in Verbänden im Gesundheitsdienst. So steht es in der einschlägigen städtischen Satzung.

Hansjörg Meyer, evangelischer Pfarrer im Ruhestand, war gemäß den Informationen der Stadt zum Beispiel über 25 Jahre Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer und Zivildiensteistenden der bayerischen Landeskirche. Darüber hinaus habe er das Ansbacher Friedensbündnis reaktiviert und sei seit 2007 Vorsitzender der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“. Meyers Laudatio war von Stadtrat Boris-André Meyer zu hören.

Die neuen Stadtsiegelträger stellt die FLZ in einer kleinen Reihe in loser Folge vor.

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  Fränkische Landeszeitung
4. Dezember 2014

PFC nur in Spuren im Grundwasser. Unterhalb des Schwellenwertes.

Das Grundwasser scheint von den Verunreinigungen rund um den ehemaligen Feuerlöschübungsplatz in der Katterbacher Kaserne kaum betroffen zu sein. Das legen die Ergebnisse der Wasseruntersuchungen nahe. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung erinnert, sind im Zusammenhang mit der Verunreinigung durch per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) im Bereich des ehemaligen Feuerlöschübungsplatzes der Kaserne Katterbach, an acht Hausbrunnen Wasserproben entnommen worden.

Bei sechs Proben waren keine PFC-Schadstoffe nachweisbar. Bei zwei Brunnen im Ortsteil Untereichenbach waren PFC zu finden, allerdings in Konzentrationen unterhalb der Schwellenwerte. Diese liegen laut Bayerischem Landesamt für Umwelt vom März 2013 bei 0,30 Mikrogramm je Liter (ug/l). Einer der beiden Brunnen, der auch als Trinkwasserbrunnen dient, lag mit 0,01 ug/l um das 30-fache deutlich darunter. Ein weiterer Brunnen, der nicht zu Trinkwasserzwecken dient, weist einen Wert von 0,28 ug/l auf. Da der Schwellenwert nicht überschritten worden sei, seien aus Sicht des Wasserwirtschaftsamtes Sofortmaßnahmen im Hinblick auf das Grundwasser nicht notwendig, so die Stadt.

Ebenso sei laut Aussage des Gesundheitsamtes aufgrund der Empfehlungen der Trinkwasserkommission des Umweltbundesamtes eine Gefährdung der Nutzer nicht zu erwarten. Dennoch sollen zur Auskartierung der Grundwasserbelastung laut Angaben der Stadt weitere Grundwasseruntersuchungen in und außerhalb des Kasernengeländes vorgenommen werden. Dafür sei die Stadt Ansbach auf die Kooperation aller Beteiligten angewiesen.

Die Offene Linke weist derweil dar auf hin, dass die Ausdehnung der kontaminierten Fläche in Katterbach die des Nürnberger Flughafens, wo ebenfalls PFC gefunden wurden, deutlich überschreite. Auch sei „völlig unklar“, wer die Kosten für die Untersuchungen und die spätere Sanierung trage.

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  Fränkische Landeszeitung
1. Dezember 2014

Der US-Armee "heimgeleuchtet".

Unter dem Motto „Heimleuchten“ hat die Bürgerinitiative „Etz langts‘ zum zweiten Mal eine Demonstration gegen die Präsenz von Hubschraubern des US- Militärs in Katterbach organisiert: So lange es noch US-Militär in Katterbach gebe, so der Sprecher Boris-André Meyer, solle immer am Freitag vor dem ersten Advent mit einer Lichterdemonstration gegen den Fluglärm protestiert werden.

Heuer waren nach Meyers Angaben rund 50 Demonstranten gekommen, um bei einem Zug durch Obereichenbach ihren Unmut gegen die Tiefflüge und die damit verbundene Lärmbelastung zum Ausdruck zu bringen.

Neben dem Fluglärm stand in diesem Jahr aber auch die Grundwasserverseuchung durch das Gift PFC im Blickpunkt. Vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass sich vermutlich durch den eingesetzten Löschschaum, aber auch durch die Beigaben zum Flugbenzin, eine zum Teil 1000-fach über den Grenzwerten liegende Konzentration von PFC im Boden nachweisen lässt. PFC ist eine Abkürzung für per- und polyfluorierte Chemikalien. Diese Stoffgruppe umfasst mehr als 800 Substanzen. Die bekanntesten Vertreter sind die Perfluoroktansulfonsäure und die Perfluoroktansäure.

Mit der Lichterdemonstration solle beharrlich, so Meyer, auf den Unmut der Anwohner über die Anwesenheit des US-Militärs hingewiesen werden. Norbert Müller, der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative, bezeichnete in einer Ansprache die Demonstration als „gelebte Demokratie“ und drückte die Hoffnung aus, dass die Bewohner Obereichenbachs schon bald vom Fluglärm verschont bleiben.

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  Fränkische Landeszeitung
29. November 2014

Grundwasser-Proben: Noch keine Ergebnisse.

Noch keine Ergebnisse hat die Stadt Ansbach, nachdem ein Fachbüro Grundwasserbrunnen in der Nachbarschaft des ehemaligen Feuerlöschübungsplatzes der US-Kaserne Katterbach untersucht hat. Dies erklärte gestern der Leiter des Umweltamtes, Roland Held, auf Anfrage.

Wie berichtet, ist der Boden des Platzes im Südwesten des Flugfeldes stark mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach habe mitgeteilt, dass die Resultate bis Ende des Monats vorlägen, erläuterte Held. Zu den ursprünglich vorgesehenen sieben privaten Grundwasserbrunnen habe man einen weiteren hinzugenommen. Das Wasserwirtschaftsamt habe das Fachbüro beauftragt. Dieses habe Grundwasserproben gezogen.

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  Woche im Blick (Ansbach)
27. November 2014

Gift im Boden. Brunnen werden untersucht.

Im Original weiterlesen.

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  Fränkische Landeszeitung
15. November 2014

Vorwurf: Militärbasis gefährdet Gesundheit. Offene Linke fordert umfangreiche Prüfungen.

Die US- Armee hat bestätigt, dass in ihrem Auftrag ein Ingenieurbüro Bodenproben in Katterbach entnommen hat. Auf Grund der Ergebnisse seien weitere Untersuchungen notwendig, so die Armee in einer Pressemitteilung.

Die Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA) zeigt sich derweil „schockiert“ über den „Umweltskandal“. Laut Untersuchungsbericht überschreite die Belastung mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) in Teilen des Schichtwassers der US-Militärbasis in Katterbach die Grenzwerte um das 800-Fache. PFC seien krebserregend und verminderten die Fortpflanzungsfähigkeit, heißt es in einer Pressemitteilung der Fraktion. Laut einer Studie der Universität Kaiserslautern sei bereits eine fünffache Überschreitung der Grenzwerte für Säuglinge gefährlich. In Gewässern seien ab einer zehnfachen Überschreitung krankhafte Veränderungen bei Fischen nachgewiesen worden. Zudem könne nicht ausgeschlossen werden, dass dem US-F lugbenzin JP8 neben anderen giftigen Additiven auch PFC zugefügt würden, nachdem Rückstände auch in Regenrückhaltebecken aufgetaucht seien. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz habe daher eine Untersuchung im Umfeld der Militärbasen Ramstein und Spangdahlen in die Wege geleitet.

Die Fraktion fordert eine umfass ende Aufklärung des „Umweltskandals“ auch in Ansbach. „Es ist gut, dass das Umweltamt schnell reagiert und Grundwasseruntersuchungen vornimmt. Es muss jedoch auch untersucht werden, ob neben dem Löschschaum auch das Flugbenzin als Emissionsquelle in Frage kommt“, so der Fraktionsvorsitzende Boris-André Meyer. Zudem sollten in der Untersuchung auch Kontaminierungen bei Feldfrüchten und Fließgewässern im Umfeld Katterbachs geprüft werden. Dabei müsse sichergestellt werden, dass das Militär als Verursacher sämtliche Kosten der Untersuchungen sowie resultierender Sanierungsmaßnahmen trage, so Meyer: „Der Betrieb der US-Basis Ansbach-Katterbach gefährdet unsere Gesundheit.“

Der Kommandeur der US-Armee in Ansbach, Oberst Christopher M. Benson, betonte, dass die Umweltabteilung der Garnison und die Ämter für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Ansbach sowie das Wasserwirtschaftsamt eng zusammenarbeiteten, „weil die Gesundheit und Sicherheit unserer Familien und unserer deutschen Nachbarn immer ein äußerst wichtiges Anliegen für uns ist.“

Die Nutzung des Feuerwehrausbildungszentrums am Flugfeld Katterbach sowie von perfluorierten Verbindungen im Löschschaum bei Löschübungen sei bereits „vor Jahren“ eingestellt worden. Auch das „IMCOM Europe Feuerwehrübungszentrum Urlas“, der aktuelle Feuerwehrübungsplatz der Garnison, benutze keine wasserfilmbildenden Schaummittel mehr. „Dieses Übungszentrum der US-Armee bietet die Möglichkeit, umweltfreundlich zu üben“, sagte Stefan Grötschel, Kommandeur der US-Feuerwehr.

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  Fränkische Landeszeitung
14. November 2014

Kasernengrund mit Chemikalien belastet. Giftige Substanzen rund um früheren Feuerlöschübungsplatz in Katterbach gefunden.

Der Boden des ehemaligen Feuerlöschübungsplatzes der Kaserne Katterbach im Südwesten des Flugfeldes ist hochgradig kontaminiert. Untersuchungen förderten eine starke Belastung mit so genannten „per- und polyfluorierten Chemikalien“ (PFC) zutage. Diese Stoffe waren bis Mitte 2011 laut einer Pressemitteilung der Stadt besonders in Feuerlöschschaum enthalten.

Wie Stadtsprecher Dr. Johannes Fritz gestern weiter erläuterte, seien in den vergangenen Jahren auch in Bayern zunehmend Schadensfälle und Verunreinigungen mit diesen PFC in Böden und Gewässern bekannt geworden. PFCA seien organische Substanzen, die unter Umweltbedingungen außerordentlich stabil seien und als giftig und fortpflanzungsschädigend gelten. Gerade perfluorierte Tenside aus Löschschäumen seien besonders in den Fokus geraten. Diese Schäume seien vor allem bei Werksfeuerwehren gerne eingesetzt worden. Löschschäume mit einem PFC-Gehalt von mehr als 0,00 1 Prozent dürften aber seit dem 27. Juni 2011 nicht mehr eingesetzt werden. Da sie jedoch bei Übungen in der Vergangenheit vielfach verwendet worden seien, konnten mancherorts Verunreinigungen nachgewiesen werden, wie etwa am Flughafen Nürnberg.

Nach ersten Gesprächen mit dem US-Umweltbüro im August habe nun auf Verlangen des städtischen Umweltamtes eine Fachfirma im Auftrag der US-Armee im Herbst auf dem Platz Proben gezogen. Mangels gesetzlicher Grenzwerte müsse man den Leitfaden zur vorläufigen Bewertung von PFC-Verunreinigungen in Wasser und Boden des Bayerischen Landesamtes für Umwelt vom März 2013 anwenden. Und laut Untersuchungsbericht sei im Boden eine Überschreitung des dort empfohl enen Schwellenwertes um mehr als das Tausendfache ermittelt worden. Proben aus dem Schichtwasser in zweieinhalb Metern Tiefe überschritten den Schwellenwert noch um das 800-fache. Dennoch stufe man die Belastung insgesamt als „nicht dramatisch“ ein, betonte Dr. Fritz.

Um Auswirkungen auf das Grundwasser zu prüfen, habe man für kommende Woche Untersuchungen in sieben benachbarten privaten Grundwasserbrunnen veranlasst; deren Besitzer seien alle zur Kooperation bereit. Über die weitere Nutzung der Quellen müsse dann das Gesundheitsamt entscheiden. Die Stadt gehe weiter davon aus, dass die US-Armee den betroffenen Bereich innerhalb der Kaserne sanieren werde. Der weitere Fortgang außerhalb hänge vom Ergebnis der Grundwasseruntersuchungen ab, sagte Dr. Fritz. Auch werde derzeit das Gelände des Übungsplatzes auf dem Urlas überprüft.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
13. November 2014

Absturz einer Drohne in der Oberpfalz schürt Ängste.

Am US-Truppenübungsplatz in Hohenfels im Landkreis Neumarkt ist eine Aufklärungsdrohne abgestürzt. Bewohner der angrenzenden Gemeinden reagieren besorgt. Die unbewaffnete Aufklärungsdrohne vom Typ „Shadow“ war aus ungeklärter Ursache vor wenigen Tagen in einen Wald gestürzt, erklärten US-Army-Sprecher. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.

In der Kritik steht einmal mehr die Informationspolitik der US-Streitkräfte. Bürgermeister der an den Übungsplatz angrenzenden Gemeinden erfuhren erst aus den Medien von dem Vorfall. Die Meldung hat oberpfälzische und mittelfränkische Bürgerinitiativen, die schon gegen Luftkorridore für Drohnen über zivilem Gebiet protestierten, in ihrer Meinung bestätigt: „Der Betrieb der US-Militärbasen ist eine Gefahr für die Bevölkerung.“

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  Windsheimer Zeitung
12. November 2014

Perspektive für eine Region ohne Militär.
Hansjörg Meyer bleibt Vorsitzender von Etz langt's — Petra Negendank ist Beisitzerin.

Im Original weiterlesen.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
12. November 2014

US-Deserteur darf hoffen. Ex-Soldat könnte Asyl in Deutschland bekommen.

Für André Shepherd war es ein guter Tag: Der 37-jährige ehemalige US-Soldat, der von 2004 bis 2007 in Ansbach-Katterbach stationiert war, darf wieder hoffen, vielleicht doch Asyl in Deutschland zu bekommen. Denn vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat er viel Unterstützung erhalten.

„Soldaten können durchaus ein Recht auf Asyl haben, wenn sie fürchten, durch den Militärdienst in Kriegsverbrechen verwickelt zu werden“, betonte Generalanwältin Eleanor Sharpston in ihrem Gutachten für das Gericht. Es war die entscheidende Frage.

Shepherd desertierte 2007, als er zum zweiten Mal in den Irak versetzt werden sollte. Schon 2004 hatte ihn das Militär als Mechaniker zur Wartung von Apache-Kampfhubschraubern vor Ort eingesetzt. Erst da sei ihm klargeworden, dass er an Kriegsverbrechen mitgewirkt habe. Sein Asylantrag wurde jedoch von den deutschen Behörden abgelehnt. In Luxemburg berief sich der Amerikaner auf die „Qualifizierungs-Richtlinie“ der EU, die auch Militärangehörigen ein Recht auf Asyl einräumt, wenn sie in einen völkerrechtswidrigen Krieg ziehen.

Die Generalanwältin, deren Gutachten den Richtern meist als Leitschnur dient, stellte sich weitgehend hinter Shepherd. Es reiche bereits aus, dass ein Soldat begründet befürchten müsse, an Kriegsverbrechen mitzuwirken. Dabei sei es unerheblich, ob derartige Verstöße belegt würden oder ob der Einsatz von den Vereinten Nationen gebilligt wurde.

Doch das Gutachten lässt eine ganze Reihe von Fragen offen, deren Antworten am Ende darüber entscheiden könnten, ob Deutschland dem Ex-Soldaten Schutz vor den Folgen eines Kriegsgerichtsverfahrens in den USA gewährt oder nicht. Was ist verhältnismäßig? Ungeklärt, so die Gutachterin, sei etwa, ob Shepherd nicht auch auf legalem Wege den Militärdienst im Irak habe verweigern können. Sollte es ein solches Verfahren in den USA geben, wäre sein Asylgesuch hinfällig. Zudem schlug Sharpston vor, dass die zuständigen deutschen Gerichte recherchieren, ob Shepherd im Falle einer Rückkehr in seine Heimat tatsächlich mit den befürchteten Sanktionen zu rechnen habe, die am Ende zu einer weitgehenden sozialen Ausgrenzung sowie zur Unmöglichkeit, einen Beruf zu ergreifen, führen würden. Denn nur wenn diese „Bestrafung unverhältnismäßig“ sei, könne eine Anerkennung als verfolgter Flüchtling einen Asylanspruch begründen. (Aktenzeichen EuGH Rechtssache C-472/13)

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  Fränkische Landeszeitung
10. November 2014

"Etz langt's" will US-Armee "heimleuchten. Bürgerinitiative fordert sofortigen Start von Planung für zivile Nutzung der Kasernen.

Keine Veränderung an der Spitze der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“: Die Mitglieder haben in der Hauptversammlung den Vorsitzenden Hansjörg Meyer im Amt bestätigt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Tanja Schwarz und Norbert Müller gewählt. Wiedergewählt wurden auch Pressereferent Boris-André Meyer und Schatzmeister Walter Gronauer. Schriftführerin wurde Kerstin Mach. In den Beirat wählten die Mitglieder Doris Carl-Gramm, Erna Hertwig, Hans-Joachim Hofmann, Bernd Horbaschek, Wilhelm Pfänder, Petra Negendank und Gabi Scharfenberg-Saprykin.

In seinem Rechenschaftsbericht blickte der Vorsitzende Hansjörg Meyer auf die Aktivitäten der Bürgerinitiative im zu Ende gehenden Jahr zurück. Er erinnerte an den im November vergangenen Jahres verhängten Baustopp auf dem Urlas, an den Vortrag von Andreas Zumach zum Thema „Was kostet uns die Stationierung“, an den Ostermarsch mit rund 400 Teilnehmern und an Notlandungen von US-Hubschraubern in Ostpolen, bei Gera und in Neureuth bei Schillingsfürst. Auch im kommenden Jahr werde sich die Bürgerinitiative „Etz langt‘s‘ gegen den Fluglärm, der von den in Katterbach und Illesheim stationierten Helikoptern ausgehe, sowie gegen die Umweltverschmutzung durch die militärische Flugtätigkeit einsetzen.

Meyer rief alle Ansbacher Mitglieder auf, zur Bürgerversammlung am 24. November um 19 Uhr in den Anglet-Saal zu kommen und dort den Widerstand gegen die Hubschrauberflüge und die in Ansbach stationierten Truppenteile deutlich vorzubringen. Die beiden Flugplätze in Katterbach und Illesheim müssten mit Blick auf die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Anlieger endlich geschlossen werden, so seine Forderung.

Schatzmeister Walter Gronauer legte den Kassenbericht vor und berichtete, dass im zurückliegenden Jahr Einnahmen in Höhe von 5570 Euro Ausgaben von 5120 Euro gegenüberstanden. In der Barkasse standen Einnahmen in Höhe von 279 Euro Ausgaben von 242 Euro gegenüber. Die Bürgerinitiative habe derzeit ein Guthaben von rund 3100 Euro. Seit der letzten Mitgliederversammlung, so berichtete Gronauer, erhielt die Bürgerinitiative von 40 Personen 83 Spenden in Höhe von insgesamt 5690 Euro. Das Guthaben konnte damit innerhalb eines Jahres um rund 400 Euro erhöht werden. Die Mitglieder sprachen dem Schatzmeister wie auch der gesamten Vorstandschaft die Entlastung aus.

Einstimmig haben die Mitglieder einem Leitantrag des Vorstandes zur Vergabe von Planungen für eine zivile Umnutzung der militärischen Liegenschaften in der Stadt Ansbach zugestimmt. Eine zivile Umnutzung der dem US-Militär zeitlich überlassenen Liegenschaften brächte mehr Vorteile als Nachteile für die Bevölkerung, die Natur, die Wirtschaft und die Regionalentwicklung mit sich. Die Bürgerinitiative ist der Auffassung, dass ein Abzug des US-Militärs aus Ansbach schon jetzt absehbar sei; deswegen sollten Konzepte für die zivile Umnutzung der Liegenschaften erarbeitet werden. Bund und Land werden aufgefordert, finanzielle Mittel für die Konversion bereitzustellen, und die Stadt- und Regionalplanung solle den Ideenfindungsprozess, so der Wortlaut des Antrags, für die Nutzung nach Schließung der militärischen Liegenschaften in Ansbach und Illesheim sofort beginnen.

Der Vorsitzende Hansjörg Meyer wies auf eine Lichter-Demonstration unter dem Titel „Heimleuchten“ am 28. November ab 17.30 Uhr im Ansbacher Stadtteil Obereichenbach hin. Vom Ortsschild in der Alten Reichsstraße soll mit Laternen zur Buckhausstraße gelaufen werden.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
10. November 2014

Der Soldat, der nicht mehr töten wollte. Fall des US-Amerikaners Sheperd vor dem Luxemburger EuGH ist voller Brisanz.

André Shepherd hat das alles nicht gewollt. Nicht die öffentliche Aufmerksamkeit. Schon gar nicht diese Rolle als jemand, der zwischen die Stühle der großen Politik gerät. Trotzdem ist genau das geschehen. Ein US-Soldat, der desertiert, weil er nicht mehr im Irakkrieg beim Töten helfen will, der nach Deutschland flieht, Asyl beantragt und abgewiesen wird. Morgen geht sein Fall vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in die entscheidende Phase.

Doch mit diesen kurzen Stichworten ist die Geschichte nicht erzählt. Auch nicht die des politischen Präzedenzfalles, der die europäisch-amerikanischen Beziehungen in etwa so belasten könnte, wie es die Enthüllungen Edward Snowdens taten.

„Meine dunkelste Stunde im Irak war, als wir Hubschrauber startklar gemacht haben, die an der November- Offensive in Falludscha teilnahmen. Eine Schlacht, die fast nur Ruinen hinterließ und radioaktive Spuren, die heute noch für Missbildungen bei Neugeborenen sorgen.“

Shepherd geht es nämlich längst nicht mehr nur um die eigene Freiheit, sondern um die Frage, ob Soldaten das grundsätzliche Menschenrecht haben, selbst darüber zu entscheiden, ob sie mitkämpfen wollen oder nicht. Shepherd: „Es gibt viele Tausend Menschen, die in ähnlichen Situationen sind.“ Deshalb müsse „ein Weg geschaffen werden, damit Soldaten dem Wahnsinn von Kriegen entkommen können, die auf Verbrec hen beruhen“.

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  Fränkische Landeszeitung
9. Oktober 2014

Ansbachs erstes Windrad ist am Netz — Luftamt stoppt weiteres Verfahren

Jetzt fließt erstmals auch in Ansbach Strom aus Windkraft ins öffentliche Netz. Das eine der beiden zwischen Bernhardswinden und Claffheim errichteten Windräder hat seinen Betrieb aufgenommen, das zweite soll in wenigen Tagen ans Netz gehen. Die Betreiber gehen davon aus, dass die beiden Anlagen gemeinsam über zehn Millionen Kilowattstunden jährlich erzeugen werden.

Aus für Windrad nördlich von Strüth.

Klar ist mittlerweile, dass auf der vom Stadtrat genehmigten „Sonderfläche Windkraft“ nördlich von Strüth nun vorerst doch kein Windrad gebaut wird. Grund für die endgültige Ablehnung des Vorhabens der Münsteraner Firma WWU-Wind sind die Hubschrauberflugrouten der US-Armee, die dem Windrad offenbar zu nahe kommen würden. Laut dem Ansbacher Umweltamt hat das Luftamt Nordbayern erklärt, dass der Konflikt auch durch Verlegung der Anlage nicht zu lösen sei.

Anwohner, die sich vor allem im östlich des Standorts gelegenen Egloffswinden gegen die Anlage gewandt hatten, können allerdings noch nicht endgültig aufatmen. Der Standort bleibe vorerst im Flächennutzungsplan, heißt es bei der Stadt. Nach einer in Zukunft möglichen Aufgabe des US-Flugbetriebs könne dort weiterhin ein Windrad entstehen.

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  Nürnberger Nachrichten
20. September 2014

Ein amerikanisches Militärflugzeug vom Typ Lockheed C-5A Galaxy rollt über das Vorfeld des Nürnberger Flughafens. Mit 75,50 Metern Länge und 67,90 Metern Flügelspannweite ist die Maschine eine der größten der Welt. Der Langstreckentransporter brachte, nach inoffiziellen Informationen, eine Lieferung von Radar-Teilen nach Franken, die für den US-Militärstützpunkt und Übungsplatz in Grafenwöhr bestimmt sind.

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  Focus-Online
11. September 2014

Gelandet, um nach dem Weg zu fragen US-Soldaten verirren sich mit Hubschraubern in Polen.

Im Original weiterlesen.

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  Spiegel-Online
11. September 2014

Ukraine-Konflikt: Verirrte US-Piloten fragen in Polen nach dem Heimweg.

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  Die Welt
11. September 2014

Black Hawks in Polen 11.09.14 "Diese Amerikaner hat uns der Himmel geschickt

Im Original weiterlesen.

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  BLG Logistics
September 2014

Fahrzeuge und andere rollende Ladung sind Tagesgeschäft am Autoterminal Bremerhaven. Ab und zu landen immer mal wieder einzelne Helikopter auf dem Autoterminal für ihre Reisen nach Übersee. Noch nie aber kamen sie in so großer Zahl. In der zweiten Juniwoche landeten nach und nach 26 Hubschrauber auf der ABC-Halbinsel in Bremerhaven.

Dabei handelte es sich um vier große Transportmaschinen vom Typ Chinook, 22 Apache-Kampfhubschrauber und zwei Helikopter vom Typ UH-72. Die Chinooks waren zuvor in Nordholz zwischengelandet von dort auf die ABC-Halbinsel geflogen. Die anderen Maschinen kamen direkt vom süddeutschen Militärflugplatz Katterbach nach Bremerhaven.

Die 28 Helikopter wurden am 18. Juni auf den unter US-Flagge fahrenden Autotransporter COURAGE verladen und traten ihre Rückreise in die Heimat an.

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  Freie Presse
9. September 2014

Obamas Hubschrauber-Tross über dem Vogtland?
Wohin flogen drei Transporthubschrauber der US-Army?
Und warum übernachtet die US-Army in Frankenberg?

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  Fränkische Landeszeitung
30. August 2014

Feuerwehr konnte nun doch Helikopter aus der Nähe sehen. Jüngst hielten die Flachslandener vergeblich Ausschau: Jetzt bekamen sie die Besonderheiten bei Rettungs- und Hilfsmaßnahmen erläutert.

Vor einer Woche haben die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Flachslanden noch vergeblich auf einen Hubschrauber der US-Armee gewartet: Nun konnten sie gleich zwei in Augenschein nehmen: Auf dem Übungsgelände der US-Armee nahe Obernzenn im Landkreis Neustadt/ Aisch-Bad Windsheim betrachteten die Wehrleute einen Apache-Hubschrauber aus Illesheim und einen Blackhawk-Hubschrauber aus Katterbach aus der Nähe. Mitglieder der Flughafen-Feuerwehr aus Illesheim machten auf die Besonderheiten aufmerksam, die bei einem verunglückten Hubschrauber auf die Aktiven zukommen.

Noch vor einer Woche hatten die Aktiven der FFW Flachslanden einen Hubschrauber bei einem Außenlandepunkt nahe dem Flachslandener Gemeindeteil Neustetten unter die Lupe nehmen wollen. Aufgrund eines „Kommunikationsproblems“, so formulierte es Helga Moser von den US-Streitkräften, war der Pilot mit seinem Apache- Hubschrauber aber zu einem anderen Landepunkt geflogen. Weil dies er in einer Senke lag, konnte nach der Landung kein Kontakt mit dem Piloten per Funk aufgenommen werden und dieser auch nicht an den eigentlichen Landepunkt beordert werden. Die rund 40 Aktiven der Wehr mussten nach über einstündig er Wartezeit dann unverrichteter Dinge wieder abrücken.

Die US-Armee habe dieses „Kommunikationsproblem“ bedauert, so Moser, und die Panne wieder gutgemacht. Auf dem sogenannten Wessachhof in dem Übungsgelände standen nun gleich zwei Hubschrauber zur Verfügung, die die Aktiven der Feuerwehr in Augenschein nehmen konnten. Der Ausbildungsleiter der Flughafen-Feuerwehr, Peter Götz, und Harald Schneider - im Ehrenamt Kommandant der FFW Dietenhofen - erläuterten den Aktiven der Flachsländer Wehr, was bei Rettungs- und Hilfsmaßnahmen bei einem verunglückten US-Hubschrauber zu tun und vor allem zu lassen sei. Gerade bei den Apache-Hubschraubern, die Kampfhubschrauber sind, aber bei den Übungsflügen grundsätzlich ohne Bewaffnung unterwegs sind, dürften sich Helfer nur von vorne mit Blickkontakt zum Piloten dem Fluggerät nähern. Besonders wichtig sei, dass die Rotoren sich nicht mehr bewegten, und auch die Bordkanone, die mit dem Kopf vom Piloten gesteuert werde, berge Gefahren in sich. Wie die Pilotenkanzel geöffnet werden und wie man die Piloten aus den Sitzen befreien könne, wurde ebenfalls erläutert.

Einer der Illesheimer Kompanie-Chefs, Captain Ben Ramos, war mit seinem Co-Piloten Jacob Lawrence mit einem der 48 in Illesheim stationierten Apache-Hubschrauber zu dem Wessachhof geflogen. Er erklärte den Aktiven der FFW Flachslanden das Fluggerät ausführlich. Für Fragen stand des Weiteren der Fachdienstoffizier Ronald Niels bereit, der zudem den Blackhawk-Hubschrauber erläuterte. Dies sei ein unbewaffneter Transport-Hubschrauber, der neben den vier Besatzungsmitgliedern bis zu neun Passagiere befördern könne. Dieses Helikoptermodell werde auch häufig in der zivilen Luftfahrt verwendet.

Der letzte Unfall mit einem Apache-Hubschrauber in der Region sei in den 1990er Jahren geschehen, so berichtete Helga Moser. Trotzdem sei es wichtig, dass die örtlichen Wehren, die im Falle eines Falles die ersten Helfer an einem Unfallort seien, über die Besonderheiten bei einem Hubschrauber-Absturz oder einer Notlandung Bescheid wüssten.

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  Fränkische Landeszeitung
28. August 2014

Bauer fordert geänderte Bestimmungen bei der Flughöhe. Gestörte Trauerfeier durch drei Hubschrauberüberflüge — Freie-Wähler-Abgeordneter wandte sich erneut an die Staatsregierung.

Durch Hubschrauber-Überflüge der US-Armee fühlen sich viele Menschen in und um Ansbach gestört. Ein Fall bei ein er Beerdigung in Sommersdorf rief den Landtagsabgeordneten Professor Dr. Peter Bauer (Freie Wähler) auf den Plan. Erneut wandte er sich jetzt an Bayerns Staatsregierung. Auf deren Antwort hin fordert er, dass flugbetriebliche Bestimmungen zur Flughöhe dringend zu ändern seien.

Das Bundesverteidigungsministerium hatte auf Professor Bauers Anfrage hin, von der Staatsregierung um Stellungnahme gebeten, mitgeteilt, dass der Zeitraum der Beerdigung am 18. Februar bekannt sein müsste, um festzustellen, ob ein US-Helikopter gleichen Bautyps dreimal in etwa 300 Metern Höhe die Beerdigung überflogen habe.

Diese Information, also den Zeitraum zwischen 13.30 und 14.30 Uhr, lieferte der Abgeordnete der Staatsregierung jetzt nach. Tatsächlich wurde der Friedhof um 13.53, 14.01 und 14.13 Uhr in Höhen von 2200 und einmal 2300 Fuß über dem Meeresspiegel überflogen, wie die Gruppe Flugbetrieb in der Bundeswehr über Bayerns Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) mitteilt. Da der Friedhof in unmittelbarer Nähe eines Kontroll- und Meldepunktes liege, sei „eine Mindesthöhe von 2200 Fuß für abfliegende Luftfahrzeuge“ und 2500 Fuß, für anfliegende vorgeschrieben. Eine Untersuchung „ergab die Einhaltung der gültigen flugbetrieblichen Bestimmungen am Flugplatz Katterbach“.

Dies findet Professor Bauer „besonders erwähnenswert“. 2200 Fuß stellten 670,56 Meter dar. Sommersdorf liege, wie viele Orte im Landkreis Ansbach, auf rund 420 Metern Höhe. Dies bedeute, dass der Hubschrauber in einer Höhe von ungefähr 250 Metern über den Friedhof geflogen sein müsse. Der Eindruck der Menschen sei also völlig richtig.

Die Bundeswehr-Gruppe Flugbetrieb empfiehlt gemäß den Angaben im Schreiben der Staatskanzleichefin, mit den Streitkräften der US-Amerikaner Kontakt aufzunehmen und „Absprachen über die Vermeidung von Überflügen während anstehender Trauerfeierlichkeiten im Bereich Sommersdorf zu treffen“.

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  Fränkische Landeszeitung
23. August 2014

Helikopter verschollen. Feuerwehrleute warteten vergeblich auf US-Hubschrauber.

Alles war gut vorbereitet — nur der Hubschrauber kam nicht: Fast eineinhalb Stunden lang haben rund 40 Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Flachslanden auf einem Feld nordöstlich des Gemeindeteils Neustetten auf die Außenlandung eines Helikopters der US-Armee aus Illesheim gewartet, um das Fluggerät in Augenschein nehmen zu können.

Doch wo der Hubschrauber abblieb, konnte auch Helga Moser von der Standortverwaltung nicht genau sagen. Er sei laut Flugaufsicht gelandet, aber wahrscheinlich habe der Pilot die falsche Stelle gewählt. Die FFW Flachslanden hatte sich von Peter Götz, dem Leiter des Sachgebietes Ausbildung der „Fire&Emergency Services“ Illesheim, über die Gefahren, die bei einem verunglückten Hubschrauber auftreten können, informieren lassen.

Götz berichtete, dass in Katterbach und IIlesheim drei verschiedene Hubschrauber-Typen stationiert seien, wobei er vor allem auf die Kampfhubschrauber Apache einging. Diese Hubschrauber haben zwei Mann Besatzung, zwei Turbinen mit jeweils 1800 PS und seien 4,05 Meter hoch. Bei einer Notlandung oder einem Absturz solch eines Hubschraubers sei deshalb eine Arbeitsplattform von Vorteil, so Götz.

Der US-Armee sei es wichtig, so Helga Moser, die Ortsfeuerwehren, die bei einer Notlandung oder einem Absturz als Erste vor Ort sind, aufzuklären, um Gefahren für die Helfer auszuschließen. Und diese Gefahren seien sehr groß, so Götz. Vor allem die nach einem Unfall herumfliegenden Mikropartikel aus Karbon seien eine große Gefahr für die Helfer. Diese Teilchen könnten über Haut, Augen, Mund und Ohren in den Körper eindringen, sie seien auf keinem Röntgenbild nachweisbar und oft erst nach Jahren könnten gravierende gesundheitliche Schäden auftreten.

Alle Helfer, die sich in der Nähe eines verunglückten Hubschraubers egal ob zivil oder militärisch genutzt, befinden, gelten als kontaminiert, so Götz. Er gab den Mitgliedern der FFW Flachslanden Tipps, wie bei einem Flugunfall am besten vorgegangen werden sollte. Gefahren gingen auch von dem Treibstoff JP 8 aus, von dem ein Apache-Hubschrauber normalerweise vollgetankt 1418 Liter an Bord habe. Wenn der Hubschrauber mit Zusatztanks versehen sei, kämen weitere 3480 Liter hinzu. Wichtig sei daher immer, beim Annähern an einen verunglückten Hubschrauber den Brandschutz sicherzustellen, weil der Treibstoff sich sehr leicht explosionsartig entzünden könne.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
21. August 2014

Erfolgreicher Protest gegen Drohnen. Übungsflüge des US-Geräts "Hunter" außerhalb von Truppenübungsplätzen gestrichen.

Über Monate hinweg hatten sich Bürgerinitiativen und regionale Politiker immer wieder eingesetzt, um Flüge der US-Drohne „Hunter“ über der Oberpfalz abzuwenden. Jetzt verzichten die Amerikaner selbst auf ihre Pläne. Ein Sprecher der US-Armee auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr (Kreis Neustadt/Waldnaab) sagte, die Verhandlungen mit dem Verteidigungsministerium über die Fluggenehmigung seien schon länger ins Stocken geraten. Jetzt habe man die Gespräche beendet und die Pläne ad acta gelegt.

Die unbemannte und unbewaffnete Aufklärungsdrohne „Hunter“ (Jäger) sollte zwischen den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels in zwei geplanten Korridoren zu Testzwecken hin und her fliegen. Jetzt wird die Drohne nur noch über dem Gelände der Truppenübungsplätze selbst fliegen. Dafür ist eine gesonderte Genehmigung der Bundesregierung nicht notwendig.

Als die Pläne der US-Armee erstmals bekannt wurden, gründeten sich in der Region Bürgerinitiativen, die sich gegen das Vorhaben wandten. Auch Rathauschefs, Landräte und regionale Abgeordnete schalteten sich ein. Eine Befürchtung war, dass mit den hochmodernen Aufklärungsdrohnen auch Telekommunikation in der Oberpfalz überwacht werden könnte. Die Amerikaner versicherten, davon könne keine Rede sein, die Fluggeräte vom Typ „Hunter“ würden auch grundsätzlich unbewaffnet unterwegs sein. Es gehe nur um Übungsflüge, zur Schulung für das US-Bedienungspersonal.

Die Drohne ist bereits vielfach in Afghanistan und anderswo zur Aufklärung eingesetzt worden. Schließlich präsentierten die US-Streitkräfte die Drohne den regionalen Medien und Kommunalpolitikern. Die Vorbehalte gegen Flüge über der Oberpfalz blieben aber auch danach bestehen. „Hunter“ hat eine Spannweite von über zehn Metern, ein schneller Transport mit dem Lkw ist deshalb nicht möglich. Um von einem Truppenübungsplatz zum anderen zu kommen, muss das Gerät zerlegt und aufwendig verstaut werden. Diesen Aufwand wollten sich die US-Truppen sparen.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
19. August 2014

Manöver der US-Streitkräfte. Militärübungen im September.

Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim werden den gesamten September über Manöver der amerikanischen Streitkräfte stattfinden. Wie das Landratsamt Neustadt mitteilte, handele es sich in erster Linie um Hubschrauberlandeübungen, die unter anderem auch in den Nächten stattfänden. Beginn der Manöver ist am Montag, 1. September, abgeschlossen werden die Übungen am Samstag, 30. September.

Die betroffenen Gemeindegebiete sind Trautskirchen, Gerhardshofen, Bad Windsheim und Markt Nordheim. Die Bevölkerung wird gebeten sich von den Einrichtungen der übenden Truppe fernzuhalten.

Entschädigungsansprüche für Flur- und Forstschäden, für Schäden an privaten Straßen und Wegen sowie für sonstige Schäden sind umgehend, jedoch spätestens innerhalb eines Monats nach Beendigung der Übung schriftlich bei der Gemeinde oder innerhalb von drei Monaten nach dem Zeitpunkt, zu dem der Geschädigte von dem Schaden und der beteiligten Truppe Kenntnis erlangt hat, schriftlich bei der Schadensregulierungsstelle des Bundes anzumelden. Diese ist unter der Telefonnummer 0911/376-0 zu erreichen. Beschwerden bezüglich der Lärmbelästigung nimmt Helga Moser bei der Deutsch-Amerikanischen Verbindungsstelle unter der Telefonnummer 0152/09114369 entgegen.

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  www.windsa.net
5. August 2014

Realitätsverlust des 2. Bürgermeisters? Rainer Volkert liefert Ergebenheitsadresse an die US- Army

Anlässlich des Besuches von US- Generalkonsul Bill Moeller wurde von diesem auch nachgefragt, ob es auch in Bad Windsheim und Umgebung Demonstrationen gegen den von amerikanischen Streitkräften verursachten Fluglärm gäbe. Zweiter Bürgermeister Volkert (CSU), - bis vor kurzem Oberstleutnant der Reserve -, teilte mit, dass es nur eine kleine, aber lautstarke Gruppe sei, die sich gegen Fluglärm stark mache.

Hier wurde von Volkert verschwiegen, dass die Anzahl der Hubschraubergegner mittlerweile deutlich gestiegen ist. So hatten letztes Jahr endlich auch die beiden Ickelheimer Stadträte Krebelder und Dehner (Liste Land) begriffen, dass sie sich für lärmgeplagte Mitbürger einsetzen müssen. STRM Negendank (SPD) hatte längst vorher schon wiederholt interveniert. Auch der Obernzenner Bürgermeister Helmut Weiß (CSU+mittlerweile Landrat) hat schon wiederholt das Gespräch mit dem Illesheimer Kommandeur gesucht. Weiß wollte auch betroffene Bürger einbinden, was von den Amerikanern jedes Mal abgelehnt wurde. Auch in der Lärmschutzkommission legte Weiß regelmäßig erfolglos sein Veto ein.

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  Fränkische Landeszeitung
5. August 2014

Zivile Umnutzung der US-Standorte anstreben. Schutz vor Fluglärm: Bürgerinitiative "Etz langt's!"fordert eine politische Lösung.

Der Vorstand der Bürgerinitiative (BI) „Etz langt‘s!“ sieht nach der jüngsten Bekanntgabe mit Blick auf die Ergebnisse des Gutachtens über Klagemöglichkeiten der Stadt Ansbach und ihrer Bürger „dringenden politischen Handlungsbedarf‘. So sei die Festsetzung der Lärmgrenzwerte in Höhe von 70 Dezibel (Tag) und 60 Dezibel (Nacht) mit einem wirksamen Schutz von Gesundheit und Lebensqualität nicht vereinbar, heißt es in einer Pressemitteilung. Es sei an der Zeit, mit allen politischen Kräften der Region auf ei-nen gemeinsamen Vorstoß für die Gleichstellung des Lärmschutzes an militärischen und zivilen Flughäfen hinzuarbeiten, erklärte BI-Vorsitzender Hansjörg Meyer.

Ein entsprechender Antrag der Linksfraktion im Bundestag sei allerdings im Mai 2011 von Union, SPD und FDP abgelehnt worden, obwohl diese Forderung Bestandteil des Koalitionsvertrags gewesen sei.

Auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene will die BI den Vorrang des Bürgerwohls an Militärbasen stärker in den Fokus rücken: Die Jahresversammlung der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) hat auf Antrag der BI im Juli beschlossen, die Fluglärmproblematik an US-Armeeeinrichtungen mehr in den Mittelpunkt zu rücken.

Nachdem Zeitraum und Örtlichkeiten der Lärmmessungen der Stadt Ansbach 2011 der US-Armee im Voraus bekannt waren, halte man weitere Datenerhebungen der Kommune für sinnvoll. Derzeit prüfe der BI-Vorstand, ob diese Option mit eigenen Messungen flankiert werden könne.

Die politischen Akteure der Region ermutigt die BI derweil, das ungelöste Fluglärmproblem grundlegend zu bewerten. In den vergangenen fünf Jahren hätten Stadtrat und Verwaltung zahlreiche politische und juristische Maßnahmen ergriffen die militärische und bürgerschaftlichen Interessen unter einen Hut zu bekommet. Diese Bemühungen seien bisher jedoch nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Die Bundesregierung hat offenbar wenig Interesse, die transatlantischen Freibriefe für die US-Kriegsübungen in Ansbach zurückzunehmen“, so die Folgerung des Vorstands, Konsequenz aus dem Zielkonflikt sei, auf eine Abzugsperspektive und eine positive Stadtentwicklung mittels einer zivilen Umnutzung der militärischen Liegenschaften hinzuwirken“, hoben die Vorstandsmitglieder hervor.

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  Fränkische Landeszeitung
1. August 2014

Klagen gegen Fluglärm versprechen kaum Erfolg. Rechtssprechung setzt hohe Toleranzschwellen fest.

Nur wenig Aussicht auf Erfolg hätte ein juristisches Vorgehen der Stadt gegen den Betrieb des Hubschrauberbetriebs in der US-Kaserne Katterbach. Das hat jetzt das Gutachten eines Rechtsanwalts im Auftrag der Stadt ergeben. „Eine Klage hat kaum Aussicht auf Erfolg“, fasste Rechtsreferent Udo Kleinlein in der jüngsten Sitzung des Stadtrates zusammen.

Die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes und des Bundesverwaltungsgerichts lege insbesondere gegenüber Militärflughäfen die Schwelle der zulässigen Lärmbelastung vergleichsweise hoch. Ungeachtet der Erkenntnisse, dass bereits geringere Beeinträchtigungen von 50 dB(A) tagsüber und 45 dB(A) nachts die Gesundheit schädigen können, liege die „verfassungsrechtliche Zumutbarkeitsgrenze“ bei 70 bis 75 dB(A) tagsüber und 60 bis 65 dB(A) nachts.

Die jüngste Messung habe einen Dauerschallpegel bis zu 50 dB(A) ergeben, verbunden mit einzelnen Lärmspitzen über 70 dB(A) und dam it deutlich unterhalb der genannten Schwellen, führte Kleinlein aus. Außerdem sei derzeit nicht abzusehen, ob den Betroffenen seitens des Gesetzgebers weitergehender Schutz vor Lärm eingeräumt wird; hier sei derzeit einiges im Fluss. Um für diesen Fall gewappnet zu sein, empfiehlt das beauftragte Anwaltsbüro die Schallpegelmessung über ein Jahr, um belastbare Daten zu erlangen. Die Lärmbelastung werde dann anhand der sechs verkehrsreichsten Monate im Jahr ermittelt. Kleinlein machte auch deutlich, dass — ungeachtet der Aussichten auf einen Erfolg — Betroffene unter Hinweis auf ihre Gesundheit in einer stärkeren Position seien. Die Stadt könne lediglich wegen „Eigentumsverletzung“ klagen, wenn eigene Liegenschaften durch Lärm beeinträchtigt würden.

Mit „Enttäuschung“ reagierte Oberbürgermeisterin Carda Seidel auf die Nachricht. Damit werde der Stadt ein Ansatzpunkt, betroffene Bürger zu schützen, genommen. Sie sicherte zu, weiterhin über die Lärmschutzkommission Einfluss nehmen zu wollen; hier habe man schon viele kleinere Verbesserungen erreicht. Allerdings müsse man neue Kontakt e ins Verteidigungsministerium aufbauen. Thomas Deffner (CSU) sprach sich für die Jahresmessung aus; zumal sich in jüngerer Vergangenheit offenbar die Routen geändert hätten. Die Auskunft tue angesichts der Leiden der betroffenen Bürger richtig weh, befand Ingo Hayduk. Der CSU-Stadtrat plädierte ebenfalls dafür, mit der US-Armee weiter in Kontakt zu bleiben, um Veränderungen zu erreichen. Als „Rückschlag“ wertete Boris-André Meyer (Offene Linke) das Ergebnis des Gutachtens. Es zeige sich hier erneut, dass die Interessen der Bürger und des Militärs nicht zur Deckung zu bringen seien.

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  Windsheimer Zeitung
17. Juli 2014

Army-Standort ist sicher. Generalkonsul Bill Moeller besuchte Bad Windsheim.

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  Fränkische Landeszeitung
11. Juli 2014

Ein unermüdlicher Kämpfer gegen Hubschrauberlärm
Werner Kopper engagiert sich seit über zehn Jahren und lässt sich nicht unterkriegen – Jetzt „Waffenstillstand“

Werner Kopper ist 77 Jahre alt, verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne, wohnt in Wicklesgreuth bei Petersaurach - und hat keinen ruhigen Lebensabend. Denn Kopper leidet unter dem Lärm der, amerikanischen Hubschrauber, die in Katterbach stationiert sind. Und er kämpft dagegen, seit Jahren schon. Doch ohne großen Erfolg. Und trotzdem macht er immer weiter, denn es geht für ihn auch um ein Stück Lebensqualität.

Petitionen an den Bundestag, Eingaben an den Bayerischen Landtag, Anzeigen, unzählige Schreiben und Telefonate mit unzähligen Behörden - Wie lange führen Sie schon Ihren Kampf gegen den Hubschrauberlärm?

Seit über zehn Jahren. Früher war ich in meinem Beruf als technischer Redakteur immer unterwegs und konnte mich raushalten. Aber als ich dann Rentner wurde, ging es los. Ich habe aufgezeichnet, wann welche Hubschrauber geflogen sind, habe mir ein Lärmmessgerät angeschafft, habe regelrechte Buchführung gemacht. Ich hab jeden, den ich erwischt habe, aufgeschrieben.

Und wie viele fliegen über Ihr Haus?

Im Moment ist es ruhiger, aber sonst tagsüber zwischen zehn und 30. Aber auch nachts. Meine Frau und ich haben immer die Türen und Fenster zu. Wir trauen uns ja schon gar nicht mehr, mit offenem Fenster zu schlafen.

Was passiert denn mit Ihnen, wenn wieder die Hubschrauber kommen?

Ich reagiere sehr empfindlich auf bestimmte Flugfrequenzen und spüre sie lange, bevor andere sie wahrnehmen. Dann flattert mein Herz richtig. Meine Frau glaubt ja, dass meine Herzrhythmusstörungen und mein einstiger unbemerkter Herzinfarkt daher kommen. Wenn dann der Hubschrauber da ist, rufe ich manchmal beim Beschwerdetelefon der Luftwaffe an. Aber die nehmen das immer nur zur Kenntnis und machen nichts. Ich bin dann stinksauer. Inzwischen versuche ich ja, mich nicht mehr aufzuregen, aber es funktioniert halt nicht. Insgesamt ist ein großer Teil der Lebensqualität weg.

Ist inzwischen nicht Ihr Kampf anstrengender geworden als der eigentliche Hubschrauberlärm?

Das ist möglich. Beim Kampf muss ich immer so aufpassen, nicht ausfällig zu werden. Man darf ja keinen beleidigen.

Was sagt Ihre Familie dazu?

Die ist schon manchmal ganz schön genervt. „Du und Deine Hubschrauber“, diesen Satz höre ich oft. Meine Frau sagt auch immer wieder „lass das doch“. Aber das geht nur zwei Tage und dann fang ich wieder an. Vor einiger Zeit hatte ich einen Unfall mit ziemlich schlimmen Folgen. Das hätte mich zur Ruhe bringen können, hat‘s aber nicht. Warum? Ich weiß es nicht. Dabei bin ich eigentlich ein fröhlicher Mensch. Ich lache gerne, fahre gern Fahrrad, spiele gern mit meiner Enkelin und genieße, wenn es ruhig ist, meinen Garten.

Fühlen Sie sich als Einzelkämpfer?

Ja, ein bisschen schon. Am Anfang war ich bei Freunden und Nachbarn der Spinner, aber jetzt sagen immer mehr zu mir: „Mensch, Du hast ja Recht.“ Unterstützung habe ich trotzdem keine.

Und eigentlich auch keinen wirklichen Erfolg, trotz Ihrer unermüdlichen Bemühungen...

Ja, das ist schon frustrierend. Aber ich lasse m,ich nicht ganz unterkriegen. Denn s ist doch so: Wenn keiner etwas macht, dann ändert sich ja auch nichts. Ich habe allerdings aufgehört zu schimpfen, weil das keinen Sinn hat, bin dafür aber zynischer geworden. Insgesamt versuche ich, mich jetzt mehr zurückzuhalten, renne nicht mehr jeden Abend raus und schreibe auch nicht mehr jeden Hubschrauber auf aber ich höre ihn halt trotzdem.

Und wie soll es weitergehen?

Ich praktiziere den amerikamäßigen Waffenstillstand, es gibt aber keinen Frieden. Es ist nicht so, dass ich aufhöre. Aber ich kämpfe nicht mehr so verbissen.

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  Fränkische Landeszeitung
25. Juni 2014

"Klage eher von einzelnem Bürger." Anwalt zum Hubschrauberlärm.

Der Rechtsreferent der Stadt, Udo Kleinlein, hat erste Gespräche mit Rechtsanwalt Wolfgang Baumann geführt, dem Leiter der Würzburger Kanzlei, die, Ansbach in Sachen Hubschrauberlärm vertreten soll. Es wurden erste Überlegungen über die künftige Vorgehensweise angestellt. Für die Stadt werde es „sehr schwierig“, wenn sie eine Klage gegen die Bundesrepublik anstrengen wolle, beispielsweise, um ein Überflugverbot von bewohntem Gebiet durchzusetzen, meinte Baumann in einer ersten Einschätzung.

Zwar könne man das Recht auf körperliche Unversehrtheit geltend machen, das durch den Lärm bis in die Morgenstunden sicher beeinträchtigt werde. Doch die Stadt Ansbach habe damit als Rechtsperson weniger Aussicht auf Erfolg, als ein einzelner oder mehrere Bürger, die von der Stadt unterstützt würden. Ein solches Vorgehen hatte wie berichtet schon der Ansbacher Rechtsanwalt Dr. Alfred Meyerhuber kürzlich für das einzig Sinnvolle erklärt. Kleinlein übergab dem Würzburger Anwalt nun alle Unterlagen von Lärmmessungen, durch die sich Baumann nun durcharbeiten will.

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  Fränkische Landeszeitung
19. Juni 2014

Verwunderung über Klageauftrag gegen Hubschrauberlärm.

Ihre kostenlose Unterstützung beim juristischen Vorgehen der Stadt Ansbach gegen die Belastung ihrer Bürger durch den Fluglärm der US-Hubschrauber hat Jetzt die Ansbacher Rechtsanwaltskanzlei Meyerhuber angeboten. Man begrüße dieses Vorhaben außerordentlich, heißt es in einem Schreiben an die OB. Zwar sei es völlig In Ordnung, unterstreicht darin Dr. Alfred Meyerhuber, dass die Stadt dazu der auf Lärmschutz spezialisierten Kanzlei Wolfgang Baumann (Würzburg) den Auftrag erteilt habe. Allerdings geb e es auch einige Ansbacher Kanzleien, die ähnliche Qualifikationen aufweisen würden. Seine eigene Kanzlei etwa habe in den 80er und 90er Jahren als erste in Deutschland gegen die Bundesrepublik wegen des unerträglichen Fluglärms der Tiefflieger in der Area 7 geklagt und dabei auch einen prozessualen Erfolg erzielt, erinnert Dr. Meyerhuber Oberbürgermeisterin Carda Seidel.

In der Folge bildete sich ein Netzwerk von Anwälten im ganzen Bundesgebiet, die auf dieser Basis klagten. Erreicht wurde damit, dass Gerichte die Bundesrepublik verpflichteten, mit den NATO-Part-nern über einen Stopp der Überflüge über bestimmte Grundstücke zu verhandeln.

Einen ähnlichen Weg würde der Ansbacher Anwalt auch im jetzigen Streit um den Hubschrauberlärm für juristisch sinnvoll erachten. Es gehe darum, einen - etwa gesundheitlich - vom Lärm besonders betroffenen Bürger zu finden, der bereit wäre, gegen diese Lärmbelastung zu klagen, meint Dr. Meyerhuber. Dem könne man als Kommune dann Rechtsschutz zusichern und mit der Klage durch alle Instanzen gehen, hält der Rechtsanwalt diesen Weg für erfolgversprechender, als wenn die Stadt selbst eine solche Klage betreibe. Um solche betroffenen Personen zu finden, bedürfe es nur eines öffentlichen Aufrufs. Aus den sich dann meldenden Bürgern gelte es, denjenigen auszuwählen, der am meisten unter dem Lärm zu leiden habe.

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  Fränkische Landeszeitung
13. Juni 2014

Kirchen-Kritik an Hubschrauber-Überflügen. US-Vorschlag: Beerdigungen vorher melden — Dekan kontert: Friedhöfe meiden

Ein Nachspiel haben jetzt die Störungen einer Beerdigung in Sommersdorf durch Überflüge von US-Hubschraubern. Von der Kirche kommt Kritik. Als nicht akzeptabel bezeichnet auch der Landtagsabgeordnete Professor Dr. Peter Bauer (Freie Wähler) die Antwort auf die Anfrage, die er wegen dieser Überflüge an die Staatsregierung richtete. Wenn Menschen bei einer Beerdigung das Gefühl hätten, dass ein Angriff stattfinde, „kann ich mich nicht herausreden, dass das in der Übung nicht vorgesehen ist“.

Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) hatte erklärt, die Regierung bedauere, „dass die Beerdigung gestört wurde“. Dies habe die Trauergemeinde sicher stark belastet, „auch wenn die Störung von keiner Seite beabsichtigt war“. Christine Haderthauer erklärt in ihrem Schreiben außerdem, nicht die Staatsregierung, sondern nur der Bund sei zuständig für militärische Angelegenheiten.

Dr. Bauer will das so nicht stehen lassen. Über den Bundesrat, in dem Bayern Sitz und Stimme habe, habe auch der Freistaat Einflussmöglichkeiten und sei deshalb auch zuständig. Mit der Antwort des Bundesverteidigungsministeriums (BMVg), das, von der Staatsregierung angefragt, Stellung nahm, ist der Abgeordnete ebenso unzufrieden. Er spricht von einer „Arroganz der Beantwortung“ …

Im Schreiben des Verteidigungsministeriums heißt es, beim Bereich Sommersdorf handele es sich um eine offizielle An- und Abflugroute des Flugplatzes Katterbach. Deshalb „kann ausgeschlossen werden, dass die Trauerfeier als virtuelle Zielscheibe für Angriffsflüge der Hubschrauber diente“. Der Sommersdorfer Pfarrer Hans Löhr glaubt dies gleichwohl weiter. Seiner Beobachtung nach hatte insgesamt dreimal ein Hubschrauber — möglicherweise derselbe — gezielt die Beerdigung angeflogen. Von der Theorie vom „Übungsflug“ hält er nichts: Eine Beerdigung mit ihren vielen Autos und Menschen sei auch aus größerer Flughöhe von Weitem zu erkennen, sagt Löhr … Der Pfarrer hält „es für hochschwierig, dass wir eine ausländische Militärmacht anrufen müssen, wenn wir eine Trauerfeier haben, damit sie nicht gestört wird — wenn, dann müsste das umgekehrt der Fall sein, dass Fluggenehmigungen eingeholt werden.

Wenn Pfarrgemeinden den US-Streitkräften Beerdigungen melden würden, sei man in Katterbach bereit, auch kurzfristig Flugrouten zu ändern, hieß es. Dieser Vorschlag stößt auch beim Ansbacher Dekan Hans Stiegler — er vertritt derzeit die urlaubende Regionalbischöfin Gisela Bornowski — auf strikte Ablehnung. Das sei „völlig lebensfremd und nicht praktikabel“, sagt er angesichts des mit dieser Forderung verbundenen Aufwands. Weiter bewerten will der Dekan im Übrigen die Vorschläge der Militärs nicht, trifft dazu aber zwei Feststellungen: In den USA sei eine solche Störung einer Beerdigung durch Militärhubschrauber nicht vorstellbar, meint Hans Stiegler: „Und das auch zu Recht: Denn der Abschied von einem verstorbenen Menschen ist ein schmerzlicher Prozess, den man mit Würde und Respekt begehen sollte.“

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  Fränkische Landeszeitung
13. Juni 2014

Hubschrauber: Stadt will handeln. Auf Lärmschutz spezialiserte Kanzlei eingeschaltet — Klage gegen Bundesrepublik?

Die Stadt Ansbach will ihre Bürger, die vom ständigen Fluglärm der in Katterbach stationierten Hubschrauber betroffen sind, nicht allein lassen: Nachdem bisher alle Bitten und Beschwerden keine gravierenden Änderungen ergeben hatten, wurde jetzt eine renommierte Kanzlei mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt, das weitere Handlungsmöglichkeiten aufzeigen soll.

Auf Wunsch der Bewohner der betroffenen Ortsteile hatten sich die OB und ihr Rechtsreferent bereits vor Monaten mit einem Schreiben an das Verteidigungsministerium gewandt und Forderungen des Stadtrats übermittelt. Kernpunkt war vor all em ein Überflugverbot von bewohnten Teilen der Stadt inklusive der Ortsteile. Die Antwort, die Anfang März vom Verteidigungsministerium einging, habe schon von der Diktion her „nicht sehr verständnisvoll“ für die Belange der Bürger geklungen … Die Gesetzeslage ist für einen wirksamen Schutz der Menschen, die vom Fluglärm betroffen sind, viel zu grobmaschig. Wenn aber das Gesetz den Bürger nicht entsprechend schützen kann, müsse vielleicht das Gesetz geändert werden?

Um das zu prüfen, wird jetzt eine auf Lärmschutz und Umweitrecht spezialisierte Würzburger Kanzlei eingeschaltet. Die 5000 Euro, die für diesen ersten Schritt veranschlagt werden, seien „im Interesse der Gesundheit unserer Bürger gut angelegt“, signalisierte der Stadtrat der Offenen Linken, Boris-André Meyer.

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  Fränkische Landeszeitung
24. Mai 2014

CSU lehnt Antrag auf mehr Lärmschutz ab.

Einen besseren Schutz der Bürger vor Gesundheitsschäden durch nächtlichen Fluglärm hat gestern die CSU im Umweltausschuss des Landtags abgelehnt. Ein Ziel des Antrags, der unter anderem vom in Sachsen b. A. beheimateten Landtagsabgeordneten der Freien Wähler, Dr. Peter Bauer, gestellt wurde, war es, die Zahl der Hubschraubernachtflüge einzuschränken. Außerdem sollte langfristig das so genannte „Lärmprivileg“ militärisch genutzter Flughäfen abgeschafft und für diese Einrichtungen die gleichen Bedingungen wie für zivile Flughäfen erreicht werden.

Die absolute Mehrheit der CSU habe dies verhindert, ärgert sich Prof. (Univ. Lima) Dr. Bauer über die Ablehnung, mit der in seinen Augen die CSU den Bürgern das Recht auf körperliche Unversehrtheit abspreche. Damit gerate die Staatsregierung in Konflikt mit dem Grundgesetz, meint der FW-Abgeordnete angesichts der für ihn mittlerweile wissenschaftlich belegten Erkenntnis, dass dauerhaft hohe Lärmemissionen - insbesondere nachts - zu Erkrankungen führen. Nicht umsonst gebe es deshalb strenge Bestimmungen über Lärmschutz am Arbeitsplatz.

Das sei eigentlich auch der CSU bekannt, betont Dr. Bauer. Denn mit Verweis auf mögliche Gesundheitsschäden durch nächtlichen Lärm und das Recht der Bürger auf gesunden Schlaf habe die Landtags-CSU erst kürzlich den Antrag abgelehnt, die Sperrstunde in bayerischen Biergärten von 22 auf 23 Uhr zu legen. Wie könne die CSU diesen Antrag ablehnen, fragt der Abgeordnete, während sie gleichzeitig den vom nächtlichen Hubschrauberlärm geplagten Menschen um Katterbach und Illesheim dieses Recht abspreche?

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  Fränkische Landeszeitung
10. Mai 2014

"Eine ganz eigene Welt" Rund ein Dutzend Stadträte besichtigte Kasernen der US-Armee.

Wie ist es, in der US-Armee in Ansbach zu leben und zu wohnen‘ Um dies zu zeigen, hatten Standortkommandeur Oberst Christopher M. Benson und seine Mitarbeiter gestern die Ansbacher Stadträte zu einem Besuch der Kasernen In Katterbach und auf dem Urlas eingeladen. Dort und in der Illesheimer Kaserne sind in den vergangenen Jahren insgesamt rund 100 Millionen Euro investiert worden.

Ein gutes Dutzend Ansbacher Stadträte hat die Gelegenheit genutzt, einmal einen Blick hinter die Armee-Tore zu werfen Insgesamt seien Investitionen in einem Umfang von 175 Millionen Euro vorgesehen, ausgegeben worden seien bisher für 15 Baumaßnahmen rund 100 Millionen Euro, berichtete der Leiter des Staatlichen Bauamtes Nürnberg, Klaus Gerstendorff. Derzeit auf dem Urlas im Bau befindet sich das ärztliche Ambulanzzentrum. Dort wollen sich vier Allgemein-, zwei Zahnärzte und drei Psychologen zusammenschließen. Momentan würden pro Monat rund 230 Patienten zu deutschen Ärzten überwiesen, hieß es. Und dies änder e sich wohl auch nicht wesentlich, denn die komplette medizinische Palette werde nicht abgedeckt. Die Zahn- und Medizinische Ambulanz kostet voraussichtlich rund 20,2 Millionen Euro.

Wie viel von all diesen Kosten denn auf die deutschen Steuerzahler entfielen, wollte Stadtrat Boris-André Meier wissen. Doch als es um konkrete Zahlen ging, ließ sich Gerstendorff nur auf eine vage Aussage ein: Etwa 13 bis 15 Prozent der Gesamtkosten zahle der Steuerzahler, ein Teil davon werde aber von den Amerikanern erstattet.

Dafür sei man sicher, dass bei allen Bauten deutsche Standards eingehalten würden. Das Ambulanzzentrum wird zunächst der letzte Neubau sein, erklärte Standortkommandeur Bens on. Es gebe zwar noch mehrere kleinere Projekte, wie die Zufahrtsstraße am Urlas oder Geh- und Radwege, und es lagen auch noch weitere Pläne für Neubauten in der Schublade. Doch wann diese realisiert werden könnten, sei unklar. Bis 2019 würden wohl keine weiteren Gelder freigegeben werden.

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  Fränkische Landeszeitung
7. Mai 2014

Apache musste notlanden. Crew blieb nachts auf der Wiese

Am Montagabend musste ein Hubschrauber der US-Armee im Raum Schillingsfürst notlanden. Die regionale Armeesprecherin Cornelia Summers bestätigte gestern entsprechende FLZ-Informationen.

Der Redaktion lag der Augenzeugenbericht eines 43-jährigen Ansbachers vor. Der Versicherungsangestellte war gestern Morgen mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit zwischen Leutershausen und Schillingsfürst unterwegs. Gegen 7.30 Uhr sah er auf einer an die Straße grenzenden Wiese den Hubschrauber. In diesem Moment habe er niemand bei der etwa hundert Meter entfernten Maschine wahrgenommen. Summers betonte aber, der Hubschrauber sei ständig bewacht worden. „Es war definitiv stets Sicherheitspersonal vor Ort - auch über Nacht“, sagte sie.

Nach Angaben des Bürgers ist die Wiese in Richtung Schillingsfürst rechter Hand von der Straße, einige hunderthundert Meter vor dem Stadtteil Neureuth. Als er später zurückfuhr, war eine weitere Augenzeugin im Auto. Gegen 13 Uhr sei der Hubschrauber immer noch da gewesen, jetzt aber umringt von vielen US-Soldaten. Einige hätten sich an dem Helikopter zu schaffen gemacht. Auf seine Nachfrage sei ihm von Soldaten gesagt worden, die Maschine habe wegen eines Defekts landen müssen. Dass es einen technischen Defekt in der Elektronik an dem mit einem Piloten und einem Copiloten besetzten „Apache des Typs AH - 64D Longbow“ gegeben hat, bestätigte auch Summers. „Es war eine Notlandung - die Situation war aber nicht dramatisch. Die Notlandung war eine Vorsichtsmaßnahme. Man könnte sie auch als Sicherheitslandung bezeichnen“, erläuterte sie.

Der Hubschrauber der 12. Kampffliegerbrigade sei in Illesheim zu einem Übungsflug gestartet - ohne Waffen oder Munition. Nach der Notlandung habe die Besatzung ein Reparaturteam alarmiert. Summers: „Copilot und Pilot blieben auch über Nacht bei ihrer Maschine.“ Nachdem das defekte Teil ausgetauscht worden sei, habe diese gegen 14.30 Uhr weiterfliegen können.

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  Fränkische Landeszeitung
25. April 2014

„Vergleichbar mit Diesel“. Kraftstoff für Hubschrauber

Der Turbinenkraftstoff JP8, den die US-Militärhubschrauber in der Regel nutzen, „ist vom Gefahrenpotenzial her mit Diesel vergleichbar“. Dies sagte Franz-Xaver Röck vom Amt für Umwelt und Klimaschutz der Stadt Ansbach auf Anfrage. Ob dieser die Gesundheit gefährdet, wenn er über Abgase auf Agrarflächen, etwa auf Erdbeerfelder, niedergeht, lasse sich nicht in Zahlen beschreiben.

Bei JP8 sei vermutet worden, „dass besonders gefährliche beziehungsweise giftige Additive dabei sind“, berichtete Röck. Auf eine entsprechende Anfrage im Stadtrat hin habe er seinerzeit dazu recherchiert. In Bezug auf den US-Flughafen Ramstein habe allerdings das dortige Landesamt für Umwelt in einer Untersuchung für die Landesregierung in Rheinland-Pfalz festgestellt, „dass keine von diesen besonders gefährlichen giftigen Additiven dabei sind“.

Allerdings entstünden bei den Flügen „Luftschadstoffe, die zur Grundbelastung aus dem vorhandenen Luftschadstoffpotenzial hinzukommen“, was man in Rheinland- Pfalz ebenfalls untersucht habe. In dem Bundesland habe man aber her ausgefunden, „dass die Luftbelastung weit unter den Schwellenwerten liegt“.

Viele sagten freilich, dass die sehr großzügig bemessen seien. „Zu der Schadstofffrage gibt es eine Stellungnahme der Bundesregierung aus dem Jahr 2008, mit der Aussage, dass die Untersuchungen in Rheinland-Pfalz auf den Flugplatz Katterbach übertragbar sind“, legte der Mitarbeiter des Amtes dar.

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  Woche im Blick (Ansbach)
25. April 2014

Ostermarschierer. "Bürgerwohl vor Militärinteressen".

>>> Im Original lesen

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  Fränkische Landeszeitung
22. April 2014

Ein bunter Zug fürs Bürgerwohl. Ostermarsch von Ansbacher Friedensbündnis und Bürgerinitiative "Etz langt's!"

Unter dem Motto „Bürgerwohl vor Militärinteressen“ haben sich am Samstagnachmittag Hunderte Personen zum Ansbacher Ostermarsch getroffen. Nach einer kurzen Auftaktkundgebung vor der US-Kaserne In Katterbach ging es in Ansbach auf dem Martin-Luther-Platz weiter, bevor der eigentliche Marsch durch die Innenstadt begann.

Es war ein bunter Zug, der sich am Samstagnachmittag, durch Ansbacher Straßen schlängelte und so manchen Bürger staunend fragen ließ, was das denn für ein Festumzug sei. Doch die zahlreichen Redebeiträge bei den Kundgebungen machten deutlich, dass dieser Ostermarsch, zu dem das Ansbacher Friedensbündnis und die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ (BI) aufgerufen hatten, keineswegs einen fröhlich-munteren Inhalt hatte. Die Veranstaltung begann mit ein er so genannten „Warm-up“-Kundgebung vor der US-Kaserne in Katterbach. Dort ging unter anderem Boris-André Meyer von der BI auf das Motto „Bürgerwohl vor Militärinteressen“ ein und betonte, dass diese beiden Positionen in Ansbach nicht miteinander vereinbar seien.

Laut Veranstalter haben über 400 Personen am diesjährigen Ostermarsch teilgenommen, rund 130 seien zum „Warm-up“ gekommen. Die Polizei geht von 150 bis 200 Teilnehmern auf dem Martin-Luther-Platz und rund 80 in Katterbach aus.

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  Fränkische Landeszeitung
16. April 2014

Dauerhafte Provisionen sollen Kosten bremsen. Bauamt favorisiert doppelte Ampelanlage auf der B 14.

Voraussichtlich werden sich die Autofahrer auf der B 14 zwischen Ansbach und Katterbach auf dauerhafte Ampelprovisorien einrichten müssen. Denn das Staatliche Bauamt sieht sich angesichts der nicht absehbaren Bauentwicklung auf dem Urlas und am nördlichen Stadtrand in Pfaffengreuth außerstande, Pläne für einen dauerhaften Ausbau der Bundesstraße vorzulegen. Nun hat aber die Unsicherheit über den weiteren Ausbau der US-Siedlung, offenbar verbunden mit den teils massiven Protesten von Stadt und Grundstückseignern gegen das als „Monsterkreisel“ geschmähte Bauwerk, das Projekt scheitern lassen. Wie berichtet, gibt es seit Jahren ein Tauziehen zwischen Stadt, Anliegern und Bauamt über Art und Umfang des B 14-Ausbaus.

In der Tat war laut Schmidt die Summe der Einwände „sehr umfangreich“. Nicht zuletzt auch angesichts der aktuell kaum absehbaren Bauentwicklung zwischen Pfaffengreuth und Bundesstraße tritt der Freistaat und damit das Bauamt nun massiv auf die Kostenbremse, wie der Amtsleiter erläuterte: „Es wäre um jeden Euro schade, den man hier zu viel ausgeben würde.“

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  Fränkische Landeszeitung
4. April 2014

US-Oberst: Piloten brauchen alle Übungsstunden. Kommandeure der Garnison Ansbach sprechen im Stadtrat — OB setzt auf Änderung des gesetzlichen Rahmens.

Die Army legt ... viel Wert auf freundschaftliche Kontakte ... Oberbürgermeisterin Carda Seidel und Stadträte wie Wolfgang Bartusch (Grüne) oder Boris-André Meyer (Offene Linke) wollten jedoch die Frage nach einer öffentlich tagenden Lärmschutzkommission, einer verbesserten Information der Bürger ... in den Mittelpunkt rücken.

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  ZDF-Magazin "Drehscheibe"
3. April 2014

Der ZDF-Bericht über die Bürgerinitiative "Etz langt's!" beginnt in dem Beitrag in der ZDF-Mediathek ab Minute 7.

>>>ZDF-Mediathek

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
17. März 2014

Schweinfurter Studenten sollen ins Offizierskasino. Unterfränkische Stadt bereitet sich auf den Abzug der US-Truppen vor - Sorge wegen Altlasten im Boden.

Schweinfurt verliert seine „Heroes“: Der Abzug der US-Truppen ist eine Zäsur für die Industriestadt - und zugleich eine Chance. Denn Ideen für die Nutzung der ehemaligen Militärflächen gibt es genug. Doch es bleiben Fragezeichen. Der letzte Garnisonskommandeur ist schon weg, und auch sonst stehen die Zeichen auf Abschied in den Schweinfurter US-Kasernen. Einst lebten etwa 12000 amerikanische Soldaten und Angehörige in der unterfränkischen Industriestadt und rundherum, aktuell sind nur noch einige Hundert Soldaten dort stationiert.

Professor Robert Grebner hat da schon sehr genaue Vorstellungen. Der Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg- Schweinfurt hat es auf das frühere Offizierskasino Abrams Club und Teile einer Kaserne nahe der Innenstadt abgesehen. Wenn der Freistaat mitzieht, könnte dort der neue „i-Campus“ entstehen, wo künftig bis zu 3000 ausländische Studierende Logistik und Wirtschaftsingenieurwesen lernen sollen.

Für die Zukunft der Wohnsiedlungen der Amerikaner in Schweinfurt sollen städtebauliche Wettbewerbe den Weg weisen. Die mit 200 Hektar größte Kaserne des Standorts, die Conn Barracks, ist dagegen für einen Logistik- und Industriepark vorgesehen. „Man muss bedenken, dass da ganze Panzerdivisionen durch Europa transportiert worden sind. Da braucht man nicht viel Fantasie, um sich dort ein Logistikzentrum vorzustellen“, sagt Stadtchef Remel. Die Kommunen, auf deren Gebiet das Gelände liegt, haben einen Zweckverband gegründet und zugesagt, bis 2015 Baurecht zu schaffen.

Und die hehren Pläne können auch nicht alle gleich ab 1. Oktober in die Tat umgesetzt werden. Dann übernimmt nämlich zunächst ein „Closing Team“ der Amerikaner Es kann Monate dauern, bis die Flächen übergeben werden - an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die vermarktet das Gelände, wobei die Kommunen ein Erstzugriffsrecht haben. Schweinfurt will Teile der US-Wohnsiedlungen kaufen und selbst entwickeln, „um das Heft in der Hand zu halten“, wie Schnabel sagt.

Eine große Unbekannte ist, welche möglichen Altlasten sich auf dem Gelände verbergen. „Die US-Streitkräfte lassen aufgrund ihrer gefährdeten Sicherheitslage eigentlich keine Bodenuntersuchungen auf ihrem Gelände zu, sagt Monika Maucher, Verkaufsleiterin für Süddeutschland bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Das kann erst nach der Übergabe geklärt werden.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
15. März 2014

"Man kriegt die Hubschrauber nicht mehr aus dem Kopf". Urphertshöfer Bürgerin erstattet Anzeige wegen Körperverletzung.

Sie sitzt am Wohnzimmertisch, vor Ihr ein Zettel, auf dem sie sich Notizen macht. Irmgard Heuel-Hoppe (57) schreibt akribisch auf, wann sich ein Hubschrauber der US-Armee Ihrem Haus am Rand des Obernzenner Ortsteils Urphertshofen nähert. Am Ende des Tages draußen ist es bereits dunkel — hat sie rund 150 Flüge notiert. Das war Mitte der vergangenen Woche.

In Irmgard Heuel-Hoppe ist der Gedanke gereift, sich nicht mehr nur beim Luftwaffenamt in Köln und beider US-Army über den Lärm zu beschweren, sondern zu handeln. „Ich habe bei der Polizei Anzeige wegen Körperverletzung erstattet und werd e zum Ohrenarzt gehen, um mir meine Hörbeschwerden attestieren zu lassen.“

Zum vorliegenden Fall einer Strafanzeige kann der Bad Windsheimer Polizei-Inspektionsleiter Dieter Engelhardt keine konkrete Auskunft geben, doch: „Wenn ein Bürger Anzeige erstattet, weil er verletzt wurde, nehmen wir es auf.“ Es werde dem Verdacht der Körperverletzung nachgegangen, indem die Ermittler Nachweise aufnehmen. So könnten Zeugen einvernommen oder ärztliche Atteste eingesammelt werden. Das Ermittlungsergebnis werde der Staatsanwaltschaft vorgelegt. „Die scheidet dann über das weitere Verfahren.“

Das Thema Hubschrauberlärm ist Obernzenns Bürgermeister Helmut Weiß sattsam bekannt. Immer wieder suche er das Gespräch mit dem Illesheimer US-Kommandeur und woll e dabei auch die betroffenen Bürger einbinden, doch dies werde von den Amerikanern abgelehnt. Auch in der Lärmschutzkommission lege er regelmäßig sein Veto ein. „Ansonsten kann ich die Betroffenen nur an das Luftwaffenamt in Köln verweisen, die jeden Flug überprüfen können.“

Das hat Irmgard Heuel-Hoppe natürlich bereits getan. „Dort bekomm e ich nur die Auskunft, dass die Hubschrauber innerhalb des vorgesehenen Gebiets fliegen. Doch das stimmt nicht“, ist sie überzeugt. Sie habe beispielsweise beobachtet, wie sie sich, seitlich fliegend, ihrem Haus genähert hätten, als ob sie einen Angriff trainieren würden.

Die seit 14 Jahren in Urphertshofen lebende 57- Jährige hat sich ein Lärm-Messgerät zugelegt. Wenn die Hubschrauber draußen unterwegs sind, kommen bei ihr im Wohnzimmer immer noch über 60 Dezibel Lautstärke an. Den Rekord hat sie Anfang März vor dem Haus gemessen: Die digitale Anzeige wies nach ihren Angaben 105 Dezibel aus. „Wenn das den ganzen Tag so geht, kriegt man die Hubschrauber nicht mehr aus dem Kopf.“

Am Donnerstag hat sie vom Luftwaffenamt auf ihre Beschwerden hin wieder ein Schreiben bekommen. „Sie teilen mit, dass alles rechtens sei. Und dass sie darauf hinwirken wollen, die Lärmbelastung zu reduzieren.“ Ähnlich auch Helga Moser zur FLZ: „Wir arbeiten dran.“ Allein: Irmgard Heuel-Hoppe fehlt der Glaube.

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  Woche im Blick, Ansbach
13. März 2014

Spatenstich am Urlas. Neues Ärztehaus für Soldaten.

Neben einem Einkaufszentrum mit Lebensmittelmarkt einem Hotel und einer Reihenhaussiedlung wird es bald noch ein Ärztehaus mit Zahnklinik am Urlas für die US-Soldaten und ihr ziviles Gefolge geben. Die „Urlas Health and Dental CIinic soll bis April 2016 fertiggestellt werden.

Die Kosten des Projektes belaufen sich auf schätzungsweise 27 Millionen Euro. Die offene Linke kritisiert inzwischen die Aussage der Katterbacher US-Standortverwaltung, wonach die Kosten des Ärztehauses am Urlas komplett die amerikanische Regierung tragen würde. Klaus Gerstendorff bestätigte auf Nachfrage der Linken dass dies nicht richtig sei und der deutsche Steuerzahler mit etwa 4 Millionen Euro die US-Klinik subventioniert.

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  Fränkische Landeszeitung
13. März 2014

Einige Helikopter noch in der Region. Bürger registrierten Flüge.

Obwohl die meisten amerikanischen Militärhubschrauber (wie berichtet) zum Üben nach Grafenwöhr verlegt wurden, registrierten Bürger gestern noch viele Flüge. Armeesprecherin Cornelia Summers erklärte dies auf Anfrage damit, dass „etwa zehn“ von insgesamt 110 Helikoptern in Ansbach und IIlesheim geblieben seien. Damit werde „ganz regulär geübt“, erläuterte sie.

Sie bekräftigte jedoch, dass alle übrigen Maschinen und rund 2000 Soldaten bis 31. März im Bereich des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr seien, um die Lärmbelästigung in Westmittelfranken zu reduzieren.

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  Fränkische Landeszeitung
12. März 2014

Am Himmel bleibt es ruhig. Helikopter in Grafenwöhr.

Anwohner, die sich durch den Lärm der US-Hubschrauber gestört fühlen, können derzeit aufatmen. Momentan üben die Piloten mit fast allen rund hundert Maschinen aus Ansbach-Katterbach und Illesheim im Bereich des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr. Armeesprecherin Cornelia Summers bestätigte dies auf FLZ-Anfrage.

Mit den Kampf- und Transporthubschraubern der Typen Apache, Black Hawk und Chinook seien rund 2000 US- Soldaten verlegt worden. Die Übungsflüge hätten am Montag begonnen und dauern, so Summers, bis 31. März. Danach werde in Westmittelfranken regulär weiter geübt. Ein Teil der Soldaten trainiere für einen Einsatz in Afghanistan. Zu weiteren Planungen mache sie „aus Sicherheitsgründen“ keine Angaben.

Laut Summers ist die Verlegung in den Bereich Grafenwöhr, Hohenfels und Vilseck relativ aufwändig: „Die Piloten nehmen die Möglichkeit wahr, in diesem Gebiet zu üben, um für die Anwohner in Westmittelfranken, die Lärmbelästigung zu reduzieren.“ Eine entsprechende Zusicherung von Oberst Vinzent H. Torza werde nun erneut umgesetzt.

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  Fränkische Landeszeitung
8. März 2014

US-Army investiert 27 Millionen Euro. Spatenstich für Medizinische Ambulanz.

Die amerikanische Regierung investiert rund 27 Millionen Euro in die medizinische Versorgung der in Ansbach und IIlesheim stationierten Soldaten und ihrer Familien. Auf dem Ansbacher Urlas-Plateau begann gestern der Bau einer Medizinischen Ambulanz. Oberst Christopher Benson erinnerte vor zahlreichen Ehrengästen daran, dass der finanzielle Rahmen für die Army wegen des Haushaltsdefizits der Vereinigten Staaten eng sei. ‚Aber es ist uns ein ernstes Anliegen, alles für die Gesundheit der Soldaten und ihrer Angehörigen zu tun“, sagte er. Deshalb entstehe nun für rund 27 Millionen Euro eine Ambulanz, in der die medizinische und die zahnmedizinische Erstversorgung zusammengefasst wird.

Mit täglich 80 bis 100 Patienten rechnet Rodney Gonzales, der Verwaltungsleiter der Ambulanz. „Wir legen sehr viel Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit den medizinischen Einrichtungen der Region“, betonte er. Es werde wie bisher eine zahnmedizinische und eine allgemeinmedizinische Versorgung angeboten. „Aber wir haben hier keine Fachärzte und keine Klinik.“ Würden Spezialisten gebraucht oder Operationen fällig, geschehe dies wie bisher durch die niedergelassenen Fachärzte oder die fränkischen Krankenhäuser. „Wir haben mit ihnen eine hervorragende Zusammenarbeit, die wir fortsetzen wollen.“ Er und seine Kollegen übernehmen die Koordination der Termine für Angehörige der Army.

Klaus Gerstendorff, Leitender Baudirektor beim Staatlichen Bauamt Nürnberg, unterstrich den architektonischen Anspruch. „Das wird das gestalterische Juwel für den Urlas“, sagte er. Seine Behörde sei mit besonderer Freude bei der Planung dabei gewesen, weil hier ein Gebäude mit hohem Nutzwert für Menschen entstehe. Das Nürnberger Bauamt ist an den Planungen für die Army beteiligt. Die Kosten für das ambulante Zentrum trägt nach Auskunft der Standortverwaltung komplett die amerikanische Regierung.

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  Fränkische Landeszeitung
8. März 2014

Für die Kinder die Natur erhalten.

Für die Vielfalt von Fauna und Flora in der heimischen Natur konnte er sich schon als kleiner Junge begeistern: Dieter Hiemer ist seit Jahren als einziger ehrenamtlicher Betreuer des Amphibienschutzzauns am Schwarzweiher bei Obereichenbach unterwegs.

Die Populationen der einstmals im Katterbacher Wald weit verbreiteten Amphibien waren „fast am Ende“, stellte der Krankenpfleger im Ansbacher Klinikum, der schon seit seinen Jugendjahren aktives Mitglied im Bund Naturschutz und im Landesbund für Vogelschutz ist, fest. Durch die alljährlichen, lückenlosen Rettungsaktionen haben sie sich inzwischen wieder kräftig erholt, freut sich der gebürtige Schnelldorfer. Er will den nachfolg enden Generationen „keine kaputte Welt“ hinterlassen, erklärt der Vater von zwei Kindern seinen unermüdlichen Einsatz.

Der Amphibienschutz steht für ihn dennoch nicht an erster Stelle: Sein Haupthobby ist der Vogelschutz. Um Aufschluss über das Wanderungsverhalten von Zugvögeln zu bekommen, fängt er alljährlich für ein Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts einige hundert Tiere, darunter 200 Mönchsgrasmücken, die beringt und mit Blut- und Federproben untersucht werden. Für dieses Engagement wurde er 2011 mit dem „Grünen Engel“ der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
6. März 2014

Post an den Post-Chef ging verloren. Massive Kundenkritik am Umgang mit Einschreiben - Keine Briefe ans Pentagon mehr.

„Sicher ist sicher — gut für die Nerven“: Diesen Slogan, mit dem die Post ihren Service des Einschreibens bewirbt, kann Klaus Schmidt aus Markt Erlbach ganz und gar nicht Nachvollziehen. In den Jahren 2009 und 2010 gingen laut Schmidt zusätzlich rund 300 Einschreibsendungen verloren, die hauptsächlich ans amerikanische Pentagon gerichtet waren. Die Post an das US-Verteidigungsministerium erklärt sich aus Schmidts Engagement gegen den durch das US-Militär verursachten Fluglärm in Westmittelfranken.

Die Nachforschungsaufträge, so die Post, habe man in Übereinstimmung mit dem Weltpostvertrag „bestmöglich bearbeitet“, aber aus den Vereinigten Staaten keine Antwort erhalten. „Wenn Sie bei einer derartigen Verlustquote weiter Sendungen an das Pentagon einliefern, nehmen Sie die Verluste offenbar billigend in Kauf“, schrieb der Leiter des Kundenservice Brief an Schmidt. „Unser Angebot richtet sich jedoch nicht an Kunden, die bereits beim Versenden davon ausgehen, dass die Sendung nicht im Zielland ausgeliefert wird. “ Ergo werde man künftig keine Ersatzleistungen mehr anbieten.

Zuletzt hatte Schmidt den von der Post aktuell beworbenen neuen Service des „Integraleinschreibens“ ausprobiert. Als es auch dabei zu Problemen kam, antwortete die Post, er solle andere Wege wählen. Laut Sprecher Nier ist die Neuerung noch in der Erprobungsphase. Mit diesem Produkt hat der Kunde die Möglichkeit, eine Einschreibesendung zu Hause komplett versandfertig zu machen und sie über den Briefkasten zu jeder Tages- und Nachtzeit einzuliefern. Die Post selbst sei an allen Hinweisen, die zur Verbesserung dieser Dienstleistung führen, „sehr stark interessiert“.

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  Fränkische Landeszeitung
4. März 2014

Die Kosten der US-Armee. Teurer als offiziell angegeben?

Was kostet die US-Stationierung in Deutschland den Steuerzahler? Mit dieser Frage beschäftigte sich Referent Andreas Zumach auf Einladung der Bürgerinitiative „Etz langt‘s!“ vor rund 50 Interessierten. Zumach, als Journalist am europäischen Standort der UNO in Genf tätig, versuchte in seinem Vortrag die Kosten, die Deutschland für die Stationierung der US-Armee ausgibt, aufzuschlüsseln.

Von der Regierung würden sie für den Zeitraum von 2002 bis 2012 auf 416 Millionen Euro beziffert, erklärte er, sie lägen aber bei rund einer Milliarde Euro. Die Summe sei nicht im Haushalt des Verteidigungsministeriums zu finden, sondern setze sich aus verschiedenen Budgets zusammen.

So finde sich im Budget des Verkehrsministers eine Summe von rund 598 Millionen Euro in den zehn Jahren, die für Baukosten der US- Armee ausgegeben und zurückerstattet wurde. Rund 327 Millionen Euro fallen laut Zumach an Ausgleichszahlungen beispielsweise für leer stehende Liegenschaften, die die Bundesrepublik übernimmt, oder für Sozialkosten für Zivilangestellte an. Weitere 70 Millionen Euro seien für den Umzug von amerikanischen Luftstreitkräften bestimmt.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
27. Februar 2014

US-Drohne auf Irrflug über der Oberpfalz. Fluggerät startete vom Truppeübungsplatz bei Vilseck und wich nach Bedienungsfehler vom Kurs ab.

Eine US-Drohne hat mit einem Irrflug außerhalb des Truppenübungsplatzes im Raum Vilseck für Aufregung gesorgt. Die Drohne vom Typ Hunter MQ-5B war am 6. Februar auf dem Militärgelände gestartet worden und dann vom Kurs abgewichen, bestätigte der Grafenwöhrer US-Pressesprecher Brian Carlin. Nach einer telefonischen Intervention des Vilsecker Burgermeisters Hans-Martin Schertl wurde der Fehler aber korrigiert.

Schauplatz der ungenehmigten Flugeinlage war der Vilsecker Ortsteil Sorghof am Südrand des Truppenübungsplatzes. Rathauschef Schertl berichtete kürzlich auf einer Wahlveranstaltung über den Irrflug.

Laut Medienberichten war die Drohne zwei Stunden lang über dem Dorf gekreist. Etliche Sorghofer hätten mit bloßem Auge verfolgen können, wie das unbemannte Fluggerät in geringer Höhe und mit großer Lautstärke über dem Feuerwehrhaus und einem Neubaugebiet seine Runden drehte und dann wieder in Richtung Truppenübungsplatz verschwand. Zur Vermeidung weiterer Fehler müsse die mit Hunter MQ-5B übende US- Einheit jetzt neu ausgebildet werden.

In Westmittelfranken wird der Einsatz von Drohnen ebenfalls mit Argwohn verfolgt. „Bayern ist der Maschinenraum der US-Kriegsvorbereitungen“, behauptet die Ansbacher Bürgerinitiative „Etz langt‘s“. Die Army habe einräumen müssen, dass auch in Illesheim Spionage- und Zielerfassungsdrohnen stationiert sind. „Etz langt‘s“ will zudem erfahren haben, dass der US-Stützpunkt in Ansbach-Katterbach bis 2017 mit Kampfdrohnen vom Typ MQ-1C aufgerüstet wird.

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  Fränkische Landeszeitung
18. Februar 2014

Grüne: Stadtspitze soll US-Abzug fordern
Voraussetzung: Studien zeigen, dass Standortaufgabe keine großen Schäden anrichtet

Falls der Abzug der US-Armee ohne große wirtschaftliche Nachteile für die Stadt Ansbach zu bewältigen sein sollte, muss ihn die Stadtspitze mit Nachdruck verlangen. Das hat jetzt der OB-Kandidat der Grünen, Dr. Christian Schoen gefordert. Bisher sei die Haltung der Oberbürgermeisterin in dieser Frage ebenso zwiespältig wie die ihrer Vorgänger. Dieses Problem lasse sich aber auf die bisherige Weise nicht lösen.

Notwendig sei deshalb ein anderes Vorgehen, nämlich die Erstellung einer Studie, die umfassend den derzeitigen Zustand und die möglichen Folgen eines Komplett-Abzugs der Amerikaner darstellt. Hand in Hand müsse diese Studie mit einer weiteren Untersuchung gehen, nämlich einer Analyse der Möglichkeiten, die eine städteplanerische Umgestaltung und Neunutzung des gesamten bisherigen US-Areals bietet.

Dieser Abzug sei dann auch leicht zu erreichen, unterstreicht Dr. Schoen. Bereits mehrfach hätten die Amerikaner nämlich deutlich gemacht, dass sie abziehen würden, sollten von der Stadtspitze entsprechende Signale kommen. Unabhängig von der Einleitung dieser Untersuchungen müsse in einem ersten Schritt aber vor allem eines erfolgen, nämlich eine radikale Kürzung der Flugzeiten der US-Hubschrauber, fordert Dr. Schoen.

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  Fränkische Landeszeitung
15. Februar 2014

Hubschrauberlärm: Staatsregierung braucht "Bedenkzeit". Antrag des FW-Landtagsabgeordneten Dr. Peter Bauer zurückgestellt. CSU-MdL: Erfolgreich Belastung gemindert.

n Antrag des Landtagsabgeordneten Dr. Peter Bauer (Freie Wähler) zur Minderung der Lärmbelastung der Menschen in Ansbach und Umgebung durch US-Hubschrauber ist im Landtag auf den Mal verschoben worden. Grund: Die bereits vor drei Jahren angeforderte Datengrundlage über den Umfang der Lärmbelastung liegt immer noch nicht vor. Der Abgeordnete Prof. (Univ. Lim a) Dr. Peter Bauer aus Sachsen bei Ansbach will mit seinem Antrag den Gesundheitsschutz der Anwohner im Umkreis des Katterbacher Heliports sicherstellen. Dazu sollten bereits in diesem Sommer die Nachtflüge eingeschränkt werden, fordert er.

Als Grundlage für eine Vereinbarung zur Beschränkung der Flugzeiten sollte der dazu vom Stadtrat im Jahr 2009 einstimmig gefassten Beschluss dienen. Langfristig müsse außerdem das „Lärmprivileg“ militärisch genutzter Flugplätze, die weit mehr Lärm verursachen dürfen als zivile Anlagen, fallen, sagt Dr. Bauer. Für ihn steht fest: Dauerhaft hoher Lärm macht krank, vor allem wenn dadurch nachts keine Ruhe gefunden werden kann. Dass bisher immer noch keine belastbaren Daten über den Katterbacher Flugbetrieb vorliegen, habe die Staatsregierung, die seit September 2009 eine Lärmschutzüberprüfung angekündigt hatte, mit „Zeitmangel und Arbeitsüberlastung“ begründet, entrüstet sich Dr. Bauer. Als er im Jahr 2011 nachfragte, habe man ihm erklärt, die Daten würden frühestens 2012 vorliegen. Rund drei Jahre später liegt immer noch nichts vor.

Nach heftigen Diskussionen habe sich die Regierung „drei Monate Bedenkzeit“ erbeten. Sie soll nun bis zur Ausschusssitzung am 6. Mai die nötigen Daten liefern.

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  Fränkische Landeszeitung
14. Februar 2014

Kampf gegen Fluglärm erfordert gute Nerven und langen Atem. Zuständigkeiten werden von Beschwerdestellen hin- und hergeschoben.

Und die Motoren dröhnen wieder. Ansbacher, die unter dem von den US-Amerikanern verursachten Hubschrauberlärm leiden, können sich zwar an verschiedene Beschwerdestellen wenden. Der Nutzen ist jedoch fraglich, wie FLZ-Recherchen gezeigt haben.

Um überhaupt eine Beschwerde vorbringen zu können, braucht man einen Ansprechpartner. Den zu finden, erweist sich als nicht ganz einfach. Heißt: Wer sich beschweren will, braucht gute Nerven und einen langen Atem.

Auch wer Helga Moser, die bei der US-Armee die Beschwerden wegen des Hubschrauberlärms entgegennimmt, kontaktiert, wird gebeten, sich an die Luftwaffe zu wenden. die alle militärischen Bewegungen in der Luft überwacht. Der Kommandeur in Katterbach kenne die Beschwerdelage, sagt Moser. Intern würden Maßnahmen vorgenommen, zum Beispiel überprüfe man Flugrouten und passe diese - wenn möglich – an, sogar wenn ohnehin alle vorgeschriebenen Regeln eingehalten wurden.

Über die Folgen ihrer Beschwerden oder darüber, welche Maßnahmen armeeintern getroffen werden, gehe allerdings keine Information an die Beschwerdeführer, wie Boris-André Meyer, Sprecher der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“, sagt. Aber auch Helga Moser übt leise Kritik. Es sei schwer verständlich, dass teilweise neue Häuser gebaut werden trotz des Wissens, dass der Standort des Baugebiets sich im Bereich bekannter FIugrouten befindet.

Bei der bundesweiten Beschwerdestelle der Luftwaffe in Köln will man keine Auskunft erteilen und verweist an die Presseabteilung in Berlin. Durchgesetzt werden können Sanktionen, die nicht die deutsche Bundeswehr betreffen, nicht. Trotzdem hat die Luftwaffe von der Vorschriftstreue der Amerikaner keinen schlechten Eindruck. „Unsere Erfahrungen sind, dass sie sich an Vorschriften halten.“

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  Fränkische Landeszeitung
7. Februar 2014

Ende für Windkraft in Ansbach? Kontrollzone der US-Armee

Die Bemühungen der Stadt um die Nutzung von Windkraft könnte durch den Einspruch des Wehrbereichskommandos Süd zunichtegemacht werden. Wegen der Kontrollzone rund um den US-Flugplatz in Katterbach stehe auch das Windprojekt in Strüth vor dem „Aus“, heißt es in ein er Pressemitteilung der Offenen Linken.

Dabei sei die Flache vor drei Jahren im Flächennutzungsplan (FNP) genehmigt worden, erklärte OL- Stadtrat Boris-André Meyer. Nun aber stünde der Einspruch „auf Geheiß der US-Armee“ einem Gelingen der Energiewende in Ansbach entgegen. Als Gründe habe die Behörde „Erfordernisse der Landesverteidigung“ angeführt. Die sei ein „weiterer Abgesang“ auf eine eigenständig e Ansbacher Stadtplanung, zumal eine echte Abwägung öffentlicher und militärischer Interessen kaum stattfinde.

Die US-Armee zeige sich einmal mehr „als Klimakiller Nummer eins“. Die Kontrollzone reicht nach Angaben Meyers weit über die Ansbacher Stadtgrenzen hinaus: von Lehrberg im Nordwesten bis Neuendettelsau im Südosten und von Hohenberg im Südwesten bis Markttriebendorf im Nordosten.

Um dennoch die im FNP ausgewiesenen Standort e zu sichern, fordert Meyer „eine deutliche Verkleinerung“ der Katterbacher Kontrollzone. So könne die Windkraft in Strüth und Lichtenau doch noch Realität werden.

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  Fränkische Landeszeitung/ Ausgabe NEA
1. Februar 2014

"Jeder Beschwerde wird nachgegangen". Major Sascha Greuel vom Luftwaffenamt: 151 Beschwerden über Flugbewegungen.

Über grundsätzliche Details der Überwachung des Flugbetriebes der amerikanischen Streitkräfte in Illesheim und geltende Regelungen informierte in der jüngsten Stadtratssitzung in Bad Windsheim Major Sascha Greuel vom Luftwaffenamt in Köln. Seinen Ausführungen schickte der Referent voraus, dass er keine Hoffnungen machen könne, dass der Flugbetrieb der US-Armee in Illesheim eingestellt oder vermindert werden würde. „Ich werde einen reinen Sachstandsbericht geben“, betonte Greuel.

Was den Standort Illesheim betreffe, habe es im vergangenen Jahr 151 Beschwerden von 24 Bürgern über den Flugbetrieb in Illesheim gegeben. 112 dieser 151 Beschwerden seien von einem einzigen Bürg er gekommen. 2011 seien bei der FLIZ 287 Bürgerbeschwerden eingegangen. Wegen der im Einsatz befindlichen Hubschrauber aus Illesheim habe es 2012 deutlich weniger Flugbewegungen am Standort gegeben.

Eine Auswertung der erfassten Radardaten zeige im Gesamtbild der Flugbewegungen, dass zum Beispiel vorgeschriebene Anflugrouten zum Flugfeld in Illesheim eingehalten würden, und auch die Flüge in den ausgewiesenen Übungsräumen für die amerikanischen Hubschrauber vorschriftsmäßig erfolgten. An Ortschaften dürfte beim Anflug auf Illesheim nur in einem Mindestabstand von 150 Metern vorbeigeflogen werden, Überflüge seien bei Flügen auf Sicht nicht erlaubt. Der Major vom Luftwaffenamt schloss allerdings solche Überflüge nicht grundsätzlich aus. Sie kämen vor, wenn Piloten mangels fehlender Sicht im reinen Instrumentenflug, also ohne Sicht nach unten, das Flugfeld Illesheim anfliegen müssten. „Das ist nichts Verbotenes“, erklärte Sascha Greuel.

Auf Transparenten brachten Bürg er vor dem Rathaus ihren Unmut über den militärischen Fluglärm zum Ausdruck.

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  Windsheimer Zeitung, Bad Windsheim
1. Februar 2014

Nur die Bundespolitik kann für Veränderung sorgen. Hubschrauberflüge der US-Armee waren einmal mehr Thema eines Referats vor dem Bad Windsheimer Stadtrat.

Mit einer Mahnwache vor dem Bad Windsheimer Rathaus forderten Mitglieder und Unterstützer der Bürgerinitiative Etz langt's das Ende des Fluglärms.

>>> Im Original weiterlesen

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  Fränkische Landeszeitung
29. Januar 2014

Strüth: Windkraft gebremst. Flugrouten der US-Hubschrauber erneut ein Problem

Windkraftanlagenbauer müssen derzeit gute Nerven haben. Heute so, morgen so, heißt es etwa für die geplante Anlage bei Strüth: Im November hatte die Stadtverwaltung ihren Bau noch für gesichert gehalten. obwohl er nach dem so genannten Seehofer-Erlass nicht mehr zulässig gewesen wäre. Jetzt ist er wieder in Frage gestellt, aber nicht wegen Seehofer, sondern aus militärischen Gründen. Die könnten auch den Bau von Windrädern bei Winterschneidbach verhindern.

Grund sind die Flugrouten, auf denen sich die in Katterbach stationierten Hubschrauber der US-Armee bewegen. Für eines der geplanten Windräder habe es inzwischen eine Freigabe gegeben. präzisierte nun Umweltamtsleiter Roland Held auf Nachfrage der FLZ. Bedenken, die Anlage könnte sowohl den Flugrouten wie auch der Radartechnik der Amerikaner im Wege seien, wurden ausgeräumt. Beim zweiten projektierten Windrad sind die Bedenken bezüglich der Flugroute aber geblieben.

Der Münsteraner Firma WWU-W ind dagegen würde schon das ein Windrad reichen, das sie auf Ansbacher Boden nördlich des Stadtteils Strüth errichten möchte. Doch auch hier machen die US- Hubschrauber vorerst einen Strich durch die Rechnung. Trotz mancher Proteste aus dem nahen Egloffswinden hatte es noch im November so ausgesehen, als ob das knapp 180 Meter hohe Windrad sich problemlos realisieren lasse. Das Luftamt Nordbayern wolle - ebenfalls wegen der Flugrouten der US-Hubschrauber - den Standort nicht genehmigen, heißt es nun zum aktuellen Stand. Derzeit werde noch darüber verhandelt, ob auch hier eine leichte Verschiebung des geplanten Standorts helfen würde - mit ungewissem Ausgang.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
9. Januar 2014

Mehrere Bürgerinitiativen aus der Region wollen künftig gemeinsam gegen die negativen Auswirkungen der US-Militärpräsenz in Nordbayern kämpfen. Bürgergruppen aus der Umgebung der Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels in der Oberpfalz und die westmittelfränkische Initiative „Etz langt‘s“ haben bei einem Strategietreffen in Nürnberg ein Netzwerk gegründet. Sie wollen enger zusammenarbeiten und unter dem Leitspruch „Bürgerwohl vor Militärinteressen“ mehr Druck auf Landes- und die Bundesregierung ausüben.

Gruppen in der Oberpfalz wehren sich seit einiger Zeit gegen den Einsatz von Drohnen auf dem Übungsgelände von Grafenwöhr und Hohenfels. Unterstützt wird die Gründung einer landesweiten Initiative, um Manöver mit den Flugkörpern zu verbieten. „Bayern ist der Maschinenraum der US-Kriegsvorbereitungen“, schreibt „Etz langt’s“. Erst kürzlich habe das Militär einräumen müssen, dass auch in Illesheim Spionage- und Zielerfassungsdrohnen stationiert sind.

Die Ansbacher Bürgerinitiative will nun erfahren haben, dass der US-Stützpunkt in der Rezatstadt bis 2017 zusätzlich mit Kampfdrohnen vom Typ MQ-1C aufgerüstet wird.

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  Bayerischer Rundfunk
8. Januar 2014

US-Drohnen

Bürgerinitiativen schließen sich zusammen

Im Kampf gegen den Einsatz von US-Drohnen wollen drei Bürgerinitiativen an US-Militärstandorten in Mittelfranken und in der Oberpfalz künftig eng zusammenarbeiten. Gemeinsam wollen sie mehr Druck auf die Regierungen machen. .

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  Online-Portal "nordbayern.de"
8. Januar 2014

Ansbacher Bürger sagen den Drohnen den Kampf an

Gemeinsam mit Initiativen aus Amberg und Auerbach

Schwadronierende US-Drohnen sind für viele Menschen in der Region ein Dorn im Auge. Die Initiativen "Keine Drohnen in der Oberpfalz" aus Amberg, "Umwelt und Truppenübungsplatz" aus Auerbach sowie die Ansbacher Bürgerinitiative "Etz langt´s!" wollen nun gemeinsam mehr Druck auf die Landes- und Bundesregierung ausüben.

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  Nürnberger Zeitung
20. Dezember 2013

Ansbacher protestieren weiter gegen Hubschrauberlärm

Am Haupttor der US-Kaserne Ansbach-Katterbach versammelten sich am Mittwochnachmittag rund 20 Menschen, die gegen den Lärm der Militärhubschrauber protestierten zusammen mit Christkind und Weihnachtsmann, um Standortkommandant Christopher M. Benson eine lange Wunschliste von Kindern zu übergeben. Doch er kam nicht.

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  Fränkische Landeszeitung
20. Dezember 2013

Wunschzettel überreicht

Rund 20 Wunschzettel sammelte die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ bei Ansbacher Bürgern, unter anderem auch von Kindern aus dem durch den Hubschrauberlärm der US-Armee stark betroffenen Stadtteil Obereichenbach. Sie wünschen sich, ohne Hubschrauberlärm spielen und Hausaufgaben machen zu können oder wieder in Ruhe schlafen zu dürfen. Die Kampfhubschraubereinheiten sollen abziehen und es wird generell gegen Krieg protestiert.

Diese Briefe wurden nun an die US-Armee in Katterbach übergeben. Da allerdings der eingeladene US-Standortkommandeur Christopher Benson nicht zur Weihnachtsaktion der Bürgerinitiative vor dem Haupttor der Katterbacher Kaserne erschien, wurden die Wunschzettel gesammelt am Tor abgegeben. Das Verhalten des Kommandeurs deutete der Pressesprecher der Bürgerinitiative, Boris-André Meyer, „als Ablehnung des Gesprächsangebots der Bürger an die US-Armee“. Aus seiner Sicht sei damit die Ankündigung des Kommandeurs im Ansbacher Stadtrat, für mehr Transparenz zu sorgen, „nur eine leere Worthülse“.

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  Bayerischer Rundfunk/ Studio Mittelfranken/ BR.de
18. Dezember 2013

Weihnachtsaktion gegen Hubschrauberlärm

Kurz vor Weihnachten hat die Ansbacher Bürgerinitiative "Etz langt's" am Mittwoch (18.12.13) auf die Fluglärmproblematik durch US-Hubschrauber in Ansbach aufmerksam machen. Zu der Demo war auch der Standortkommandant eingeladen.

Die rund 20-minütige Demonstration fand am Haupttor der US-Kaserne in Ansbach-Katterbach statt. Die Bürgerinitiative hatte zu dem Termin auch den Standortkommandanten Christopher M. Benson eingeladen. Bei der Weihnachtsaktion wollten Mitglieder der Bürgerinitiative als Christkind und Weihnachtsmann verkleidet einen großen Briefumschlag mit einzelnen Wunschzetteln der vom Hubschrauberlärm geplagten Bürgerinnen und Bürger übergeben.

Forderungen an neuen Kommandanten

Außerdem sollte eine Resolution, die sogenannte Obereichenbacher Erklärung, an den relativ neu in Ansbach-Katterbach stationierten US-Kommandanten überreicht werden. Vorherige Kommandanten haben nach Angaben der Bürgerinitiative die Resolution bisher nicht entgegengenommen. In der Obereichenbacher Erklärung werden unter anderem ein Nachtflugverbot und ein Überflugverbot aller Wohngebiete gefordert. ".

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  Fränkische Landeszeitung
11. Dezember 2013

"Triesdorfer Umweltschutz" für US-Armee

Seit nunmehr 20 Jahren gibt es an der Hochschule in Triesdorf den Studiengang „Umweltsicherung“. Für die Absolventen steht aufgrund des umfassenden Studienprogramms eine Vielzahl beruflicher Möglichkeiten offen. Während einige in die Forschung oder Lehre gehen, wenden sich andere einer Karriere In der freien Wirtschaft zu - so auch Beate Krug. Sie hatte 1999 ihren Abschluss gemacht, jetzt berät sie die US-Streitkräfte in Sachen Umweltschutz.

Über ihre Erfahrungen berichtete sie jetzt in einem Vortrag. In enger Zusammenarbeit mit der US-Armee werde die Einhaltung der Vorschriften überwacht. Dazu gehörten auch Begehungen oder Gespräche mit den Mitarbeitern. Für den Standort ergebe sich so ein verbessertes Umweltbewusstsein der Mitarbeiter. Denn für diese sei - beispielsweise nach der Rückkehr von einem Kampfauftrag - manchmal Umweltschutz nachrangig. Für die Umgebung des Standortes werde im Gegenzug das Risiko für Unfälle oder andere Beeinträchtigungen verringert, die Umweltschäden nach sich ziehen könnten, sagte Beate Krug.

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  Bayerisches Fernsehen - FS Nord/ Frankenschau
8. Dezember 2013

Hubschrauberlärm in Illesheim und Katterbach Bürger gegen Hubschrauberkrach.

Hubschrauberlärm und ländliche Ruhe - das kann nicht zusammenpassen! Doch genau mit diesem Problem sind die Anwohner rund um die US-Standorte Ansbach-Katterbach und Illesheim bei Bad Windsheim seit Jahrzehnten konfrontiert. Die für die stationierten Soldaten wichtigen Helikopter-Übungsflüge treiben viele Anwohner in die Verzweiflung. Besonders, wenn sie durch Nachtflüge regelmäßig um den Schlaf gebracht werden..

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  Fränkische Landeszeitung
2. Dezember 2013

„Heimleuchten“ hat die Bürgerinitiative (BI) „Etz langt‘s“ ihre Lichter-Demo gestern in Obereichenbach genannt. Als Ziel bezeichnete es BI-Pressesprecher Boris-André Meyer, auf die Probleme aufmerksam zu machen, die von der US-Militärbasis Katterbach ausgingen. Über 60 Teilnehmer schätzte Meyer kurz nach Beginn. „Wir sind hier im am stärksten belasteten Ortsteil der Stadt Ansbach, was Fluglärm angeht.“

Außerdem habe er Post vom Parlamentarischen Kontrollgremium bekommen, nachdem „wir alle Fraktionen angeschrieben haben - mit der Bitte zu klären, ob dort oben Abhörstationen der NSA sind oder nicht.“ In der Antwort stehe nun, dass dies geheim sei. „Wenn sie keine hätten, dann hätten sie es uns ja sagen können“, folgerte Meyer. NSA-Spionage sei an der Stelle also „mit vielen Fakt en belegt“.

In den vergangenen Wochen hätten sich überdies „neue Entwicklungen in Sachen Drohnenstationierung“ ergeben. Meyer forderte, bis 2020 „eine zivile Umnutzung“ der militärischen Anlagen einzuleiten.

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  Fränkische Landeszeitung
29. November 2013

Planungen um B14-Ausbau: Staatliches Bauamt wartet Kommunalwahlen ab.

Wie geht es auf der B 14 neben dem Urlas weiter? Beim Staatlichen Bauamt verweist man auf die anstehenden Wahlen und kündigt eine Information des neuen Stadtrates an. Dabei scheinen sich die Chancen für eine Lösung mithilfe von Signalanlagen zu verdichten. Denn: Als „zu großzügig“ habe der Bundesrechnungshof die bisherigen Planungen seiner Behörde bewertet, räumte Heinrich Schmidt, Leiter des Staatlichen Bauamtes, ein. Eine Signalanlage sei ausreichend, habe es dort geheißen.

Dies deckt sich mit den Erfahrungen des Bauamtes. „Das Provisorium arbeitet gut“, sagte Schmidt: der ärgste Druck sei damit draußen. Um weiterzumachen, brauche man jetzt ein Gremium, auf dessen Beschlüsse man sich verlassen könne, sagte Schmidt. Wie berichtet, hatte der Ansbacher Stadtrat zunächst im Mai 2012 einem Kreisverkehr in Hochlage zugestimmt, die konkreten Planungen des Bauamtes, die ein e durchgehende Trasse vorsehen, im Juli 2013 abgelehnt. „Zu teuer, zu viel Flächenfraß“, hatte es geheißen. Schmidt räumte ein, dass die Planungen angesichts dieser Einwendungen von verschiedenen Seiten etwas ins Stocken geraten sind: „Da will derzeit keiner ran.“

Außerdem stünden die Kommunalwahlen vor der Türe, so dass es sinnvoller erscheine, diese abzuwarten. Man werde dann nach der Konstituierung des Stadtrates dort relativ rasch die Pläne vorstellen, versicherte der Amtsleiter.

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  Fränkische Landeszeitung
29. November 2013

Ausbaustopp auf dem Urlas in Sicht. Fraktionen: Verkehrsplanung für B14 überdenken.

Möglicherweise werden die Karten im Konflikt um den Ausbau der B 14 an der nordöstlichen Stadtgrenze neu gemischt. US-Standortkommandeur Oberst Christopher M. Benson hatte jüngst im Stadtrat erklärt, dass In den nächsten Jahren zu den knapp 110 Wohnungen auf dem Urlas keine Einheiten mehr dazu kommen werden. Dies könnte durchaus die Verkehrsprognosen und damit die Planungen für die Bundesstraße beeinflussen, wie es bei den Stadtratsfraktionen heißt.

Die Stadtverwaltung sieht keinen Anlass, nun von sich aus aktiv zu werden. Das sei Sache des Freistaats und damit des Staatlichen Bauamtes, hieß es; einer konstruktiven Lösung werde man sich nicht verschließen.

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  Bayerischer Rundfunk/ Studio Mittelfranken/ BR.de
27. November 2013

Neuer Standortkommandant: "Von Drohnen nichts gewusst".

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  Fränkische Landeszeitung
27. November 2013

"US-Armee Teil der Bevölkerung". OB und Standortkommandeur Christopher M. Benson werben um Vertrauen.

Mehr Transparenz, Partnerschaft und Offenheit - Oberst Christopher M. Benson will als neuer US-Standortkommandeur die Beziehungen der Armee zu Ihrem Umfeld verbessern. Ansbach sei die beste Heimatstadt für die US-Soldaten europaweit, lobte er. Fragen zur Lärmproblematik beantwortete er zurückhaltend, da diese In die Kompetenz des Kampfkommandanten Oberst Vinzent H. Torsa fallen.

Benson umriss kurz seine Aufgab en als Bürgermeister der US-Einrichtungen in Ansbach, Illesheim, Bamberg und Schweinfurt. Derzeit ist der Oberst in Ansbach und Illesheim für Sicherheit und Wohlergehen von insgesamt 13 040 US-Einwohnern verantwortlich, darunter 3000 Soldaten. Der Standort Ansbach bleibe erhalten, sagte er; Schweinfurt und Bamberg hingegen würden bis Herbst 2014 aufgelöst. Zu den weiteren Aufgaben Bensons gehört die Organisation von Einsätzen sowie die Rückkehr der Soldaten. „Hauptmieter der US-Garnison Ansbach ist die zwölfte Kampffliegerbrigade unter Oberst Vinzent H. Torsa.

Oberbürgermeistern Carda Seidel würdigte die Aktivitäten der Armee für mehr gegenseitiges Verständnis. Diese seien sehr wichtig, „denn die US-Armee ist ein Teil unserer Bevölkerung am Ort“. Auch stehe gerade das Thema Kommunikation stets ganz oben auf der Agenda der Gespräche zwischen Stadt und Armee. Auf Seidels Nachfrage erläuterte Oberst Benson, dass angesichts der aktuellen Haushaltslage der USA für die kommenden Jahre mit keinem weiteren Ausbau des Urlas zu rechnen sei. Auch die Zahl der Soldaten bleibe unverändert.

Kritisch äußerte sich Boris-André Meyer (Offene Linke), der auf die „laxen Flugbestimmungen“ und die Lärmbelastungen der Bürger hinwies. Er forderte öffentliche Sitzungen der Lärmschutzkommission; Benson versprach, sich dafür einzusetzen. Der Flugbetrieb jedoch falle nicht in seinen Aufgabenbereich.

Empfangen wurde die US-Delegation vor dem Stadthaus von rund 20 Vertretern von „Etz langt‘s“, die gegen den Fluglärm protestierten.

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  Fränkische Landeszeitung
26. November 2013

Bürgerinitiative fasste einstimmig eine Resolution. "Etz langt's" will zum Beispiel Sitz und Stimme in der Lärmschutzkommission haben — Abzug aller Drohnen.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Etz langt’s“ haben in Ihrer Hauptversammlung einstimmig eine Resolution gefasst: Zum einen fordern sie den Abzug aller Kampf- und Aufklärungsdrohnen von den Stützpunkten Katterbach und Illesheim. Zum anderen wollen sie Sitz und Stimme In der Lärmschutzkommission haben, die In Zukunft nicht mehr in den Kasernen, sondern auf neutralem Boden tagen soll.

Gerade mit Blick auf Wiesbaden, dem anderen großen Helikopterstützpunkt in Deutschland, müsse die Bürgerinitiative auch in Ansbach und Illesheim in der Lärmschutzkommission vertreten sein. Was in Wiesbaden schon lange praktiziert werde, müsse in Westmittelfranken ebenfalls möglich sein.

Der Stadtrat müsse auch im kommenden Jahr über eine Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen eines Nacht- und Überflugverbotes der Hubschrauber entscheiden. Das Bürgerwohl habe Vorrang. Auch der Abzug der US-Streitkräfte aus der Region müsse in Kauf genommen werden. Um darauf vorbereitet zu sein, müsse die Stadt in die Planung en für die Nutzung der Kasernen nach einem Abzug einsteigen. Ziel sollte sein, bis zum Jahr 2020 eine Abzugsperspektive zu haben.

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  Windsheimer Zeitung, Bad Windsheim
22. November 2013

Etz langt's fordert Abzug der Amerikaner. Hubschrauberlärm und Drohnen beschäftigten die Mitglieder bei ihrer Versammlung.

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  Fränkische Landeszeitung
22. November 2013

BI wirft US-Armee "Salamitaktik vor. Kritik an Drohnen in der Region.

"Scheibchenweise“ sage die Armee die Wahrheit erst dann, wenn es schon zu spät sei, so BI-Sprecher Boris André Meyer in einer Pressemitteilung. „Das Tarnen. Tricksen und Täuschen der Militärs ist ein Bärendienst für die bröckelnde deutsch amerikanische Freundschaft.“ Meyer reagierte damit auf die Antwort der US-Armee auf eine FLZ-Anfrage vom Montag.

Wie berichtet, hatte die Europasprecherin Hilde Patton eingeräumt, dass in Illesheim Aufklärungsdrohnen des Typs „Raven“ stationiert sind. Noch im vergangenen Jahr hatte die US-Armee betont, es gebe „keine Pläne“ zur Stationierung der unbemannten Flugobjekte für militärische Zwecke. Aufklärung verlangt die Bürgerinitiative auch vom Parlamentarischen Staatssekretar Christian Schmidt CSU).

Wahrend er am Montag darauf verwies, dass es für die „Raven“ seit dem Jahr 2007 eine Genehmigung von deutschen Behörden gebe, habe er im März 2011 auf eine Anfrage der Linken im Bundestag geantwortet, „keine Kenntnis“ über Drohnen auf den Militärbasen Katterbach und Illesheim zu haben. Schmidt müsse nun für Aufklärung sorgen und Genehmigungsdokumente offenlegen.

„Etz lang‘s!“ fordert vom Staatssekretär zudem eine Erklärung, wie die Bundesregierung sicherstelle, dass US-Drohnen nicht über bewohntem Gebiet fliegen oder zu Spionagezwecken im Bundesgebiet eingesetzt werden.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
20. November 2013

Ausritt endete schmerzhaft. Pferd scheute durch Helikopterlärm — Klage erfolgreich

Ein gemütlicher Ausritt endete sehr schmerzhaft: Weil sie wegen eines tief fliegenden US-Hubschraubers vom Pferd gestürzt ist, erstritt eine 50-jährige Reitlehrerin aus Feuchtwangen nun Schmerzensgeld und Schadenersatz von der Bundesrepublik Deutschland. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg entschieden. Das OLG Nürnberg gab ihrer Klage statt, die vom Landgericht Nürnberg-Fürth in erster Instanz abgewiesen worden war.

Die Pferdephysiotherapeutin bekommt jetzt rund 2500 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz von der Bundesrepublik Deutschland. Nachdem das Militär eine entsprechende Zahlung verweigert hat, muss die Bundesregierung für den Vorfall im November 2010 geradestehen, befand ds OLG. Das Protokoll der Piloten, wonach sie die Reiterin mit ihren beiden Pferden damals nicht bemerkt haben wollen, stufte der Senat als unglaubwürdig ein. „Wenn die zwei (Piloten) nicht ein sehr schlechtes Erinnerungsvermögen haben, müssen sie noch viele Aufklärungsflüge machen, um Personen und Tiere in der Landschaft zu erkennen“, kommentierte der Vorsitzende Richter Stephan Kammerer.

Die versierte Westernreiterin hatte vor Gericht geschildert, wie sie kurz vor der Dämmerung mit ihren beiden Schulpferden unterwegs war. Eines der Pferde führte sie an einer vier Meter langen Leine, auf dem anderen Pferd ritt sie im Schritt. Als kurz vor dem Waldrand plötzlich der US-Hubschrauber nahte und in Höhe der Baumwipfel in der Luft verharrte, scheute das Reitpferd aufgrund des enormen Lärms. Die 5O-Jähric stürzte zu Boden, prellte sich Schulter und verstauchte sich den Fuß. Eine Zeugin berichtete vor Gericht von insgesamt drei Anflügen des Helikopters.

Die von der Reiterin und einer Spaziergängerin identisch geschilderte Flugroute des Hubschraubers wertete das OLG als „objektiv gefährliches Manöver, das geeignet ist, ein Pferd zu erschrecken und zu einer Reaktion zu führen, dass es seine Reiterin abwirft“. Neben Schmerzensgeld erhält die Frau unter anderem auch einen Ausgleich für ihren Einnahmeausfall. Das Urteil ist rechtskräftig, eine Revision nicht zugelassen.

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  Windsheimer Zeitung, Bad Windsheim
19. November 2013

Drohnen fliegen nur über Sperrgebiet. Christian Schmidt: Unbemannte Flugkörper sind nicht gefährlich.

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  BR.de
19. November 2013

Drohnen über Ansbach.
Bürgerinitiative fordert Aufklärung.

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  Fränkische Landeszeitung
19. November 2013

Für Waffen ungeeignet.

Die von der US-Armee am Standort Illesheim stationierten Drohnen sind für eine Bewaffnung ungeeignet. Sie dienten allein der Aufklärung im Nahbereich, betonte die Europa-Sprecherin der US-Armee, Hilde Patton, auf FLZ-Anfrage. Die Drohnen „in der Größe eines Modellflugzeugs“ würden ausschließlich auf dem Kasernengelände und auf dem Übungsgelände nahe Oberdachstetten zu Trainingszwecken benutzt.

Nach Angaben der Sprecherin gibt es „weniger als fünf Exemplar e“ der Unbemannten Luftfahrzeuge vom Typ „Raven“ in Illesheim. Sie seien dort stationiert, damit Ausbilder für diese Flugobjekte „am Gerät üben“ könnten. Die Systeme flögen nur auf abgesperrtem Übungsgebiet. Die Drohnen vom Typ „Raven“ seien „definitiv nicht bewaffnet“.

Ähnlich äußerte sich der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt, dessen Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag die Pressemitteilung der Bürgerinitiative ausgelöst hatte. Die US-Armee habe im Jahr 2007 die Genehmigung zu Flügen auf abgesperrtem Übungsgelände für die Drohne „Raven“ erhalten. Das Fluggerät fliege bis zu 250 Met er hoch und sei zur „klassischen taktischen Gefechtsfeldunterstützung“ geeignet.

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  nordbayern.de
18. November 2013

Kampfdrohnen über Illesheim bei Ansbach.

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  Frankenschau, Bayerisches Fernsehen
18. November 2013

Ansbach. Die Angst vor den Drohnen.

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  Windsheimer Zeitung, Bad Windsheim
16. November 2013

US-Drohnen in Illesheim. Bundesregierung bestätigt Einsatz.

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  Fränkische Landeszeitung
16. November 2013

Ministerium räumt Drohnenflüge ein. Im Raum Illesheim eingesetzt.

Im Raum Illesheim und Oberdachstetten unternimmt die US-Armee Übungsflüge mit Drohnen vom Typ ‚Raven“ und „Shadow“. Das teilte Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) jetzt im Rahmen einer Bundestagsanfrage mit. Die unbemannten Luftfahrzeuge würden von der US-Armee „für Übungsflüge betrieben“, so der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion.

Ausdrücklich nannte Schmidt neben den Übungsräumen Grafenwöhr und Hohenfels die „Standorte Bamberg, Vilseck und Illesheim (Oberdachstetten)“ als Fluggebiete.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
16. November 2013

Kampfdrohnen über Illesheim. Testbetrieb des umstrittenen US-Fluggeräts auch in Westmittelfranken.

US-Kampfdrohnen werden nicht nur auf den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels, sondern auch im Bereich der westmittelfränkischen Standorte Illesheim und Oberdachstetten sowie in Bamberg eingesetzt. Das geht aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor.

Die Ansbacher Bürgerinitiative ‚Etz langt‘s“ spricht von einem erneuten Vertrauensbruch durch das Militär und fordert Konsequenzen. „Die US-Armee belügt die Bevölkerung“, schreibt die BI in einer Pressemitteilung.

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  Fränkische Landeszeitung
27. September 2013

Keine geschlossene Front gegen Fluglärm. Stadtrat kann sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen.

Alle Stadträte wollen das Gleiche - Entlastung fluglärmgeplagter Burger. Doch über den Weg dorthin ließ es sich auch jüngst wieder trefflich streiten. In Konsequenz sprach der Stadtrat nicht mit einer Stimme, was Oberbürgermeisterin Carda Seidel ausdrücklich bedauerte.

Immerhin konnte sich die Verwaltung eine deutliche Mehrheit für ihr Ansinnen sicher, einen Antrag ans Bundesverteidigungsministerium zu stellen. Demnach sollen die Bestimmungen für Militärflughäfen geändert werden. Während der Monate Mai bis August soll die Flugzeit um 24 Uhr enden (derzeit 2 Uhr), ansonsten um 23 Uhr (1.30 Uhr). Überflüge bewohnter Gebiete bleiben tabu; der Flugbetrieb soll überdies auf drei Tage eingeschränkt werden und am Wochenende ganz unterbleiben. Dazu richtet die Stadt einen Appell an die US- Armee, ihre Flüge vorher anzukündigen. Damit wolle man sich die Grundlage schaffen, um die Haltung der Stadt nötigenfalls auch vor Gericht zu vertreten, erläuterte Rechtsdirektor Holger Nießlein der FLZ.

Denn das von der Offenen Linken (OL) beantragte verwaltungsrechtliche Klageverfahren der Stadt gegen die Bundesrepublik hätte derzeit nur geringe Aussicht auf Erfolg. Und eine Klage, um die Gesundheit der Bürger zu schützen, sei schon gar nicht möglich: „Das müsste jeder selbst machen.“ Sollte besagter Antrag abgelehnt werden, dann allerdings könnte die Stadt gegen diesen Bescheid Klage einreichen, hob Nießlein hervor. Darüber müsste natürlich im Stadtrat gesondert beraten und abgestimmt werden. Wie Rechtsreferent Udo Kleinlein den Stadträten erläuterte, erwartet sich die Stadt mit dem Kompromissangebot mehr Chancen auf Realisierung. Eine zeitlich weitergehende Einschränkung der Flugzeiten käme einem totalen Flugverbot gleich, da die Piloten auch im Sommer auf Flüge in der Dunkelheit angewiesen seien.

Otto Schaudig (CSU) folgte dieser Linie und zitierte aus einem Schreiben von Staatssekretär Christian Schmidt. Demnach denken die Amerikaner bereits über Schutzwände nach, um zumindest den Lärm bei der Wartung der Maschinen einzudämmen, was OL-Stadtrat Boris-André Meyer als „lächerlich“ abqualifizierte. Meyer hatte angesichts einer Verdopplung der Hubschrauberzahl eine Klage gefordert; die Stadt gab an, dass sich die Zahl der Maschinen im Jahre 2006 von 50 auf 62 erhöht habe. OB Seidel richtete den dringend en Appell an das Gremium. um der Bürger willen geschlossen an ein einem Strang zu ziehen und dem vorgelegten Kompromiss als gangbarem Weg zuzustimmen: „Ich habe null Verständnis für diese Diskussionen.“

Grünen-Stadtrat Uwe Fröhlich versagte jedoch seine Unterstützung und wies auf die gesundheitliche Belastung durch Lärm und besonders auch die Abgase hin. Man solle doch nicht von sich aus gleich mit einem Kompromiss anfangen. Auch Wolfgang Bartusch meinte: „Jede Stunde zählt“ und wollte das Ende des Flugbetriebs wie Meyer auf 22 und 23 Uhr festlegen. Schlussendlich folgte die überwiegende Mehrheit gegen drei Stimmen der Verwaltung. „Viele Stadträte geben also den Militärinteressen Vorrang vor dem Bürgerwohl“, rügte Meyer seine Kollegen.

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  Nürnberger Zeitung (Online)
27. September 2013

Hubschrauberlärm in Ansbach: Berlin sollt eingreifen.

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  Windsheimer Zeitung, Bad Windsheim
16. September 2013

Mahnwache der Bürgerinitiative Etz langt's am Bad Windsheimer Marktplatz.

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  Fränkische Landeszeitung
29. August 2013

Der Stadtrat soll die Bundesrepublik verklagen, um so eine Reduzierung der Militärhubschrauber und die Änderung der Flugbestimmungen an der Militärbasis Katterbach zu erreichen. Das hat jetzt die Offene Linke beantragt.

Die Belastungen großer Teile der Bevölkerung durch den Betrieb der US-Militärbasis hätten im Sommer 2013 „unerträgliche Ausmaße angenommen“, erklärte der Stadtrat der Offenen Linken, Boris-André Meyer. Die zahlreichen Initiativen des Stadtrats und der OB, durch Gespräche spürbare Verbesserungen für die Bürger zu erreichen, müssten „als gescheitert“ angesehen werden.

Die einstimmige Forderung des Stadtrats nach einem generellen Nachtflugverbot sowie einem Über- flugverbot von Wohngebieten vom 26. Mai 2009 sei „zu vital“ für die Entwicklung Ansbachs, um bei deren Durchsetzung „noch weitere Jahre auf den Erfolg als Bittschriftsteller zu hoffen“, meinte Meyer.

Vielmehr sei jetzt seiner Meinung nach der Zeitpunkt gekommen, an dem die politischen Anstrengungen auch juristisch flankiert werden müssten. Zum einen sollten damit die „Besonderen Bestimmungen“ zum Betrieb des Flugplatzes im Sinne des Stadtratsbeschlusses geändert, zum anderen eine dauerhafte Reduzierung der hier stationierten US-Hubschrauber erreicht werden.

Schon in den 90er Jahren hatte der Stadtrat eine ähnliche Klage beschlossen. Sie war aber nicht weiter verfolgt worden, weil im Anschluss daran die US-Armee deutliche Einschränkungen des Flugbetriebs vornahm.

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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe Lkr. NEA)
17. August 2013

Mit den US-Soldaten marschiert. Ferienprogramm in den Storck Barracks in Ilesheim.

Das hat noch nicht jedes Kind gesehen und auch längst nicht jeder Erwachsene: die Storck Barracks In Illesheim. Das Ferienprogramm von Gallmersgarten machte es möglich.

„Seit 2000 waren auch die Erwachsenen nicht mehr hier“, sagte Helga Moser, die beim US-Militär arbeitet und die Gruppe führte. Mit den englischen Wörtern „Stop please“, „repeat it“ und „slowly“ (,‚bitte anhalten“, „wiederholen Sie es“ und ‚langsam“) hatte sich Groß und Klein auf der Fahrt nach Illesheim gerüstet, denn in der Kaserne arbeiten, leben und wohnen schließlich mehrere Hundert US-Soldaten und es musste englisch gesprochen werden.

In Illesheim werden Piloten zu Kampffliegern ausgebildet. Ein Soldat erklärte den Hubschrauber mit dem Namen „Apache“: 30 Millionen US-Dollar koste ein einziger Flieger. 1900 PS in jedem Triebwerk und die militärische Verwendung brachte er seinen interessierten Zuhörern nahe, bevor die Kinder mit einigen GIs durch die Wartungshalle marschierten und um die Wette Liegestützen machten.

Was auf dem 165 Hektar großen Gelände an technischem Gerät gezeigt und vorgeführt wurde, brachte alle zum Staunen. Dazu zählen auch die Feuerwehrautos. Eines davon dient dazu, brennende Hubschrauber zu löschen. 6000 Liter Wasser fasst der Tank im Fluglöschfahrzeug, dazu hat es 750 Liter für Schaum. Die Pumpenleistung von 5000 Liter pro Minute führten die Gruppenführer ihren am Ende applaudierenden Gästen vor.

Im Tower erhielt man einen Einblick in die Organisation des 15,5 Hektar großen Flugfelds. Flugzeuge, die über 1000 Meter hoch in der Luft düsen, erklärte Roland Wystrichowski, werden vom Radar in Oberdachstetten erfasst, ansonsten vom Team in Frankfurt. Die Oberaufsicht im Tower, erklärte er, hat allerdings eine Frau. Im Bowling Center und auf einem großen Spielplatz bekamen die Kinder Gelegenheit zum Austoben, nachdem sie sich mit Hamburgern gestärkt hatten. Den Besuch auf dem US-amerikanischen Miltärgelände hatte Gemeinderätin Rita Urban in die Wege geleitet.

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  Nürnberger Nachrichten
13. August 2013

US-Armee verlegt die Drohnen-Flüge. Unbemannte Luftfahrzeuge sollen in der Oberpfalz starten

Die über der nördlichen Oberpfalz geplanten Drohnenflüge der US-Armee sind verschoben worden. Die für diese Tage vorgesehenen Flüge hatten Protest hervorgerufen.

Die Transitflüge zwischen den US- Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels sollen nun erst in einigen Wochen stattfinden, sagte Peter Zeilmann, Sprecher der US-Armee in Grafenwöhr. Starten soll ein unbemanntes Luftfahrzeug. Soldaten der US-Armee und zivile Spezialisten haben für den Obungsflug bereits alles vorbereitet.

In einer Pressemitteilung der US- Armee heißt es, dass eine mit den deutschen Behörden getroffene Vereinbarung zu den Drohnenflügen bereits seit 25. Juli vorliegt. Geplant sind Flüge auf zwei Luftkorridoren zwischen Hohenfels und Grafenwöhr. Die Vereinbarung gelte für Drohnen vom Typ Hunter MQ-5B der US-Armee. Die Luftfahrzeuge seien in rund 3300 bis 4300 Meter Höhe unterwegs.

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  Fränkische Landeszeitung
13. August 2013

Hektik und kalte Füße. "Etz langt's" wirft der CSU beim Lärmschutz Wahlkampf vor.

"Hektischen Aktionismus wirft die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ der CSU vor. Damit wolle die Partei ihr Versagen bei der Entlastung der Bürger vor den Auswirkungen der „US-Kriegsübungen“ vertuschen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Damit wiederhole sich für die von „unerträglichem Fluglärm und Abgasen der Kampfhubschrauber“ geplagte Bevölkerung das Wahlkampf-Schauspiel der CSU aus dem Jahr 2009. Während der Bachwoche und zu Wahlkampfzeiten könnten die Menschen mit etwas weniger Fluglärm rechnen - danach werde es wieder wie zuvor. Dabei hätte gerade Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) die Möglichkeit, den einstimmigen Ansbacher Stadtratsbeschluss vom Mai 2O09 für ein Nacht- und Überflugverbot von Wohngebieten umzusetzen. Vier Jahre lang habe er genau dies jedoch blockiert, so der Vorwurf der BI. Ebenso habe Schwarz-Gelb die im Koalitionsvertrag vereinbarte Gleichstellung von zivilen und militärischen Flughäfen nicht erreicht: „Konkrete Ergebnisse für den Lärmschutz sind gleich Null.“ Die zeitweilige Verlagerung der Hubschrauber löse das Problem nicht ansatzweise, meint die Bl und hält Schmidt „wirkungslose Placebo-Politik“ vor.

Ebenso durchschaubar sei die Intention des „Bittbriefs“ des Ansbacher OB-Kandidaten Thomas Deffner (CSU) an Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière (CDU). Dabei habe Deffner seit 2008 „keinen Finger für den Schutz vor Fluglärm gerührt“. Stattdessen hofiere er in seiner Funktion als Bürgermeister das US-Militär geradezu. Offenbar bekomme die CSU „kalte Füße“ angesichts des wachsenden Protests der Bevölkerung gegen Fluglärm und Abgase der Kampfhubschrauber. Eine verantwortungsvolle Politik müsse jetzt die Abzugsperspektive der Hubschrauber vorbereiten.

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  Fränkische Landeszeitung
12. August 2013

Friedensfahrt endete in Katterbach. Kundgebungen auf einer rund 500 Kilometer langen Strecke - Rund 80 Teilnehmer.

Vergangenen Samstagnachmittag endete die bayerische Friedensradfahrt nach einer achttägigen Tour durch den Freistaat in Ansbach. Im Anschluss an einen Empfang durch das Ansbacher Friedensbündnis „Etz langt‘s!“ auf dem Martin-Luther-Platz ging es im Fahrradkonvoi nach Katterbach. Vor der Kaserne der US Armee fand die Abschlusskundgebung mit lau Veranstalter rund 80 Teilnehmern statt.

Die Friedensradfahrt wurde vom Bayerischen Landesverband der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegnerlnnen organisiert. Sie führte von Berchtesgaden, Salzburg, München und Augsburg bis nach Ansbach. Unter der Leitung des Landesvorsitzenden Thomas Rödl fanden in den größeren Städten mit Militärstandorten oder Rüstungsbetrieben auf der1und 500 Kilometer langen Strecke Friedenskundgebungen statt. Einer der diesjährigen rund 35 Teilnehmer war der Journalist und UNO-Korrespondent Andreas Zumach. Er hatte als Hauptredner in Katterbach auftreten sollen, so Boris-André Meyer von „Etz langts!“. Wegen eines Fahrradunfalls war er jedoch vorzeitig ausgeschieden. An seiner Stelle sprach der Bundestagsabgeordnete der Linken, Harald Weinberg. Dieser thematisierte vor allem ein seinen Worten zufolge von der Weltöffentlichkeit unbeachtetes Massaker im syrischen Bürgerkrieg und mögliche Verbindungen der USA und der NATO zu dem Konflikt. Landesvorsitzender Thomas Rödl ging unter anderem auf den „völkerrechtswidrigen Mord“ mittels bewaffneter Drohnen ein.

Boris-André Meyer zeigte anhand der amerikanischen Militärzeitung „Stars & Stripes“ den Hinweis auf ein „spätestens ab 2017“ geplante Stationierung von Kampfdrohnen auf. Die Enthüllungen des Ex-Geheimdienstlers Edward Snowden hätten, so Meyer, gezeigt, dass amerikanische Geheimdienste US-Basen in Deutschland zu Spionagezwecken „missbrauchten“. Es liege der Verdacht auf der Hand, dass auch der Standort Katterbach genutzt werde, um die Kommunikation deutscher Bürger abzuhören. In Anbetracht dieser neuen Entwicklungen wiederholte er die Forderung nach einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region.

Zum Abschluss der Kundgebung pflanzte der Landesvorsitzende mit einigen Helfern HoLzstelen auf eine Grünfläche vor der Kaserne - zur Erinnerung an die Opfer der Kriege im Irak und Afghanistan. Einige Teilnehmer der Friedensfahrt hatten zuvor bereits den Radweg mit Friedensparolen bemalt. Als sie ein überdimensionales „Peace-Zeichen“ auf die Einfahrt der Kaserne malten, wurde diese Aktion von Beamten der Polizeiinspektion Ansbach wegen der daraus resultierenden Verkehrsbehinderungen nach kurzem Gespräch beendet.

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  Fränkische Landeszeitung
9. August 2013

Ansbach Ziel einer Friedensradfahrt

Zum zweiten Mal nach 2007 wird Ansbach Ziel der bayerischen Friedensradfahrt der Deutschen Friedensgesellschaft sein. Am Samstag. 10. August, endet das achttägige politische Sportereignis in der Markgrafenstadt. Die Bürgerinitiativ e „Etz langt‘s!“ und das Ansbacher Friedensbündnis planen ein Rahmenprogramm.

Empfangen werden die Radler um 15.30 Uhr am Martin- Luther-Platz. Gegen 16 Uhr setzt sich eine Fahrrad-Demo in Richtung Katterbach in Bewegung. Vor der US-Kaserne findet ab 16.30 Uhr eine Kundgebung mit Andreas Zumach, Journalist und UNO-Korrespondent, statt. Im Mittelpunkt stehen die massive Belastung der Bevölkerung durch Lärm und Abgase der US-Kampfhubschrauber, die aktuellen Entwicklungen in der Drohnen-Affäre sowie der Abhörskandal des US-Geheimdienstes NSA.

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  Fränkische Landeszeitung
3. August 2013

US-Hubschrauber fliegen weniger. Einschränkungen im Sommer.

In den Sommermonaten will die US-Armee mehr Rucksicht auf die lärmgeplagten Bürger im Raum Ansbach und Illesheim nehmen. Bei einem Treffen einigte man sich auf eine Einschränkung der Hubschrauberflüge, „soweit wie möglich“, in der Zeit zwischen 18.30 Uhr und 20.30 Uhr und auf weniger Nachtflüge zu sehr später Stunde.

Das Verteidigungsministerium berichtete gestern per Pressemitteilung über das Gespräch des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Schmidt (CSU) mit dem Kommandeur der 12. Heeresfliegerbrigade, Vincent Torza, an dem auch die Bundestagsabgeordneten Josef Göppel (CSU) und Rainer Erdel (FDP) und die Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel teilnahmen.

So werde während der Ansbacher Bachwoche im Ansbacher Stadtbereich nicht geflogen und beim Freilandtheater in Bad Windsheim werde entsprechend verfahren Ein weiteres Resultat sei gewesen: „Die US- Streitkräfte bemühen sich auf Anregung der Bundeswehr verstärkt, geeignete Übungsräume außerhalb des Großraums Ansbach zu nutzen.“ Schmidt habe „hier zielführende Zusammenarbeit“ zugesagt. Zudem würden die Landescheinwerfer nur noch unmittelbar für den Start- und Landevorgang sowie in Notfällen eingeschaltet, um eine „Lichtbelästigung“ zu vermeiden. „In den erlaubten Nachtflugzeiten werden sich die US-Streitkräfte bemühen, die Flüge auf den Anfang dieser Zeit zu legen, also in den ersten Stunden häufiger zu fliegen als in den späteren Stunden“, heißt es weiter. Die US-Army werde im August nur an 13 Tagen Nachtflüge durchführen, davon nur an sechs Tagen über Mitternacht hinaus. Zudem würden bauliche Lärmschutzmaßnahmen auf dem Flugplatz Katterbach geprüft.

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  Fränkische Landeszeitung
24. Juli 2013

Hitzige Diskussionen bei Urlas-Protestaktion

Für hitzige Diskussionen sorgte die Protestaktion der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ vor dem Stadthaus gegen den umstrittenen Urlas-Knoten. Rund 25 Mitglieder übergaben den Stadträten vor der Sitzung Teilstücke eines Stromkabels. „Ein symbolischer Akt“, erklärte „Etz langt‘s“-Sprecher und Stadtrat der Offenen Linken, Boris Andre-Meyer. Er soll die Stadträte an die enormen Kosten des „Monsterknotens“ erinnern. „Ein Meter Kabel für die Errichtung des Urlas-Knotens verteuert die Strom-, Wasser- und Gasrechnung der Stadtwerk-Kunden um rund 32 Euro“, erklärte Meyer.

Insgesamt müssten für das Bauwerk an der B14 aber rund 3000 Meter Kabel herausgerissen und neu verlegt werden. „Alle Kosten sollen dabei auf die Gebührenzahler umgelegt werden“, kritisierte er. Nicht alle Stadträte nahmen die Kabelenden entgegen, manche argumentierten aus Gründen des Lärmschutzes, der Verkehrsbewältigung und der Sicherheit für den Knoten. „Und in der Bevölkerung, so die Erfahrungen der Betreiber von lnfo-Ständen, „herrscht über die Plane allgemeines Kopfschütteln“.

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  Fränkische Landeszeitung
20. Juli 2013

Neue Zweifel an Planung für den Urlas-Knoten.

Immer mehr Stadträte rücken vom ursprünglichen JA zu Fünf-Millionen-Euro-Projekt ab. Seit Jahren bewegt die Frage, ob und wie es zu ein einem Verkehrsanschluss der US-Siedlung am Urlas an die B 14 kommt, die Gemüter in der Stadt. Planungen des Staatlichen Bauamts waren zunächst wieder abgelehnt worden. Doch auch der zuletzt gefundene Kompromiss, ein Kreisverkehr in Hochlage, könnte jetzt wieder gefährdet sein. Nach der Offenen Linken machen sich nun auch die SPD-Fraktion und die BAP im Stadtrat für eine Ablehnung stark.

Ob es auch offiziell zu einer Abkehr von der zuletzt bekundeten Zustimmung zu den Plänen für den Urlas-Knoten kommt, wird man erst nach der Stadtratssitzung am Dienstag wissen. Denn als im Bauausschuss nun die vom Staatlichen Bauamt in das sogenannte Planfeststellungsverfahren eingebrachten Plane für den ungewöhnlichen Kreisel behandelt wurden, ging es dort zunächst einmal um Details, wie die Führung von Fuß- und Radwegen oder einen verbesserten Schallschutz für Anwohner.

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  Fränkische Landeszeitung
20. Juli 2013

Urlas: Jeder kann sich die Pläne anschauen. Noch bis Dienstag im Bauamt ausgelegt - Einwände müssen bis 6. August vorliegen.

Für viele Ist das Bauvorhaben des Urlasknotens ein Buch mit sieben Siegeln. Aufschlagen kann es aber jeder, der will. Denn alles Wissen über das Projekt Ist In zwei Ordnern gebündelt, die derzeit und noch bis Dienstag Im Bauamt In der Nürnberger Straße zur Einsicht ausliegen.

Eine weitere Möglichkeit, sich mit den Plänen für den Knoten auseinanderzusetzen, will heute die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ bieten. Von 10 bis 12 Uhr erläutert sie vor dem Stadthaus die Pläne für den Bau des Fünf-Millionen-Euro-Projekts.

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  Nürnberger Nachrichten (Online)
17. Juli 2013

Obama soll Helikopterlärm über Ansbach stoppen.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
17. Juli 2013

Obama soll die Helikopter stoppen. Bürgerinitiative gegen Fluglärm bittet den amerikanischen Präsidenten um Hilfe.

Die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ gegen den Hubschrauberlärm im Raum Ansbach hat sich jetzt mit einem Bittschreiben persönlich an US-Präsident Barack Obama gewandt. Hansjörg Meyer verweist darauf, dass die Bevölkerung in den Landkreis en Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim seit Jahrzehnten unter dem Krach der Übungsflüge der US- Hubschrauber-Basis Ansbach/ Illesheim leidet. Die Maschinen üben bei Tag und Nacht und knattern oft in niedriger Höhe über bewohntes Gebiet. Tatsächlich sind nicht allein die Gemeinden um Katterbach und Illesheim betroffen.

Immer wieder werden Kinder und Erwachsene aus dem Schlaf gerissen, schreibt Meyer auch über Ansbach: „Es war von Anfang an eine verrückte Idee, in einer Stadt mit 40000 Einwohnern und dichtbesiedeltem Umfeld einen Helikopter-Übungsplatz zu betreiben.“ Er fordert deshalb Barack Obama auf, den Krach höchstpersönlich zu stoppen: „Bitte, beenden Sie diese für Ihr und unser Land unmögliche Situation durch die Schließung der US- Base Ansbach/Illesheim.“

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  Fränkische Landeszeitung
4. Juli 2013

Nächtlicher Protest gegen Fluglärm.

Knapp 50 Anwohner von Flugrouten der US-Kampfhubschrauber aus Katterbach beteiligten sich an einer nächtlichen Protestaktion bei Obereichenbach. Unterbrochen vom Geknatter überfliegender Militärmaschinen wurde gesungen, wurden Ansprachen gehalten und mit Scheinwerfern eine ühermannsgroße Plakatwand der Bürgerinitiative „Etz langt’s“ angestrahlt.

„Erst wirst du wütend, wenn alle drei Minuten ein Hubschrauber über dein Haus fliegt“, berichtet eine jung e Frau, die an der Übungsflugroute nach Burgoberbach wohnt. „Und dann aggressiv. Da kannst du gar nichts dagegen machen“, gesteht sie. Dennoch ist der Protest der Bürger aus Ansbach und Umgebung zwar manchmal ohnmächtig, manchmal verzweifelt - aber immer friedlich.

„Dieses grüne Grundstück, auf dem wir hier stehen, soll im Zuge der Verwirklichung der Pläne für den Monster-Knoten an der B14 unter Beton verschwinden“, erklärte Boris-André Meyer, Stadtrat der Offen en Linken und Sprecher der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“. Der Besitzer könnte in ein Enteignungsverfahren gezwungen werden, mutmaßte er. „Diese Wahnsinns-Pläne zum vorrangigen Nutzen des US-Militärs sind inakzeptabel“, betonte Meyer. Er erinnerte daran, dass just am Tag des Protests die sogenannte „Lärmschutzkommission“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der betroffenen Bürger in Katterbach getagt habe.

Dieses „zahnlose Gremium“ habe es in vier Jahren nicht vermocht, den einstimmigen Stadtratsbeschluss für ein Nacht- und Überflugverbot von Wohngebieten „auch nur annähernd zu realisieren, wetterte Meyer. Weiterhin kann bis zwei Uhr nachts geflogen werden, räumliche Beschränkungen oder Mindestflughöhen und -abstände sind in weiter Ferne.

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  Bayerischer Rundfunk, Mittelfranken (Online)
3. Juli 2013

Mit nächtlichem Protest gegen den Fluglärm in Katterbach.

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  Nürnberger Nachrichten (Online)
3. Juli 2013

Mit nächtlichem Protest gegen den Fluglärm in Katterbach.

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  Fränkische Landeszeitung
3. Juli 2013

Urlas: Kritik am Knoten. "Zu groß und u teuer".

Der am Windmühlberg geplante höhenfreie Verkehrsknoten der B 14 soll teurer werden und mehr Land verbrauchen als ursprünglich angekündigt. Das hat jetzt die „Offene Linke“ in einer Pressemitteilung erklärt. Was an den darin genannten Angaben dran ist werde derzeit geprüft, heißt es aus dem städtischen Bauamt und von anderen betroffenen Institutionen. Zumindest Angaben über den Flächenverbrauch durch den Straßenbau seien teilweise unrichtig.

Was mit den Baumaßnahmen an dem Knoten verbunden sein könnte, das können alle Interessierten derzeit sowohl im städtischen Bauamt wie auch per Internet bei der Regierung von Mitteifranken einsehen. In der Stadtverwaltung liegen die Plane noch bis zum 23. Juli zur Einsicht- und Stellungnahme aus. Die konkreten Pläne haben nun die Offene Linke (OL) auf den Plan gerufen. Der Knoten werde teurer und verbrauche mehr Fläche als früh er angekündigt, heißt es in einer Pressemitteilung. Tatsächlich ist der dauerhafte Landverbrauch durch das Bauwerk von früher geschätzten 4,9 Hektar auf 5,23 Hektar gewachsen. Doch dabei bleibe es bei dem Flächenverbrauch aber nicht, beklagt die Offene Linke. Für vorübergehende Eingriffe würden weitere 3,67 Hektar und für so genannte Seitenentnahm en fünf Hektar Land verbraucht. Die so insgesamt für die Bauzeit nötigen rund 14 Hektar seien größer als die Ansbacher Altstadt.

Weil auch die Stadtwerke durch das Bauvorhaben erhebliche Kosten finanzieren müssen, die anschließend auf den Gebührenzahler umgewälzt werden, hält die OL das gesamte Bauvorhaben für überdimensioniert, zu teuer und - mit Blick auf Verkehrszählungen der Stadt, die deutlich unter denen der Staatsbehörde lagen - für nicht wirklich notwendig. Der Bau werde auch die Wegnahme von zahlreichen Grundstücken bis hin zu Enteignungsverfahren zur Folge hab en. Er stelle eine massive Verschwendung von Steuergeldern dar. Dazu komme auch, dass einer der eigentlichen Zwecke der Baumaßnahme, nämlich der Anschluss der US-Wohnsiedlung an die B 14, von dem Bauvorhaben gar nicht erfasst werde. Weil dies eine ‚Privatstraße“ sei, müsse der Bauherr, das Staatliche Bauamt Nürnberg, dafür ein eigenes Genehmigungsverfahren einleiten. hieß es dazu. Auch dieser Anschluss sei allerdings völlig unnötig, meint die Offen e Linke und hat eine andere Lösung im Sinn. Denn: „Die Urlasanbindung funktioniert über die bestehende Behelfsampel reibungslos.“

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  Fränkische Landeszeitung
3. Juli 2013

Kunden zahlen für Urlasbau. Stadtwerke müssen Kosten für neue Leitungen umlegen.

Auch die Kunden der Ansbacher Stadtwerke werden künftig für den Bau des geplanten Urlasknotens über ihre Gebühren zur Kasse gebeten werden. Das hat jetzt Werke-Sprecher Robert Hlava bestätigt. Konkreter äußern wollen sich die Stadtwerke Ansbach zu Aussagen der Offenen Linken allerdings nicht.

Den Vorwürfen zufolge werde der Straßenbau Leitungsumlegungen bei Wasser, Strom und Gas in weitaus größerem Umfang notwendig machen als bisher angenommen. All ein die Länge der Steuerleitungen werde um mehr als das Dreifache gegenüber einer im Jahre 2010 vorgenommenen Schätzung wachsen, heißt es in einer Pressemitteilung. Deshalb würden die damals angeblich auf rund 500000 Euro geschätzten Kosten deutlich steigen.

Das können und wollen die Stadtwerke so nicht bestätigen. Derzeit sei man damit beschäftigt, die Planunterlagen zu prüfen, sagte Werke- Sprecher Robert Hlava der FLZ. Über Kosten könne man erst nach Abschluss dieser Prüfung sprechen. Sicher sei allerdings, dass die Werke tatsählich alle Kosten für die Leitungsumlegungen selbst bezahlen müssten. „Im Gegenzug stellt uns der Staat den Straßenraum für die neu verlegten Leitungen kostenlos zur Verfügung.“ Richtig sei auch, sagt Hlava, dass diese Kosten umgelegt würden und in die Gebührenkalkulation Eingang fänden. Damit würden die Kunden der Stadtwerke die Leitungsverlegungen finanzieren, bestätigt Hlava entsprechende Vorwürfe der Offenen Linken.

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  Fränkische Landeszeitung
2. Juli 2013

Mit einem gewissen Erstaunen haben die Sicherheitsbehörden der FLZ entnommen, dass die Bürgerinitiative ‚Etz langt‘s“ für den heutigen Dienstag, 2. Juli, eine Protestaktion gegen Nachtflüge von US-Hubschraubern plant, für die bisher keine Genehmigung beantragt wurde.

Die Protestaktion soll heute ab 21.30 Uhr auf einem Privatgrundstück 300 Meter westlich von Obereichenbach und von dort über die Alte Reichsstraße und den Radweg erreichbar über die Bühne gehen. Geplant seien an die Hubschrauberpiloten gerichtete „Illumination“, teilten die Veranstalter mit. Dass der Ort der Protestaktion und damit auch diese Illumination in der Einflugschneise der Katterbacher Hubschrauber liegt, hat nun die Polizei auf den Plan gerufen. Man habe die Veranstaltung im Auge, erklärte der stellvertretende Leiter der Inspektion, Walter Kraft. Denn natürlich müsse sichergestellt werden, dass es zu keiner Blendung der Piloten und damit möglicherweise zu einem Flugsicherheitsproblem komme, so Kraft.

Mit der Protestaktion will die BI darauf hinweisen, dass selbst vier Jahre nach einem einstimmigen Stadtratsbeschluss, mit dem ein Verbot von Nachtflügen und Überflügen von Wohnsiedlungen gefordert wurde, die Bevölkerung rund um den Hubschrauberflugplatz weiter unter den Folgen der Flüge leide.

Bewusst habe man für die Protestaktion das heutige Datum gewählt. Da trete nämlich erneut die regelmäßig nicht öffentlich tagende und von der US-Armee einberufene Lärmschutzkonferenz zusammen, hieß es.

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  Fränkische Landeszeitung
29. Juni 2013

Mit einer nächtlichen Protestaktion unweit des US-Flugplatzes Katterbach will die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“ ihr Anliegen eines Nacht- und Überflugverbots für Kampfhubschrauber ins Bewusstsein auch der amerikanischen Piloten bringen.

Zu diesem Zweck werde es bei der Protestaktion eine „Illumination, die an die US-Helikopterpiloten gerichtet sein wird, direkt an der Einflugschneise der Hubschrauber“ geben, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative.

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  Fränkische Landeszeitung
29. Juni 2013

Resolution zum Fluglärm. Gemeinde Petersaurach wiederholt ihre Forderungen.

Mit 13 Ja- und fünf Nein-Stimmen befürwortete der Gemeinderat von Petersaurach in seiner jüngsten Sitzung die Wiederholung einer Resolution zum Thema „Problematik Hubschrauberlärm“ der Gemeinden Petersaurach, Sachsen und Bruckberg als Verhandlungsgrundlage In der Lärmschutzkommission Anfang Juli In Katterbach.

Im Rahmen der Bürgerversammlung sei das Thema Hubschrauberlärm immer wieder angesprochen worden, so Bürgermeister Lutz Egerer. Nachdem längere Zeit weniger Flugbewegungen stattfanden, gebe es nun eine neue Dynamik. Da die Amerikaner an einem guten Miteinander interessiert seien, sollten die Meinung der Bevölkerung und ihre berechtigten Anliegen signalisiert werden. Bereits im September 2009 habe es diese Resolution der Gemeinden Bruckberg, Sachsen und Petersaur ach gegeben, sie wurde von der Offentlichkeit jedoch weitgehend nicht wahrgenommen.

Die Eckpunkte der Resolution sind: Zulassung von Nachtflügen bis 24 Uhr, Beschränkung der Gesamtzahl der Nachtflüge auf maximal fünf pro Monat, kompletter Verzicht auf Heißbetankung, L1schutzmaßnahmen für die Ortschaft Neukirchen, frühzeitige Information der angrenzenden Gemeinde und der Presse bei vermehrt zu erwartenden Flugbewegungen sowie strikte Einhaltung eines Überflugverbotes für bebaute Gebiete.

Der Text endet mit der Anmerkung, der Abschluss einer Vereinbarung wäre ein deutliches Signal an die Bevölkerung, dass die amerikanischen Streitkräfte in Ansbach-Katterbach an einem Miteinander Inter esse haben. Wenn die Armee auf die Forderung nicht eingehe, werde eine ordentliche Begründung gefordert, so Bürgermeister Egerer. Der Standort Katterbach werde zwar nicht kategorisch abgelehnt; maßgeblicher Punkt sei aber das generelle Überflugverbot über bebaute Gebiete.

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  Fränkische Landeszeitung
18. Juni 2013

Hubschrauber im Tiefflug über Reiterin

Ein Hubschrauber der US-Armee soll bei einem Übungsflug im Gemeindegebiet Sugenheim eine Reiterin und ihr Pferd In Angst und Schrecken versetzt haben. Nach Angaben der Reiterin sei es nur deshalb zu keinem Unfall gekommen, weil das Pferd „gute Nerven“ habe.

Die Flugbetriebs- und Informationszentrale des Luftwaffenamts in Köln hat die Flugbewegungen für den fraglichen Zeitraum untersucht. Tatsächlich sei ein US-Hubschrauber unterwegs gewesen. Für etwa 20 Minuten habe dieser jedoch „aufgrund der Geländegegebenheiten und der geringen Flughöhe nicht mehr vom Radar erfasst“ werden können. Die Reiterin hat nach eigenen Angaben jedoch vom Standort Illesheim bestätigt bekommen, dass ein Hubschrauber in diesem Bereich „unter hundert Fuß“ (entspricht 30 Meter) geflogen sei. Die Pressesprecherin der US-Armee in Ansbach sagte gestern, sie habe noch keine Bestätigung vorliegen. Der Bereich sei aber „ausgewiesenes Übungsgebiet für Tiefflüge“. Das Luftwaffenamt erläutert in einem Schreiben an die Reiterin, dass bei Tiefflügen „einzelne Personen leicht übersehen werden“ könnten.

Die Reiterin hat in Briefen an örtliche Politiker ihre Erlebnisse geschildert und bei der Polizei in Neustadt Anzeige erstattet. Die Anzeige sei aufgenommen und der Staatsanwaltschaft vorgelegt worden, so der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion in Neustadt.

Einen ähnlichen Vorfall soll es im November 2010 bei Feuchtwangen gegeben haben. Die Reiterin, die sich dabei den Fuß verstauchte, scheitert e mit der Forderung nach Schmerzensgeld und Verdienstausfall vor Gericht. Die Piloten wollten die Reiterin nicht bemerkt haben.

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  Fränkische Landeszeitung (Lokalausgabe NEA)
15. Juni 2013

Lärm geht Bürgern auf die Nerven. Die Initiative "Etz langt's" demonstrierte vor US-HUbschrauber-Standort

(Illesheim) - Ein Dutzend Demonstranten fand sich am Donnerstag vor der US-Kaserne In Illesheim ein, um gegen nächtlichen Fluglärm durch die Kampfhubschrauber zu demonstrieren. Organisiert hatte die Demonstration die Bürgerinitiative „Etz langt‘s“, die seit Jahren die Lärmbelästigung durch die Flugübungen in der Region anprangert.

Zweite Vorsitzende Tanja Schwarz machte gegenüber der FLZ aus ihrer persönlichen Verärgerung keinen Hehl: „Wir dürfen nach 22 Uhr keinen Rasen mehr mähen“, den „massiven Flug lärm“ müsse man aber bis 2 Uhr morgens hinnehmen. Ihre Kinder müssten um 6 Uhr wieder aufstehen, um in die Schule zu gehen. um in die Schule zu gehen. Ihr Vorwurf: Die Hubschrauberpiloten hielten sich nach wie vor nicht an die vorgegebenen Flugrouten und Abstände zu bewohnten Gebieten. Namentlich kritisierte sie auch die Abgeordneten Christian Schmidt (Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Bundestag) und Hans Herold (Landtag), die versprochen hätten, sich für die Lärmgeplagten einzusetzen - doch geschehen sei nichts.

Und so reckten die Demonstranten am Straßenrand ihre Plakate in die Höhe, um die US-Angehörigen über ihre Sorgen und Nöte zu informieren — ausdrücklich versehen mit dem Hinweis, dass es nicht gegen die amerikanischen Bürger gehe, zu den en viele private Verbindungen bestünden, sondern ausschließlich um die Einhaltung der vereinbarten Vorgaben. Und so will man auch in Zukunft jeden zweiten Donnerstag im Monat ab 18 Uhr eine Stunde lang vor Ort demonstrieren.

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  Fränkische Landeszeitung
7. Juni 2013

Die Petition eines fluglärmgeplagten Bürgers könnte jetzt weitere Flugbeschränkungen zur Folge haben. Tobias Thalhammer, Berichterstatter Im Umweltausschuss des Bayerischen Landtags, Informierte gestern seine Landtagskollegen über den jüngst en Ortstermin In Wicklesgreuth. Auch Lärmschutzzonen hält der FDP-Politiker für notwendig. Er erkenne an, dass die Lärmbelästigung durch die US-Hubschraub er gesundheitliche Folgen haben könne. Doch habe er darauf verwiesen. dass das Anliegen der Bürger hauptsächlich Bundesthemen betreffe.

Er habe er sich im Beisein zahlreicher Bürger und Bürgermeister zumindest „ein Gespür von der Lärmbelästigung durch die kreis enden Hubschrauber verschaffen“ und die starke Belastung der Bürg er nachvollziehen können. Doch sei ebenso ein „stark verankerter Antiamerikanismus“ zu verspüren gewesen: „Hier muss in der Vergangenheit auch in der Kommunikation einges schiefgelaufen sein.“ Thalhammer schlug vor, die Petition des Wicklesgreuther Werner Kopper an den Landtag mit einigen Maßgaben zu würdigen. So seien mit den US-Streitkräften „im Dialog“ weitere Einschränkungen für den Nachtflugbetrieb zu vereinbaren, die sich deutlich von den gesetzlichen Regelungen abheben. Hier könne auch der einstimmige Beschluss des Stadtrates vom 26. Mai 2009 Anregungen liefern.

Die Staatsregierung werde aufgefordert, beim Amt der Flugsicherung der Bundeswehr dar auf hinzuwirken, dass die Datenbasis zur etwaigen Lärmschutzzonen-Ausweisung zügig erarbeitet werde. Derzeit solle dies nicht vor Herbst 2013 starten, was nicht hinzunehmen sei. Denn ohne diese Datenbasis sei die Staatsregierung nicht berechtig, Lärmschutzzonen auszuweisen. Den Fortbestand des Standortes zieht der FDP-Abgeordnete aber nicht in Zweifel.

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  Woche im Blick, Ansbach
30.. Mai 2013

"Etz langt's": 14 Mio. für Urlas.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
27. Mai 2013

Die Bürgerinitiative ‚Etz langt‘s! warnt davor, sogenannte Lärmschutzzonen im Raum Ansbach und Rad Windsheim auszuweisen. Solche Pläne der Staatsregierung, so der Vorstand der Bürgerinitiative, sei nur ein Griff in die Trickkiste.

Derartige Zonen „schützen den Lärm, nicht die Bürger“, heißt es in einer Erklärung der Gruppe, die seit langem gegen den Fluglärm durch US-Hubschrauber kämpft. Für die Kommunen und für die Häuslebauer in der betroffenen Region würden „Lärmschutzzonen“ statt irgendwelcher Vorteile nur Nachteile bedeuten. Denn die Folge von ausgewiesenen Lärmschutzzonen seien erhebliche Einschränkungen bei der Bebauung bis hin zu einem generellen Verbot des Wohnungsneubaus.

Statt mit Tricks zu arbeiten, fordert „Etz langt‘s!“ gemeinsam mit der Stadt Ansbach ein Nachtflugverbot von 22 bis sechs Uhr und ein kategorisches Überflugverbot für Wohngebiete.

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  Fränkische Landeszeitung
25. Mai 2013

Der von vielen befürchtete „Vorführeffekt“ blieb zwar aus. Doch im Luftraum über Katterbach war deutlich weniger los als üblich, als am Donnerstagabend in Wicklesgreuth ein Ortstermin des Umweltlausschusses des bayerischen Landtages stattfand. Gut 50 Betroffene, unter ihnen etliche Bürgermeister von Kommunen rings um Ansbach, versuchten dem Ausschuss-Berichterstatter Tobias Thalhammer klar zu machen, wie sehr sie unter dem Fluglärm der US-Hubschrauber leiden.

„Erstaunlich, dass überhaupt einer in der Luft ist“, kommentierte ein Bürger die Tatsache, dass doch der eine oder andere US-Helikopter übers Dorf flog und so zumindest einen vagen Eindruck dessen vermittelte, was den Wicklesgreuther Werner Kopper zu seiner Petition gegen den Fluglärm veranlasste. Am Vorabend, darin waren sich sämtliche Bürger vor Ort einig, sei das Flugaufkommen wesentlich höher gewesen: Bis kurz nach Mitternacht habe er Hubschrauber gehört, berichtete zum Beispiel der Bürgermeister von Sachsen, Hilmar Müller.

Wer einen Bus voll Landtagsabgeordneter erwartet hatte, sah sich enttäuscht: Den 20-köpfigen Umweltausschuss vertrat allein dessen Berichterstatter Tobias Thalhammer (FDP), der im Vorfeld gegen die Petition votiert hatte. Er dämpfte zu hohe Erwartungen an den Ortstermin, der lediglich ein „Baustein in der Entscheidungsfindung“ sei. Zudem sei die Bayerische Staatsregierung gegenüber den amerikanischen Streitkräften „nur Bittsteller“, habe jedoch „keinen unmittelbaren Hebel“.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
25. Mai 2013

Nach verstärkten Klagen über Übungsflüge von US-Hubschraubern in den Regionen Ansbach und Bad Windsheim denkt die Staatsregierung über einen besseren Lärmschutz für betroffene Anwohner nach.

Wenn die belasteten Ortschaften als Lärmschutzzonen ausgewiesen würden, könnten Bewohner mit erheblichen Bundeszuschüssen für Lärmschutzfenster rechnen, erklärte Marcus Mittmeyer, der zuständige Referatsleiter in der Staatskanzlei. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, will das Wirtschaftsministerium anhand von Flug- und Lärmdaten prüfen. Diese Informationen will das Bundesluftwaffenamt in Köln bis zum Herbst liefern.

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  Nürnberger Nachrichten (Online)
24. Mai 2013

Ansbach winkt Einstufung als "Lärmschutzzone".

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  Fränkische Landeszeitung
18. Mai 2013

Wie weit schädigt steter Hubschrauberlärm die Gesundheit, wie kann der Freistaat seine Bürgcr davor schützen? Diese Grundsatzfrag en will der Umweltausschuss des Landtags demnächst vor Ort unweit des US-Heliports Katterbach öffentlich diskutieren. Treffpunkt ist am Donnerstag, 23. Mai, 18 Uhr In Wicklesgreuth.

Dass die Abgeordneten des 20- köpfigen Umweltausschusses des bayerischen Landtags nach Ansbach beziehungsweise nach Wicklesgreuth kommen, ist die Folge einer Petition des dort lebenden vom Hubschrauberlärm geplagten Werner Kopper. Sein Heim in der Weidenstraße 4 unweit des Wicklesgreuther Bahnhofs liege in der direkten Fluglinie der Hubschrauber, die in Katterbach aufsteigen, sagt er. Mit seiner Petition will er aber auch Abhilfe für viele vom gleichen Lärm geplagte Bürger in Ansbach und Umgebung schaffen.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
15. Mai 2013

Interview mit Verteidigungs-Staatssekretär Christian Schmidt: "Es wird keine James-Bond-Einsätze geben"

Wozu braucht die Bundeswehr überhaupt neue Drohnen?

Christian Schmidt: Im Aufklärungsbereich hat die Bundeswehr schon jetzt unbemannte Fluggeräte in verschiedenen Größen. Die technische Weiterentwicklung macht es interessant, dass man ein Zwischending zwischen gelenkten Flugkörpern und Flugzeugen hat, nämlich dass man unbemannt auch Kampfmittel aus der Höhe abschießen kann.

In welchen Szenarien sollen bewaffnete Drohnen eingesetzt werden? Schmidt:

Bewaffnete Drohnen können aus Sicht der Bundeswehr nur dort gebraucht werden, wo heute bereits ein Kampfflugzeug fliegen würde oder eine gelenkte Rakete. Das ist etwas, was in der Bundeswehr ganz, ganz vorsichtig behandelt wird.

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  Fränkische Landeszeitung
15. Mai 2013

Carda Seidel will mehr Lärmschutz: Ihre früheren Forderungen nach weniger Hubschrauberflügen hat Oberbürgermeisterin Carda Seidel bei der Sitzung der so genannten Lärmschutzkommission bekräftigt. Sie betonte die gute Zusammenarbeit mit der US-Armee, forderte aber zugleich, die Anzahl der Flüge am erforderlichen Minimum zu orientieren und dafür strikter als bisher und möglichst auch über mehrere Wochen Truppenübungsplätze sowie auch Simulatoren zu nutzen.

Weiterhin forderte die Oberbürgermeistern, das Überfliegen von Wohnbebauungen zu vermeiden und auf Wochenendflüge zu verzichten. Auch die Anzahl der Flüge nach Mitternacht müsse reduziert werden. Zudem bat sie darum, die Anzahl der flugfreien Tage zu erhöhen. Nach einer Beschwerde bat Seidel zu prüfen, ob es Änderungen bei den so genannten Platz runden gebe.

Die Sitzung der Lärmschutzkommission war die letzte unter dem Kommando von Oberst Van J. Voorhees und Oberst Kelly Lawler. Ab Juni 2013 übernimmt Oberst Vincent Torza die Leitung der Heeresfliegerbrigade. Der Nachfolger des Standortkommandanten Oberst Lawler wird im Juli seinen Dienst beginnen.

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  Fränkische Landeszeitung
2. Mai 2013

Der für die Betreuung des Wahlkreises Ansbach zuständige SPD-Bundestagsabgeordnete Günter Gloser hatte sich wegen der Beeinträchtigungen der Bürger durch die Hubschrauberübungsflüge am Standort Katterbach an den Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière gewandt. Dessen Antwort zeige, dass aus Sicht des Ministeriums die Lärmbelastung zurückgegangen sei, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Minister verweise zunächst darauf, dass es gerade US-Hubschrauber aus Katterbach gewesen seien, die Soldaten der Bundeswehr nach einem Anschlag im Afghanistan aus der Kampfzone ausgeflogen und damit entscheidend zur Lebensrettung beigetragen hätten. Dies belege „in besonderer Weise“ die Notwendigkeit von Übungsflügen.

De Maiziere habe die von der Fluglärmkommission bereits umgesetzten Maßnahmen erläutert und verweise darauf, dass seitens des US- Kommandeurs darüber hinaus veranlasst worden sei, die Übungsflüge auch verstärkt auf die Bereiche Niederstetten und Roth zu verteilen.

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  Fränkische Landeszeitung
29. April 2013

Der Vorstand der Bürgerinitiative ‚Etz langt‘s!“ begrüßt den infolge der erfolgreichen Petition von Werner Kopper angekündigten Informationsbesuch des Umweltausschusses des bayerischen Landtages zum Thema Fluglärm im Raum Ansbach.

Allerdings dürfe die Veranstaltung nicht zum reinen „Wahlkampf-Placebo“ werd en. „Die von Fluglärm und Abgasen der Kampfhubschrauber belastete Bevölkerung erwartet konkrete Ergebnisse“, betont die Initiative in einer Pressemitteilung, nachdem die US-Armee nun wieder mit Flügen begonnen habe.

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  Fränkische Landeszeitung
23. April 2013

Noch vor der Sommerpause will sich der Umweltausschuss des Bayerischen Landtags mit der Problematik des Fluglärms durch US-Hubschrauber beschäftigen. Das hat jetzt der Abgeordnete der Freien Wähler, Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, mitgeteilt. Die 20 Abgeordneten wollen sich dazu in Ansbach selbst bei einem Ortstermin einen Eindruck von der Belastung verschaffen.

Ausgelöst wurde der ungewöhnliche und von der Staatskanzlei abgelehnte Beschluss des Ausschusses durch eine Petition. Der Wicklesgreuther Werner Kopper, der seit langem gegen den von ihm als unzumutbar eingestuften Hubschrauberlärm kämpft, hatte sich damit bereits im Jahre 2008 an den Deutschen Bundestag gewandt, zunächst ohne Erfolg. Allerdings wurde die Petition später „zuständigkeitshalber“ an den bayerischen Landtag weitergereicht.

Nun scheint - entgegen früheren Auskünften, bei militärischen Anlagen könne es keine Lärmschutzauflagen wie im Bereich von Zivilflughäfen geben – für den Petenten doch noch ein Silberstreif am Horizont erkennbar zu werden. Dr. Bauer, der die Petition als Berichterstatter im zuständigen Ausschuss des Landtags vertrat: „Das ist der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit. Und wenn Fluglärm die Gesundheit der Bürger offensichtlich nachhaltig beeinträchtigt, dann müssen wir was unternehmen.“

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  Nürnberger Nachrichten (Online)
19. April 2013

Attackierte US-Helikopter eine Reiterin? Klage vor Landgericht Nürnberg-Fürth - Pilot behauptet Frau nicht gesehen zu haben.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
19. April 2013

Pferd scheute wegen Hubbschraubers: Reiterin verletzt.
Die Piloten sollen die Sportlerin angeblich im Tiefflug verfolgt haben - Klage um Schmerzensgeld und Verdienstausfall
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Am 2. November 2010 versetzte ein Hubschrauber des US-Militärs eine Reiterin in panische Angst - nun fordert die Frau Schmerzensgeld. Vor zweieinhalb Jahren, so berichtet die Klägerin, eine versierte Reiterin mit Trainer-Zertifikat, Übungsleiter-Anerkennung und pferdephysiotherapeutischer Ausbildung, habe sie der „Angriffsflug“ eines US-Hubschraubers in Angst und Schrecken versetzt. Die Piloten wollen die Reiterin nicht bemerkt haben, eine Zahlung wurde durch das US-Militär bereits abgelehnt. Nun führt die Frau ihre Zivilklage gegen die Bundesrepublik Deutschland, genauer das Bundesamt für Immobilien in Prozessstandschaft für die USA. Die Bundesimmobilienverwaltung hat seit dem Jahr 2005 die Schadensregulierung bei Zwischenfällen mit Gaststreitkräften übertragen bekommen.

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  Woche im Blick
5. April 2013

Friedensmarsch. US-Army-Abzug abermals Thema beim Ostermarsch.

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
3. April 2013

Heftige Kritik üben ehemalige Zivilbeschäftigte an den Arbeitsbedingungen auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels: Sie spielten für internationale Manöver afghanische Zivilisten. Bevor US-Streitkräfte Deutschland in Richtung Kriegsgebiete verlassen, proben sie mit Verbündeten den Ernstfall auf dem 16000 Hektar großen Truppenübungsplatz im östlichen Landkreis Neumarkt unter möglichst realistischen Bedingungen. Civilians on the Battlefield (COB), also meist als Afghanen maskierte Zivilisten, spielen widerspenstige Bürgermeister, Ladenbesitzer oder Mütter.

Einige COB beschrieben nun ihre Einsätze als „eine Mischung aus Knast und Bundeswehr“. Es sei echt menschenverachtend“ gewesen. Eine Frau klagte über mangelnde Hygiene. Ein anderer Teilnehmer bezeichnete den Einsatz als „Sklaventätigkeit“ und kritisierte grundsätzlich „eine unmenschliche Behandlung“. AIs „erschreckend“ wertet der Frankfurter Arbeitsrechtler Peter Wedde diese Zustände: „Ein Arbeitsverhältnis, das Beschäftigten jegliche Rechte abschneidet im Bereich der Privatsphäre, das sie ständig verfügbar hält, die kennt man eigentlich nur aus längst vergangenen Zeiten wie Leibeigenschaft oder Sklaverei.“

Die US-Regierung ist der Auftraggeber für das Trainingsprogramm der US-Streitkräfte In Deutschland. Die hiesigen Streitkräfte wiederum vergeb en den Auftrag zur Rekrutierung und Beschäftigung der COB an eine Firma In Krailling bei München.

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  Fränkische Landeszeitung
2. April 2013

In Ansbach hatten am Ostersamstag wieder die Bürgerinitiative „Etz langt‘s!“ und das hiesige Friedensbündnis zu einer Kundgebung mit anschließendem Ostermarsch eingeladen. Den Auftakt bildete eine Veranstaltung in Katterbach. Dorthin kam en trotz kühler Witterung laut den Veranstaltern rund 130 Teilnehmer - deutlich mehr als in den Vorjahren, wie es hieß.

Die eigentliche Kundgebung fand dann wie gewohnt auf dem Ansbacher Martin-Luther-Platz statt, moderiert vorn ‚Etz langt‘s!“-Vorstandsmitglied und Stadtrat der Linken, Boris-André Meyer. Dort wandten sich die Redner allerdings nicht nur gegen die Gefahr en der Atomenergie und eines Atomkrieges. Wie in jedem Jahr standen die Anwesenheit der US-Armee in der Region und die von deren Hubschrauber-Trainingsflügen ausgehenden Lärm- und Gesundheitsbelästigungen im Vordergrund der Öffentlichen Kritik.

Der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Hansjörg Meyer, äußerte, dass es angesichts der großen geografischen Ausdehnung der USA „nicht nachvollziehbar sei, dass deren Hubschrauber ausgerechnet über dem vergleichsweise dicht besiedelten Bayern fliegen müssen. Gleichzeitig bekundete er in seiner teils humorvoll4ronisch vorgetragenen Rede, dass sich die Ablehnung der Initiative nicht gegen die Amerikaner als solche wende, sondern nur gegen das Militär.

Gastredner Tom Konopka, Regionalreferent des Bundes Naturschutz (BN), beleuchtete in seiner Ansprache die negativen Auswirkungen der Aktivitäten des Militärs auf Umwelt und das weltweite Klima. Auch der Atomausstieg müsse weiter vorangetrieben werden, forderte er in diesem Zusammenhang: Kernenergie sei die Basis für Atomwaffen. Zudem müsse der Abzug von US-Streitkräften kein Nachteil für eine Region sein; andere Städte hätten hier schon von der Umnutzung frei werdender Flächen profitiert. Dies trage außerdem dazu bei, den Flächenfraß durch die Neuansiedlung von Industrie zu verhindern.

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  Nürnberger Nachrichten (Online)
31. März 2013

Ansbacher Ostermarsch im Zeichen der Rotoren Protest gegen Hubschrauberlärm und Bundeswehr-Einsätze im Ausland.

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  Fränkische Landeszeitung
26. März 2013

Unter dem Motto „Hubschrauber zu Windrädern - Für Frieden und Energiewende“ organisieren das Ansbacher Friedensbündnis (AFB) und die Bürgerinitiative (BI) „Etz langt‘s“ den Ansbacher Ostermarsch.

„Nachdem das US-Militär jetzt das Entstehen von Windenergie in Ansbach und Illesheim verhindert, wollen wir deutlich machen, dass der Betrieb der Militärbasen nicht nur die Gesundheit der Menschen gefährdet, sondern auch ein Bremsklotz für die ökologische Entwicklung der Region ist“, erklärte BI-Vorsitzender Pfarrer i.R. Hansjörg Meyer; Friedens- und Umweltpolitik seien „untrennbar“ miteinander verbunden. In Katterbach soll ein fiktiver „Colonel Helly Jauler“ mit einer satirisch gemeinten „Rede zum 1. April“ den Standpunkt der US-Armee gegenüber den von Fluglärm und Abgasen betroffenen Bürgern darstellen.

Im Rahmen der Kundgebung am Martin-Luther-Platz wird neben Grußworten der Veranstalter und der Stadt Ansbach der Regionalreferent des Bundes Naturschutz (BN), Tom Konopka, die Auswirkungen der Militärpräsenz in Westmittelfranken auf die Umwelt beleuchten.

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  Fränkische Landeszeitung
(Neustadt/Aisch - Bad Windsheim)
21. März 2013

Einheiten der amerikanischen Streitkräfte werden im April Hubschrauberlandeübungen In der Region durchführen. Betroffen sind nach einer Mitteilung des Landratsamtes In Neustadt die Gemeindegebiete Gerhardshofen, Uehlfeld und Trautskirchen.

Nach Angaben der Behörde sind die Manöver der amerikanischen Streitkräfte auch in den Nachtstunden geplant. Die Bevölkerung wird gebeten, sich von der übenden Truppe fernzuhalten. Bei Schäden auf der Flur, im Forst sowie an privaten Straßen und Wegen können die Bürger innerhalb eines Monats Entschädigungsansprüche geltend machen. Ansprechpartner hierfür ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Telefonnummer 091113760).

Beschwerden wegen Fluglärm nimmt die deutsch-amerikanische Verbindungsstelle in Ansbach (Telefonnummer 0152109114369) oder das Luftwaffenamt in Köln (Telefonnummer 0800/8620730) entgegen. Bei Beschwerden wegen der festgelegten Landepunkte können sich Bürger an die Manöverbeauftragten der US-Army wenden (Telefonnummer 098021832634).

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  Fränkische Landeszeitung
8. März 2013

Nachtflugverbot gefordert. Bürgerinitiative "Etz langt's" bekräftigt Lärmvorwürfe.

Als „Täuschungsmanöver“ bezeichnete der Vorstand der Bürgerinitiative (BI) „Etz langt‘s!“ die jüngst en Äußerungen der Pressestelle der US-Armee in Katterbach, schreibt BI Sprecher Bons-André Meyer in einer Pressemitteilung. Zum einen habe das US-Verteidigungsministerium bereits im Januar 2012 eine durch Sparmaßnahmen bedingte „Rotationsstrategie“ angekündigt.

Zum anderen sei die Aussage der Militärs, bundesweit gälten „für zivile und militärische Flughäfen gleiche Regelungen“, unwahr. So gelte etwa am Flughafen in Frankfurt/Main ein Nachtflugverbot von 23 bis 5 Uhr, während die US-Armee hier bis nachts um zwei Uhr fliegen dürfe. Der BI-Vorstand fordert in dem Zusammenhang die Bundespolitik zum Handeln auf: „Die Gleichstellung aller zivilen und militärischen Flughäfen sowie ein konsequentes Nachtflugverbot ist überfällig.“

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  Woche im Blick
7. März 2013

"Lärm-Sommer"..

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  Fränkische Landeszeitung
6. März 2013

Rund 13 Soldaten der in Ansbach-Katterbach stationierten Einsatzgruppe Task Force „Ready" trafen am Montagabend wohlbehalten am Standort ein. Die aus Angehörigen mehrerer Einheiten bestehende Task Force hat zehn Monate Einsatz in Afghanistan hinter sich.

Ebenfalls am Montagnachmittag kehrten rund 35 Soldaten auf den Stützpunkt Illesheim zurück, so der für die Öffentlichkeitsarbeit in Katterbach zuständige Hauptmann Michael Barranti. Am kommenden Samstag werde dann nochmals eine kleinere Einheit in Ansbach eintreffen. Die am Montagabend heimgek ommenen Soldaten waren die größte Gruppe des aktuellen Afghanistaneinsatzes.

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  Fränkische Landeszeitung
5. März 2013

Deutlich widerspricht Cornelia Summers, Sprecherin des US-Stützpunktes In Katterbach, den Behauptungen von „Etz langt‘s“, die Armee habe ein neues „Rotationssystem“ für ihre Standorte eingeführt.

Den behaupteten Zusammenhang zwischen Wechseln in der Einheit und dem Umfang des Übungsbetriebes gebe es nicht, sagte Summers: „Die Piloten müssen üben, damit sie einsatzfähig bleiben.“

Überdies zeichne sich die Region nicht durch „laxe Flugbestimmung en“ aus. Bundesweit seien für zivile und militärische Flughäfen die gleichen Regelungen gültig, sagte die Arrneesprecherin.

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  Windsheimer Zeitung (Bad Windsheim)
4. März 2013

Bald sind alle US-Soldaten wieder in ihrer zweiten Heimat. Mai oder Juni beginnt das Training.

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  Windsheimer Zeitung (Bad Windsheim)
2. März 2013

Ein Bataillon wird abgezogen. Einheit geht 2015 in die USA zurück.

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  Fränkische Landeszeitung
2. März 2013

Noch in diesem Jahr wird die 106. Finance Company aus Katterbach abgezogen. Dabei handelt es sich um 30 Soldaten, die für militärische Finanzgeschäfte zuständig sind. Rund 70 Soldaten werden im Jahr 2015 aus Illesheim abgezogen.

Eine Veringerung der Zahl an Hubschraubern sei damit nicht verbunden.

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  Fränkische Landeszeitung
28. Februar 2013

Die Bürgerinitiative "Etz langt's" warnt vor mehr Fluglärm durch US-Hubschraber und bezeichnet die "absehbare" Zunahme der Flugstunden als "unverantwortlich".

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  Fränkische Landeszeitung
21. Februar 2013

Nach zehn Monaten des Bangens um rund 2100 Soldaten In Afghanistan herrscht in der amerikanischen Gemeinde in Ansbach und Illesheim wachsende Vorfreude.

Der Sommer werde für den Standort mit den Kasernen in Ansbach und Illesheim ungewöhnlich intensiv … Nicht nur, weil vermutlich knapp die Hälfte der Soldaten versetzt werde. „Wir haben ja auch zwei Kommandeurswechsel“ …. Oberst Kelly J. Lawler, der als Standortkommandeur eine Art Bürgermeister ist, und Oberst Jay Voorhees, als Chef der Heeresfliegerbrigade der militärische Kopf, verlassen turnusgemäß ihre Posten. Im Juni geht Voorhees, im Juli Lawler. Welche Pläne sie haben und wer ihre Nachfolger sind, wurde noch nicht bekanntgegeben.

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  Woche im Blick (Ansbach)
21. Februar 2013

Kritik am US-Einkaufszentrum.

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  Fränkische Landeszeitung
13. Februar 2013

Die US-Truppen aus Ansbach und Illesheim kehren In den kommend en Wochen aus Afghanistan zurück. „Bis zum 15. März werden die meisten Soldaten wieder hier sein“, kündigte der Kommandeur der 12. Heeresfliegerbrigade, Oberst Jay Voorhees, gestern gegenüber der Fränkischen Landeszeitung an.

Derzeit seien noch rund 1400 der 2100 Soldaten, die vor zehn Monaten aufbrachen, in Afghanistan. Kleinere Gruppen seien wie er bereits zurück. Gestern Abend wollte Voorhees knapp 200 weitere Soldaten am Flughafen in Nürnberg begrüßen. Bis Ende März sollen auch die rund 100 Helikopter der Brigade wieder in Westmittelfranken sein. Sie werden mit Transportflugzeugen oder per Schiff nach Deutschland zurückgebracht. „Das bedeutet, dass wir dann unseren Flugbetrieb wieder aufnehmen“, so der Kommandeur.

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  Fränkische Landeszeitung
16. November 2012

Erstaunt haben die Mitglieder des Bauausschusses des Ansbacher Stadtrats auf ein neue großvolumiges Bauvorhaben der US-Armee in der Urlassiedlung reagiert.

Nach Angaben des Staatlichen Bauamtes Nürnberg soll dort demnächst eine Klinik mit Zahnklinik entstehen. Die Verwunderung rührte unter anderem daher. dass die US-Armee vor nicht allzu langer Zeit bereits ihre Klinik und Zahnklinik in der Katterbacher Kaserne erweitert hatte.

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  Fränkische Landeszeitung
22. Oktober 2012

Protestspaziergang gegen "Eisernen Vorhang" am Urlas: Mit einem Sonntagsspaziergang hat die Bürgerinitiative (BI) "Etz langt's" gestern Nachmittag gegen den Zaunbau auf dem Urlas durch die US-Armee protestiert. Ansbach werde durch den "fünf Kilometer langen Stacheldrahtverhau" einen Bundesrekord aufstellen, meinte Boris-André Meyer, Sprecher der BI und Stadtrat der Offenen Linken.

23 Jahre nach dem Fall der Grenze im Osten enstehe derzeit im Osten Ansbach ein neuer "Eiserner Vorhang", kritisierte Meyer, nachdem sich die rund 40 Teilnehmer von Kammerforst aus auf den Weg bis zur Siedlungsgrenze gemacht hatten.

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  Windsheimer Zeitung (Bad Windsheim)
13. Oktober 2012

Den Druck auf die Politik erhöhen. Tanja Schwarz und Petra Negendank weiter im Vorstand der Bürgerinitiative Etz langts.

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  Fränkische Landeszeitung
11. Oktober 2012

Kontinuität an der Spitze der Bürgerinitiative „Etz langt‘s“: Die Mitglieder haben den Vorsitzenden Hansjörg Meyer, seine Stellvertreter Tanja Schwarz und Dieter Hiemer, den Schatzmeister Walter Gronauer, die Schriftführern Gabi Scherfenberg-Saprykin, den Pressesprecher Boris-André Meyer sowie die Beisitzer Petra Negendank, Erna Hertwig, Bernd Horbaschek, Hermann Enders und Jürgen Wangler in Ihren Ämtern bestätigt. Neu als Beisitzer wurden Doris CarI-Gramm aus Burgoberbach und Wilhelm Pfänder aus Sachsen in den Vorstand gewählt. Zu Kassenprüfern wurden von den Mitgliedern Norbert Müller und Peter Gramm bestellt.

Mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehenden Landtagswahlen sagte Vorsitzender Meyer, dass sich die bayerische Außenpolitik ändern werde, wenn die Parteien, die die Helikopter unterstützen, deutliche Einbußen erleiden. Die Bürgerinitiative „ Etz langt‘s“ habe sich, so Meyer, immer am ersten Mittwoch im Monat zu einer Mahnwache vor der US-Kaserne in Katterbach getroffen und anschließend zu einem Stammtisch in der Ansbacher Innenstadt. In jedem Monat hatte die Bürgerinitiative im vergangenen Jahr mit Aktionen versucht, auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Im Dezember wurde beispielsweise die Zahl der Flugstunden der US-Helikopter, die bei über 1500 Stunden pro Monat liegt, veröffentlicht.

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  Fränkische Landeszeitung
18. September 2012

Manöver: Viele kümmern sich um die Beschwerden.

Entschädigungsansprüche für Flur- und Forstschäden, für Schäden an privaten Straßen und Wegen und so weiter, sind umgehend, jedoch spätestens innerhalb eines Monats nach Beendigung der Übung schriftlich bei der Gemeinde oder innerhalb von drei Monaten nach Bekanntwerden des Schaden schriftlich bei der Schadensregulierungsstelle des Bund es anzumelden. Dies ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Regionalbüro Süd, 90408 Nürnberg, Telefon 0911/376-0, Krelingstraße 50, Fax 0911/376-2449.

Beschwerden bezüglich Flugbetrieb/Lärm gehen an die Deutsch-Amerikanische Verbindungsstelle, Telefon 0152109114369, Helga Moser, Katterbach Army Airfield, 91522 Ansbach und/oder an das Luftwaffenamt Köln, Telefon 0800/8620730 (gebührenfrei), Abteilung Flugbetrieb in der Bundeswehr, Fax 02203/9082776, Luftwaffenkaserne Wahn 501/11, EM au FLIZ@bundeswehr.org, Postfach 906110, 51127 Köln.

Beschwerden bezüglich der Landepunkte gehen an: Manöverbeauftragte der US-Army, Telefon 09802/832634.

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  Fränkische Landeszeitung
7. September 2012

US-Soldaten teilweise früher zurückgekehrt. Mehr als 100 GIs inzwischen wieder in Katterbach gelandet. Befürchtungen der Bürgerinitiative "Etz langt's!", damit könnte nun die Bevölkerung wieder verstärkt durch Fluglärm zunehmender Hubschrauber-Übungsflüge belastet werden, hält die Sprecherin der US-Armee, Bianca Sowders, aber noch für unbegründet.

Allerdings könne man nicht ausschließen, dass es zu mehr Flugverkehr zwischen zwischen Ansbach und Illesheim kommt.

Außenlandungen würden erst ab 18. September und dann nur von den im Juli nach Illesheim zurückgekehrten Einheiten trainiert werden. Insofern seien für den Bereich um Ansbach zumindest in den nächsten Wochen keine Belastungen durch Außenlandungen zu erwarten.

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  Windsheimer Zeitung (Bad Windsheim)
18. August 2012

Freiheitsklänge statt Lärm Etz langt's kritisiert Aussagen beim Muna-Familienfest.

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  Windsheimer Zeitung (Bad Windsheim)
7. August 2012

Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt dankte "den amerikanischen Freunden und denjenigen, die derzeit in Afghanistan stationiert sind". Der dortige Lärm der Hubschrauber sei der "Sound of Freedom"."

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  Fränkische Landeszeitung
6. August 2012

Familientag neben Panzern. Der Verein für militärische Heimatgeschichte der Frankenhöhe hatte in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Ansbach des CSU-Arbeitskreises für Außen- und Sicherheitspolitik amerikanische Kinder und deren Mütter nach Marktbergel ins Gelände des Muna-Museums eingeladen. Johann Raith, Vorsitzender des Kreisverband Ansbach des CSU-Arbeitskreises, warf den "paar Hanseln" der Bürgerinitiative "Etz langts" vor, ihren angeblich ideologisch und mit falschen Behauptungen geführten Kampf gegen Hubschrauberlärm nur vorzuschieben. In Wirklichkeit stecke dahinter Hass auf die US-Armee und im Übrigen auch auf die Bundeswehr.

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  Fränkische Landeszeitung
27. April 2012

Bürgerbewegung für Menschenwürde rief zum Gedenken auf. Knapp 30 Bürger erinnerten an Kriegsgräuel in Gernika. Flieger aus Katterbach beteiligt — "Um Partnerschaft bemühen"

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  Fränkische Landeszeitung
18. April 2012

Offene Linke kritisiert B14-Pläne. Front gegen Flächenfraß. Warnung vor "Zeitdruck".

Zu den "überdimensionierten Vorhaben" am Urlas gebe es durchaus Alternativen.

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  Fränkische Landeszeitung
17. April 2012

Platzverbot am Urlas.

Einen "Affront sondergleichen" sieht Linken-Bezirksrat Uwe Schildbach in dem Platzverbot auf dem Urlas, das die US-Armee unlängst gegen drei Bundestagsabgeordnete der Linken sowie einige Bürger ausgesprochen hatte.

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  Fränkische Landeszeitung
14. April 2012

Urlas-Anbindung weiter ein gordischer Knoten. Seit mehr als einem Vierteljahr wird über jüngste Vorschläge des Staatlichen Bauamtes diskutiert.

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  Wochenzeitung (Ansbach)
14. April 2012

Ansbacher Ostermarsch: 350 Teilnehmer in Katterbach und Innenstadt.

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  Woche im Blick (Ansbach)
13. April 2012

Für "zivile Zukunft". Kundgebungen und Ostermarsch. Hansjörg Meyer zum NATO-Statut: "Schlechte Verträge kann man kündigen."

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  Fränkische Landeszeitung
12. April 2012

US-Armee bereitet u.a. Afghanistan-Einsatz vor, zu dem "ein Großteil" der in Westmittelfranken stationierten U.S.-Hubschraubereinheiten gehören sollen. Verlegung von Material in "Endphase" — Hubschrauber noch da — Unterstützung der Bundeswehr im "Kommando-Nord".

Angeblich würden die betreffenden US-Kriegstruppen aus dem Ansbacher und Illesheimer Bereitstellungsräumen der Bundeswehr in Afghanistan im Bereich des "Kommandos Nord" unterstehen!

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  Fränkische Landeszeitung
10. April 2012

Ostermarsch: Redner gegen Kasernen in Ansbach und Illesheim. Mehr Schutz vor "Lärmterror" verlangt. Aber auch Wünsche für gesunde Rückkehr aus Afghanistan.

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  Fränkische Landeszeitung
10. April 2012

Demonstration vor Kaserne in Katterbach gegen "Militärstadt". Kritik an "Freibriefen" für Army. Stadtrat Boris-André Meyer: Amerikaner willkommen, Waffen nicht.

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  Wochenzeitung (Bad Windsheim)
5. April 2012

Hubschrauberlärm und zivile Nutzung. Politiker der Partei die Linken trifft sich mit Vertretern der Bürgerinitiative Etz langt's!

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  Fränkische Landeszeitung
5. April 2012

Bundestagsabgeordnete der Linken zu US-Standorten. Künftige zivile Nutzung. Frühzeitig Gedanken machen und Projekte enwickeln.

Im Rahmen einer "Konversionstour" informierten sich die Bundestagsabgeordneten u.a. über das erfolgreiche Konversionsprojekt Hochschule Ansbach auf dem ehemaligen Kasernengelände und riefen dazu auf, den Blick nach vorne zu richten und frühzeitig weitere Projekte zu entwickeln.

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  Fränkische Landeszeitung
30. März 2012

2012 sechster Ostermarsch. "Für Frieden und zivile Zukunft". Kundgebung in Katterbach.

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  Fränkische Landeszeitung
27. März 2012

Weniger Steuern wegen Hubschrauber-Lärm? Bürgerinitiative "Etz langt's!" prüft Möglichkeit reduzierter Abgaben wegen Ertragswertminderung. Betroffene klagen: Belastung durch Übungsflüge seit Januar "so schlimm wie nie zuvor"

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  Fränkische Landeszeitung
7. Februar 2012

"Wenig überrascht" hat die Bürgerinitiative (BI) "Etz langt's!" jetzt auf die jüngst bekannt gewordene Entscheidung reagiert, die US-Armee nicht aus dem Standort Ansbach abzuziehen ...

Die hier gegebenen "laxen Flugbestimmungen" seien "eine große Erleichterung für das Kriegshandwerk der US-Armee" ...

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  Nürnberger Nachrichten (FLZ)
4. Februar 2012

Gemischte Gefühle an US-Standorten. Direkt vor der Kaserne in Ansbach-Katterbach hatte sich Boris Meyer mit ein paar Mitstreitern positioniert. "Lärm macht krank" stand auf ihren Schildrn oder "Fly home". Den höchsten US-Militär in Europa, General Mark Hertling, beeindruckte das nicht. Er verkündete ganz sachlich, dass am Standort Ansbach festgehalten werde.

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  Süddeutsche Zeitung, Süddeutsche.de
1. Februar 2012

Am Donnerstag wird die US Army wohl mitteilen, wie viele Soldaten sie aus Bayern abzieht. Doch von panischen Reaktionen wegen abziehender Kaufkraft ist in den Städten nichts zu spüren. Denn für manche Kommunen könnte ein Abzug der Amerikaner eine große Chance sein.

Hansjörg Meyer wird am Kasernenzaun stehen im Ansbacher Stadtteil Katterbach; friedlich, aber bestimmt will der ehemalige Pfarrer sein Anliegen vortragen. An diesem Donnerstag treffen auf dem US-Militärgelände drei Oberbürgermeister aus Franken auf einen US-General, der sie offenbar eingeladen hat, um sie über die Zukunft der US-Streitkräfte in ihren drei Städten zu informieren.

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  Fränkische Landeszeitung
28. Januar 2012

"Etz langt's!" zu US-Standorten. "Konversion vorbereiten". Kritik an Wirtschaftspolitik.

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  Bayerischer Rundfunk, Studio Franken
26. Januar 2012

Bürgerinitiativen fordern zivile Nutzung. Die Bayerische Staatsregierung soll die Umnutzung von US-Militärbasen in Nordbayern jetzt in die Wege leiten. Das fordern drei Bürgerinitiativen aus Ansbach und aus der Oberpfalz in einer gemeinsamen, schriftlichen Erklärung.

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  Windsheimer Zeitung
17. Januar 2012

Jeepteile fallen vom Himmel. Bürgerinitiative fordert Verbot von Flügen mit angehängten Lasten.

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  Fränkische Landeszeitung
17. Januar 2012

Fahrzeugteil fiel bei Ansbach plötzlich vom Himmel. Hubschrauber verliert Ladung. Nahe Ort auf Feld gestürzt. BI: Gefahr für Leib und Leben. Ähnlicher Fall vor fast vier Jahren.

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  Fränkische Landeszeitung
17. Januar 2012

"Etz langt's!" legt Auswertung von Lärm-Beschwerden vor: "Unerträgliche Belastungen durch die US-Militärbasen". Mehr als die Hälfte betreffen Flüge über Wohngebieten.

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  Nürnberger Nachrichten
17. Januar 2012

Hubschrauber verlor Frachtteil. Unmut über Vorfall mit einem Helikopter bei Untereichenbach. Nun haben die "Kriegsübungen der US-Armee", so urteilt die Bürgerinitiative "Etz langt's!", ein "weiteres Gefährdungspotenzial für die Bevölkerung offenbart".

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  Onlinedienst
von Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung
16. Januar 2012

US-Hubschrauber verliert Teil seiner Ladung. Schon lange protestieren Ansbacher Bürger gegen den Lärm, den US-Hubschrauber mit ihren Übungsflügen verursachen. Nun ist es zu einem anderen Zwischenfall gekommen, den die Bürgerinitiative "Etz langt's" sehr kritisch sieht. .

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  Windsheimer Zeitung
10. Dezember 2011

Konkretes gibt es jetzt zur geplanten Wohnsiedlung für US-Soldaten neben der Kaserne Illesheim. Der Standort für die etwa 80 Reihenhäuser ist laut Bürgermeister Heinrich Förster westlich und östlich des Wirtschaftsweges zum Kompostplatz.

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  Hohenloher Tagblatt
8. Dezember 2011

Ansbacher US-Militärhubschrauber nerven grenzüberschreitend in und um Crailsheim. Bei den Hubschraubern, die dort schon seit September bis in die späten Nachtstunden hinein minutenlang und oft im Pulk über derselben Stelle kreisen und auch zu kurzen Landungen zum Beispiel in Waldlichtungen aufsetzen, handelt es sich nach Recherchen des "Hohenloher Tagblatt" um Maschinen der 12. US-Heeresflieger- Brigade aus Ansbach und Illesheim.

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  Windsheimer Zeitung
7. Dezember 2011

Abwasser wird teurer. In Illesheim kostet der Kubikmeter künftig zwei Euro. US-Kaserne erschwert Kalkulation.

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  Windsheimer Zeitung
7. Dezember 2011

Positive Reaktionen gibt es auf die Pläne der US-Armee, nordöstlich der Kaserne Illesheim eine Siedlung mit 80 Reihenhäusern zu bauen. Bad Windsheims Bürgermeister Ralf Ledertheil fürchtet keinen Einfluss auf den Wohnungsmarkt in der Stadt. Er hätte die Siedlung sogar gern auf Stadtgebiet.

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  Windsheimer Zeitung
6. Dezember 2011

80 Wohnhäuser für Soldatenfamilien. US-Armee möchte Reihenhaussiedlung bei den Storck Baracks bauen. Ähnlich wie am Urlas bei Ansbach könnte es demnächst auch nordöstlich der Kaserne Illesheim aussehen.

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  Windsheimer Zeitung
6. Dezember 2011

Illesheim: Army plant Wohnraum auf 58.000 Quadratmetern..

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  Windsheimer Zeitung
3. Dezember 2011

Deutlich mehr Flugbetrieb. "Etz langt's" legt Zahlen der US-Armee vor. Abzugsperspektiven gefordert.

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  Onlinedienst
von Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung
2. Dezember 2011

"Etz langt's": US-Militär verdreckt Luft wie 57.000 Autos. Erneuter Ärger in der Region Ansbach.

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  Windsheimer Zeitung
2. Dezember 2011

Die Hubschrauber der US-Armee im Raum Ansbach sind nicht nur eine unerträgliche Lärmquelle, sondern nach Darstellung der Bürgerinitiative "Etz langt's" auch der "Klimakiller Nummer eins in unserer Region".

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  Windsheimer Zeitung
26. November 2011

Straße kehren mit dem Longbow..

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  Fränkische Landeszeitung
22. November 2011

Bürgerinitiative "Etz langt's!" beschloss Beitritt zur Bundesvereinigung gegen Fluglärm. Lärmmessungen über längere Zeit geplant. Vertreter des Ansbacher Gesundheitsamtes für Nachtflugverbot. Positive Mitgliederentwicklung der BI..

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  Windsheimer Zeitung
21. November 2011

Jahresversammlung der Bürgerinitiative Etz langt's. Positiv wertet die BI die Vereinsentwicklung 2011: 39 neue Mitglieder hat die Bürgerinitiative aufgenommen und damit aktuell 225 Mitglieder. Jetzt fand die Jahresversammlung statt, Vorstandswahlen sind erst 2012..

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  Fränkische Landeszeitung
17. November 2011

Hubschrauber-Lärmmessungen im September bleiben ohne Konsequenzen. Seidel: Gesetze offenbar "zu großmaschig". Experte: Nicht einzelne Spitzenwerte, sondern langfristige Mittelwerte sind relevant..

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  Windsheimer Zeitung
15. November 2011

Aufatmen in Illesheim. Personalabbau betrifft keine deutschen Zivilangestellten.

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  Fränkische Landeszeitung
12. November 2011

Erneut hat die Bürgerinitiative (B) "Etz langt's!" eine Zukunftsplanung zur Umnutzung militärischer Liegenschaften zu zivilen Zwecken gefordert.

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  Windsheimer Zeitung
11. November 2011

"Wir wissen davon nichts". Army dementiert angebliche Schließungspläne.

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  Windsheimer Zeitung
10. November 2011

Auch in Illesheim weiniger Stellen. Personalabbau bei der US-Armee.

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  Windsheimer Zeitung
9. November 2011

Army streicht Stellen. Mehrere nordbayerische Standorte sind betroffen.

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  Gemeindebrief
der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden in Ansbach
November 2011

"Die von Lärm und Feinstaub Verschonten sind zur Solidarität (in der Bibel heißt das Nächstenliebe) mit den Geplagten aufgerufen", heißt es anlässlich des Beginns der Ökumenischen Friedensdekade am 6. November.

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  OberpfalzNETZ.de
3. November 2011

Protest gegen Hubschrauberlärm. Bürgerinitiativen aus Ansbach und Grafenwöhr gemeinsam in Berlin.

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  nordbayern.de
3. November 2011

Protest in Berlin gegen Fluglärm und Abgase.

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  Nürnberger Nachrichten (Fränkische Landeszeitung)
3. November 2011

Protest in Berlin gegen Fluglärm und Abgase. Demonstranten aus der Region gingen in die Hauptstadt auf die Straße - Gespräch mit Christian Schmidt.

Amtsenthebung bei der US-Army. Gegen den Kommandeur von Grafenwöhr wird ermittelt.

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  Fränkische Landeszeitung
3. November 2011

Bürgerinitiative "Etz langt's!" protestierte gegen Hubschrauber. Treffen mit Schmidt in Berlin. Staatssekretär zeigt Verständnis - Darstellungen verschieden.

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  Zusammenschluss umweltbewusster Bürger (ZuB) rund um den Truppenübungsplatz Grafenwöhr
2. November 2011

Protest gegen Fluglärm vor amerikanischen Botschaft in Berlin – ZuB reist auf Einladung von MdB Kornelia Möller (Die Linke) mit der Bürgerinitiative „Et`s langts“ aus Ansbach nach Berlin.

ZuB-Pressemitteilung

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  Windsheimer Zeitung
28. Oktober 2011

Kundgebung in Berlin. Bürgerinitiative demonstriert am Brandenburger Tor.

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  Windsheimer Zeitung
25. Oktober 2011

Kritk an Etz langt's — von US-Militärhubschrauberbefürwortern.

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  Windsheimer Zeitung
22. Oktober 2011

Etz langt's reist nach Berlin. Treffen im Verteidigungsministerium und Kundgebung vor US-Botschaft.

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  Fränkische Landeszeitung
22. Oktober 2011

Informationsveranstaltung der Gewerkschaft ver.di.
"Schwerter zu Pflugscharen"
Vorrangiges Ziel einer Konversion sollten Arbeitsplätze sein.

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  SAT.1Bayern
14. Oktober 2011

Lärm wie im Kriegseinsatz. Hubschrauber in Ansbach.

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  Windsheimer Zeitung
8. Oktober 2011

Kommandeur der 12. US-Kampffliegerbrigade über seine Mission und die Lärmproblematik.

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  Windsheimer Zeitung
7. Oktober 2011

Von Auftrag und Lärmschutz. Beschwerden von 34 Bürger in Kommission behandelt. Die Bürgerinitiative "Etz langt's!" hat im Landkreis 1300 Unterschriften gesammelt.

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  Windsheimer Zeitung
6. Oktober 2011

Gestern tagte die Lärmschutzkommission für den Standort der US-Armee in Illesheim. Lärm bleibt weiter intern. Das Luftwaffenamt habe kein Fehlverhalten festgestellt.

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  Fränkische Landeszeitung (AN)
6. Oktober 2011

"Etz langt's!" enttäuscht. Weiter vom Lärm geplagt.

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  Fränkische Landeszeitung (NEA)
5. Oktober 2011

Überrascht zeigte sich der Kreisvorstand der Bürgerinitiative "Etz langt's!" über die Weigerng der US-Offiziere bei deren Auftritt der Kommandanten der US-Basen Katterbach und Illesheim im Ansbacher Stadtrat, Unterschriftenlisten von Bürgern aus Stadt und Landkreis Ansbach sowie aus dem Landkreis Neustadt/ Aisch - Bad Windsheim entgegen zu nehmen.

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  Windsheimer Zeitung
29. September 2011

Kommandeur der US-Army kündigt Afghanistan-Einsatz im Frühjahr an. Nachflüge in Westmittelfranken deshalb unverzichtbar.

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  Nürnberger Nachrichten
29. September 2011

US-Army pocht auf Nachtflüge. Besuch im Ansbacher Stadtrat: Optimales Training der Piloten ist das Richtmaß.

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  Fränkische Landeszeitung
28. September 2011

Gestern Mahnwache gegen US-Fluglärm vor dem Ansbacher Stadthaus. Der US-Kommandeur betrat das Gebäude durch den Nebeneingang. "Vielleicht später" werde er die Resolutionen und Unterschriftenlisten entgegennehmen, beschied er den Aktivisten.

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  Windsheimer Zeitung
24. September 2011

Kritik an Army. Etz langt's bemängelt Vorgehen.
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  Windsheimer Zeitung
23. September 2011

Heute hubschrauberfreier Tag: US-Kommandeur will Lärmbelastung für Bevölkerung minimieren.
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  Fränkische Landeszeitung
13. September 2011

Die Bürgerinitiative "Etz langt's!" widerspricht der Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel: Die "Strategie unverbindlicher Gespräche" sei nicht aufgegangen. Eine deutliche US-Truppenreduzierung in Ansbach müsse für die Stadt eine Option im Kampf um geringere Fluglärmbelastung sein, betonte die Bürgerinitiative. Ein Abzug der US-Truppen sei angesicht der finanziellen Lage der USA absehbar.

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  Windsheimer Zeitung
5. September 2011

Mehr Flüge wegen neuer Helikopter. Auch wegen des Zuzugs der Instandsetzungseinheit aus Mannheim nach Illesheim fürchtet der Bundestagsabgeordnete Rainer Erdel, dass der Lärm weiter zunimmt. Erdel will Gespräch mit US-General.
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  Fränkische Landeszeitung
25. August 2011

Fluglärm soll Berliner Koalitionsausschuss beschäftigen. MdB Göppel will nachfassen.

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  Windsheimer Zeitung
25. August 2011

Beschwerden nehmen zu. Flugverkehr um Illesheim sorgt für mehr Anfragen in Köln.
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  Nürnberger Nachrichten
24. August 2011

Hoffnung auf weniger Fluglärm. Flüge der US-Army sollen verlagert werden.

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  Windsheimer Zeitung
24. August 2011

Hoffen auf weniger Lärm. Minister Herrmann informiert sich über Flugebtrieb. Bei einem Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative "Etz langt's!", unter denen auch die Bad Windsheimer SPD-Stadträtin Petra Negendank war, ging es auch um die Situation im Raum Illesheim/ Bad Windsheim..
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  Fränkische Landeszeitung
24. August 2011

Wenig Greifbares bei Dialog über Fluglärm. Mit Absichtserklärungen, aber ohne greifbares Ergebnis, ist gestern ein Gespräch mit dem Bayerischen Innenminister, der Oberbürgermeisterin, einem Bundestagsabgeordneten und Vertretern der Bürgerinitiative "Etz langt's!" zu Ende gegangen.

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  Fränkische Landeszeitung
22. August 2011

Direkt vor Ort will sich der bayerische Innenminister Joachim Herrmann über die Probleme mit mit dem Fluglärm durch US-Hubschrauber informieren.

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  Windsheimer Zeitung
06. August 2011

Im Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim fliegen neuerdings vermehrt doppelrotorige US-Chinook-Militärhubschrauber.
>>> Im Original weiterlesen

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  Nürnberger Nachrichten
28. Juli 2011

Enormer Ärger über Übungsflüge der US-Hubschrauber.

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  Fränkische Landeszeitung
28. Juli 2011

Ansbacher Stadtrat beschließt Lärmmessungen. Ab September sollen objektive Daten über die gesundheitlichen Belastungen durch U.S.-Militärhubschrauber in verschiedenen Stadtteilen erfasst werden.

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  Bayerisches Fernsehen/ Studio Franken
26. Juli 2011

Stadtrat beschließt Lärmmessungen. Nach zahlreichen Beschwerden aus der Bevölkerung will die Stadt Ansbach die gestiegenen Lärmbelastung durch Hubschrauber der US-Army nachgehen. Der Stadtrat beschloss am Dienstagabend (26.07.11) einstimmig, Lärmmessungen durchzuführen-
>>> zum BR-Onlinedienst

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  Fränkische Landeszeitung/ Landkreis NEA
26. Juli 2011

Zu den Leidtragenden in Bad Windsheim gehören auch die Besucher des Freilandtheaters. Die Öffentlichkeitsdramaturgin konstatiert, dass man "nur bitten" könne.

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  Nürnberger Nachrichten
21. Juli 2011

So schlimm war der Krach von US-Hubschraubern noch nie. In vier Monaten schon so viele Beschwerden wie im Jahr 2009.

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  Fränkische Landeszeitung
21. Juli 2011

Deutlich mehr Lärmbeschwerden: In den vergangenen vier Monaten habe es mit 8502 deutlich mehr belastende Hubschrauberflüge gegeben als im gesamten Jahr 2009.

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  Onlinedienst
von Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung
15. Juli 2011

Der Onlinedienst veröffentlicht einen Kurzfilm von Studentinnen der Hochschule Ansbach über die Bürgerinitiative "Etz langt's!"

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  Windsheimer Zeitung
12. Juli 2011

Etz langt's verfasst Resolution und hofft auf Beschluss des Ansbacher Kreistages. Zudem hat die Bürgerinitiative im Landkreis Ansbach eine Unterschriftenaktion gestartet. Ähnliche Aktivitäten sind auch für den Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim angedacht..
>>> Im Original weiterlesen

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  BR-Online (Studio Franken)
07. Juli 2011

Kampfhubschrauber über Ansbach: Anwohner fordern Nachtflugverbot Rund 30 lärmgeplagte Bürger aus dem Landkreis Ansbach fordern von Landrat und Kreistag stärkeres Engagement gegen nächtliche Flugübungen amerikanischer Kampfhubschrauber. Insbesondere geht es den Anwohnern um eine stärkere Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Ansbach. .
>>>Zur BR-Online Mediathek

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  Bayern 1 Hörfunk (Mittags in Franken)
07. Juli 2011

Fluglärm im Landkreis Ansbach: Bürger machen mobil gegen Kampfhubschrauber .
>>>Zur B1-Mediathek

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  Fränkische Landeszeitung
06. Juli 2011

Als rücksichtlos und ignorant kritisiert die Bürgerinitiative "Etz langt's!" die jüngsten Äußerungen des US-Oberkommandierenden in Europa, Generalleutnant Hertlinger. Seine Einlassungen sind für die Bürgerinitiative Indiz dafür, dass die Armeeführung nicht an einer ernst gemeinten Entlastung der Bevölkerung von Fluglärm interessiert ist.

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  Neues Deutschland
29. Juni 2011

Helikopter-Attacken über Ansbach. Der Lärm von US-Hubschraubern ist für die Ansbacher nichts Ungewohntes. Als Nachbarn der US-Garnison Katterbach haben sie damit zu leben gelernt. Seit Jahresanfang droht das nächtliche Geknatter aber überhandzunehmen. In der fränkischen Beamtenstadt wächst der Bürgergroll, eine Verlagerung der Übungsflüge auf die Truppenübungsplätze Grafenwöhr oder Hohenfels wird gefordert.
>>> Im Original weiterlesen

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  Nürnberger Nachrichten
25. Juni 2011

US-Armee verstärkt die Nachtflüge. Bürgerinitiative bekommt internes Kommissionsprotokoll. Undichte Stelle beim Militär.

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  Fränkische Landeszeitung
23. Juni 2011

Bürgerinitiative "Etz langt's!" hat Protokoll über Sitzung der Lärmschutzkommission ausgewertet. Statt weniger eher mehr fluglärm.

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  Bayerisches Fernsehen (Abendschau)
06. Juni 2011

Ansbach: Streit um Helikopter-Lärm Im Ansbacher Stadtteil Obereichenbach lässt es sich eigentlich schön wohnen. Eigentlich. Denn ganz in der Nähe liegt die US-Airbase Katterbach - und dort starten und landen Kampfhelikopter en masse, bis spät in die Nacht. Die gestressten Anwohner protestieren.
>>>Zum BR-Mediathek Video

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  Windsheimer Zeitung (Bad Windsheim)
06. Juni 2011

Unbequeme Mahner zum Jubiläum: Etz langt's demonstrierte vor dem Galaabend im Kur- und Kongress-Center..
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  Fränkische Landeszeitung (Ausgabe NEA)
06. Juni 2011

Bittere Gratulation: Bad Windsheim einziges Heilbad mit garantiertem Fluglärm. So hatte es eine Demonstrantin gegen die Übungsflüge der US-Helikopter auf ihr Plakat geschrieben, mit dem sie im Kreis von etwa 40 Mitstreitern auch aus Ansbach und Rothenburg die Gäste des Jubiläums-Galaabends darauf hinweis, dass es eigentlich nichts zu feiern gebe.

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  Süddeutsche Zeitung
31. Mai 2011

Belagerung in Freundesland: Der Lärm amerikanischer Kampfhubschrauber raubt den Bürgern von Obereichenbach den Schlaf – ihre Beschwerden perlen an der US-Armee ab.
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  Windsheimer Zeitung (Bad Windsheim)
17. Mai 2011

Etz langt's! will Öffentlichkeit! Eine Beteiligung an "Lärmschutz"-Tagungen fordert der "Etz-langt's!"-Kreisverband Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Als "widersprüchlich und inkonsequent" kritisierte der Kreisverband das jüngste "Lärmschutz"-Treffen in Illesheim. Außer in Illesheim und Ansbach würden alle Lärmschutzkommissionen in Deutschland — wie beispielsweise in Mannheim — öffentlich tagen.
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  Fränkische Landeszeitung (Ansbach)
13. Mai 2011

Bürgerinitiative "Etz langt's!" und SPD des Landkreises üben Kritik an der Lärmschutzkommission. Gesprächsergebnisse völlig unzureichend.

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  Fränkische Landeszeitung (Ansbach)
11. Mai 2011

Staatlicher Irrtum bei Katterbach-Umgehung. Neun-Millionen-Euro-Projekt bisher nicht im Bedarfsplan des Verkehrsministeriums. Bürgerinitiative will bayerische Staatsregierung zur Umkehr bewegen.

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  Fränkische Landeszeitung (Ansbach)
10. Mai 2011

Keine konkreten Zusagen für eine Minderung des Fluglärms hat die Tagung der Lärmschutzkommission gebracht.

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  Fränkische Landeszeitung (Ansbach)
07. Mai 2011

Kurz bevor gestern die sogenannte Lärmschutzkommission tagte, versammelten sich knapp 80 Bürgerinnen und Bürger zu einer Protestkundgebung vor der US-Kaserne in Katterbach. Sie äußerten ihren Unmut nicht nur über den Hubschrauberlärm, sondern auch darüber, dass die Sitzung der Kommission mit Bürgermeistern der Region und Vertretern der US-Armee unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Organisiert hatte den Protest die Bürgerinitiative "Etz langt's!".

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  Fränkische Landeszeitung (Ansbach)
03. Mai 2011

Eine Protestkundgebung gegen die weitgehende Wirkungslosigkeit der Tätigkeit der so genannten "Lärmschutzkommission" hat die Bürgerinitiative "Etz langt's!" für Freitag, 6. Mai 2011, vor der US-Kaserne in Ansbach-Katterbach angekündigt.

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  Windsheimer Zeitung (Bad Windsheim)
27. April 2011

Samba gegen Fluglärm. Am Ansbacher Ostermarsch beteiligten sich auch Fluglärmbetroffene aus Bad Windsheim, Illesheim, Marktbergel und Markt Erlbach.
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  Woche im Blick (Ansbach)
17. März 2011

Initiative gegen Hubschrauberlärm: "Sie fliegen wieder, unsere Freunde!" Der Stoßseufzer des pensionierten Pfarrers Hansjörg Meyer klingt gequält. Seit die US-Armee von ihren Kriegseinsätzen in Irak und Afghanistan wieder zurückgekehrt sind, habe der Fluglärm in der Region wieder spürbar zugenommen, wie die Häufung der aktuellen Beschwerden bei der Bürgerinitiative "Etz langt's!" zeige.

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  Fränkische Landeszeitung (Ansbach)
12. März 2011

Bürgerinitiative "Etz langt's! klagt über massive Zunahme der Helikopter-Übungsflüge in Ansbach. Fluglärm wieder auf dem Vormarsch. Anwohner aus Obereichenbach berichtet von Fünf-Tage-Woche — Training bis weit nach 22 Uhr.

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  Fränkische Landeszeitung (Neustadt/Aisch)
22. Februar 2011

Der Landtagsabgeordnete Dr. Peter Bauer aus Sachsen bei Ansbach von den Freien Wählern hat eine schriftliche Anfrage an die bayerische Staatsregierung zum Fluglärm der US-Armee gestellt. Bauer wies auf die Klagen von Bürgern im Bereich der Helikopterstützpunkte Ansbach-Katterbach und Illesheim hin.

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  Fränkische Landeszeitung
3. August 2006

Oberst erwartet mehr Fluglärm. Army hofft auf neuen Teamgeist ihrer Truppen

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  Windsheimer Zeitung
9. April 2005

Entscheidungen keineswegs sattelfest. MdB Christian Schmidt informiert über Sachstand zum US-Standort in Illesheim

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